Schuften im DDR Knast für den Klassenfeind

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12.03.2021 19:29 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 19:30)
#16
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Einfach die Sufu nutzen !!!

Arbeit im Knast HEUTE

Doku Westware aus dem Ostknast

Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen


GM / Chefinspekteur a.D. Winderlich schreibt dazu u.a.

"Die Verfassung der DDR garantierte jedem Bürger ein Recht auf Arbeit. Dies galt auch für gerichtlich zu Freiheitsentzug verurteilte Bürger. Der Strafvollzugeinrichtung war es nicht erlaubt, einen Gefangenen vom Arbeitsprozeß auszuschließen. Dieses Verfassungsrecht konnte in den Mauern der Gefängnisse nicht verwirklicht werden und führte zu dem breiten System des Einsatzes Strafgefangener in den volkseigenen Betrieben fasst aller Wirtschaftszweige. Mehr als 65 % aller Strafgefangenen arbeiteten außerhalb der Vollzugseinrichtung in volkseigenen Betrieben. Dort wurden sie von Betriebsangehörigen fachlich angeleitet und kontrolliert, arbeiteten teils gemeinsam mit ihnen. Während des Arbeitseinsatzes galten die gleichen Lohnbestimmungen, Arbeitszeit-, Arbeitsschutz und Gesundheitsbestimmungen wie für freie Bürger/Arbeiter dieses Betriebes. Was und wie produziert wurde, entsprach den Richtlinien der Betriebe für ihre Arbeiter. Über den Verkauf der produzierten Güter entschied der Betrieb. Viele Betriebe, in denen auch Strafgefangene arbeiteten, lieferten ihre Waren oft unter hohen Verlust zu Niedrigpreisen an Unternehmen der BRD und des westlichen Auslandes, weil Devisen gebraucht wurden. Wenn alle Strafgefangenen eines Landes nicht in gefängniseigenen Werkstätten, sondern integriert in den Betrieben fasst aller Wirtschaftszweige arbeiten, dann bleibt es nicht aus, dass sie durch Teilprodukte und Zulieferketten an einer breiten Warenpalette beteiligt sind. In der DDR waren Strafgefangene in Bezug auf die produktive Arbeit gleichberechtigte Arbeitskräfte und wurden zentral vermittelt.
Das Strafvollzugsgesetz der DDR legte, wie auch das der Bundesrepublik Deutschland, für alle Strafgefangenen eine Arbeitspflicht fest. Warum nun die Arbeitspflicht im Strafvollzug der DDR Zwangsarbeit sein soll und die der Gefangenen in der Bundesrepublik nicht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Der Unsinn geht ja noch weiter: Alle Strafgefangenen, egal nach welchem Gesetz sie verurteilt waren, mit oder ohne politische Hintergründe und Begleitumstände, waren zur produktiven, gesellschaftlich nützlichen Arbeit eingesetzt und erhielten die gesetzlich festgelegte Vergütung (18 % des Lohnes eines freien Arbeiters und 100% aller Zuschläge und Prämien). Warum nun politische Gefangene eine Entschädigung bekommen sollen und die anderen Gefangenen nicht, kann uns bisher keiner sagen.



passport


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12.03.2021 19:46 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 20:42)
#17
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Zitat von Gert im Beitrag #13
...solche Dinge...verheimlicht..., sodass nicht einmal die westdeutschen Einkäufer, geschweige denn der Verbraucher davon wussten.


Iwo, bin richtig davon überzeugt, hätte dann auch kaum jemand damit gehandelt oder es erworben! (Engel)

(Mir wollte nach der Wende ein Teil meiner vorher nie gesehene Westverwandschaft mein Wohnhaus und Grundstück konfiszieren lt. Schriftverkehr vom damaligem Amt für offene Vermögensfragen. Man war der Meinung, da es ja die DDR nicht mehr gab dass auch alle in dieser Zeit abgeschlossenen Verträge Null und Nichtig seien. Vorher hat man mich alledings erst einmal besucht, sich bewirten lassen, mir Honig ums Maul geschmiert und vor allem, offensichtlich gekundschaftet)

Deshalb käme ich auch nie auf die Idee, dass Bundesbürger bei Kenntnis Produkte aus Ostkriminalheimen gekauft hätten...ehrlich!



1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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12.03.2021 19:46
avatar  GKUS64
#18
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Ein Thema, unter vielen, ist hier z.B. aufgeführt:

Doku Westware aus dem Ostknast (3)


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12.03.2021 20:20 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 20:25)
avatar  marc
#19
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Wer prüft eigentlich heute ob chinesische Produkte aus Uiguren-Umerzeihungslager in D ver/gekauft werden?

Moral ist zweischneidig ....


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12.03.2021 20:35
avatar  Gert
#20
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Zitat von passport im Beitrag #16
Einfach die Sufu nutzen !!!

Arbeit im Knast HEUTE

Doku Westware aus dem Ostknast

Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen


GM / Chefinspekteur a.D. Winderlich schreibt dazu u.a.

"Die Verfassung der DDR garantierte jedem Bürger ein Recht auf Arbeit. Dies galt auch für gerichtlich zu Freiheitsentzug verurteilte Bürger. Der Strafvollzugeinrichtung war es nicht erlaubt, einen Gefangenen vom Arbeitsprozeß auszuschließen. Dieses Verfassungsrecht konnte in den Mauern der Gefängnisse nicht verwirklicht werden und führte zu dem breiten System des Einsatzes Strafgefangener in den volkseigenen Betrieben fasst aller Wirtschaftszweige. Mehr als 65 % aller Strafgefangenen arbeiteten außerhalb der Vollzugseinrichtung in volkseigenen Betrieben. Dort wurden sie von Betriebsangehörigen fachlich angeleitet und kontrolliert, arbeiteten teils gemeinsam mit ihnen. Während des Arbeitseinsatzes galten die gleichen Lohnbestimmungen, Arbeitszeit-, Arbeitsschutz und Gesundheitsbestimmungen wie für freie Bürger/Arbeiter dieses Betriebes. Was und wie produziert wurde, entsprach den Richtlinien der Betriebe für ihre Arbeiter. Über den Verkauf der produzierten Güter entschied der Betrieb. Viele Betriebe, in denen auch Strafgefangene arbeiteten, lieferten ihre Waren oft unter hohen Verlust zu Niedrigpreisen an Unternehmen der BRD und des westlichen Auslandes, weil Devisen gebraucht wurden. Wenn alle Strafgefangenen eines Landes nicht in gefängniseigenen Werkstätten, sondern integriert in den Betrieben fasst aller Wirtschaftszweige arbeiten, dann bleibt es nicht aus, dass sie durch Teilprodukte und Zulieferketten an einer breiten Warenpalette beteiligt sind. In der DDR waren Strafgefangene in Bezug auf die produktive Arbeit gleichberechtigte Arbeitskräfte und wurden zentral vermittelt.
Das Strafvollzugsgesetz der DDR legte, wie auch das der Bundesrepublik Deutschland, für alle Strafgefangenen eine Arbeitspflicht fest. Warum nun die Arbeitspflicht im Strafvollzug der DDR Zwangsarbeit sein soll und die der Gefangenen in der Bundesrepublik nicht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Der Unsinn geht ja noch weiter: Alle Strafgefangenen, egal nach welchem Gesetz sie verurteilt waren, mit oder ohne politische Hintergründe und Begleitumstände, waren zur produktiven, gesellschaftlich nützlichen Arbeit eingesetzt und erhielten die gesetzlich festgelegte Vergütung (18 % des Lohnes eines freien Arbeiters und 100% aller Zuschläge und Prämien). Warum nun politische Gefangene eine Entschädigung bekommen sollen und die anderen Gefangenen nicht, kann uns bisher keiner sagen.



passport

@passport
Einer meiner Fluchtkameraden hatte vor unserer Flucht im DDR Knast gesessen ( auch wegen RF)und wurde zu arbeiten eingeteilt mit agressiven Klebstoffen, Lösungsmittel usw. Arbeitsschutz gleich 0. er ist schon tot. Todesursache COPD, eine schlimme Lungenkrankheit. So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag. Diese Methode erinnert mich aber eher an einen anderen sozialistischen Staat auf deutschem Boden , der unter anderem für seine tatsächlichen und vermeintlichen Feinde die Variante „ vernichten durch Arbeit „ im Regal liegen hatte.


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12.03.2021 20:51 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 20:51)
avatar  marc
#21
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Das wäre doch mal ein Thema: Arbeitschutz in den 50/60 er Jahren in beiden Teilen Deutschlands
sowie die Rolle des Rauchens in der damaligen Gesellschaft.


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12.03.2021 21:29
#22
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Zitat von Gert im Beitrag #20
...So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag...


Ohne mich in Deine Diskussion mit Passport einmischen zu wollen aber Dein von mir Zitiertes kann man absolut nicht verallgemeinern und als möglicherweise überall gegeben darstellen. Und glaub mir, ich weiß wovon ich spreche. Als Bauleiter in der DDR von 1975 an bis zur Wende war der Arbeitsschutz, natürlich alles im Rahmen des manuell und technisch Machbarem mit ein Kernthema meiner täglichen Arbeit. Dies war mir mit zur Aufgabe gestellt und auch so in meinem Funktionsplan als einer der Prämissen meiner Tätigkeit vorgegeben.

Arbeitsschutzbestimmungen oder -anordnungen, genannt "ASAO" als nur ein Beispiel waren sogar in Form von Gesetzen verbindlich. Ich wüsste nicht, dass es heutzutage ähnliches mit Bundesgesetzen gibt.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter

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12.03.2021 22:06
avatar  Fall 80
#23
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Ja der Arbeitsschutz wurde in der DDR sehr hoch angesiedelt. Vor allem die Dokumentation der monatliche Belehrung war wichtig.
In der Praxis wurde aber auch aus Mangel an technischen Lösungen auch oft darüber hinweggesehen. Es fehlte nicht unbedingt am Geld, aber bei der Umsetzung wurde auch oft viel Mist produziert.

Aber auch heute wird der Arbeitsschutz manchmal auf die Spitze getrieben. Da kommen schon mal Kontrolleure der Berufsgenossenschaft, welche zwar ihre Vorschriften stur umsetzen wollen, aber vom täglichen Geschäft keine Ahnung haben.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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12.03.2021 22:38
avatar  Gert
#24
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #22
Zitat von Gert im Beitrag #20
...So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag...


Ohne mich in Deine Diskussion mit Passport einmischen zu wollen aber Dein von mir Zitiertes kann man absolut nicht verallgemeinern und als möglicherweise überall gegeben darstellen. Und glaub mir, ich weiß wovon ich spreche. Als Bauleiter in der DDR von 1975 an bis zur Wende war der Arbeitsschutz, natürlich alles im Rahmen des manuell und technisch Machbarem mit ein Kernthema meiner täglichen Arbeit. Dies war mir mit zur Aufgabe gestellt und auch so in meinem Funktionsplan als einer der Prämissen meiner Tätigkeit vorgegeben.

Arbeitsschutzbestimmungen oder -anordnungen, genannt "ASAO" als nur ein Beispiel waren sogar in Form von Gesetzen verbindlich. Ich wüsste nicht, dass es heutzutage ähnliches mit Bundesgesetzen gibt.


ich habe nichts verallgemeinert, sondern nur von einem mir bekannten Fall im Gefängnis der DDR berichtet. Das stand im Gegensatz zu den Beschönigungen von @passport. Mir schwillt der Kamm jedesmal wenn Ex-Stasi Leute diese Gefängnisse quasi als Sanatorien hinstellen. Außerdem frage ich mich, wie ein Grenzkontrolleur davon Kennntnis hat, wo doch die Stasi nicht nur nach außen alles abgeschottet hat sondern auch nach innen. Da kann doch @passport gar keine Ahnung von Gefängnissen der DDR haben Die Berichte von Augenzeugen, die mir vorliegen, sprechen eine ganz andere Sprache, sie sind menschenverachtend und in keiner Weise mit damaligen und heutigen Haftanstalten in Deutschland zu vergleichen.


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12.03.2021 22:39 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 22:40)
#25
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Zitat aus Gert #20:
@passport
Einer meiner Fluchtkameraden hatte vor unserer Flucht im DDR Knast gesessen ( auch wegen RF)und wurde zu arbeiten eingeteilt mit agressiven Klebstoffen, Lösungsmittel usw. Arbeitsschutz gleich 0. er ist schon tot. Todesursache COPD, eine schlimme Lungenkrankheit. So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag. Diese Methode erinnert mich aber eher an einen anderen sozialistischen Staat auf deutschem Boden , der unter anderem für seine tatsächlichen und vermeintlichen Feinde die Variante „ vernichten durch Arbeit „ im Regal liegen hatte.
Danke für diesen Beitrag

"aggressiven Klebstoffen". Mit Superlativen wird heute inflationär umgegangen. Klingt gefährlicher und reißerischer. Sonst interessiert´s keinen. Was war´n das für´n Klebstoff ? Ich habe 40 Jahre mit Klebstoffen und entsprechenden Lösungsmitteln gearbeitet, die mit Sicherheit alles Andere als harmlos waren. Benzol, Toluol, Perchlorethan, Methylenchlorid, Trichlorethylen. Sagt dir das was ? Von den 40 Jahren war die Hälfte unter BRD-Recht und eine Anerkennung als Berufskrankheit wegen meiner kaputten Leber auf Anraten meines Arztes in der Uniklinik Jena wurde trotz Widerspruch abgelehnt. Ich habe manchmal den Eindruck, daß da gern auch mal was künstlich hochgejubelt wird. Ist alles ein Thema, mit dem sich so schön Emotionen schüren lassen.


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12.03.2021 22:52
avatar  Gert
#26
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #25
Zitat aus Gert #20:
@passport
Einer meiner Fluchtkameraden hatte vor unserer Flucht im DDR Knast gesessen ( auch wegen RF)und wurde zu arbeiten eingeteilt mit agressiven Klebstoffen, Lösungsmittel usw. Arbeitsschutz gleich 0. er ist schon tot. Todesursache COPD, eine schlimme Lungenkrankheit. So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag. Diese Methode erinnert mich aber eher an einen anderen sozialistischen Staat auf deutschem Boden , der unter anderem für seine tatsächlichen und vermeintlichen Feinde die Variante „ vernichten durch Arbeit „ im Regal liegen hatte.
Danke für diesen Beitrag

"aggressiven Klebstoffen". Mit Superlativen wird heute inflationär umgegangen. Klingt gefährlicher und reißerischer. Sonst interessiert´s keinen. Was war´n das für´n Klebstoff ? Ich habe 40 Jahre mit Klebstoffen und entsprechenden Lösungsmitteln gearbeitet, die mit Sicherheit alles Andere als harmlos waren. Benzol, Toluol, Perchlorethan, Methylenchlorid, Trichlorethylen. Sagt dir das was ? Von den 40 Jahren war die Hälfte unter BRD-Recht und eine Anerkennung als Berufskrankheit wegen meiner kaputten Leber auf Anraten meines Arztes in der Uniklinik Jena wurde trotz Widerspruch abgelehnt. Ich habe manchmal den Eindruck, daß da gern auch mal was künstlich hochgejubelt wird. Ist alles ein Thema, mit dem sich so schön Emotionen schüren lassen.



schon wieder so ein Verharmloser ! Lösungsmittel sind Lösungsmittel, da brauchst du nicht den " Fachmann " wieder mal raushängen lassen. Das weiss jeder Laie, wie schädlich die sind.


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12.03.2021 22:57 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2021 23:04)
avatar  Hanum83
#27
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Wir waren ein Kommando von 10 Mann im Tagebau, alles Geringstrafer, 12 bis 24 Monate.
Arbeiten musstest du natürlich, direkt unmenschlich war es aber nicht.
Knast und Zwangsarbeit, die ansonsten wohl so niemand machen möchte, ist wohl allgemein kein Zuckerschlecken, eine Strafe halt.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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12.03.2021 23:18
#28
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Zitat von Gert im Beitrag #26
Zitat von DoreHolm im Beitrag #25
Zitat aus Gert #20:
@passport
Einer meiner Fluchtkameraden hatte vor unserer Flucht im DDR Knast gesessen ( auch wegen RF)und wurde zu arbeiten eingeteilt mit agressiven Klebstoffen, Lösungsmittel usw. Arbeitsschutz gleich 0. er ist schon tot. Todesursache COPD, eine schlimme Lungenkrankheit. So viel zu den Arbeitsbedingungen im Arbeiter und Bauern Staat, dem in erster Linie das wohl der Arbeiter am Herzen lag. Diese Methode erinnert mich aber eher an einen anderen sozialistischen Staat auf deutschem Boden , der unter anderem für seine tatsächlichen und vermeintlichen Feinde die Variante „ vernichten durch Arbeit „ im Regal liegen hatte.
Danke für diesen Beitrag

"aggressiven Klebstoffen". Mit Superlativen wird heute inflationär umgegangen. Klingt gefährlicher und reißerischer. Sonst interessiert´s keinen. Was war´n das für´n Klebstoff ? Ich habe 40 Jahre mit Klebstoffen und entsprechenden Lösungsmitteln gearbeitet, die mit Sicherheit alles Andere als harmlos waren. Benzol, Toluol, Perchlorethan, Methylenchlorid, Trichlorethylen. Sagt dir das was ? Von den 40 Jahren war die Hälfte unter BRD-Recht und eine Anerkennung als Berufskrankheit wegen meiner kaputten Leber auf Anraten meines Arztes in der Uniklinik Jena wurde trotz Widerspruch abgelehnt. Ich habe manchmal den Eindruck, daß da gern auch mal was künstlich hochgejubelt wird. Ist alles ein Thema, mit dem sich so schön Emotionen schüren lassen.



schon wieder so ein Verharmloser ! Lösungsmittel sind Lösungsmittel, da brauchst du nicht den " Fachmann " wieder mal raushängen lassen. Das weiss jeder Laie, wie schädlich die sind.


Wie wahr. Das merkt man an Deinem Beitrag. Zu diesem Thema traue ich mir allemal zu, mehr Ahnung zu haben als Du, auch wenn ich keine ausgebildeter Toxikologe bin.


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13.03.2021 00:08 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2021 00:15)
#29
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Zitat im Auszug von @DoreHolm aus Nr. 25:
"...Von den 40 Jahren war die Hälfte unter BRD-Recht und eine Anerkennung als Berufskrankheit wegen meiner kaputten Leber auf Anraten meines Arztes in der Uniklinik Jena wurde trotz Widerspruch abgelehnt..."

Hat zwar nichts mit dem Thema unmittelbar zu tun, mit einer Anerkennung von gewissen Krankheiten heutzutage allemal.
Mein Vater, von Beruf Zimmermann ist nach zweimaliger Verwundung aus dem Krieg als Invalide heimgekommen. Seine Beckenknochen waren zertrümmert und eine Röntgenaufnahme seines ganzen Körpers sah auf Grund der Anzahl der vielen Splitter aus wie ein nächtlicher Sternenhimmel. Meine Mutter bewegte ihn die ersten Jahre nach dem Krieg mit einem Handwagen durch's Dorf.
Er war ein unverbesserlicher Kommunistenhasser und bezeichnete, wenn es auch nur ansatzweise um Linke(auch z.B. die SED) ging, solche lebenslang nur als "Bolschewiken".

Jedenfalls war er vor der Wende mit 85% Schwerbeschädigung eingestuft. Vielleicht ein Jahr nach der Wende musste er sich einem bestellten Gutachter vorstellen, der ihm nun nur noch eine 65%-ige Schwerbeschädigung attestierte. Für ihn brach eine Welt zusammen. Die "Bolschewiken" bewilligtem ihm 85% zu und jetzt wo er endlich und im Gegensatz zur DDR auch Kriegsversehrtenrente beziehen könnte ist er plötzlich mit über 70 wieder körperlich teil genesen!

(Wenn bei ihm früher mal wieder Splitter wanderten und dabei Nerven ritzten, zuckten seine Gliedmaßen unkontrollierbar und seine Schmerzen waren grausam….sein Hausarzt unterließ es irgendwann ihm dann zu beteuern, dass es für Menschen so wie ihn in der DDR keine besseren Schmerzmittel gäbe.
Z.B. Morphium hätte ihm dann geholfen aber da hätte er nach Aussage nicht in der DDR, sondern woanders leben müssen)

Es ging und geht nur um Kohle...man liest und hört es tagtäglich!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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13.03.2021 03:17 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2021 03:31)
#30
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Zitat
Während des Arbeitseinsatzes galten die gleichen Lohnbestimmungen, Arbeitszeit-, Arbeitsschutz und Gesundheitsbestimmungen wie für freie Bürger/Arbeiter dieses Betriebes.



Zu meiner Zeit in Zeithain gab es 2 Tote Strafgefangene im Stahlwerk-Zeithain! Und ein Schwerverletzen, Auge war weg durch Funkenflug!
Lohn? Ja etwas Ostgeld für die die entlassen wurden, wohl um den ganzen Schmerz zu versaufen!

Damals wurden mir Medikamente für mein schweren Heuschnupfen im Strafvollzug verweigert! Leistenbruch (schon eine dicke Beule) wurde gar nicht für voll genommen. Soviel zum Gesundheitsschutz im DDR-Knast! Erst als ich endlich in Westberlin ankam wurde er sofort operiert!


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