Der Blick der Staatssicherheit

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07.04.2021 22:57
avatar  Ebro
#16
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Zitat von Thüringer im Beitrag #10
das ist jetzt nicht so wichtig für die Geschichte dieses Forums.


Und warum schreibst Du es dann?
Und woher wusstest Du, das er Major ist, rannte der in Uniform vom Wachregimant da rum?

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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08.04.2021 04:31
avatar  Merkur
#17
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Klauwida schrieb:
„Hier gebe ich dir Recht. Ein Vergleich wäre interessant. Aber was haben Veranstaltungen nach 1990 damit zu tun? Das MfS gab es doch 1990 nicht mehr oder irre ich mich da?“

Das MfS als Organisation gab es nicht mehr, da hast Du natürlich recht. Aber es bestand an den einstigen Mitarbeitern durchaus Interesse.


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08.04.2021 08:31
avatar  birx20
#18
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zu # 17
Das stimmt.
Eine offizielle Übernahme durch den BND, Verfassungsschutz, LKA oder LKA Berlin ! war nicht möglich.
Entgegen dem "ewigen Treueschwur zum MfS und der Partei" , gab es in höheren Chargen Verräter die ihr Wissen an den CIA oder andere GD verkauft haben.
Wer hat denn eigentlich die Top - Secret Datei "Rosenholz" an den CIA verkauft ?
Die Russen oder ein Stasi Generalissimus ?
Der Generalissimus wusste wohl schon damals, dass seine Rente nicht üppig wie in der DDR ausfällt und das man ihm die FZR-Zusatzrente streicht.


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08.04.2021 09:46
#19
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Zitat von birx20 im Beitrag #18
zu # 17
Das stimmt.
Eine offizielle Übernahme durch den BND, Verfassungsschutz, LKA oder LKA Berlin ! war nicht möglich.
Entgegen dem "ewigen Treueschwur zum MfS und der Partei" , gab es in höheren Chargen Verräter die ihr Wissen an den CIA oder andere GD verkauft haben.
Wer hat denn eigentlich die Top - Secret Datei "Rosenholz" an den CIA verkauft ?
Die Russen oder ein Stasi Generalissimus ?
Der Generalissimus wusste wohl schon damals, dass seine Rente nicht üppig wie in der DDR ausfällt und das man ihm die FZR-Zusatzrente streicht.


Wiki zu Rosenholz:
In der Wendezeit gelangten die Dateien unter nicht genau geklärten Umständen in die Hände des US-amerikanischen Nachrichtendienstes CIA. Dabei handelte es sich um eine ältere Version. Die letzte aktuelle Kopie der Rosenholz-Dateien wurde am 28. März 1990, nach Genehmigung durch den Vorsitzenden des Bürgerkomitees zur Auflösung der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit, vernichtet.[2]

Laut den Annalen des damaligen Moskauer CIA-Stationschefs Milton Bearden wurden die Rosenholz-Dateien nicht bei der Erstürmung des Ministeriums für Staatssicherheit am 15. Januar 1990 erbeutet. Vielmehr wurde erst nach einer Anfrage des damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush beim CIA-Chef das CIA-Büro in Berlin mit der Beschaffung beauftragt.

Die nach der Wende von der CIA beschafften Mikrofilme der Agentenkartei der HVA stammen nach Aussagen ehemaliger CIA-Agenten von einem KGB-Offizier. So soll ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes Kontakt mit ihm aufgenommen haben. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, der KGB-Mann habe sich 1992 bei einer US-Botschaft in Osteuropa gemeldet und eine schlechte, aber noch lesbare Kopie der Mikrofilme zum Kauf angeboten, für die er 75.000 US-Dollar bekommen habe.[3]

Eine Theorie besagt, dass im Dezember 1989 der HVA-Oberstleutnant Rainer Hemmann den Befehl erhielt, die mikroverfilmte Aktendatei nach Berlin-Karlshorst zu transportieren, um sie dort dem KGB-Verbindungsoffizier Alexander Prinzipalow auszuhändigen, da man damals der Auffassung gewesen sei, nur in der Sowjetunion eine sichere Verwahrung gewährleisten zu können. Dieses stellte sich jedoch schon bald als Fehleinschätzung heraus, denn ein CIA-Mitarbeiter hatte schon recht bald Kontakt mit dem in Ost-Berlin stationierten KGB-Oberst Alexander Sjubenko geknüpft. Dieser wiederum stellte den Kontakt zwischen Prinzipalow, dem CIA-Mitarbeiter und einem weiteren KGB-General her. Diese drei Geheimdienstmitarbeiter schafften die Mikrofilme während der Wirrungen, die durch den Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden, im Sommer 1992 in die USA.

Sjubenko und Prinzipalow starben bald darauf unter mysteriösen Umständen. Die Washington Post feierte die CIA-Operation damals als größten Geheimdienst-Coup seit Beginn des Kalten Krieges.[4]

Nachdem die Bestände zunächst nur in den USA ausgewertet wurden, geschah dies auch in anderen Ländern.


In der Tat sind die »Rosenholz«-Unterlagen eine knifflige Sache: Ihr Beweiswert ist begrenzt, weil es bloße Personenkarteien sind; die zugehörigen Sachakten wurden von der HV A zwischen 1989 und 1990 vernichtet. Außerdem sind die Karteien in schlechtem Zustand, sie kamen als Kopien von Mikrofilm-Kopien in der Behörde an, die Bilder waren oft unscharf, verwischt und verschmutzt. Als wäre das nicht genug, fehlt ein Teil der Karteikarten. Die Daten von Nichtdeutschen hat der US-Geheimdienst CIA vor der Rückgabe entfernt, Namen mit den Anfangsbuchstaben La bis Li fehlen aus unerfindlichen Gründen komplett. In monatelanger, akribischer Arbeit haben Mitarbeiter der Birthler-Behörde die mehr als 350000 Datensätze geordnet, geprüft und ausgewertet. Aber die Behördenspitze hat deren Herausgabe in einem internen Kriterienkatalog an äußerst strenge Bedingungen geknüpft, die kaum zu erfüllen sind. Die Forschungsabteilung, die sich zweifellos am besten mit »Rosenholz« auskennt, wurde dabei nicht zurate gezogen – wegen Rivalitäten der verschiedenen Abteilungen.
https://www.zeit.de/2006/26/Rosenholz/ko...ikipedia.org%2F

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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08.04.2021 09:52
avatar  birx20
#20
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Danke Buschgespenst für deine sehr gut recherchierte Antwort dazu.
Also war es doch ein Verrat vom KGB an seinem Brudergeheimdienst MfS.
Bei viel Geld m Einsatz hört die "Brüderlichkeit" auf.


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08.04.2021 10:02
avatar  Merkur
#21
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Birx20 schrieb:
„ Eine offizielle Übernahme durch den BND, Verfassungsschutz, LKA oder LKA Berlin ! war nicht möglich.“

Ging ja schon vom Zeitrahmen her nicht. Am 03.10.1990 gab es ja das MfS schon eine ganze Weile nicht mehr. Allerdings war eine spätere Übernahme über den Zwischenschritt MfIA der DDR möglich. Auch das wiedervereinigte Deutschland konnte auf bestimmte Spezialisten nicht verzichten.


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08.04.2021 10:19
avatar  Ebro
#22
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Zitat von birx20 im Beitrag #18

Eine offizielle Übernahme durch den BND, Verfassungsschutz, LKA oder LKA Berlin ! war nicht möglich.


Das ist wieder zu pauschal, ich schrieb e schon mal an anderer Stelle, der Kollege, mit dem ich damals als HIM ein Büro geteilt hatte, schaffte es bis in den Personalrat der Bundespolizei.

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08.04.2021 11:41
avatar  birx20
#23
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Ebro,
dass waren die absoluten Ausnahmen.
Also Einer aus 500 ehemaligen Mitarbeitern.
Bei mir in der Dresdner Bank in DD hat ein ehemaliger Major des MfS in der Abwicklung (Bearbeitung von notleidenden Krediten in der Bank) gearbeitet.
Er war 1991 schon gute 10 Jahre älter als ich, also Mitte bis Ende 40.
Er hatte keine leitende Funktion und war einfacher Sachbearbeiter.
Er hat bei der Einstellung seine Tätigkeit für das MfS offengelegt und er wurde eingestellt und hat sich bis 2010 zuletzt bei der CoBa gearbeitet und ist dort in Rente gegangen.


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08.04.2021 11:57
avatar  Alfred
#24
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Bei den verschiedensten Banken sind nicht wenige ehemalige MA des MfS tätig. Gerade aus dem Bereich "Finanzen" des MfS wurden diese gern genommen.


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08.04.2021 12:13
avatar  Lutze
#25
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Da ist es auch nicht verwunderlich,das ehemalige SED-Vermögen bei Seite zu schaffen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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08.04.2021 12:23
#26
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Lutze,

dein trockener Humor ist echt Spitze .

MfG Klauwida


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08.04.2021 12:28
avatar  birx20
#27
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Keine Sorge Lutze,
da die Ehemaligen wie der Kollege aus der Dresdner Bank zwar Diplomjurist und auch eine solide Finanzausbildung beim MfS erhalten hat, wurde er beschäftigt.
Die Bank hat akribisch darauf geachtet, dass er keine leitende Funktion bekam und in der Abteilung hat er nur notleidende Engagements bearbeitet.
Er hatte Nullchance in interessante Geschäfte Einblick zu nehmen oder auch nur einen Cent für seine Ex-Firma zu waschen oder zu verschieben.
Er war heilfroh darüber, dass man ihn beschäftigt hat.
Hin und wieder habe ich mit ihm unterhalten. Seinen Job in der Abteilung Betreuung notleidende Kredite hat er gut gemacht.
Für den Aufstieg als studierter Ossi, musste man eine 1,5 jährige Traineeausbildung incl. Kreditausbildung im Westen absolvieren.
Vorher musste man ein knallhartes Acessment-Center Verfahren bestehen.
Lutze, so leicht kommt man bei einer deutschen Grossbank zu keiner leitenden Funktion.


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08.04.2021 12:57
avatar  Ebro
#28
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Zitat von birx20 im Beitrag #23
dass waren die absoluten Ausnahmen


Vermutlich ziehe ich diese "absoluten" Ausnahmen magisch an.
Denn ich bin ja auch eine, als Selbstbewerber damals, die es nicht gab....!

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08.04.2021 13:56
avatar  94
#29
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94

Der BGS hat ca.1000 PKEler an der tschechischen und polnischen Grenze (mit Kußhand?) übernommen. Das zumindest suggeriert eine Reportage von 1991, siehe bpb.de/mediathek/729 und bpb.de/system/files/pdf/B4BN9S.pdf

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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08.04.2021 14:08
avatar  birx20
#30
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Ebro
du wirst erstaunt sein.
Mein bester Kollege und Kumpel in der Bank hat drei Jahre bei eurer Firma, als UaZ in der Funkaufklärung gedient.
Danach hatte er mit der Firma nichts mehr am Hut.


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