Oldtimer- Status Wartburg und Trabant

18.04.2021 14:25
#1
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Hallo,
jetzt haben Wartburg und Trabant einen Oldtimer- Status, d.h. 30 Jahre sind vergangen als ein Produktionsstopp
praktisch erzwungen wurde. Fast keiner wollte natürlich diese Fahrzeuge mehr erwerben. Es gab ja jetzt die
Westfahrzeuge. Das trug natürlich auch maßgebend für die Einstellung der Produktion bei. Natürlich nicht nur das,
denn vieles war natürlich hausgemacht, z.B. das keine Weiterentwicklung dieser Fahrzeuge erfolgte, weil die da-
malige DDR auch durch Mangel an Rohstoffen betroffen war und man ganz oben einschätzte diese vorhandenen
Fahrzeuge genügen für einen DDR Bürger.
Jetzt nach 30 Jahren wächst der Markt wieder, die beiden Oldis sind bei Fans begehrt und er wird noch wachsen
schätzen Fachleute ein. Viele dieser Fahrzeuge waren in Schuppen, Garagen oder auch Scheunen aufbewahrt
und werden und wurden herausgeholt, um sie zu rekonstruieren. Sie steigen wohl auch im Wert. Bei einen Top-
zustand eines Trabantes kann man durchaus 10.000 Euro erzielen. Für Fahrzeuge der Serie Wartburg 311/312,
hatten ja schon Oldtimerstatus, in verschiedenen Ausführungen wie Coupe oder Camping, kann man in restau-
rierten Zustand, um die 50.000 Euro erzielen. Da kann man nur staunen, denn zum Beispiel wurden die Trabanten
und Wartburg als Rostlauben und Plastebomber bezeichnet.
Gruß Frank


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18.04.2021 16:18
avatar  MKF
#2
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MKF

Mit den alten DDR-Fahrzeugen war es durchaus möglich mit vertretbarem finanziellen Aufwand dem "Oldtimer-Hobby" nachzugehen. Inzwischen muss man aber sehr überlegen, ob die aufgerufen Preise gerechtfertigt sind. Gerade bei interessanten Fahrzeugen - zum Beispiel P601A (Trabant Kübel) oder B1000 Bus. Oft wird hier für Schrott sehr viel Geld verlangt.
Ich habe in den letzten Jahren mehrere Simson-Fahrzeuge aufgebaut. Vor 7 oder 8 Jahren war das auch noch mit vernüftigem (finanziellen) Aufwand möglich. Die Arbeitszeit spielt keine Rolle, weil es ja Hobby ist. Inzwischen ist es aber so, dass man schon für Fahrzeuge, an denen außer den Papieren nicht zu verwenden ist, enorme Summen zahlen soll.
Es ist nach wie vor ein schönes Hobby, aber man muss bei jedem Projekt aufpassen, dass man keine böse Überraschung erlebt.


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18.04.2021 18:09
#3
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Kann ich nur bestätigen.MZ Simson muß man nicht mehr aufbauen,weil der Schrott zu teuer ist.B-1000 ,egal welche Version,Finger weg.Mein letztes Moped,ein SR2e kostete unter Freunden 200 Euro.war aber noch würdig zu rest.Die Fehlteile waren dann auch ,,vergoldet".wie Du schon sagtest,ist ein Hobby und ich mach das nur für mich.Im letzten Jahr habe ich eine frisch getüvte BMW k75 für 1400 Euro.gekauft.Dafür würde ich kein MZ oder Simson Schrott bekommen.


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18.04.2021 18:25 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2021 18:26)
#4
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Wahre Oldtimer sind schöner als neue Autos.

In einem Corso von Preziosen würde sich der Trabbi seltsam ausnehmen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.04.2021 18:49 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2021 18:52)
avatar  Chris77
#5
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Ich fahre auch einen Trabant Kübel der Grenztruppen als Hobby-Oldtimer.
Ein schönes Fahrzeug, ein Hingucker schlecht hin, ich falle damit überall positiv auf wenn ich mit ihm in der Gegend herumknattere.
Selbst die Polizei ist schon lachend und grinsend an mir vobeigefahren, obwohl ich vorne mit Tarnvorsatz der Scheinwerfer von der Nachtmarschanlage unterwegs war. Die sind normalerweise im deutschen Straßenverkehr verboten, aber no Risk, no Fun!

Gerade die NVA und Grenztruppen-Kübeltrabis sind begehrte Fahrzeuge bei Liebhabern und werden, je nach Zustand bis 12.000 / 15.000 Euro gehandelt.
Ich habe mir aber keinen zugelegt wegen dem Marktwert, sondern weil ich diese Autos einfach geil finde.
Es macht Spaß und ist ebend ein Hobby, bei dem man auch mal was investieren muss, um das Fahrzeug in Schuss zu halten.

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<< Wenn wir uns als Krönung der Schöpfung sehen, werden wir den Kürzeren ziehen! >>
Reinhold Messner

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18.04.2021 19:04 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2021 19:05)
#6
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...man konnte leider zum Ende der DDR nicht wissen oder erahnen welch Beliebtheit diese Fahrzeuge mal erlangen , ich hätte mir aus den Restbeständen der Grenztruppen einen Kübel geschnappt, die wurden zahlreich verschleudert , hab ja 1,5 Jahre damit gedient . Und ich vergesse nie die Bilder , wo Flüchtenden an der ungarisch- österreichischen Grenze zu hunderten ihre Fahrzeuge einfach abgestellt haben, da steckte noch der Schlüssel , man hätte sich die
" besten " Stücke holen können
(sollen)...aber - hätte - hätte ....


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18.04.2021 23:44
avatar  max.S
#7
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Bei den Mopeds wie Schwalbe oder S 50/51verstehe ich es, die Dinger sind einfach gut.
Auch beim Wartburg 313 und beim 311er Cabrio verstehe ich die Nostalgiewelle, aber bei der Pappe.....
Aber wenn ich die Preise sehe, die Verkäufer erzielen wollen, dann frage ich mich schon wovon sie Nachts träumen.

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Wer seine Meinung schon gebildet hat, lässt sich nur ungern mit Argumenten und Tatsachen verwirren.

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19.04.2021 07:12 (zuletzt bearbeitet: 19.04.2021 07:18)
#8
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....ich hab mich immer gefragt was wohl mit der Unmenge Autos geschah die in Ungarn zurückgelassen wurde , jetzt weiß ich es , Stasi war schneller...würde mich noch interessieren was dann mit den Autos geschah als sie wieder in der " Heimat " waren und mit welch logistischen Aufwand sie geholt wurden , ...aber denke mansch Ungar hat sich da eins geschnappt...auch dies interessiert mich noch, hat dann nach der Maueröffnung evtl der eine oder andere versucht sein abgestelltes Auto wiederzubekommen..


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19.04.2021 07:27
avatar  Hanum83
#9
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Prag war auch zugeparkt, haben die tatsächlich die ganzen Autos zurückgeholt?

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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19.04.2021 07:44 (zuletzt bearbeitet: 19.04.2021 07:52)
#10
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...ob es da jemals genaue Zahlen gibt .
....man hat sich viel Mühe gegeben mit der Auflistung
.... und siehe da, es gab doch Keilriemen ...


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19.04.2021 07:48 (zuletzt bearbeitet: 19.04.2021 07:51)
avatar  Hanum83
#11
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Wenn man das so liest, die DDR ging zu der Zeit offensichtlich in die Knie und die hatten nichts vernünftigeres zu tun als sich um die zurückgelassenen Karren zu kümmern.
Normalerweise hätte man am Telefon sagen können "könnt ihr verschrotten" oder sonstwas damit machen.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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19.04.2021 08:00
#12
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...da wusste man ja auch noch nicht, dass sich 1 Monat später die Mauer öffnet und die Stasi wollte es noch wissen ...


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