Erstaunliche Zahlen - Fluchten von Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) aus Thüringen 1953 - 88 in die BRD

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04.04.2021 00:17
avatar  vs1400
#91
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Zitat von Klauwida im Beitrag #89
zu 103 in Spektakuläre Fluchten bzw. Versuche

Zitat Alfred:
"Wer sagt denn, dass das Gespräch vom MfS geführt wurde ? Und warum sollten Gespräche nicht fair geführt werden ?
Wie viele Gespräche zu bestimmten Sachverhalten hast du denn selbst erlebt ? Ich zu bestimmten Themen einige und da war der Umgang fair."

3,5 Jahre Knast und ein "verpfuschtes" Leben für eine bei der "Tat" 17jährige. Also unter fair versteh ich was anders.


man sollte wohl eher, @Klauwida, derartiges weniger emotional werten und mehr aufmerksamkeit auf die zeit legen, um sich eine meinung zu bilden.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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04.04.2021 00:34
#92
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Also 1958 stand in Berlin noch nicht mal die Mauer (war zwar noch nicht auf der Welt aber in alten Fernsehbildern aus Ost UND West hab ich das mal gesehen). Wäre dir das Jahr 1988 lieber, denn das Ergebnis wäre wohl in etwas das selbe. Für schlimmere Straftaten (meine Meinung!!!) waren die Strafen in der DDR geringer. Um so etwas Emotionslos zu werten bin ich wohl nicht "kalt" genug.


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04.04.2021 02:09 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2021 02:11)
avatar  Fred.S.
#93
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zu 92
Es persönlich erlebt, Klauwida.
Vor dem Mauerbau mit dem Pflegevater nach Westberlin gefahren, Neukölln.
Und streifte als Junge durch die Straßen, immer rechts rum um ein Häuserblock, zurück umgekehrt.
Und gehe auf die andere Straßenseite, wo eine Frau mich anhält und sagt:
" Junge, wo willst du hin, du kommst aus den Westen bist jetzt im Ostteil der Stadt."
Ich verstand nicht was sie meinte und rannte aber schnell zurück.
Opa erklärte mir dann auf und ich blieb sicherheitshalber in Opas Wohnung.
Hatte mit eine Taschenlampe in Form einer Pistole gekauft. War das ein Theater auf der Rückfahrt bei der Kontrolle. Man nahm sie mir weg aber bekam sie später wieder zurück. Fred


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04.04.2021 07:11 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2021 07:23)
#94
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Zitat von Cambrino im Beitrag #80
Birx 20, die Wahrheit findest du nur bei den noch Lebenden selbst und in den Gerichtsakten und in den Stasi-Akten. Die vielen Schreiberlinge schreiben ihre Bücher gerne so weil, es war doch Alles nur zum Wohle der Kinder und Jugendlichen.
Aber mach mal weiter mit deiner "Wissenschaft" welche die Betroffenen noch Lebenden nicht mehr brauchen und die schon Verstorbenen erst recht nicht. Frohe Ostern.





Zustimmung.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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04.04.2021 09:51
#95
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zu 93
Hallo Fred,
ich kann mir schon ein Bild machen wie die Grenze vor dem Mauerbau aussah, aus Erzählungen meiner Eltern und anderen die diese Zeit erlebt haben.
Mein Hinweis auf die Fernsehbilder war sarkastisch gemeint weil ja einige User dann gleich mit "Warst Du dabei, hast Du belastbare Beweise oder Dokumente die das belegen" um die Ecke kommen.
Bei solch einem Thema kann ich nicht emotionslos bleiben, dafür ist es viel zu traurig.

MfG Klauwida


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04.04.2021 10:01
avatar  birx20
#96
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Thunderhorse,
Dir auch Frohe Ostern !
Du weißt mit wem zusammen ich die Recherche erstelle.
Uns geht es nicht um "DDR- Grenz-Voyeurismus", sondern um eine nahezu wissenschaftliche Aufarbeitung des noch recht unbearbeiteten Themas.
Wir halten uns bei der Recherche (Veröffentlichung) immer daran, dass wir die positive Rückmeldung der Flüchtlinge haben !
Es ist noch nicht geklärt, ob wir genug Rückmeldungen erhalten.
Es ist eine riesige Aufgabe und du kannst uns aus deinem Fundus gern dabei unterstützen.
Wir können Hilfe dabei gebrauchen.


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04.04.2021 10:47
#97
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In diesem MDR-Film berichtet ein Journalist, wie er 1964 als 16jähriger von Thüringen nach Hessen geflohen ist:
https://www.youtube.com/watch?v=3ORsF3b64gY


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04.04.2021 11:29
avatar  birx20
#98
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#97 Westfale63,

sehr interessante Reportage über die Ereignisse um Geisa am "Point Alpha".


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05.04.2021 14:35
#99
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Ein international beachteter Fall: Als 7jährige fand Peggy Spitzner mit ihrem Vater in Berlin einen US-Soldaten, der sie im Kofferraum mitnahm. Die drei blieben miteinander in Kontakt:

https://bryandumas.files.wordpress.com/2...asg06150001.pdf

https://www.deutschlandfunknova.de/beitr...uerfluechtlinge

https://i2-prod.mirror.co.uk/incoming/ar...richson-Yaw.jpg


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05.04.2021 19:04
#100
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Möglichkeiten für Jugendliche, in die Bundesrepublik zu kommen, boten auch Auslandskonzerte von DDR-Chören. Einmal setzten sich z.B. drei 17jährige in Japan ab. Hierzu einige Links:

https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/kruzian...er-ddr-100.html

https://www.mdr.de/zeitreise/kruzianer-t...westen-100.html

https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/musikhi...zianer-100.html


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05.04.2021 19:53
avatar  birx20
#101
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Westfale63,
Als klassische Flucht würde ich das nicht bezeichnen.
Die drei sind mit dem Kreuzchen nach Japan zur Konzertreuse geflogen
Danach haben sie sich zur bundesdeutschen Botschaft begeben.
Das war eher ein "ungehmigtes Nichtzurückkehren" mit Nullrisiko für die drei.


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05.04.2021 19:53
avatar  birx20
#102
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Kreuzchor


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