Grüße aus der DDR - Reisen in den Sozialismus

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23.04.2021 21:22
avatar  birx20
#31
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Ich gebe Rostocker recht.
Bahnhöfe in der DDR und Betriebsgelände waren oftmals so marode, dass Wessis das sich nicht vorstellen konnten, wenn sie es nicht selbst fotografiert haben.
Da ist Ihnen nichts passiert.
Es war nur eine Blamage für die DDR.
Anders sah das beim Fotografieren von militärischen Objekten aus oder beim Fotografieren der BV des MfS.


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23.04.2021 22:06 (zuletzt bearbeitet: 23.04.2021 22:10)
avatar  Ebro
#32
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Und bei den Eidgenossen ebenso. Habe mich auch immer gewundert, was die so pingelig in solchen Dingen sind...!

Edit. War als Antwort auf den Beitrag on @Leisterförde gedacht!

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24.04.2021 09:05
#33
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Leider stellte die DDR ja alle unter Generalverdacht.


Das ist natürlich Unsinn. Wie jeder andere GD wurden durch das MfS Aufgrund von gesammelten Erkenntnissen Schwerpunktobjekte -und Personen festgelegt und entsprechende Maßnahmepläne erarbeitet. Im Busverkehr betraf das besonders den "Polittourismus". Das waren organisierte Reisen von politischen Bildungseinrichtungen der BRD. Da gab es dann entsprechende Fahndungsmaßnahmen. Aber eine totale Überwachung nach dem Prinzip "Salzstreuer" gab es nicht und entbehrt jeder Grundlage.


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24.04.2021 09:51
avatar  birx20
#34
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#33
Passport,
wenn man deine Kommentare zum Thema MfS liest, habe ich immer den Eindruck, dass MfS und seine Aktivitäten waren ein ganz normaler 0815 Geheimdienst der Welt mit normalen 0815 Methoden und immer streng auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit !
Ganz so wie du es immer darzustellen versuchst, war das MfS wohl nicht.
Viele Menschen (keine Staatsfeinde) in der DDR haben sehr unangenehme Erfahrungen und Erlebnisse mit dem MfS gemacht.


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24.04.2021 09:59 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2021 10:01)
#35
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Zitat von passport im Beitrag #33
Leider stellte die DDR ja alle unter Generalverdacht.


Das ist natürlich Unsinn. Wie jeder andere GD wurden durch das MfS Aufgrund von gesammelten Erkenntnissen Schwerpunktobjekte -und Personen festgelegt und entsprechende Maßnahmepläne erarbeitet. Im Busverkehr betraf das besonders den "Polittourismus". Das waren organisierte Reisen von politischen Bildungseinrichtungen der BRD. Da gab es dann entsprechende Fahndungsmaßnahmen. Aber eine totale Überwachung nach dem Prinzip "Salzstreuer" gab es nicht und entbehrt jeder Grundlage.


Ich würde das eher so verstehen. Klar gab es Schwerpunkte, Personen, die auf Grund von Beruf, Kontakten, Mitgliedschaften, politischer oder religiöser Gesinnung u.a. mehr im Focus standen als der Normalbürger. Für den wurde sich, so lange es keine Auffälligkeiten irgendeiner Art gab, auch nicht interessiert. Prinzipiell war aber jedem der Unauffälligen zuzutrauen, Handlungen gegen die Interessen der jeweils Herrschenden zu tätigen. Es konnte ja nie hinter die Stirn geguckt werden. Welcher GD der Welt traut einem bisher völlig unauffälligem Bürger XY zu 100% ?


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24.04.2021 10:01
#36
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Viele Menschen (keine Staatsfeinde) in der DDR haben sehr unangenehme Erfahrungen und Erlebnisse mit dem MfS gemacht.


Na dann definiere mal "viel"


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24.04.2021 10:01 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2021 10:05)
#37
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doppelt gelöscht


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24.04.2021 10:02
avatar  Ebro
#38
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Zitat von birx20 im Beitrag #34
0815 Geheimdienst



Also doch etwas ahnungslos. die Begriffe 0815 und Geheimdienst widersprechen sich ja schon mal völlig.
Kein GD der Welt ist 0815 und gleicht sich wie eine Laubenpieperanlage der Anderen. Selbst dort gibt es Unterschiede durch eine Satzung, auf die jeweiligen Gegebenheiten und Möglichkeiten angepasst!

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24.04.2021 10:28 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2021 10:34)
#39
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Zitat von passport im Beitrag #7

Dann solltest Du mal in der Doku ab min. 38 schauen. Der Schweizer GD hat fleissig Daten über seine Bürger gesammelt die Richtung Osten fuhren. Wie ein schweizer Uhrwerk sehr genau und akribisch.


Wobei sich bei einer präziseren Betrachtung die Frage stellt , ob denn jeder Schweizer der einmal in den Ostblock reiste
vom ''Geheimdienst'' der Schweiz erfasst wurde ?
Zum anderen konnte bzw. kann der NDB (Nachrichtendienst des Bundes ) bzw. deren Vorläufer der SAD wohl kaum , weder in seiner Kompetenz noch in seinem Agieren mit dem MfS verglichen werden.


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24.04.2021 11:18 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2021 11:19)
#40
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Zum Thema Fotografieren von Eisenbahnanlagen gibt es ja das mehrfach aufgelegte Buch "Geheimsache Reichsbahndampf" von Burkhard Wollney (Transpress Verlag).
In diesem Buch wird dagelegt wie das MfS fast ein Jahrzehnt versuchte, aus Eisenbahnfreunden, Spione zu.machen.
Schließlich wurde der Vorgang eingestellt, da es keine verwertbaren Ergebnisse gab.
Im Nachhinein bekommt man den Eindruck, dass der Offizier, der diesen Vorgang bearbeitete, seine eigene Dienststellung sichern wollte, indem er den Vorgang am laufen hielt.


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24.04.2021 11:32
avatar  Fall 80
#41
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Ich hatte einen Bekannten, der sehr viele Naturbilder insbesondere Nahaufnahmen von Pflanzen und Insekten gemacht hat.

Dem haben sie mehr als nur einmal den Film aus der Kamera und schon volle Filme aus dem Rucksack konfisziert.

Das Firmen nicht innerhalb ihres Geländes oder der Werkhallen fotografieren lassen sehe ich als normal an. Was man aber als Passant ganz normal sehen kann, kann man auch für den Privatgebrauch fotografieren.

Meines Wissens ist das fotografieren auf Bahnhöfen verboten gewesen, wenn aus auch nicht immer geahndet wurde.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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24.04.2021 11:39 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2021 11:42)
#42
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Das Schizophrene war ja, dass die DDR ja selbst Sonderfahrten für westliche Eisenbahnfreunde organisierte. Sie war sich also des Großen Interesses bewusst.
Gleichzeitig aber verrstand das MfS offenbar nicht, das Westler , Züge fotografierten und trotzdem.keine Spione waren.


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24.04.2021 13:47
#43
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Hallo in die Runde
Von der 7. bis zur 10.Klasse bin ich in Menteroda
in Thüringen bei meinen Großeltern zur Schule gegangen.
Zu meiner Jugendweihe ,1963,kam auch mein Onkel
aus München.Mein Opa war Wirtschaftsleiter der Kantine
im dortigen Kalibergbaubetrieb.Wie das Schicksal es wollte
fotografierte er den Förderturm des Berkwerkes.Kurz darauf
kamen 2Angehörige der STASI?? zu Besuch und beschlagnamten
den Fotoapperat.Am übernächsten Tag bekam er dann seine
Kamera samt entwickelten Film zurück.Da mein Opa Parteimitglied war,
wurde mein Onkel zur nächsten Parteiversammlung eingeladen.
Beruflich war mein Onkel Sonderzugbegleiter bei der Bundesbahn.
mfG henning


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24.04.2021 14:32
#44
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Dein Onkel aus München wurde zur Parteiversammlung eingeladen? Sehr interessant.


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24.04.2021 14:34
avatar  Alfred
#45
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Zitat von Klauwida im Beitrag #25
Birx20,
als Insider hätte ich von Alfred eine Meinung zu meiner "Geschichte" erwartet.
In etwa:
Wir wollten halt alles wissen.
Oder:
Du bist so unwichtig. Das hat uns nicht die Bohne interessiert.

MfG Klauwida

Zitat von axelloko im Beitrag #42
Das Schizophrene war ja, dass die DDR ja selbst Sonderfahrten für westliche Eisenbahnfreunde organisierte. Sie war sich also des Großen Interesses bewusst.
Gleichzeitig aber verrstand das MfS offenbar nicht, das Westler , Züge fotografierten und trotzdem.keine Spione waren.



Das verstand man schon, sonst hätte das MfS ja alle Fotografen wegen Spionage bearbeitet. Und genau dies war eben nicht de Fall.


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