Trabant im Osten,VW-Käfer im Westen

  • Seite 1 von 3
24.03.2021 01:13
avatar  Lutze
#1
avatar

Trabant als Zweitakter (von den wenigen 1,1 Modellen ausgenommen) in der DDR,in der Bundesrepublik der VW-Käfer,
Eigentlich beides Volkswagen,diese Fahrzeuge wurden überjahrzehnte produziert, beide haben inzwischen Kult-Status,
Duroplast gegen die westliche Konkurrenz?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 06:16
#2
avatar

Beide sehr unkomplizierte Autos.Die Käferfans mögen mir verzeihen,aber den Traber finde ich etwas bequemer.Die Pedale im Fußraum sind beim Käfer sehr eng angeordnet.Heizung,haben beide Schwächen,da luftgekühlt.Die alten Heizungen beim Trabant waren fast wirkungslos.Aber beide haben heute ihre Fans.Ich will keinen von Beiden mehr haben,nicht mal wenn sie Diesel verbrennen würden.grins


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 07:50 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2021 18:48)
#3
avatar

....mal ein Thema wo sich alle Liebhaber alter historischer Technik austoben können . Kann nur meine Erfahrung mit Trabi während der Dienstzeit wiedergeben, kurz und knapp- er fuhr ( meistens ) und hat mich nicht einmal unterwegs liegen lassen . Wie Leisterförde richtig schreibt , die Heizung fand kaum statt und im Winter brauchte man schon Ideen. Es war einfaches, schlichtes Reisen mit markanten Gerüchen und wenn man eine Damenstrumpfhose im Handschuhfach hatte , konnte einen ein Keilriemschaden nicht aufhalten und man brauchte keinen Abschlepper, heute muss man erst einmal an die Diagnose ...Käfer kann ich nicht mitreden, nur den Boxermotor kenne ich noch aus meinem T3 , da konnte man auch selbst Hand anlegen und war eigendlich unkaputtbar . Vom Nachlass meines Opas steht noch ein Trabi 600 rum , sogar mit Schiebedach, eigendlich soll er mal wieder zum Leben erweckt werden , kenne aber den aktuellen Zustand nicht. Muss aber mal die Ingenieure in der ehemaligen in Schutz nehmen . Es war nicht ihre Schuld, dass es dann "nur" zum Trabi gereicht hat, es gab sehr fortschrittliche Erfindungen und Prototypen, aber es passte nicht in die sozialistischen Vorgaben und diese Ingenieure wurden immer mehr eingeengt , man wollte , durfte aber nicht ,einige gingen deshalb auch in den Westen und konnten dort ihr gutes Werk vollbringen.....


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 08:10
#4
avatar

Unbedingt restaurieren,weil 600ter sehr gefragt sind.


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 08:15
#5
avatar

....es steht gut in einer Garage , schlummert noch vor sich rum und wartet auf den Prinzen der ihn wachküsst, aber damit ist es sicher
nicht getan... ...


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 08:22
avatar  Ratze
#6
avatar

Bei meinem ersten Käfer 1969 drohten immer die Lüftungsklappen für die Heizung ein
Da hieß es während der Fahrt von innen die Scheiben frei kratzen
War schon interessant so eine Fahrt im Winter, den den gab es ja noch


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 08:29 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2021 08:32)
#7
avatar

Für große Leute ist der Trabbi schlecht geeignet.
Auch in meinem Betrieb hatten Meister und Abteilungsleiter Trabbis als Betriebsfahrzeug.
Ein Meister war 1,90 Meter groß.
Er fuhr angeblich den "Leisesten", weil beim Sitzen die Knie die Ohren zudeckten.

Auch gab es einen Witz, wo ein Paar zum Sex in den Wald fuhr.
Sie ging voraus und er konnte nicht folgen.

Sein Stoßgebet:
"Lieber Gott, mach ihn krumm, daß ich aus den Trabbi kumm!"

Dagegen ist der "Käfer" ein Platzwunder.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 10:07 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2021 10:19)
#8
avatar

Bis auf ein Jahr hatte ich immer den Trabant-Kombi. Als "Steenesammler" hat er so manches mitgemacht. Ca. 30.000 km/Jahr. Ich konnte bequem darin im Wald übernachten. Beifahrersitz umgedreht und es passte eine Luftmatratze rein. Transportvolumen für diesen kleinwagen super. Zwei große 200 l Rollreifenfässer transportiert, eine gusseiserne Badewanne. Alles möglich. Auch im Gelände so manches mitgemacht. Über Kartoffelacker, einen Graben mit Steinen gefüllt und dann drüber. Er war für mich kein Schmuckstück, das jeden Sonnabend gewaschen wurde und auch kein Garagenwagen. Er war ein reines Transportmittel für alles Mögliche, gelegentlich auch mal die Familie. Gefressen hat er auch mal 5 Liter Diesel. Diese fielen an, weil ich mit Diesel und Ölzusatz meine Diamantwerkzeuge beim Steine schneiden kühlte. Den schlammverunreinigten Diesel dann im Winter absetzen lassen und das klare Diesel-Öl-Gemisch in den Tank. Hat zwar etwas mehr gequalmt, aber er fuhr.
Schwachpunkt war die Trägergruppe (Hohlrahmen) gegen Durchrostung. Wir stellten bei uns den Abdichtkitt für die Thermofenster her. Super Eigenschaften. Haftung und flexibler Film über lange zeit (30 Jahre Garantie) auf fast allen Materialien. Von dem Kitt eine Lösung angefertigt (Toluol, Tri), die unteren löcher des trägerrahmens verstöpselt und dien rahmen vollgegossen. Eine kurze Weile gewartet und dann alles wieder abgelassen. Der Hohlraum war versiegelt für längere Zeit als der Trabi überhaupt halten würde. Von dem Kitt haben ich jetzt noch eine kleine Menge da. Ist immer noch knetbar und flexibel, ohne Oxidationskruste wie damals, vor 40 Jahren. Damit habe ich auch meine Zisterne innen abgedichtet, wobei ich bei dieser Arbeit eigentlich ein ziemliches Lebensrisiko einging (Lösungsmitteldämpfe in der Zisterne trotz Absaugung von unten).
Trotz aller nostalgischen Gefühle für den Trabi, aber ich möchte heute nicht mehr länger Strecken mit ihm verreisen. Man kann zwar vieles selbst reparieren, aber es nervt dennoch, alle paar hundert Kilometer irgendwas nachregulieren zu müssen, auch wenn es nur eine Schmelzperle zwischen den Kerzenelektroden ist. Es war schon ein Unterschied, als ich 1990 den ersten "Westwagen" fuhr, den kleinsten SEAT Marbella mit sagenhaften 34 PS, bei dem man nicht damit rechnen mußte, alle Nase lang mal irgendwas schrauben zu müssen.


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 10:15
avatar  GKUS64
#9
avatar

Hier mal ein Link zu einem alten Beitrag von mir, er enthält u.a.meinen letzten Kaufvertrag und die dazugehörige Bestellung!

Ehrenmitglied Der Trabbi hat Geburtstag :)


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 10:33 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2021 10:34)
avatar  GKUS64
#10
avatar

Die Abholung eines Trabants nach dem Kauf, erfolgte in DD auf der Bremer Straße . Viel wurde da nicht erklärt,
man war ja bereits Trabi-Fahrer. "Aufgetankt" war der Trabi dabei mit nur einem Liter Benzin! Eine Tankstelle befand sich aber auf der gleichen Straße, in ca. 400 m Entfernung. Die erste Handlung war also nun das Tanken. Ich fuhr also zur Tankstellelle, tankte und wollte wieder einsteigen... Sch... Fahrzeug war verschlossen bzw. verriegelt! Ich hatte dummerweise beim Öffnen den Verrieglungshebel betätigt und dann die Türe zugeschlagen! Was nun?
Der Tankwart war aber ein freundlicher Mann: "Keine Panik, mach mal den Kofferraum auf!" Mit einer langen Stange, die vorn einen Haken besaß, fuhr er damit durch den Kofferraum bis zu dem Verrieglungshebel und öffnete den Trabi. "Das passiert hier öfter", war seine Bemerkung
Mir wurde leichter ums Herz und der Tankwart bekam sein verdientes Trinkgeld!


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 10:39
avatar  Lutze
#11
avatar

Den Trabbi kann man auch vom Motorraum aus knacken,mit einem Schraubendreher das Haubenschloß öffnen und mit einem Stab durch den linken Kabelstang den inneren Türöffner zurückschieben
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 10:54
avatar  GKUS64
#12
avatar

Jetzt bin ich im Trabi-Fieber, hier noch ein Link zu einer abenteuerlichen Fahrt durch Rumänien, über die Karpaten.
Es sind in der Folge mehrere Beiträge!

Ein Zirkel schreibender User


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 11:43 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2021 11:44)
#13
avatar

Der letzte Kombi,


Schönen Tag,Gruß C.


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 12:29
avatar  Lutze
#14
avatar

In einer Reportage wurde über den letzten Trabbi berichtet, der hatte Kupplungsprobleme und musste rausgeschoben werden
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
24.03.2021 13:18
#15
avatar

Allerdings wäre dir noch die Möglichkeit geblieben zu Beginn der Heizperiode die Heizungsklappen mittels zweier Holzklötzchen zu blockieren. Dann hättest du wieder einen warmen Luftstrom gehabt.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!