Urlaub

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09.04.2021 16:10
#1
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Moin zusammen,
ich habe gerade spekuliert und nachgedacht und bin zu keiner Einsicht gelangt.
Wieviel Tage Urlaub gab es
1. für GWDler
2. für UaZs
und wie wurde das gehandhabt.
#Ich erinnere mich nur daran, daß man vor dem VKU in die Nachtschicht geplant wurde, damit war schon Donnerstag um 5 Uhr Dienstschluß und man konnte los. War das allgemeine Praxis oder nur in wenigen Einheiten?

Grüße
schnorchel

mors corporis poena peccati est


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09.04.2021 17:00
avatar  R-363
#2
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Also wenn das bei den GT genauso war wie beim „Rest“ der NVA hatten Grundwehrdienst Leistende Anspruch auf 18 Tage und ihnen sollten in jedem Halbjahr ein VKU (dafür wurde 1 Urlaubstag angerechnet) und ein EU von einer Woche (da wurden 5 Urlaubstage angerechnet) gewährt werden.
Bei SaZ/UAZ/BS wurde der Urlaubsanspruch je Kalenderjahr berechnet. Wie hoch der war weiß aber nicht mehr.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.04.2021 18:11 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2021 18:12)
#3
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Zitat von R-363 im Beitrag #2
...beim „Rest“ der NVA hatten Grundwehrdienst Leistende Anspruch auf 18 Tage und ihnen sollten in jedem Halbjahr ein VKU (dafür wurde 1 Urlaubstag angerechnet) und ein EU von einer Woche (da wurden 5 Urlaubstage angerechnet) gewährt werden...


Genauso hab ich es auch noch in Erinnerung und meine deshalb, wenn mich mein Gedächtnis(...passiert allerdings schon öfters der lang vergangenen Zeit, auch des Verfallsdatums meiner grauen Zellen halber) nicht täuscht, dass beide Urlaube stets Freitags nach Dienstschluss begannen. Zumindest kamen wir in Hohenstücken beim VKU dann auch nicht vor 17 Uhr raus, beim Erholungsurlaub, jedesmal die komplette Kompanie, wurde es schon etwas früher ermöglicht. Wieder zurück musste beim VKU am Montag 24 Uhr sein und beim Erholungsurlaub am Sonntag 24 Uhr. So zählte man den Montag beim VKU als einen Tag und beim Erholungsurlaub den Montag bis Freitag als 5 Tage.

Allerdings war ich insgesamt 10 oder gar 11 mal im Urlaub, Grund waren Sonderurlaube weil 1.Kompanie. So ist es einmal passiert, dass ich mit einigen anderen zu einem Wachaufzug rein und wieder raus bin.

Bei Ausgängen sah es aber wiederum anders aus, 3 Stück in 18 Monaten und da war der Erste der Gruppenausgang nach der Vereidigung.

Ab Donnerstag 5Uhr, wie zuvor beschrieben, ist mir komplett unbekannt oder aber für den Freitag gab es einen Tag Sonderurlaub.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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09.04.2021 19:14
avatar  R-363
#4
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #3
Ab Donnerstag 5Uhr, wie zuvor beschrieben, ist mir komplett unbekannt oder aber für den Freitag gab es einen Tag Sonderurlaub.

Bei den GT mit ihrem Schichtdienst kann ich mir das schon vorstellen.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.04.2021 19:33 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2021 19:42)
avatar  GZB1
#5
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Korrekt, da gab es keinen Dienstschluss oder Wochenende.

Im Güst-SiZ gings im Normalfall auch direkt nach der Nachtschicht in den Urlaub.
Bei "krummen" Soldaten nach der Frühschicht zum "Dienstschluss" um 17.00 Uhr, bis sie gelernt hatten.


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09.04.2021 20:00
#6
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Zitat von R-363 im Beitrag #4
Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #3
Ab Donnerstag 5Uhr, wie zuvor beschrieben, ist mir komplett unbekannt oder aber für den Freitag gab es einen Tag Sonderurlaub.

Bei den GT mit ihrem Schichtdienst kann ich mir das schon vorstellen.


Wie und da zählt der Freitag und der Montag als ein Urlaubstag?

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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09.04.2021 20:15
avatar  R-363
#7
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War doch bei Schichtdienst „Freitag nach Dienst“. Schicht war zu Ende, Dienst war zu Ende. Ob der Grenzer nun „Schichtnachbereitung und Ruhen“ macht oder im Reichsbahnwagen ruht war doch egal.
Ich sehe das nicht so verbissen, aber ich bin ja auch „bundeswehrgeschädigt“.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.04.2021 20:19
#8
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Zitat von GZB1 im Beitrag #5

Bei "krummen" Soldaten nach der Frühschicht zum "Dienstschluss" um 17.00 Uhr, bis sie gelernt hatten.


genau so, passierte aber nur seeeeeehr selten!
langte meist, wenn man das vom höhrensagen kannte

mors corporis poena peccati est


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09.04.2021 20:33
#9
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Zitat von R-363 im Beitrag #7
War doch bei Schichtdienst „Freitag nach Dienst“. Schicht war zu Ende, Dienst war zu Ende. Ob der Grenzer nun „Schichtnachbereitung und Ruhen“ macht oder im Reichsbahnwagen ruht war doch egal...


Nun er schrieb ""damit war schon Donnerstag um 5 Uhr Dienstschluß" und der Freitag zählte demnach noch zu der Donnerstagsschicht genannt "Schichtnachbereitung und Ruhen"?

Wäre ich als Mucker nie drauf gekommen, woher denn auch?

Wenn wir nach der 24-Stunden-Objektwache abends wieder rein kamen ging es oftmals sogar ab zum Kartoffeln schälen, für ein ganzes Regiment.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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09.04.2021 20:41 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2021 20:44)
avatar  GZB1
#10
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VKU waren ja drei volle Tage Urlaub plus die Anreisezeit nach Dienst in den Urlaub.

Das konnte wegen dem Grenz-Schichtdienst also auch bedeuten Dienstag früh nach der Nachtschicht Abfahrt in den VKU, bis Freitag 23.59 Uhr wieder zurück in der Kaserne. Alles eine Frage der Grenzdienst-Planung.


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09.04.2021 20:43
avatar  cockel
#11
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Bei den GT gab es pro Halbjahr einVKU (verlängeter Urlaub) und ein KU (Kurzurlaub).Im Urlaub fuhren wir in der Regel nach der Nachtschicht,da hatte mann einen halben Tag Mehr. Cockel


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09.04.2021 21:20
#12
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@cockel so war es auch bei uns. Ich weiß nicht ob es Absicht war bei der Urlaubsplanung im Regiment, aber soweit ich mich erinnere sind auch wir immer nach der Nachtschicht früh los in den Urlaub.
Zurück mussten wir bis früh um 5 oder 6 sein. Also Urlaub von nach dem Dienst bis früh zum Dienst.

Besondere Erinnerungen habe ich noch an die Ablösefahrten wenn es in den Urlaub ging. Da waren die Ablösetouren immer bei weiten schneller wie normal. Teilweise entgegen der Dienstvorschriften, mit Postentreffs, vereinzelt auch ohne Kontrolle der Waffensicherheit, also die Magazine wurden selbstständig entfernt wenn der Lkw zu sehen war. Kam aber immer auch darauf an wer auf der Führungsstelle war, bzw. wer die Ablösung begleitete.

04.05.84 - 22.10.84 GAR40 Falkensee
22.10.84 - 31.10.85 GR 34 Groß Glienicke


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09.04.2021 21:22
#13
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Danke @cockel und @GZB1 für die Antwort. War für einen Mucker nicht gleich verständlich weil es bei uns Urlaub prinzipiell über das Wochenende gab, beschrieb es und auch die Anrechnung der insgesamt 18 Tage, also 6 pro Diensthalbjahr bereits schon mal hier:

Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #3
...Wieder zurück musste (man) beim VKU am Montag 24 Uhr sein und beim Erholungsurlaub am Sonntag 24 Uhr. So zählte man den Montag beim VKU als einen Tag und beim Erholungsurlaub den Montag bis Freitag als 5 Tage...


Nur Sonderurlaube, wenn sie terminlich schon so ausgereicht waren, konnten ausnahmsweise auch mal wochentäglich sein.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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09.04.2021 21:42 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2021 21:47)
#14
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Das sind Fragen! Schon paar Jährchen her.
Also wenn ich mich recht erinnere, dann bin ich öfters früh noch einmal den K6 gelaufen, dann schnell in die Unterkunft, duschen, umziehen und ab nach Hause. Mit bisschen Glück schaffte man den Vormittagsbus ab Dobareuth nach Plauen noch und hatte dann in Plauen vom "Klostermarkt" ohne große Wartezeit Anschluß zum Fernbus Richtung Aue - Annaberg-Buchholz.
Wenn NS war, dann meistens als UvD und da war nach der Ablösung, Frühstück => wegtreten in den Urlaub.

Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie die Quelle sehen!

GT der DDR, 1972-1975, GKS Süd -> GR-10 "Ernst Grube", II. Bat. Göttengrün / 8.GK Juchhöh - Uffz. - FW. d. Res.


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09.04.2021 21:58
avatar  Ehli
#15
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Oh, lange ist es her, aber einiges weiß ich noch.
Freitags, nach dem Frühstück, Urlauber im Flur antreten zum Empfang der Urlaubsscheine. Denkste, erst mal gab es paar Arbeiten zu verrichten, zB. Fensterputzen im Kompanieflur und das waren nicht wenige.
So gegen 11:00 Uhr konnte man dann verschwinden . Sonntags, 19:08 Uhr vom Hbf. DD zurück nach Berlin.
Uhrzeit hat sich eingeprägt, habe mal die Abfahrt mit einen anderen Gefreiten in der Mitropa verpasst.
1967/68
Ehli


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