Angriff auf die Staatsgrenze

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08.04.2021 19:03 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2021 19:05)
#91
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #88
Zitat von Freienhagener im Beitrag #87
Früher war ein "Angriff auf die Staatsgrenze" der Beginn eines Krieges.

Bei der DDR-Grenze zählte schon viel weniger dazu.




@Freienhagener
So richtig als Angriff auf die Staatsgrenze kann man die meisten Fluchtversuche gar nicht sehen.

Es ging im Wesentlichen nicht um die Zerstörung der Anlagen und auch nicht um Angriffe auf GT Angehörige.

Das bisschen durchgeschnittener Stacheldraht war der Rede nicht wert.

Uli


Ja klar.
Das ist doch nicht meine Ansicht.

"Angriff auf Staatsgrenze" ist so ein Begriff wie "Grenzverletzer".
Eine Grenzanlage kann man nicht verletzen. Sie lebt ja nicht.

Und viele Flüchtlinge haben sie nicht mal beschädigt.

Verletzt wurden in erster Linie sogenannte "Grenzverletzer" (schon durch den Stacheldraht).
Der Begriff war suggestiv.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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10.04.2021 17:32
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#92
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Man kann das ja auch mal andersherum sehen, diese Grenze war im Grunde ein Angriff auf die einfachsten Menschenrechte, auf einen natürlichen Freiheitsgedanken, auf den guten Geschmack, also einfach das allerletzte in Bezug auf menschliches Fühlen und Verständnis, denke so ein Ding darf man angreifen.


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10.04.2021 20:48
#93
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Wer wollte die denn angreifen?

Man wollte das Hindernis nur überwinden.

Angegriffen hat sie Einer aus dem Westen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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10.04.2021 23:52 (zuletzt bearbeitet: 10.04.2021 23:53)
#94
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Man kann das ja auch mal andersherum sehen, diese Grenze war im Grunde ein Angriff auf die einfachsten Menschenrechte, auf einen natürlichen Freiheitsgedanken, auf den guten Geschmack, also einfach das allerletzte in Bezug auf menschliches Fühlen und Verständnis, denke so ein Ding darf man angreifen.



Vielleicht sollte man sich ca. 5 min mit Völker - und Staatsrecht Thema Staatsgebiet und Grenzen beschäftigen !!!

Hier die Definitin der Bundeszentrale für politische Bildung :
Staatsgebiet/Grenzen
Völkerrechtlich zeichnet sich ein Staat durch die die drei folgenden Attribute aus: Staatsgebiet (Sg), Staatsvolk und → Staatsgewalt. Das Sg. ist der räumliche Bereich, über den der Souverän Gebiets- oder Territorialhoheit besitzt und allein rechtmäßig Staatsgewalt ausüben kann. Alle im Sg. anwesenden Personen sowie alle befindlichen Sachen und Objekte sind der Staatsgewalt unterworfen. Zum Sg. zählen das Landgebiet, eventuelle Exklaven, die inneren Gewässer, die Eigengewässer und das Küstenmeer. Zum 1.1.1995 hat D die Dreimeilenzone zugunsten der Zwölfmeilenzone verändert und damit seine Souveränität in der Nord- und Ostsee ausgedehnt.

oder aus :
Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland
Völkerrechtlich zeichnet sich ein Staat durch die die drei folgenden Attribute aus: Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt. Das Staatsgebiet ist der räumliche Bereich, über den der Souverän Gebiets- oder Territorialhoheit besitzt und allein rechtmäßig Staatsgewalt ausüben kann. Alle im Staatsgebiet anwesenden Personen sowie alle befindlichen Sachen und Objekte sind der Staatsgewalt unterworfen. Somit umreißt das Staatsgebiet rechtlich jenen verfassungsrechtlich bestimmten Geltungsbereich, in dem auch ein Volk seine rechtliche und reale Existenz gefunden hat. Zum Staatsgebiet zählen das Landgebiet, eventuelle Exklaven, die inneren Gewässer, die Eigengewässer und das Küstenmeer. Zum 1.1. 1995 hat Deutschland die Dreimeilenzone zugunsten der Zwölfmeilenzone verändert und damit seine Souveränität in der Nord- und Ostsee ausgedehnt. Das Staatsgebiet bezieht außerdem den Luftraum senkrecht über dem und den Raum unter der Erdoberfläche ein. Das Staatsgebiet wird von Staatsgrenzen umgeben, die völkerrechtlich zwischen den angrenzenden Staaten in Form eines Grenzvertrages oder durch multilaterale Verträge festgesetzt werden.

Gesetz über die Staatsgrenze der DDR

Die strikte Achtung und Einhaltung der allgemein anerkannten Prinzipien des Völkerrechts, darunter die Achtung der Souveränität, der Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen, der territorialen Integrität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen, der Sicherheit und Zusammenarbeit zwischen den Staaten und die entscheidende Grundlage einer stabilen Friedensordnung.

In Wahrnehmung ihrer souveränen Rechte gestaltet die Deutsche Demokratische Republik ihre Beziehungen in Grenzangelegenheiten mit den benachbarten Staaten in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und organisiert den Schutz der Staatsgrenze einschließlich des Luftraumes und der Territorialgewässer.

Überschreiten der Staatsgrenze
§ 9
Allgemeine Bestimmungen

(1) Die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik darf grundsätzlich nur über die Grenzübergangsstellen oder an anderen in völkerrechtlichen Verträgen festgelegten Stellen und mit den erforderlichen Dokumenten passiert werden.

(2) Der grenzüberschreitende Eisenbahn-, See-, Binnenschiffs-, Luft-, Kraftfahrzeug- und Personenverkehr, der internationale Post und Fernmeldeverkehr, die Überleitung von gasförmigen und flüssigen Stoffen und Elektroenergie über die Staatsgrenze sowie der Bau, die Wartung und die Instandsetzung dazugehörender Anlagen und Einrichtungen an der Staatsgrenze erfolgt auf der Grundlage völkerrechtlicher Verträge und der Rechtsvorschriften.

(3) Der unberechtigte Austausch von Gegenständen sowie die unberechtigte Aufnahme anderer Verbindungen über die Staatsgrenze sind verboten.


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10.04.2021 23:56 (zuletzt bearbeitet: 11.04.2021 00:00)
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Das du in deiner Stempelbude überzeugt warst das richtige zu tun ist mir schon klar.
Ist ja auch menschlich, wer will sich schon selbst eingestehen täglich jahrelang irgendwelches krudes Zeugs sinnlos verzapft zu haben.
Im verzweifelsten Fall wird dann der gesicherte Frieden als Totschlagargument aus der Kiste geholt.


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11.04.2021 00:18
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Zitat von passport im Beitrag #94

Gesetz über die Staatsgrenze der DDR

Die strikte Achtung und Einhaltung der allgemein anerkannten Prinzipien des Völkerrechts, darunter die Achtung der Souveränität, der Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen, der territorialen Integrität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen, der Sicherheit und Zusammenarbeit zwischen den Staaten und die entscheidende Grundlage einer stabilen Friedensordnung.


Nach dieser Definition hätte die stabile Friedensordnung ja nun nichtmehr über 31 Jahre halten dürfen und sie wird viele weitere Jahre halten,ohne Staatsgrenze der DDR.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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11.04.2021 00:35 (zuletzt bearbeitet: 11.04.2021 00:37)
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So viel vergeudetes Potential, was hätten wir, wenn wir keine Kolonie der SU gewesen wären, doch für ein besseres Modell aufbauen können.
Der fette Stasihonk Schalck konnte sogar einen zweiten Staatshaushalt aufbauen, er hätte an einem ersten bauen können der Gauner.
Vielleicht hätten wir für 17 Millionen, sind heute einzelne Städte, doch eine Alternative schaffen können, eine wo keine verzweifelt raus wollten, sondern welche freudig rein.


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11.04.2021 01:23
#98
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Zu # 94
1) Die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik darf grundsätzlich nur über die Grenzübergangsstellen oder an anderen in völkerrechtlichen Verträgen festgelegten Stellen und mit den erforderlichen Dokumenten passiert werden.


Ja ja, davon waren wohl die "Grenzaufklärer der GT" aus genommen, die durften über die grüne Grenze das Bundesgebiet betrete, wie es ihnen gerade paßte. Und auch die Personen, die ständig über die grüne Grenze geschleust wurden, brauchten sich nicht an das Grenzgesetz halten. Das Grenzgesetz galt doch nur für den Normalbürger. Natürlich auch für den Normalbürger in Uniform an der Grenze.


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