RIAS

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08.06.2021 22:35
avatar  birx20
#61
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#58
1960 hatten meine Eltern schon einen Fernseher in Thüringen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Vater etwas anderes als Westfernsehen gesehen hat.
Das einzige was ich in meiner Kindheit vom DDR Fernsehen mitbekommen habe war das Sandmännchen, Meister Nadelöhr und Professor Flimmrich.
Bei uns wollte auch mal eine FDJ-Brigade zum Antennedrehen aufs Dach steigen.
Die hat mein Vater achtkantig rausgeschmissen.
Das war ihm scheißegal.
Im Kindergarten haben die Jungs Bonanza, Rauchende Colts, Fury und Lassy gespielt.
Die Kindergärtnerinnen taten entsetzt.


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08.06.2021 22:45
avatar  icke46
#62
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #59


(…)
Das ZDF-Magazin eher seltener, außer Höfer brachte wieder was von Hoheneck, konnte ich ja sehen, also Hoheneck, wenn ich vom Sofa aus zum Fenster raus geschaut habe.

(….)



Da hast Du wohl was verwechselt. Höfer war die Werbefigur der Winzer, der jeden Sonntag zum Frühschoppen lud - ZDF-Magazin war „die Milch wird sauer, das Bier wird schal, im Fernsehen spricht der“ Löwenthal.


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08.06.2021 22:54
avatar  mibau83
#63
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #59

Das ZDF-Magazin eher seltener, außer Höfer brachte wieder was von Hoheneck


werner höfer war internationaler frühschoppen sonntag mittag um 12. uhr. was haben die damals noch geraucht während der sendung! das waren noch zeiten!

zdf-magazin war gerhard löwenthal und später fritz schenk.


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09.06.2021 00:03 (zuletzt bearbeitet: 09.06.2021 07:18)
avatar  Hanum83
#64
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Ja doch, der Löwenqual, manchmal verschwimmt etwas leicht nach vielen Jahren.
Wie, der Schenk war doch vom Blauen Bock mit dem Bempel oder wie der Becher hieß, der hat den Löwenqual beerbt?
Ach Quatsch, der mit dem Bempel war der Heinz und nicht der Fritz.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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09.06.2021 07:44
avatar  Fall 80
#65
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Je später die Stunde, umso klarer der Blick zurück.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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09.06.2021 08:00 (zuletzt bearbeitet: 09.06.2021 08:01)
avatar  Hanum83
#66
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Bitte Uli oder wie du auch wirklich heißen magst, erzähl dein Zeug, aber fang nicht an mir was zu erzählen.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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09.06.2021 11:05
#67
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Zitat von birx20 im Beitrag #61
Im Kindergarten haben die Jungs Bonanza, Rauchende Colts, Fury und Lassy gespielt.


OMG !!! Wie spielt man denn Lassy und Fury ??? Wau, Wau und hüh, brrrr

Warst du in einem Förderkindergarten ?


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09.06.2021 11:27 (zuletzt bearbeitet: 09.06.2021 11:54)
#68
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Zitat von Thüringer im Beitrag #67
Zitat von birx20 im Beitrag #61
Im Kindergarten haben die Jungs Bonanza, Rauchende Colts, Fury und Lassy gespielt.


OMG !!! Wie spielt man denn Lassy und Fury ??? Wau, Wau und hüh, brrrr

Warst du in einem Förderkindergarten ?


Jeder hat so seinen Fetisch...Kleiner Scherz. Was mich mehr fragen lässt, nein nicht was diese Serien mit dem RIAS zu tun haben, sondern wie lange diese Jungs im Kindergarten waren? Fury Erstausstrahlung in Deutschland 5. Oktober 1958....Lassie 21.06.1958 ARD...Gut ist Machbar. Bonanza Deutsche Erstausstrahlung13.10.1962 ARD....Rauchende Colts Deutsche Erstausstrahlung 04.06.1967 ARD...

Kleine Ergänzung zu Rauchende Colts: In der amerikanischen Originalfassung hieß das Maultier Ruth

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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09.06.2021 11:46
avatar  linamax
#69
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Zu 67 Sind wir heute wieder auf Krawall gebürstet .


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09.06.2021 13:29
#70
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Ein kleiner Beitrag aus dem Radiomuseum
Rias Berlin und seine Störsender
https://www.radiomuseum.org/forum/rias_b...toersender.html


Zitat
Wer den RIAS hört, den Frieden stört !

Solche und andere Überschriften geisterten seit Anfang der 50iger Jahre durch die Presse und Medien der DDR. Ein ehemaliger WF ( Werk für Fernsehelektronik) - Mitarbeiter , Joachim Kullmann beschäftigte sich mit der Geschichte der Störsender in der DDR.

Diese Sender wurden im WF in Schöneweide und von der Deutschen Post hergestellt . Die Initiative ergriff jedoch im September 1953 nicht die Regierung in Ostberlin sondern es waren jene in Moskau, die insbesondere eine Störung des RIAS- Empfanges wünschten.

In einer vom sowjetischen Botschafter in der DDR, Waldimir Semjonow, getätigten Erklärung heißt es; "der RIAS habe seine reaktionären Rundfunksendungen gegen die DDR verstärkt" ...und bisher gäbe es nur unzureichende Gegenmaßnahmen.

Pikanterweise nahm man sich in Moskau ausgerechnet den Volksempfänger der Nazis zum Vorbild, dessen Prinzip, ausschließlich einheimischen, linientreuen Sendern den Empfang zu ermöglichen, auch in der Sozialistischen Diktatur seine Nachahmung finden sollte.(Foto; DKE38 )

Mein Erzgebirge,
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09.06.2021 14:05 (zuletzt bearbeitet: 09.06.2021 14:19)
avatar  berndk5
#71
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Da will ich auch mal die Tastatur klimpern und meine dabei, dass @Thüringer und @buschgespenst das Alles bestimmt auch nicht soooo todernst sehen, wie es aus den Buchstaben der Beiträge beim Lesen erscheint.
Erstens wissen ja viele User, dass es mit unterschiedlich starker Ausprägung schon hin und wieder bei den "Sozialistischen Kindererziehenden" egal ob Kindergarten , Schule oder Hort - sehr wohl "politisch wachsame Krfte" gab. Ich will das jetzt weder überspitzen, noch grundsätzlich verallgemeinern oder besonders anprangern. Da wurde manchmal schon aufgepasst, aus welchen Elternhaus Einflüsse durch Westfernsehen sichtbar wurden. Da wurden kindliche Spiele und Erzählungen über Filmepisoden schon aufmerksam wahrgenommen, auch wenn das ganz sicher weder "aufgezeichnet" noch "protokolliert" wurde.
Es ist mir aber sowohl zum Teil aus der eigenen Kindheit, als auch der Kindheit meiner Kinder bekannt, dass man sich dafür interessierte was die Kinder zu Hause "konsumieren" . Da die genannten Serien ja auch immer wieder mal wiederholt wurden, erinnere ich mich sehr deutlich daran, wie dringend ich(als Kind) da manchmal zur entsprechenden Sendezeit zu meinem Kumpel zwei Häuser weiter musste- weil ein Empfang zu Hause niemals denkbar gewesen wäre.
Auch die Belehrungen der Eltern, wenn man mit zunehmendem Alter mal etwas Westfernsehen zu Hause schauen durfte, um Himmels Willen ja niemals etwas davon in de rSchule , nicht einmal dem besten Kumpel erzählen- sind mir noch in Erinnerung.
Ich verteufele das Heute nicht- es ist eine Episode, die zur damaligen Zeit gehörte und heute zum Glück überwunden ist.


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09.06.2021 15:08
avatar  birx20
#72
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Bei dem Sehen vom Westfernsehen spielte eine entscheidende Rolle wie sich die Eltern dazu verhielten und was sie bei einer Denunziation durch Dritte für berufliche Folgen zu erwarten hatten.
Da mein Vater 1952 aus der SED wegen parteifeindlichem Verhalten ausgestoßen wurde. Er ist ausgetreten, weil er sich in einer öffentlichen Parteiversammlung kritisch zur Aktion " Ungeziefer" geäußert hat und diese Haltung auch nicht revidiert hat.
Damit waren für ihn berufliche Kosequenzen verbunden (Ablösung als BHG-Verkaufsleiter) und andere Willkürmaßnahmen bis zum Erreichen des Rentenalters.
Das war ihm aber egal, weil er sich sich nicht verbiegen lassen wollte.


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09.06.2021 16:10
#73
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Mal vom Fernsehen zurück zum Radio.
Ich denke, man muss da immer dazu sagen, von welchen Zeiten man spricht.
Denn es gilt dabei bedenken, dass so bis Mitte der 70er der Mittelwellenempfang verbreiteter war und UKW-Empfänger eher zu hause stationär verfügbar waren, Kofferradios mit UKW waren da noch teilweise Luxus oder tatsächlich "Koffer"-Radios. Und bis in den 80ern war die Mittelwelle weit verbreitet... Stationär hatte man dann meist eine gute Hausantenne, mit der dann der UKW-Empfang je nach Aufwand ging. Kann schon sein, dass mancherorts in der Provinz auch die DDR-Programme lange zeit schlecht gingen. Mittelwelle ging aber einfacher und billiger und die Empfangs-Technik war's auch. Und die DDR-Programme waren ja alle auf MW.

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(Edwin Bauersachs)


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09.06.2021 17:53 (zuletzt bearbeitet: 09.06.2021 17:54)
#74
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Zitat von Rimbach 86 im Beitrag #9
Wir die an der Grenze zur Bundesrepublik wohnten war der Empfang von westlichen Radio und TV Sendern kein Problem.Natürlich nur wenn Vater nicht im Haus war. Allerdings war RIAS hier keine Option. Da schon eher Radio Luxemburg, Deutschlandfunk und nicht zu vergessen den deutschen Soldatensender.Den hörte meine ältere Schwester.

Wobei der auf der deutsch Soldatensender 935 auch aus Burg/ Sachsen-Anhalt sendete so wie Freiheitssender 904
Auf Mittelwelle 904 kHz und 935 kHz

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Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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09.06.2021 18:56
avatar  Fall 80
#75
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Anfang der sechziger hatte man ja nur die Wahl zwischen den zwei Sendern und außer den Professor Flimmrich haben wir kein DDR Fernsehen geschaut. Von der wöchentlichen Programmvorschau im TV wurde das Interessante aufgeschrieben und ansonsten hauptsächlich die Tagesschau gesehen. Ich erinnere mich noch an die erste Tatortfolge mit dem Kommissar Trimmel, durfte ich aber nicht mit sehen.
Über das Fernsehprogramm wurde unter Kindern schon gesprochen, die Lehrer ging das nichts an. Das wir Westfernsehen konsumierten war allgemein bekannt. Kenne auch keinen Haushalt im Ort welcher das nicht gemacht hätte.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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