DDR-Grenzaufklärer: Bestätigt bis Bonn

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19.03.2021 14:54
avatar  PF75
#31
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war selber oft im Elbvorgelände und auch mal mit offizieren vom Batt. und Gakl aus underer GK vorne am grenzgraben (Stecknitz oder so ) bei Lauenburg,bin ich denn nun auch als GaK registriert ?


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19.03.2021 17:25
#32
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zu 29
Also,bei uns in der BRTB5 wurden als Raketentransportfahrzeuge SIL157 verwendet
(Sattelschlepper). Die Rampen waren zuerst Kettenangetrieben,später Vierachser.
Eine K700 wurde dafür weder von den Russen noch von der NVA eingesetzt.
mfG


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19.03.2021 20:02 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2021 20:08)
#33
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@henning194902
Schau mal bitte hier

https://youtu.be/tAa9mXLfeP0

Ich glaub auch nicht das er bei der NVA als Raketen-Schlepper eingesetzt wurde aber in der UdSSR schon kann dir aber nicht sagen wo wieviele und welche art Racketen.

@PF75 so sieht es wohl aus das du zum Gakl gemacht wurdest und wir anderen die mal im vorgelagerten waren dann wohl auch alles Gakl 😅

Mfg Hein

PS :es sollte doch hier weiter gehen mit Gakl und Bestätigung bis Bonn usw


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19.03.2021 20:11
avatar  Mike59
#34
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Zitat von GMN Fuchs im Beitrag #33
@henning194902
Schau mal bitte hier

https://youtu.be/tAa9mXLfeP0

Ich glaub auch nicht das er bei der NVA als Raketen-Schlepper eingesetzt wurde aber in der UdSSR schon kann dir aber nicht sagen wo wieviele und welche art Racketen.
....

Das Video ist aber von 2017 und meiner Meinung nach ist das Design des Fahrzeuges eine Bastelarbeit.


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19.03.2021 20:18 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2021 20:19)
#35
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Da hast vlt recht mit dem was du sagst.


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20.03.2021 09:15
#36
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zu 33
Hallo
Die K700 hat eine Ackerschiene dran.
Damit kann man keine Raketen ziehen.
mfG


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20.03.2021 10:01 (zuletzt bearbeitet: 20.03.2021 10:03)
avatar  Fall 80
#37
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Bei uns wurde immer kolportiert, dass der K 700 als Raketenschlepper gebaut wurde. Ob er je dafür genutzt wurde entzieht sich meiner Kenntnis.

Gehe mal davon aus, dass nicht alle Varianten russischer Raketentechnik auch bei uns rumgekurvt ist.

Eine Auflastmöglichkeit hinter dem Fahrerhaus war ja vorhanden.

Der Kraftheber und Dreipunktanbau war eine Nachrüstung für die Landwirtschaft.

Richtig geeignet für die Landwirtschaft war das Trampeltier nicht.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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20.03.2021 10:06 (zuletzt bearbeitet: 20.03.2021 10:40)
avatar  berndk5
#38
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Ich denke, man sollte das nicht so verbissen sehen und auch nicht einseitig betrachten.
Wie heißt es so schön? Sage niemals NIE !
Wir alle wissen doch, dass man im Osten (egal wo..) sehr erfinderisch war, weil man nicht selten nur aus den vorhandenen Dingen etwas "basteln" musste. Und das war nicht nur im privaten Bereich so. Deshalb halte ich nur sehr wenig für ausgeschlossen.
Ganz primitives Beispiel sind doch die sogenannten Bahn-Heizkörper mit wimre 1000 W Leistung, die (geplant) mehrfach auf den B-Türmen installiert sein sollten.
Diese Kontingente fehlten dann zwar bei der Bahn, aber bei den GT haben sie halt auch nicht gereicht. Und dauerhaft als Kleinküche für die GP waren die halt auch nicht überlebensfähig.


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20.03.2021 10:31
#39
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leider oT.

zu #37als kleines Kind staunte ich nicht schlecht als 2 solcher K700 einen Acker schräg versetzt hintereinander pflügten, die haben richtig Erde bewegt. Kraft haben die schon, bestimmt auch einen entsprechenden Durst. War bisschen was anderes als ein Zt oder Bellaruss.
Später waren sie dann im Einsatz im Winter 78/79 von uns zu bestaunen, angelockt hatte uns das pfeifen der Motoren.

gruß h.


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20.03.2021 10:38
avatar  PF75
#40
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Nun mal wieder zum Ausgangsthema,landwirtschaft gibt es woanders.


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21.03.2021 15:20 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 15:26)
#41
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Der Ort dürfte ehemaligen Grenzwächtern aus Ost + West des ehemaligen Zuständigkeitsbereiches im Umkreis von Zarrentin @Rostocker , @Ratze @harbec hinlänglich bekannt sein. Der Rostocker war 1974 im Grenzabschnitt, das Foto mit dem Robur an der Kreuzung entstand 1977. Die Fotos zeigen die unterbrochene Bundesstraße 195 Abschrankung Marienstedt in Richtung Zarrentin. Hinter dem Grenzstein und Strauchwerk bezogen GAK oftmals Beobachtungsposten, spähten Grenzbesucher und Grenzbeamte aus. Anfänglich mit Funkgeräten bestückt, ersetzte alsbald eine abhörsichere Kabelverbindung zum GMN die Sprechverbindung (ausbaldowert mit Inanspruchnahme eines Diensthundes). De facto waren sie immerwährend bevorteilt mit personalintensiver Grenzsicherung, Besucher und Fahrzeuge konnten so früh genug, schon während des Herannahens ausgekundschaftet werden. Die Grenzüberwachung der westlichen Grenzorgane erfolgte wie man weiß sporadisch.

Die Absicherung des vorgelagerten Hoheitsgebietes bei Durchführung von Arbeiten jedweder Art war eine der zentralen Aufgaben der GAK. 1987 wurde ein Teilbereich der Boize entwässert. Auf Grund der nicht wenigen Niederschläge zu dieser Zeit führte die Boize immer wieder Hochwasser und überschwemmte angrenzende Bereiche.

Mit zwei meiner Kollegen war ich u. a. zum Dienst für Beaufsichtigung und Überwachung der Arbeiten eingeteilt.



Die Grenzkarten, ältere Fassung links vom Zoll, neuere Version vom BGS rechte Seite, dokumentieren das Terrain.



Mein im Nachhinein gefertigter Ausschnitt zeigt die Region übersichtlich ohne Sperranlagen und Grenzpositionen.

Rodungs- und Erdarbeiten starteten immer zur gleichen Uhrzeit, vormittags zwischen 7.15 Uhr und 7.45 Uhr.
Die Arbeitstrupps durchquerten aus dem Ort Boize kommend den Durchlaß in Höhe des westlichen Beobachtungspunktes 2837. Die Arbeiten waren vorherseh- bzw. berechenbar. Ich platzierte mich daher frühzeitig vor Ort, um den Überraschungseffekt meinerseits auszunutzen.


Die Grenze verlief in der Grabenmitte der Boize. Ein ausgehöhlter Weidenbaum ragte von westlicher Seite bis zur Mitte des Grabens. Mit Kamera gewappnet erkletterte ich gegen 6.30 Uhr den Baum. Nicht auszudenken, ich will es mir lieber nicht vorstellen, wenn der vermorschte Baum über den Grenzgraben gestürzt wäre.

Niemand hat zum Glück Schaden genommen ...









Meine Kollegen entfernten sich ohne Zeit zu verlieren vom Ort des Geschehens, meinen mir liebgewordenen,
gleichsam unentbehrlich gewordenen Begleiter nahmen sie auf Grund der besonderen Umstände mit.

Ich übte mich in Geduld, Kapuzenjacke nicht dabei, fröstelte ich ca. eine Stunde bis zum Eintreffen der Arbeitskolonne.



Dermaßen ungezwungen, sich unterhaltend, gemütlich gehen die GAK an den Ort des Geschehens.
Erst nach meiner Ansprache: "Ich wünsche den Herren einen wunderschönen, guten Morgen!"
schaute ein GAK mit seinem Feldstecher in Richtung meines Baumversteckes.



Die vor diesem Zeitpunkt eingetroffene Arbeitskolonne nahm die Arbeit auf, bemerkte mich erst, als ich wieder auf
der Wiese westlicherseits festen Boden unter den Füßen hatte.



Mein freundschaftlich ausgesprochener Gruß stieß nicht auf Gegenliebe, er wurde nicht erwidert. Stattdessen erfolgte nun das übliche Procedere des gegenseitigen Fotoshootings. Meine beiden im Stand-By befindlichen Kollegen, eigentlich drei mit meinem Vierbeiner, rief ich nach vereinbarter Funkstille wieder an den Ort des Geschehens. Frische, zwischenzeitlich von ihnen organisierte belegte Brötchen und Kaffee rundeten den Vormittag ab.

Im Traum wäre mit nicht eingefallen, dass ich 2 1/2 Jahre später am ehemaligen Schlagbaum (siehe oben) und neu geöffneten Grenzübergang für Radfahrer und Fußgänger gemeinsam mit der Grenztruppe, später PKE, in freundschaftlichem, kollektivem, gegenseitigem Einvernehmen Dienst verrichten würde. Eine besondere Geschichte, die an anderer Stelle zu schildern wäre.

Einen besonderen Dank an B208, der mich über diesen Thread informierte.

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

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Zitat von DoreHolm im Beitrag Das bumsfidele DDR-Verteidigungsministerium
"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei und wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei".
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21.03.2021 16:33
#42
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Die beiden Kartenausschnitte, stellen den Sicherungsabschnitt der 10.Grenzkompanie Zarrentin da. Auch deutlich zu erkennen den Grenzverlauf--den wir Boizersack nannten.


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21.03.2021 18:26 (zuletzt bearbeitet: 22.03.2021 10:23)
avatar  Kalubke
#43
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Zitat von Westfale63 im Beitrag #1
Irgendwo hier im Forum war mal bzgl. von Grenzaufklärern „bestätigt bis Bonn“ die Rede. Hierzu zwei Fragen von mir:

1) Gingen Grenzaufklärer auch in zivil über die Grenze?

2) Falls ja: Bis wie weit betraten sie das Bundesgebiet, um dort was aufzuklären? Also z.B. die nächstgelegenen BGS- oder Zolldienststellen? Oder Bahnhöfe oder Bundeswehrkasernen in der Nähe?

Ich freue mich auf Antworten!


Es gingen schon Aufklärer über die Grenze, nur waren das keine AGT sondern HIME der HAI/AEA des MfS. @Ratze hat neulich einiges Material über die operative Grenzschleuse "Nord" "Taube"" zwischen Lübeck und Herrnburg (Lüdersdorfer Weg Ecke Stumpfer Weg) sowie die HIME, die sie benutzten bei der BSTU in Schwerin gefunden und hier eingestellt.

Schleusungsstelle


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21.03.2021 20:21
#44
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Zitat von Kalubke im Beitrag #43
[!


Es gingen schon Aufklärer über die Grenze, nur waren das keine AGT sondern HIME der HAI/AEA des MfS. @Ratze hat neulich einiges Material über die Grenzschleuse "Nordwest" zwischen Lübeck und Herrnburg sowie die HIME, die sie benutzten bei der BSTU in Schwerin gefunden und hier eingestellt.[/quote]


Ist dann mal am Kernthema vorbei.

P.S.: Übersetz mal AEA
Ging im Abkürzungsverzeichnis des MfS unter.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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22.03.2021 09:40 (zuletzt bearbeitet: 22.03.2021 16:11)
avatar  Kalubke
#45
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AEA = Äußere Abwehr

Übrigens gibts hier auch von @Waldersee Beiträge, in denen er beschrieb, wie von bundesdeutscher Seite aus versucht wurde, das Schleusungsgeschehen an der OGS "Nord" mittels Videoüberwachung aufzuklären. Im Grenzmuseum Schnackenburg hängt ein Screenshot der Überwachungskamera, auf dem zu sehen ist, wie 1987 drei HIME die Schleuse zu Fuß von West nach Ost passierten. siehe hier: Schleusungsstelle (2)

Es gibt auch ein BGS-Aufklärungsfoto von der OGS "Süd" in Ullitz, wo eine nächtliche Schleusung beobachtet wurde:

Agentenschleusen (29)


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