Vorhang zu ! ? - zum Ende der Stasiunterlagen-Behörde

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21.03.2021 11:24 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 11:28)
#76
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Zitat
Normalerweise hat auch in der DDR die Schule bzw. das Kreisschulamt dein Abschlusszeugnis 10 Jahre oder länger im Archiv aufbewahrt.
Mit der Wende sind diese Archive in die zuständigen Ämter der BRD übernommen worden.
Es ist sehr merkwürdig, dass in Berlin dein Abschlusszeugnis nicht in einem Archiv des Senats für Bildung und Erziehung von Berlin zu finden ist.



Nix, gar nix, 0 zu finden!!!
Abschlusszeugnisse werden ab Beginn des Abgangs 40 Jahre im Schularchiv aufbewahrt. Bei mir war es 1982.
Alles durch bis in höhere Behörden! 0

Meine Beitragsjahre in der DDR sind auch nicht zu finden. Deshalb ja Rhenus in Großbeeren wo es liegen sollte. Nachgefragt habe ich bei Rhenus 2011!

Sämtliche Namen der Abschlussklasse sind aber noch da in meiner ehemaligen Schule.


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21.03.2021 11:35
avatar  Alfred
#77
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Zur "inneren Sicherheit" gehörten u.a. zwei Abteilungen der HA II - Spionageabwehr -. Die hatten aber Umfangreiche Aufgaben, u.a. auch die Absicherung des SHB, Wohngebiete des MfS, Abwehr von Objekten des MfS.
Das waren die Abteilungen 1 und 21. Zusammen hatten die - von Auswertung bis Schreibkräften etc. - so ca. 70 Mitarbeiter.


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21.03.2021 11:37
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#78
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Ich kenne ja die Zusammenhänge nicht warum die Dokumente nicht zu finden sind.

Wenn man nicht einmal komplett abgebrannt ist und auch keine Einbrecher/oder die Stasi alle Dokumente mitgenommen haben, dann sollte man doch seine Dokumente finden.

Gerade bei einer geplanten Flucht ist es doch wichtig bestimmte Dokumente an verschiedenen Orten zu deponieren.

War natürlich damals nicht so einfach mit dem Kopieren. Aber eine notariell beglaubigte Abschrift konnte man damals schon anfertigen lassen. Ich habe während meines GWD an meiner POS eine Kopie geholt, welche ich für das Studium brauchte. Das war der schnellste und billigste Weg. Der Direktor war ganz baff als er mich fragte wo ich bei der NVA war. Das ich bei den GT war konnte er nicht fassen, hatte er mich doch einst vor der ganzen Klasse als personifizierten Klassenfeind bezeichnet.

Uli


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21.03.2021 11:58
#79
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#78
Hallo,
Respekt,Du warst ja schon in der Schule ein Kämpfer gegen das System.
Gruß Frank


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21.03.2021 12:37
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#80
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #79
#78
Hallo,
Respekt,Du warst ja schon in der Schule ein Kämpfer gegen das System.
Gruß Frank


@stabsfunkmeister
Warum jetzt die Stichelei wieder losgeht kann ich nicht verstehen.

Ich habe mich nie als aktiven Widerständler oder gar Kämpfer gegen das System bezeichnet.

Für die Aussage des Direktors hat es ja schon gereicht, dass ich in keiner Massenorganisation war und bestimmte Dinge auch mal hinterfragt habe.

Am Ende musste ich in dem System leben, weil ich nicht weg wollte und da haben ich mich so gut es ging eingerichtet.

Das ging auch ganz gut ohne den Fahnen hinterherzurennen, den Funktionären zu huldigen und sich verbiegen zu lassen.

Uli


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21.03.2021 12:40 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 12:42)
#81
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Mal ernsthaft.

Das behauptete nach dem obigen Beitrag der Lehrer. Und damalige Autoritäten waren bei Querulanten bekanntlich schnell bei solch einer Behauptung.

Aber scheinbar können sich manche selbst das nicht vorstellen und neigen deswegen zur Übertreibung "Widerstandskämpfer".

Ich kann mir andererseits Leute nicht vorstellen, die bis 1989 keine "abwegigen Gedanken" hatten.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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21.03.2021 13:15
#82
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#73 Es gab die "innere Sicherheit" bei der HA II (eher für den Schutz nach außen). Es gab die HA Kader und Schulung, dazu gehörte der Bereich Disziplinar. Für die Kontrolle der Arbeit war die ZAIG (Zentrale Auswertung- und Kontrollgruppe) zuständig. Auf den unteren Ebenen (BV und HA) gab es die AKG (Auswertungs- und Kontrollgruppe).
Z.B. hat die Kontrolle der ZAIG bei der HA I mit dazu beigetragen, dass die Einsatzkompanie aufgelöst wurde. In diesem Fall ging es um die Möglichkeiten der Personaleinsparung. HIM ( Uffz. mit Spezialausbildung) für Wachaufgaben, Heizung und Küche einzusetzen, ging eigentlich gar nicht...


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21.03.2021 13:25
#83
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#80
Hallo,
Sorry, dass war weder als Stichelei oder böse gemeint, sondern nur eine Reaktion auf Deinen Beitrag. Wenn dieser
Direktor dies geäußert hat, mußt Du Dich ja entsprechend geäußert haben, war ja bestimmt eben eine Meinungs-
äußerung von Dir. Es ist ja bekannt, dass es auch damals schon Menschen, auch Direktoren gab, die eine geäußerte
Meinung eben auf die Goldwaage gelegt haben.
Gruß Frank


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21.03.2021 15:41
avatar  Ebro
#84
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Zitat von birx20 im Beitrag #73
Wer war KuSch im MfS ?


Wenn Du wirklich so blickig wärst wie Du immer tust, hättest Du dir doch die Frage selber beantworten können, oder?

Möchte nämlich meinen Platz auf der Wahlliste untermauern....!

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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21.03.2021 15:46
avatar  Ebro
#85
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #81
Ich kann mir andererseits Leute nicht vorstellen, die bis 1989 keine "abwegigen Gedanken" hatten


Ich schon, und das hat auch nix mit Stasi zu tun.
Das Du diese pauschale Aussage ernst meinst, stell Dir vor, es gab in der verblichenen sicher tausende Menschen, die mit ihrem Leben und den Umständen zufrieden waren und gar keinen Grund sahen für abwegige Gedanken.

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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21.03.2021 16:06
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#86
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( gelöscht )

Zu#85
Die grosse Masse der DDR Bürger hatte zu dieser Zeit "abwegig Gedanken", deshalb kam es so wie es gekommen ist und das war auch gut so.


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21.03.2021 16:46 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 16:57)
#87
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Zitat von Ebro im Beitrag #85
...es gab in der verblichenen sicher tausende Menschen, die mit ihrem Leben und den Umständen zufrieden waren und gar keinen Grund sahen für abwegige Gedanken.


Mehr @Ebro, deutlich mehr

Erinnere mich z.B. noch an 1981 und damals waren es schon 99,86% aller Wahlberechtigten.

(Quelle derAnlage: Eigenes Foto)

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter

Bildanhänge

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21.03.2021 17:10 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 17:13)
avatar  Ebro
#88
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Ich habe das im Zusammenhang mit Grenzüberschreitungen gemeint, und nicht mit den unsäglichen Wahlergebnissen.
Vielleicht hätte man den Begriff "abwegige Gedanken" näher definieren sollen. Die hatte ich sicher auch, wenn ich ein schönes Weib gesehen habe...!

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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21.03.2021 17:30
#89
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Zitat von Ebro im Beitrag #88
Ich habe das im Zusammenhang mit Grenzüberschreitungen gemeint, und nicht mit den unsäglichen Wahlergebnissen...


Weiß ich doch @Ebro und ich hoffte auch, dass, weil wir uns schon länger kennen, Du mich richtig verstehst. Damit meine ich, dass es etwas ironisch und nicht allzu ernst gemeint war!

Aber gib mir etwas Zeit für eine detaillierte Antwort insgesamt zu meinem vorherigem Kommentar, bitte!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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21.03.2021 17:31 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 17:37)
#90
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Zitat von Ebro im Beitrag #85
Zitat von Freienhagener im Beitrag #81
Ich kann mir andererseits Leute nicht vorstellen, die bis 1989 keine "abwegigen Gedanken" hatten


Ich schon, und das hat auch nix mit Stasi zu tun.
Das Du diese pauschale Aussage ernst meinst, stell Dir vor, es gab in der verblichenen sicher tausende Menschen, die mit ihrem Leben und den Umständen zufrieden waren und gar keinen Grund sahen für abwegige Gedanken.


Differenziert betrachtet konnte man grundsätzlich zufrieden sein, andererseits aber auch Grund zu Kritik haben, und das mehr als akzeptiert.

Was ich ansprechen wollte ist, daß man unversehens als Staatsfeind betrachtet werden konnte, obwohl man das nicht war.
Und ein übereifriger Lehrer hatte das im besprochenen Fall offensichtlich übertrieben, bei einem Schüler, den er auf dem Kieker hatte.

Auch bei Erwachsenen sollte so mit Vorwürfen Reue erzeugt werden und diente der Disziplinierung. Im großen Kreis sollten Andere dazu gebracht werden "es erst gar nicht zu versuchen".
(nebenbei: In anderen Ländern wurde das Prinzip "Kritik und Selbstkritik" auf die Spitze getrieben, bis alle "kuschten")

Aber das klappte immer weniger.

Ich kannte Leute, die ganz zufrieden waren, aber unversehens "angeeckt" sind. Diese staatliche Reaktion hat sie schließlich "auf Abwege gebracht", nicht der Westen oder grundsätzliche Gedanken über die Gesellschaftsordnung.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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