Warum sind die Amis Besatzer und die Russen Befreier?

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26.05.2021 07:33
#16
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Warum schreibt ihr nicht mal, was Deutschland Europa und vor allen bei ihren Ostfeldzug in Polen, Ukraine sowie in Weißrussland den Völkern dort angetan hat.


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26.05.2021 08:03 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 08:15)
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#17
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Wenn man es hundertmal schreibt wird es auch nicht besser, oder schlimmer.
Mein Vater hat mir berichtet das sogar ihn anfänglich die Aura eines Befreiers umweht hat.
Das Stalin-Regime war wohl für die Bewohner der Sowjetunion auch nicht ganz ohne.


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26.05.2021 08:12
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#18
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Weil das allgemein bekannt ist und wer das verleugnet hier nichts zu suchen hat.

Und es rechtfertigt weder einen Ilja Ehrenburg noch Stalins Befehl aus dem Juni 1941, der in etwa besagte „Tötet alle Deutschen, tötet sie wo immer ihr sie antrefft.“

https://www.focus.de/politik/deutschland...aid_167773.html

Das ging dann so weit, dass Divisions- und Korpskommandeure zeitweilig befohlen haben, Gefangene nicht sofort zu erschießen sondern sie erst zur Vernehmung nach hinten zu bringen. Humaner Ansatz, oder?

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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26.05.2021 08:40 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 09:00)
#19
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Es gab mal eine Doku über die Erinnerungen eines wehrpflichtigen Sowjetsoldaten in der DDR.

Von Brüderschaft war da nicht die Rede.
Ihm und seinen Kameraden wurde gesagt, daß er ins Feindesland käme.

Sie selbst sahen sich also auch nach Jahrzehnten "Bruderschaft" nicht als Befreier.
Der Mythos diente offensichtlich nur zur Bindung der Deutschen.

Der Wehrpflichtige war jedenfalls erstaunt, unter Freunde geraten zu sein.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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26.05.2021 08:54 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 08:56)
#20
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Zitat von Ebro im Beitrag #13
Zitat von Fähnrich im Beitrag #12
Warum die emotionale Bindung bei einigen bis heute nachwirkt, ist mir auch ein Rätzel.


Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich empfinde es eben noch so. Mein Großvater ist als Kommunist in Dachau erschossen worden. Dadurch entsteht auch eine gewisse Bindung und Verhältnis und Verständnis. Und ich habe in meiner Tätigkeit im vorherigen Leben viel mit Menschen und Soldaten aus der SU zu tun gehabt.
Ich weiß, für viele ein RätSel!!!


Selbstverständlich wurden Antifaschisten befreit. Aber das waren bekanntlich sehr wenige.
Die Mehrheit war faschistisch oder wurde so behandelt.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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26.05.2021 08:59
#21
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Eine kleine Anekdote: Auf unserer Jugendtouristreise (wie waren schon 30) nach Sibirien bis Baikalsee lernten wir in Novosibirsk einen Russen kennen, der viele Jahre in der DDR, studierte und ein sehr gutes Deutsch sprach. Wir trafen ihn zu Hause in Erfurt wieder und zeigten ihm die Umgebung einschl. Weimar. Er erzählte uns, als seine Mutter erfuhr, daß er nach Erfurt fährt, daß sie ganz besorgt fragte "Aber dort ist doch die NATO ?" Wen wundert´s ? Ein Blick auf die Karte Eurasiens und die Entfernung von Erfurt zur Grenze BRD war da kaum auszumachen. Übrigens, als er hier war, stellte sich heraus, daß er in meinen Augen ein großes Arsch....h und elender Nationalist war. Einer der mit Schuld trägt am dem zerrüttetem Verhältnis zu den anderen Nationalitäten in der SU. Aus heutiger Sicht hätte ich ihm nahegelegt, schnell wieder in Richtung Sibirien abzureisen. Wir haben, wohl aus den freundschaftlichen Gefühlen gegenüber den Bürgern der SU, uns von ihm zu viel an verbalen Entgleisungen bieten lassen.


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26.05.2021 09:06 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 12:04)
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#22
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Zitat von Rostocker im Beitrag #16
Warum schreibt ihr nicht mal, was Deutschland Europa und vor allen bei ihren Ostfeldzug in Polen, Ukraine sowie in Weißrussland den Völkern dort angetan hat.


@Rostocker Darum geht es hier doch gar nicht und das habe ich auch nie in Frage gestellt.

Es geht doch eher um die Bezeichnung Befreiung und ob die Russen als Befreier aufgetreten sind oder als solche empfunden wurden. Unsere Generation kennt die Zeit nur aus einseitiger Geschichtsschreibung oder den Erzählungen der Eltern/Großeltern.

Die rote Armee hat einen hohen Blutzoll im II. WK bezahlt. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat aber das System Stalin selber gehabt.
Angefangen von der Säuberungsaktion im Offizierskorps in den 30 Jahren, bis hin zum Gnadenlosen Verheizen der Truppen bis zur letzten Patrone und der Bestrafung derer, welche sich ergeben haben.

Es kommt doch immer auf den Blickwinkel an. Ist doch heute auch nicht anders.

Einige (ich auch) empfinden ihren Dienst bei der NVA/GT als gestohlene Lebenszeit und Andere versuchen diese Zeit zu heroisieren und reklamieren ihren Anteil an der Sicherung des Weltfriedens.

Uli


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26.05.2021 09:10 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 11:06)
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#23
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #21
Eine kleine Anekdote: Auf unserer Jugendtouristreise (wie waren schon 30) nach Sibirien bis Baikalsee lernten wir in Novosibirsk einen Russen kennen, der viele Jahre in der DDR, studierte und ein sehr gutes Deutsch sprach. Wir trafen ihn zu Hause in Erfurt wieder und zeigten ihm die Umgebung einschl. Weimar. Er erzählte uns, als seine Mutter erfuhr, daß er nach Erfurt fährt, daß sie ganz besorgt fragte "Aber dort ist doch die NATO ?" Wen wundert´s ? Ein Blick auf die Karte Eurasiens und die Entfernung von Erfurt zur Grenze BRD war da kaum auszumachen. Übrigens, als er hier war, stellte sich heraus, daß er in meinen Augen ein großes Arsch....h und elender Nationalist war. Einer der mit Schuld trägt am dem zerrüttetem Verhältnis zu den anderen Nationalitäten in der SU. Aus heutiger Sicht hätte ich ihm nahegelegt, schnell wieder in Richtung Sibirien abzureisen. Wir haben, wohl aus den freundschaftlichen Gefühlen gegenüber den Bürgern der SU, uns von ihm zu viel an verbalen Entgleisungen bieten lassen.


@DoreHolm Ja so etwas passiert eben, wenn man bei der Wahl seiner Freunde bevormundet wird und nicht darüber nachdenkt.

Ich lasse mir weder Freunde noch Feinde von jemanden einreden. Das kann ich immer noch selber entscheiden. Dafür brauche ich auch keine Uniformen, Halstücher oder Fahnen.

Uli


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26.05.2021 09:21
#24
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Vermutlich wurden Westdeutsche sogar mehr respektiert.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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26.05.2021 09:35
#25
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Weil das allgemein bekannt ist und wer das verleugnet hier nichts zu suchen hat.

Und es rechtfertigt weder einen Ilja Ehrenburg noch Stalins Befehl aus dem Juni 1941, der in etwa besagte „Tötet alle Deutschen, tötet sie wo immer ihr sie antrefft.“

https://www.focus.de/politik/deutschland...aid_167773.html

Das ging dann so weit, dass Divisions- und Korpskommandeure zeitweilig befohlen haben, Gefangene nicht sofort zu erschießen sondern sie erst zur Vernehmung nach hinten zu bringen. Humaner Ansatz, oder?
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Ich will hier keine Verbrechen rechtfertigen.
Aber was geschah denn nach den Einmarsch deutscher Truppen in die damalige Sowjetunion--an Mill. russischer Gefangener. Was war denn der Kommissarbefehl-oder die willkürlichen Erschießungen von deutscher Seite aus, an Gefangenen.


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26.05.2021 09:45
#26
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#18
[quote="R-363"|p797415]Das ging dann so weit, dass Divisions- und Korpskommandeure zeitweilig befohlen haben, Gefangene nicht sofort zu erschießen sondern sie erst zur Vernehmung nach hinten zu bringen. Humaner Ansatz, oder?[/quote]
Da war doch der deutsche Befehl Kommissare sofort zu erschießen noch "humaner"?. Ihnen wurde schließlich Folter und KZ erspart.


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26.05.2021 09:46 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 09:47)
#27
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Genau deshalb sind sie nicht als Befreier gekommen, auch wenn die SED hinterher diese Legende gestrickt hat.

Befreit wurden wenige Antifaschisten. Das wurde bekanntlich auf die gesamte Bevölkerung übertragen. Faschisten wurden im Westen verortet. Die Verantwortung auch.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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26.05.2021 09:54
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#28
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #15
mich persönlich hat die Sowjetunion auf jeden Fall 89 von was befreit


Du willst doch jetzt nicht ernsthaft Deine Erfahrungen und das Leben in der DDR mit der anderen Zeit gleichsetzen oder vergleichen??

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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26.05.2021 09:58
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#29
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Dumme Frage, waren nicht England, Frankreich und Russland Befreier und Besatzer?
Als Befreier, das ist doch ein dahingeschriebenes Wort von der späteren SED benutzt. Führt man sich so als Befreier in den besetzten Gebiet wie der späteren DDR auf. Wieso wurden ab 1945 weiter genutzt und Kommunisten umgebracht. Dies verschwiegen doch die Russen und die DDR-Führung. Buchenwald ist da ein mahnendes Beispiel u.a. neben vielen anderen Vergehen an der Zivilbevölkerung.


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26.05.2021 09:59 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2021 10:46)
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#30
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Zitat von Rostocker im Beitrag #25
Was war denn der Kommissarbefehl-oder die willkürlichen Erschießungen von deutscher Seite aus, an Gefangenen.

Ein Kriegsverbrechen, ohne Frage. Genauso wie der „Barbarossa Kriegsgerichtserlass“.

Und falls jetzt irgendjemand auf den Trichter kommt, ich wolle hier irgendwas relativieren oder rechtfertigen - nein, dem ist nicht so. Aber es muss schon erlaubt sein, 76 Jahre nach dem Krieg Kriegsverbrechen als solche zu bezeichnen, egal von welcher Seite sie begangen wurden.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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