"In meiner Kompanie ist nie einer durchgekommen"

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06.05.2021 17:20
#1
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Hier ein Spiegel-Bericht aus dem Jahre 2009 mit einigen Fotos über den DDR-Grenzoffizier Claus Schnelle (den vielleicht einige Forumsuser gekannt haben?):
https://www.spiegel.de/geschichte/20-jah...l-a-948371.html


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06.05.2021 19:13
avatar  Lutze
#2
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Flüchlinge sind für diesen Grenz-Genossen bis heute Kriminelle,
das sagt schon alles,nichts dazu gelernt und heute im verhassten Westen leben
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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06.05.2021 21:13
#3
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Ich kenne Ihn und weiss von Ihm persönlich, dass manches da geschrieben wurde, was so nicht gesagt worden ist.
Schönen Abend und macht weiter...


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07.05.2021 11:42
avatar  94
#4
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94

Nun @Lutze
Na sicher waren das Kriminelle, sogar nach heutiger Gesetzeslage! Da wäre der §7StGB(1), ich zitiere ...
Das deutsche Strafrecht gilt für Taten [...] wenn die Tat am Tatort mit Strafe bedroht ist.
Tatort: Grenzgebiet an der Staatgrenze zur BRD
angedrohte Strafe: §213StGB(DDR) im schweren Fall bis zu 5 Jahre

Zumal ab den 80iger ein Ausreiseantrag wenn auch langwierig aber recht unproblematisch war. Und wers nun garnicht abwarten konnte und das nötige 'Kleingeld' aufbringen wollte, na für den gabs immer noch die Balkanroute dieser kriminellen Menschenhändler organisiert in Banden á la Welch, Schubert oder Mierendorff.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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07.05.2021 11:52
#5
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Hätte man auch so hohe Strafen erhalten, wenn man absichtlich oder aus Versehen die Grenze DDR - CSSR unerlaubt übertreten hätte?
§ 213 sagt ja nur "Ungesetzlicher Grenzübertritt" nicht "Ungesetzlicher Grenzübertritt nach dem NSW" oder so.

Démerde-toi !


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07.05.2021 12:03
avatar  94
#6
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94

Nun, das wäre als eine Verletzung der Grenzordnung nur eine OWi gewesen. Zumal es an der Grenze zur ČSSR und der VRP kein Grenzgebiet gab.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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07.05.2021 12:05
#7
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Wieso wurde in einem Land, dass sich u. a. Demokratisch nannte, der Grenzübertritt verboten? Warum brauchte man dafür eigens eine Genehmigung?
Das in so einem Land jeder, der die Möglichkeit hatte, schnellst möglich die Biege machen wollte ist das ganz selbstverständlich.


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07.05.2021 12:12
avatar  R-363
#8
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Zitat von schnacki im Beitrag #7
in einem Land, dass sich u. a. Demokratisch nannte,

Du kennst doch sicher Ulbrichts Ausspruch: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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07.05.2021 12:27 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2021 12:31)
avatar  94
#9
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94

Nun, die einzige Quelle für dieses Zitat ist der Titoist und spätere Kremlastrologe Leonhard mit seinen revolutionär entlassenen Kindern und er entschuldigte sich, wenn auch erst nachwendlich für diese oft und gern mistverstandene Aussage.

P.S. zum Thema
mir ist bisher kein Staat bekannt welcher eine Illegalen Grenzübertritt legalisiert?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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07.05.2021 12:38
avatar  Lutze
#10
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zu Beitrag #3,
Dieser Grenz-Offizier hat sich ganz schön vor dem Karren spannen lassen,
was hat er denn nun genau gesagt? gab es eine Gegendarstellung dazu?
er kann doch sicherlich für sich selber sprechen, so bleibt der Artikel im Spiegel
Lutze

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07.05.2021 14:23
#11
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zu 94
Woanders ist das auch nicht
nötig gewesen !! (illegaler Grenzübertritt)
mfG


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07.05.2021 14:38 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2021 14:39)
#12
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Zitat von 94 im Beitrag #4
...Zumal ab den 80iger ein Ausreiseantrag wenn auch langwierig aber recht unproblematisch war...


0h, la la, "unproblematisch"...also doch ein antiimperialistischer Schutzwall...nur den Übersteigeschutz verkehrt herum aufgesetzt.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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07.05.2021 15:17 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2021 15:19)
#13
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Zitat von schnacki im Beitrag #7
Wieso wurde in einem Land, dass sich u. a. Demokratisch nannte, der Grenzübertritt verboten? Warum brauchte man dafür eigens eine Genehmigung?
Das in so einem Land jeder, der die Möglichkeit hatte, schnellst möglich die Biege machen wollte ist das ganz selbstverständlich.


So eine Frage kann nur ein Naviling stellen. Das "Warum" und "Weshalb" wurde hier schon ausgiebig diskutiert und es gab, verständlicherweise, da auch keinen Konsens. Da muß man sehr tief in die Abgründe der jüngeren deutschen Geschichte greifen nach 1945. Demokratisch zu sein, heißt nicht, nirgendswo, alles zu können und zu dürfen.


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07.05.2021 15:28 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2021 15:30)
#14
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Außerdem: Wenn es heißt "in meiner Kompanie ist nie einer durchgekommen", falls er das so gesagt hat, muß das nicht automatisch schlecht sein in dem Sinne, in dem die Meisten von uns dort ein Jahr oder auch länger gestanden haben. Da war wohl kaum einer stolz darauf, wenn es in seinem Abschnitt und seiner Schicht Grenzdurchbrüche gab. -----keiner durchgekommen, heißt für diesen Grenzbereich sehr wahrscheinlich nicht, Menschen getötet oder verletzt zu haben. Es kann auch lediglich heißen, daß die Grenzer eine verantwortungsvollen Dienst gut ausgeführt haben, der Abschnitt relativ wenig frequentiert war, also die Grenzer eine relativ ruhige Kugel schieben konnten, sich die GV zu doof angestellt haben und beim Stellen das für alle Vernünftigste getan haben, nämlich stehenzubleiben und die Pfötchen zu heben. Wie legitim das Ganze war, darüber läßt sich im Nachhinein trefflich streiten.


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07.05.2021 16:09
avatar  Lutze
#15
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Die Ballonflucht-Flucht 1979 konnte er nicht verhindern,
ist in seinem Zuständigkeitsbereich nicht doch einer durch die Lappen gegangen?
so richtig vorstellen kann ich mir das nicht,trieb dort nicht auch Doppelmörder Weinhold sein Unwesen?
Lutze

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