DDR-Grenzaufklärer: Bestätigt bis Bonn

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18.03.2021 08:32 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2021 08:41)
avatar  Hanum83
#16
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Wenn ich durfte, dann meist mit dem Foto-Gakel, da hat man als zweiten Mann nicht einen Berufssoldaten "verbrannt", hatte die Verpflegung und den "Spusi-Rechen" in meiner Verantwortung.
War immer schön, unterwegs mit "Lippe", ein netter Typ der nicht den Kommandanten raushängen ließ mit 8 Dienstgraden höher.
Ein Soldat der Königin ermunterte mich mal ihn kurzerhand zu erschießen und mitzukommen, nö, wollte nicht nach Bonn alleine.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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18.03.2021 09:01
avatar  Leo2
#17
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Hallo Winch,
jetzt wird mir einiges klar. Genau diesen ,,Testlauf ,, ,hinter den Stacheldrahtzaun, habe ich schon als Soldat im Frühsommer 1974 mit meinem KC, ohne erkennbaren Grund, machen müssen. Im Sommer 74 war ich noch als Soldat unterwegs. Ein paar Wochen später fand ich mich mit P3 im Sicherungszug, zur Absicherung der Bauarbeiten am neuen Zaun, wieder. Durfte dort den Zugführer fahren. Wie lange: keine Ahnung ---alles nur im Bereich unserer GK. Danach war ich nie wieder auf dem Vorgelagerten. Anscheinend brauchte man einen Fahrer oder P3!?
Einen Fahrauftrag bis Bonn hatte ich allerdings nicht!

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18.03.2021 09:14
avatar  Ratze
#18
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Hierzu auch mein Kommentar
Bei Sichtungen feindwärts MGZ wurde bei uns im Abschnitt immer von GAK gesprochen und dann der erkannte Dienstgrad angefügt
Details wer GAK war und wer nicht waren unbekannt
Es wurden alle „gleichgesetzt“ ob feindwärts bestätigter Soldat oder GAK
Ich habe es nur einmal erlebt, dass ein GAK auf Bundesgebiet war, das wurde später auch in der Grenzkommission behandelt
Er war diesseits eines zu reinigenden Grenzgrabens und sprang bei meinem Erscheinen zurück über den Graben
Ich gehe davon aus, habe aber keine Beweise , dass die an der Grenze stehenden Schaukästen des Zolls von den GAK schon mal „kontrolliert“ wurden


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18.03.2021 16:15
avatar  Winch
#19
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Also, nie soll man ja nicht sagen, aber das die Schaukästen von GAKL kontrolliert wurden , sehr weit hergeholt. Ich war mal an der Str. Oebisfelde -Büstedt auf dem Vorgelagertem gedeckt mit meinem Fahrer hinter dem Wall der Aller wo ein Zöllner eine Schulklasse auf der Tribüne Büstedt eingewiesen hat. Also was der vom Stapel gelassen hat war schon unterste Schublade. Das ging von , der Strom wird ab Einbruch der Dunkelheit abgestellt in Oebisfelde, damit die GT genug Strom für ihre Lichttrassen haben, bis zu dort wohnen nur junge Leute alle FDJ-ler in der Stadt usw. Als es mir dann zu viel wurde sind wir einfach aus der Deckung aufgestanden und haben uns gezeigt, oh das war ihm sichtlich peinlich.


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18.03.2021 17:04
avatar  Fall 80
#20
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Wimre wurde das Vorgelagerte monatlich zur Kontrolle durch den KC, oder einem seiner Vertreter begangen. Meist war da auch ein Gakl und ein Gefreiter mit.

Nach der Festnahme der zwei BGS Beamten in unserem Bataillonsabschnitt war damit erst mal Essig. Nach einiger Zeit ging es dann zu fünft auf Kontrollgang. Da gingen dann aber Gefreite aus einem Sicherungszug/Gruppe aus dem Bati mit. Diese Gruppe war kurz vorher neu gebildet worden für Sicherung bei Arbeiten auf dem Vorgelagerten. Einer davon war vorher in meiner Gruppe. Es war ein verheirateter Familienvater der sehr ruhig und sachlich war und mir gute Ratschläge (Horchposten oder Radau machen) für den Dienst gegeben hatte.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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18.03.2021 17:29 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2021 18:22)
avatar  GZB1
#21
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In Berlin wurde das Vorgelagerte, ausser bei Baustellen hier die Bau-Pioniere und der temporär geschaffene Sicherungszug/-gruppe, nur von Angehörigen des GAK-Zuges vom zuständigen Grenzregiment betreten.
Selten tummelte sich auch mal die V2000 dort, wie Andy, Friede sei mit ihm, hier auch mal berichtete.


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18.03.2021 18:15 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2021 18:22)
#22
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Ich hab da noch eine Begebenheit zu "Bestätigt bis Bonn und zurück".
Es muss 86 oder 87 gewesen sein da musste in unserem II. Abschnitt (2. Gk Kaulitz) das vorgelagerte beräumt werden weil dort viel wildwuchs war. Dazu hatte man sich von der LPG ein k700 mit scheibenegge organisiert. Ich bekam vom Stabschef Bataillon die Aufgabe das ganze Nachr. Techn. zu begleiten also einmal GMN und ML ins vorgelagerte sehr zur Freude meines kraftfahrers .
Da waren einmal rechts und einmal links Feindwerts Posten eingesetzt dann im k700 fuhren zwei aus dem pio. zug mit und ich stand am Tor GZ1 dazu dann noch der Stabschef der den K700 Anweisung gab. Der Tracktorist war schon etwas älter und sicher auch überprüft worden. Ob er jetzt auch bis Bonn und zurück bestätigt war kann ich nicht sagen aber wenn der nun gewollt hätte wer hätte in mit seiner Maschine die mit brachialer gewalt dort alles platt machte aufhalten können . Aber er wurde ja praktisch von 8 Grenzern bewacht aber stoppen hätte ihn so schnell keiner können.



In diesem Bereich muss es gewesen sein



Und hier noch mal der K700 mit so einem Fahrzeug samt egge wurde da alles platt gemacht


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18.03.2021 18:29
#23
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Zitat von Ratze im Beitrag #18

Ich habe es nur einmal erlebt, dass ein GAK auf Bundesgebiet war, das wurde später auch in der Grenzkommission behandelt
Er war diesseits eines zu reinigenden Grenzgrabens und sprang bei meinem Erscheinen zurück über den Graben
Ich gehe davon aus, habe aber keine Beweise , dass die an der Grenze stehenden Schaukästen des Zolls von den GAK schon mal „kontrolliert“ wurden


Ja wurde gemacht. Die Personen wurden dabei auch beobachtet.
War dann wiederum in der Grenzkommission Thema.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.03.2021 18:34 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2021 07:54)
#24
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Zitat von Ratze im Beitrag #18
Hierzu auch mein Kommentar
Bei Sichtungen feindwärts MGZ wurde bei uns im Abschnitt immer von GAK gesprochen und dann der erkannte Dienstgrad angefügt
Details wer GAK war und wer nicht waren unbekannt
Es wurden alle „gleichgesetzt“ ob feindwärts bestätigter Soldat oder GAK



Alle feindwärts eingesetzten Kräfte wurden, wenn möglich, dokumentiert und wie Ratze schrieb unter dem Oberbegriff GAK erfasst.
Gab dazu entsprechende Karteikarten.
Übrigens auch auf Seiten der DDR.
Grins.
Es wurde, wenn entsprechende Informationen kamen (geflüchtete Grenzbewohner, Grenzsoldaten, etc.) weiter eingestuft.
Z.B.: KC, Vertreter, GAK, Angehöriger Btl oder GR, PIK, SIK, etc..

Wimre hier schon irgendwo mal Thema.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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18.03.2021 21:34
avatar  Fall 80
#25
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[quote="GMN Fuchs"|p788659]Ich hab da noch eine Begebenheit zu "Bestätigt bis Bonn und zurück".
Es muss 86 oder 87 gewesen sein da musste in unserem II. Abschnitt (2. Gk Kaulitz) das vorgelagerte beräumt werden weil dort viel wildwuchs war. Dazu hatte man sich von der LPG ein k700 mit scheibenegge organisiert. Ich bekam vom Stabschef Bataillon die Aufgabe das ganze Nachr. Techn. zu begleiten also einmal GMN und ML ins vorgelagerte sehr zur Freude meines kraftfahrers .
Da waren einmal rechts und einmal links Feindwerts Posten eingesetzt dann im k700 fuhren zwei aus dem pio. zug mit und ich stand am Tor GZ1 dazu dann noch der Stabschef der den K700 Anweisung gab. Der Tracktorist war schon etwas älter und sicher auch überprüft worden. Ob er jetzt auch bis Bonn und zurück bestätigt war kann ich nicht sagen aber wenn der nun gewollt hätte wer hätte in mit seiner Maschine die mit brachialer gewalt dort alles platt machte aufhalten können . Aber er wurde ja praktisch von 8 Grenzern bewacht aber stoppen hätte ihn so schnell keiner können.

@GMN Fuchs Das konnte man ja fast als Testfahrt des Raketenschleppers K 700 gewertet werden so nah an der Nahtstelle zwischen den Systemen.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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18.03.2021 22:00 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2021 22:12)
#26
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@Fall 80 Ob es ein test war kann ich nicht sagen, vlt hätte ne Raupe das selbe erreicht nur eben mehr zeit gebraucht. Ich hab die sache nicht geplant sondern nur begleitet sowas gehörte auch zu meinem job bei den GT.
Jede gut gehende LPG hatte mindestens einen K700 und hat sicher keine Raketen damit geschleppt 😅.
Ja ich weiß das die K700 dafür gebaut wurden, in der Landwirtschaft wurden sie aber besser genutzt.

Vlt kann @Stabsfänrich da mehr zu sagen, es war ja in seinem Bereich


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19.03.2021 13:20
avatar  Leo2
#27
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Ein Sache auf dem Vorgelagerten noch, was ich bis heute nicht vergessen habe!
Die Beamten vom Zoll und BGS waren ja im Sommer 1974 ständig Gäste beim Zaunbau. Aber sie waren nicht die Einzigen, die uns besuchten. Eine Gruppe von Kindern aus dem nahen Saalsdorf schaute oft bei uns vorbei und beobachtete das Treiben auf unserer Seite. Darunter ein Junge, bei dem die Hände in höhe der Ellenbogen angewachsen waren. ( Contergan geschädigt ) Er tat mir leid. Hatte bis dato so etwas auch noch nie gesehen. Was komisch ist, ich habe ihn all die Jahre nie vergessen! Beim meinem letzten Besuch 2005, an alter Wirkungsstätte, habe ich leider auch nichts mehr über seinen verbleib erfahren können. Wäre schon der Hammer, wenn wir uns nochmal gegenüberstehen würden!
So, ab jetzt bin ich wieder der knallharte Grenzer!

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19.03.2021 14:02 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2021 14:02)
#28
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Hallo
Wo wurden Raketen mit der K700 geschleppt??
Das war wohl nichts.Da gab es andere Fahrzeuge.
(Ich war bei den operativ taktischen Raketen.)
mfG


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19.03.2021 14:08
avatar  birx20
#29
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Ursprünglich wurde der K 700 in der SU als Raketenschlepper für die Armee gebaut.
Er kam erst später für die Landwirtschaft zum Einsatz.


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19.03.2021 14:34
#30
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Ich habe hier vor etlichen Jahren, damals nur Lesender, einen Beitrag gelesen, das Grenzaufklärer erst von der zuständigen Sicherheitsabteilung als sehr zuverlässig eingestuft werden mussten bevor sie z. B. direkt an der Grenzlinie, also vor dem Zaun eingesetzt werden konnten.
Ein ehem. Aufklärer hat das damals abgestritten, obwohl ihm das später bewiesen werden konnte.
Jetzt bin ich aber gespannt, was dazu ein hier noch tätiger GAK zu sagen wird.


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