Unwetter-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

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22.07.2021 10:16
#196
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https://www.mannheimer-morgen.de/politik...id,1826480.html

Zitat
Also erklärte Kunz Mayschoß zur autonomen Gemeinde, berief einen Krisenstab und ließ einen Waldweg teeren, um das Dorf aus der Isolation zu führen. Formalitäten scheren ihn nicht: „Bis die Bundesstraße repariert ist, wird es viele Monate dauern. So viel Zeit haben wir nicht. Die Grünen werden mich vierteilen, wenn das vorbei ist. Aber das ist mir egal“, dröhnt er.

Der Mann mit dem weißen Vollbart hat größere Sorgen. Als die Flut kam, flüchtete er sich mit seiner Familie aufs Dach und harrte dort in Todesangst aus. Nun ist das Haus unbewohnbar. Kunz ist auf einem Obsthof untergekommen und denkt Tag und Nacht an die Gemeinschaft. Er glaubt an die Schwarmintelligenz: „Unter 1000 Menschen finden Sie alle Kompetenzen, die es in der Not braucht.“ Im Krisenstab arbeiten Feuerwehrleute, Handwerker, ein ehemaliger Polizist mit Afghanistan-Erfahrung.

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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22.07.2021 10:17
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#197
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Zitat von RalphT im Beitrag #193
Zitat von Hanum83 im Beitrag #192
Wenn man den sieht und hört, fragt man sich echt wozu wir überhaupt so was wie den Laschet brauchen.


Nicht nur Laschet. Viele andere auch.

Im September sind Wahlen. Also nicht mehr lange hin. Wie man weiß, werden sich wohl Grüne mit der CDU ein Kopf an Kopf Rennen liefern. Das wäre doch für den einen oder anderen Politiker von der CDU die Gelegenheit sich mal positiv zu profilieren.
Da hätte ich mich direkt vor Ort hingestellt und schlau gemacht, was alles gebraucht wird und was man am dringensten braucht. Dann hätte ich versucht eine Art Anlaufstelle für alle Helfer zu organisieren. Dann hätte ich meine Kontakte ausgenutzt und entsprechend Fachkräft herangeholt. Weiterhin hätte ich einen Geldtopf organiesiert, sodass zumindest die Helfer ihre Auslagen, wie Sprit, kaputte Reifen und Schläuche, etc. ersetzt bekommen. Das geht nämlich ganz schön ins Geld. Ein Treckerreifen liegt z.B. 2.500 Euro. Da kommt was zusammen. Geld ist mit Sicherheit da. Ich hätte Ärzte organisiert. Und ich wäre immer vor Ort mit Gummisteifel präsent gewesen. Immer ein offenes Ohr für die Geschädigten.

Wenn das so einTeil gemacht hätte, ich wäre mir zu 100% sicher, die hätten zumindest aus dem Rheinland viele Stimmen bekommen. Die Leute wären diesen Leute garantiert dankbar gewesen. sowas vergisst man nicht.

Aber das ist ja wohl zu einfach. Statt dessen kreuzen die da mit weißem Hemd auf und versprechen Hilfen (wie immer).

Oder was auch sehr traurig ist:
Da hatte ein 25 jähriger Baggerfahrer ein kleines Kind auf der Schaufel. Der ist erstmal mit dem Thema durch.

Ob das jetzt stimmt, weiß ich nicht. Daher ist diese Aussage mit Vorsicht zu geniesen. Man sagt ja, dass die Helfer ihre privaten PKWs nicht direkt in die Orte reinfahren sollen. Erstens weil dort nur schweres Gerät fährt und weil man sich dort schnell seine Reifen kaputt fährt. Also parkt man woanders, wo Platz ist. Dort sollen wohl Leute Tickets bekommen haben weil sie falsch parkten. Haben aber wohl keine Rettungswege versperrt.


@RalphT

Ein Ministerpräsident, Landrat oder Bürgermeister einer größeren Stadt muss nicht mit Gummistiefeln im Schlamm stehen und schippen.

Die könnten aus ihrer Funktion heraus viel mehr bewirken, wenn sie es wirklich wollen.

Das Schaulaufen einiger Schlipsträger ist jedenfalls voll daneben, ebenso die klugen Ratschläge in Interviews.

Die Abgeordneten der Wahlkreise (Bund und Länder) und auch Ratsmitglieder könnten hier mal zeigen ob sie ihr Geld auch wirklich verdienen.

Nach Aussagen vieler Betroffener und Helfer scheint es ja oftmals an der Koordinierung zu mangeln.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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22.07.2021 10:30 (zuletzt bearbeitet: 22.07.2021 10:34)
avatar  Fred.S.
#198
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zu 197
Ich denke das Du, Fall 80 und auch Ralph T Recht haben.
Den Eines ersetzt das Andere nicht. Beides gemeinsam, wäre sehr gut, aber wie man die Politiker kennt,
wird das Schaulaufen sehr gut durchgeführt, denn Wahlen stehen vor der Tür.
Und das Andere ? Das wird man sehen, ob dem Taten folgen werden.
Zum Schaulaufen noch einmal:
Die Bevölkerung würde das vermissen, wenn Politiker in solchen Situationen nicht zu ihnen kommen würden. Das würde sich negativ für die Politiker auswirken.
Ob hinter den Reden dann auch konkrete Taten folgen, wird vielen Bürgern erst einmal egal sein.
" Schau mal, der ........ war hier bei uns und hat versprochen ....... Und man ist stolz auf diesen Politiker. Fred


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22.07.2021 10:54 (zuletzt bearbeitet: 22.07.2021 10:55)
#199
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@RalphT , nein es verlangt und würde auch niemand verlangen die Schippe in die Hand zu nehmen. Ich glaube, so steht es auch nicht geschrieben.
Nur die Aufzüge der Politiker vor Ort prägen sich schon ein und bleiben in Erinnerung.


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22.07.2021 11:01
avatar  RalphT
#200
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #197
Ein Ministerpräsident, Landrat oder Bürgermeister einer größeren Stadt muss nicht mit Gummistiefeln im Schlamm stehen und schippen.



Nee, da haste mich falsch verstanden. Ich meinte nicht schippen. Aber Gummistiefel schon anziehen. Da ist nämlich überall alles voller Schlamm. Der jenige oder jenigen sollen vor Ort als Ansprechpartner sein. Vielleicht nicht gerade der Ministerpräsident. Aber vielleicht ein paar Leute aus seinem Büro. Mir ging es darum, dass die Leute immer vor Ort sind, dass normale Leute dort immer einen Anlaufpunkt hätten. Die Leute sollen ja nur vermitteln und organisieren. Das fehlt dort. Eben die Koordination.
Es gibt auch Orte wo vielleicht zu viele Helfer sind und Orte wo es mehr sein müssten. All sowas könnte man gut vor Ort managen.

Nicht im Büro sitzen. Allein schon die Präsenz vor Ort würde bei manchem Bürger mehr Vertrauen geben. Man bekommt vor Ort einfach mher mit. Nicht am Schreibtisch.

Ok, das braucht man jetzt auch nicht weiterspinnen, denn das macht ja von den Hochstudierten keiner. Sowas könnte auch nur einer, der mal ein paar Jahre mit Händen Geld verdient hat. So ein paar Jahre praktische Erfahrungen sind immer hilfreich.

Aber egal. Da muddeln jetzt viele Freiwillige im Dreck und sind oft auf sich alleine gestellt. In den sozialen Medien werden die freiwillligen Helfer sehr hoch gelobt. Ein Politiker, der dort mal gut wegkommt, konnte ich in den Meldungen noch nicht erkennen.

Naja, bald ist Wahl. Könnte für den einen oder anderen evtl. zum Nachteil werden. Das öffentliche Interesse an diesem ganzen Drama ist sehr groß.


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22.07.2021 11:23
avatar  PF75
#201
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Mein Neffe berichtet auch von unzureichender koordination.


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22.07.2021 12:18
#202
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Flutkatastrophe: WDR prüft eigene Unwetter-Berichterstattung - WELT
https://www.welt.de/vermischtes/article2...erstattung.html
Zu Spät....

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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22.07.2021 12:24
#203
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Hallo,
meine Frau und ich haben beschlossen einen Kurzurlaub dieses Jahr zu streichen und das Geld zu spenden.
Gruß Frank


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22.07.2021 12:41
avatar  linamax
#204
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Zu 203 Na , hoffentlich kommt deine Spende auch bei den Opfern an .


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22.07.2021 12:49 (zuletzt bearbeitet: 22.07.2021 12:55)
#205
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@RalphT, genau so sehe ich es auch. Bin halt etwas kritisch, das Leben, die Zeit waren gute Lehrmeister und als Osi spielen dann noch Wendeerlebnisse mit die einen geformt haben.

@Buschgespenst, genau wie in #202 von dir eingestellt meinte ich und bezog mich am Ende u.a. auf die gestellte Pressekonferenz MERKEL - LASCHET. Deutlicher konnte die Sprache der Aufnahmen nicht sein. Danke, danke, danke!!!


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22.07.2021 12:51 (zuletzt bearbeitet: 22.07.2021 13:05)
avatar  Fall 80
#206
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Zitat von RalphT im Beitrag #200
Zitat von Fall 80 im Beitrag #197
Ein Ministerpräsident, Landrat oder Bürgermeister einer größeren Stadt muss nicht mit Gummistiefeln im Schlamm stehen und schippen.



Nee, da haste mich falsch verstanden. Ich meinte nicht schippen. Aber Gummistiefel schon anziehen. Da ist nämlich überall alles voller Schlamm. Der jenige oder jenigen sollen vor Ort als Ansprechpartner sein. Vielleicht nicht gerade der Ministerpräsident. Aber vielleicht ein paar Leute aus seinem Büro. Mir ging es darum, dass die Leute immer vor Ort sind, dass normale Leute dort immer einen Anlaufpunkt hätten. Die Leute sollen ja nur vermitteln und organisieren. Das fehlt dort. Eben die Koordination.
Es gibt auch Orte wo vielleicht zu viele Helfer sind und Orte wo es mehr sein müssten. All sowas könnte man gut vor Ort managen.

Nicht im Büro sitzen. Allein schon die Präsenz vor Ort würde bei manchem Bürger mehr Vertrauen geben. Man bekommt vor Ort einfach mher mit. Nicht am Schreibtisch.

Ok, das braucht man jetzt auch nicht weiterspinnen, denn das macht ja von den Hochstudierten keiner. Sowas könnte auch nur einer, der mal ein paar Jahre mit Händen Geld verdient hat. So ein paar Jahre praktische Erfahrungen sind immer hilfreich.

Aber egal. Da muddeln jetzt viele Freiwillige im Dreck und sind oft auf sich alleine gestellt. In den sozialen Medien werden die freiwillligen Helfer sehr hoch gelobt. Ein Politiker, der dort mal gut wegkommt, konnte ich in den Meldungen noch nicht erkennen.

Naja, bald ist Wahl. Könnte für den einen oder anderen evtl. zum Nachteil werden. Das öffentliche Interesse an diesem ganzen Drama ist sehr groß.


@RalphT Ich hatte dich schon richtig verstanden, Dir ging es um reale Hilfe durch die Politiker und nicht um deren mediale Präsenz. Meist ist es ja so, dass hoher Besuch immer noch eine Herde Lokalpolitiker im Schlepptau hat die auch mit auf das Foto oder den TV Bericht wollen.

Uli

Nachtrag: Um Hilfe bei der Koordinierung vor Ort leisten zu können wäre es natürlich besser die Designerklamotten gegen Gummistiefel und robuste Alltagskleidung zu tauschen.

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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22.07.2021 13:07
#207
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#204
Hallo,
ich denke schon, ob es immer den richtigen trifft, weiß man natürlich nicht. Aber es gibt ja so viele die alles verloren haben.
Gruß Frank


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22.07.2021 13:26
#208
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Protokoll der Katastrophe : Wie ein Anwohner die Flutkatastrophe in Bad Neuenahr erlebte

Zitat
(..)
Mittwochabend: Sirenenalarm (schätze gegen 23 Uhr). Ich starte eine Rundfahrt zunächst zur Ahrweiler Brücke nahe dem Feuerwehrhaus. Campingwagen werden nahe der Brückenstraße aus der Gefahrenzone gebracht. Die Ahr rast förmlich in ihrem Bett, ...


https://ga.de/region/ahr-und-rhein/bad-n...te_aid-61683643

Bleibt auch die Frage, ob wirklich jeder die Bedeutung des 1minütigen Heulton kennt ...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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22.07.2021 13:48 (zuletzt bearbeitet: 22.07.2021 13:53)
#209
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Ich greife da mal noch ein Zitat auf welches sich auf #205 bezieht.

Ohne Herkunft keine Zukunft (Zitat Angelika Merkel 2021 zur Bundespressek.) Dieser Grundsatz ist meine Erfahrung und ruht auf meinen Misstrauen.


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22.07.2021 15:48
avatar  Fall 80
#210
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Heute früh war eine Meldung im Netz wo eine durch Hochwasser abgeschnittene Gemeinde einen Waldweg asphaltieren lies, da die Bundesstraße länger nicht benutzbar sein wird.

Leider finde ich den Bericht nicht mehr. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Wollte mal Kontakt zu einer betroffenen Gemeinde aufnehmen wegen direkter Spende an Betroffene ohne den Umweg über Organisationen mit klebrigen Fingern.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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