Frage zur Verwendung von Gewehrgranaten

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08.04.2021 11:44 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 11:48)
avatar  GGG
#1
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GGG

Hallo allerseits,

ich beschäftigte mich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte von Gewehrgranaten. Fast jede Armee hat diese früher oder später eingeführt und verwendet sie teilweise heute noch immer.

Auch in der DDR wurden Gewehrgranaten verwendet. Nur leider findet sich in der bekannten Literatur bislang fast gar nichts darüber. Mir selber liegt auch lediglich eine Dienstvorschrift der Volkspolizei vor: Nr. 052/78 "Verschießen der Splittergranate RGD-5 mit dem Abschußgerät" vom Dezember 1978.

Der Abschußbecher wird vorne auf das Mündungsgewinde und das Granatvisier am Visier der AK festgeschraubt. Abgeschossen werden die Granaten mit einer Treibpatrone (also ohne Geschoß, ähnlich einer Platzpatrone).

Mich würde interessieren, ob diese wirklich nur von der Vopo verwendet wurden.

Was haben denn die NVA, Grenztruppen usw. verwendet?
Hatte diese überhaupt Gewehrgranaten im Bestand?

Besten Dank schonmals und Grüße
Michael

08.04.2021 12:48 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 14:51)
avatar  Ratze
#2
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Moin
Sogar der BGS hatte Gewehrgransten
Die Energa wurde mit dem G1 verschossen
Auf die Granate wurde hinten ein Visier aufgesteckt und dann ab damit mit Treibpatrone
Man musste die waffe sehr fest halten, sonst gab es blutige Lippen
Ich glaube aber die war 1970 schon Geschichte


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08.04.2021 13:41
avatar  R-363
#3
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Auf der Seite www.rwd-mb3.de steht, dass die MPi KM mit. Verschussgerät nur bei der Volkspolizei und den Kampfgruppen zum Einsatz kam. Siehe hier: http://rwd-mb3.de/pages/mpi_k_rgd.htm

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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08.04.2021 14:33
avatar  harbec
#4
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... es wurde in jedem Fall länger mit der Energa ausgebildet. Wir wurden im GSK Küste 1975/76 bei der damaligen GSA II/8 noch für den Ufa-Lehrgang mit Gewehrgranate vertraut gemacht. Zum scharfen Schuß kam es nicht mehr.

Gruß Hartmut

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08.04.2021 17:49
avatar  GGG
#5
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GGG

Naja, dass im Westen die BW, der BGS und die Polizei diverse Gewehrgranaten verwendeten, ist schon klar. Mir ging es eben um den Osten.


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08.04.2021 19:45 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 20:21)
#6
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Zitat von GGG im Beitrag #1
Hallo allerseits,

ich beschäftigte mich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte von Gewehrgranaten. Fast jede Armee hat diese früher oder später eingeführt und verwendet sie teilweise heute noch immer.

Auch in der DDR wurden Gewehrgranaten verwendet. Nur leider findet sich in der bekannten Literatur bislang fast gar nichts darüber.


Besten Dank schonmals und Grüße
Michael



Bei welchen Einheiten soll dies gewesen sein?

Eine andere Bezeichnung für die Splittergranate RGD-5 bzw. AS-73 Üb war; Brisanzgranate BG-73 bzw. BG-73 Üb.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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08.04.2021 19:50
avatar  R-363
#7
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #6
Bei welchen Einheiten soll dies gewesen sein?

Ein mMn guter Ansatz wäre es vielleicht, meine Antwort zu lesen und der Verlinkung zu folgen.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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08.04.2021 19:54 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 20:49)
#8
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Zitat von R-363 im Beitrag #7
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #6
Bei welchen Einheiten soll dies gewesen sein?

Ein mMn guter Ansatz wäre es vielleicht, meine Antwort zu lesen und der Verlinkung zu folgen.


Die Verlinkung interessiert mich gerade mal nicht.
Zumal im ersten Beitrag auf dem Deckblatt VP ind KG steht.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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08.04.2021 20:16
avatar  94
#9
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94

In den Forumstiefen hier erwähnte @S51 mal den Einsatz bei der DVP, wimre auch das es keine normalen Platzpatronen benutzt wurden sondern welche mit blauer Kappe. Für alle diejenigen nun welche sich nicht scheuen einem Link nach anderswo zu folgen ...

https://www.co2air.de/thema/90519-frage-zur-ak-47/?pageNo=4

Dort fand sich u.a. auch das angehängte Bildchen *wink*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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08.04.2021 20:17
avatar  polsam
#10
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Als das Gerät bei der Volkspolizei eingeführt wurde gab es für alle im operativen Dienst Tätigen ein Gewöhnungsschießen. Muss so gegen Ende der 70er gewesen sein. Danach bis zum Ende nie wieder gesehen.


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08.04.2021 20:27 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 20:41)
#11
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Zitat von 94 im Beitrag #9
In den Forumstiefen hier erwähnte @S51 mal den Einsatz bei der DVP, wimre auch das es keine normalen Platzpatronen benutzt wurden sondern welche mit blauer Kappe.

https://www.co2air.de/thema/90519-frage-zur-ak-47/?pageNo=4

Dort fand sich u.a. auch das angehängte Bildchen *wink*


Das Bildchen zeigt eine Patrone M 43 Ptr od. Ptv.
Treibpatrone für die Gewehrgranate BG 73.
Farbliche Lackierung zur Unterschediung gegenüber der Platzpatrone M 43 P.
Erste Lackierunge an der Faltung mit violettem Lack. Da schlecht zu erkennen wurde später hellblauer Lack verwendet.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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08.04.2021 20:48
avatar  Hanum83
#12
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Hatten doch den AGS, was willst du da noch mit Kirschkern-Spuckern.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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08.04.2021 21:26
avatar  Hans55
#13
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08.04.2021 21:30 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 21:31)
avatar  Ehli
#14
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Gewehrgranate AK-47 mit einem Kalaschnikow-Granatwerfer an der Mündung Die AK-47 kann einen (selten verwendeten) Bechergranatenwerfer montieren , der standardmäßige sowjetische RGD-5-Handgranaten abfeuert. Der Launcher in Form einer Suppendose ist an der Mündung des AK-47 angeschraubt. Es wird zum Schießen vorbereitet, indem eine Standard-RGD-5-Handgranate in den Werfer eingesetzt, die Sicherheitsnadel entfernt und eine spezielle leere Patrone in die Gewehrkammer eingesetzt wird. Mit dem Schaft des Gewehrs auf dem Boden kann es abgefeuert werden. Die maximale effektive Reichweite beträgt ca. 150 Meter. RGD-5 - https://de.qaz.wiki/wiki/RGD-5


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08.04.2021 21:45
avatar  polsam
#15
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Zitat von Ehli im Beitrag #14
Mit dem Schaft des Gewehrs auf dem Boden kann es abgefeuert werden. Die maximale effektive Reichweite beträgt ca. 150 Meter. RGD-5 - https://de.qaz.wiki/wiki/RGD-5


Beschreibung ist Blödsinn: wenn auf dem Boden aufgesetzt bedürfte es keiner speziellen Visiereinrichtung. Die Waffe mit dem Becher wurde genau so gehandhabt wie bein "normalen" Schießen, also auf der Schulter, nur das der Winkel (nach oben) ein anderer war.


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