Luftzwischenfälle

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17.04.2021 20:54 (zuletzt bearbeitet: 17.04.2021 20:55)
#1
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Moin,
mal wieder ist die Erinnerung schwach und es entsteht nur Halbwissen 
Es geht um das Prozedere bei Luftzwischenfällen. Ich meine aus meiner Erinnerung, daß dafür die GSSD zuständig waren, auch oder nur? Mit Hubschraubern Mi-24, immer? als Paar eingesetzt. Angeblich wurde dann das „feindliche Objekt“ von einer Maschine am Rückflug in den Westen gehindert und die 2. Maschine flog darüber und sorgte so für die „Landung“. So wurde es wenigstens bei uns kolportiert, habe nie etwas Derartiges erlebt. In irgendeinem Schulungsheft (Wachsam und Kampfentschlossen oder so), war definitiv ein Bild, wo ein BGS Hubschrauber auf DDR-Gebiet von BGS-Angehörigen geborgen wurde mit der Unterschrift: Bergung eines Hubschraubers, der in einen See gefallen ist.
Kennt jemand den angegebenen Zwischenfall?
Wäre das so wie oben abgelaufen?
Ist das überhaupt flugtechnisch möglich?
Wo waren die russischen Helis stationiert, Erfurt?

Ich melde dann mal ein LUFT-Motor - 8 -11
Grüße
schnorchel

mors corporis poena peccati est


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17.04.2021 21:35
avatar  Ratze
#2
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Moin
Ich kenne nur eine Bergung eines Hubschraubers a zu s dem Ratzeburger See
Der BGS Hubschrauber war bei einem Noteinsatz abgestürzt
Bergung von BGS Hubschraubern auf DDR Gebiet halte ich für ausgeschlossen
Ich kann mich an einen Vorfall von 1.7.90 erinnern, da flog eine Segelflugzeug von Mölln nach Schwerin
Problem in der Luft war die Grenze nicht offen
Ein russischer Hubschrauber landete neben dem Segelflugzeug in Schwerin und die Russen vernahmen den Piloten


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17.04.2021 22:12
avatar  mibau83
#3
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Zitat von schnorchel im Beitrag #1

Wo waren die russischen Helis stationiert, Erfurt?



nohra bei weimar.
https://www.mil-airfields.de/deutschland...-flugplatz.html

im rahmen des diensthabenden systems befanden sich aber auch mi-24 der gssd in grenznähe.
so z.b. auf der hohen geba (gebaberg) in der vorderrhön
http://www.freundeskreis-luftwaffe.de/in...-museum-drushba

oder in stelzen bei tanna im thüringer vogtland.
der dortige mi-24 kam bei diesen vorfall mal zum einsatz.
https://www.spiegel.de/politik/lebend-kr...00-000014024289


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17.04.2021 22:45 (zuletzt bearbeitet: 17.04.2021 22:46)
avatar  harbec
#4
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Zu # 2:
Mit dem BGS-Hubschrauber sollte ein Kranker von Ratzeburg nach ??? verlegt werden. Wegen Nebel musste der
Hubschrauber notlanden und diese Landung war im Ratzeburger See. Die Besatzung konnte sich retten, der
Patient verstarb.
Die anschließende Bergung des Hubschraubers aus dem Gewässer erfolgte durch den technischen Zug (Pioniere)
der BGS-Abteilung Ratzeburg, weil dieser zum damaligen Zeitpunkt noch über das passende Equipment (Fähre, Kran,
Fachkräfte etc.) verfügte.

Gruß Hartmut

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18.04.2021 07:33
avatar  Ratze
#5
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Moin @Harbec
Eine kleine Korrektur
Die Pioniere aus Blankensee unter Führung meines Zugführers Olli H. Mit Hilfe des Kranwagens aus RZ unter Führung des Werkstattleiters K. waren im Einsatz
Ich durfte da nicht mit , dass in Blankensee und wartete wie alle anderen auf das Ergebnis


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18.04.2021 07:53 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2021 09:50)
#6
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Absturz 31. Januar 1973
Ratzeburger See
Bell UH-1D, Seriennummer 8062
D-HATA
Maschine schwer beschädigt und wurde abgeschrieben.

Wegen Nebel flog man tief (Nicht genehmigter Tiefflug lt. Unfallbericht), dabei kontrollierter Boden/Wasserkontakt.
Ausfall der Kraftübertragung beim ersten Wasserkontakt.
Zielort war Kiel-Holtenau.
Besatzung 2+2, 1 Patient (verstorben)

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.04.2021 08:10 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2021 08:14)
#7
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Die Maschinen auf Seiten des Warschauer Vertrag, hier GSSD/WGT bzw. NVA flogen im DHS grundsätzlich einzeln.
Selten wurden zwei Hubschrauber im Paar bei den Grenzüberwachungsflügen beobachet.
Wenn, dann i.d.R. MI-2 der HS-16.

In Meiningen stand seitens der NVA-LSK im DHS (Diensthabenden System) entweder eine MI-8 TB oder eine MI-24 D.
Zusätzlich zu der /den Hubschraubern der HS-16

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.04.2021 08:34
#8
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18.04.2021 08:44
avatar  harbec
#9
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... noch zu # 2:

@ Ratze: Danke für Deine Korrektur bzw. die Ergänzungen.

Die o.a. Infos stammen vom damaligen stellv. ZF T-Zug RZ, Kollege P. Mein letzter Chef in RZ. Also Pioniere aus RZ und HL
und Kran I-Dienste RZ. Langsam kommt mehr Licht in die Geschichte.

Gruß Hartmut

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18.04.2021 09:16
#10
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Moin,

hier mal ein Link zum Unfall am Ratzeburger See:
https://herzogtum-direkt.de/index.php/20...hrt-heino-wulf/


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18.04.2021 09:21
#11
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@Schlutup
Haste mir das Scannen eines weiteren Fotos erspart.
Tack!

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.04.2021 09:47
#12
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ihr seid Spitze, das ist das Foto an das ich mich erinnere, vielen Dank

mors corporis poena peccati est


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18.04.2021 09:53
#13
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Zitat von schnorchel im Beitrag #12
ihr seid Spitze, das ist das Foto an das ich mich erinnere, vielen Dank



Zu 1:
In welchem Heft haste das gesehen?

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.04.2021 09:57
#14
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irgend ein politschulungsmaterial, ich denke "Wachsam und Kampfentschlossen"

mors corporis poena peccati est


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18.04.2021 09:59
avatar  Ratze
#15
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Das würde mich auch interessieren @schnorchel
Das stand sicher nur in der Westpresse incl BGS Zeitung
Die hättest Fu nur lesen dürfen wenn Du zu den „Grosskopferten“ gehört hast


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