Wie habe ich das Ende der DDR und die Grenzöffnung in Treffurt erlebt ?

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07.03.2021 11:03 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 11:33)
avatar  berndk5
#1
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Hallo verehrte Lesende, ich bitte um Nachsicht und Verständnis, dass ich um die Schließung des "Unfall-Themas " gebeten hatte.
Zweit tote Grenzsoldaten können zwar Anlass für den Austausch von ähnlichen Erfahrungen oder Fachsimpeleien sein- völlig egal ob Bundeswehr oder NVA oder sonst wer. Für Poltische Händel, Späße oder witzige Einlagen ist es mir dann doch zu ernst.
Ich möchte Niemandem wünschen, einmal Angehörige, Hinterbliebene von Opfern besuchen zu müssen- egal ob als Offizier oder ziviler Vorgesetzter.
Es wird zwar gerne auf "die da oben" von einem Standpunkt der vermeintlich "über den Dingen stehenden" abfällig gesprochen.
Aber was tatsächliche Verantwortung für andere Menschenleben bedeutet, das können aus meiner Sicht die Wenigsten einschätzen. (Muss ja auch nicht sein)
Das wird sehr gerne ganz banal abgetan, weil man es einerseits nicht besser weiß, aber andererseits sich aber eigentlich auch gar nicht so sehr mit dieser unschönen Materie auseinandersetzen will.
Mit diesen Worten will ich weder irgendeinen Beitragsschreiber angreifen oder gar kritisieren. Ich möchte lediglich das Verständnis für die Themenschließung erleichtern und vielleicht etwas das Schreibverhalten den Themen nach sensibilisieren.
Ich schreibe dieses jetzt schon einmal, obwohl ich einen weiteren sehr tragischen Todesfall eines Soldaten im Jahr 1989 nach der ersten "Deutsch-Deutschen Disko in Treffurt" erst zu einem späteren Zeitpunkt (ca. 4 Wochen ???) einstellen werde.
Im Anschluss soll es dann HEUTE erst einmal mit dem neuen Thema losgehen. Viel Spass und interessierende Fragen sind erwünscht.


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07.03.2021 11:25
avatar  berndk5
#2
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Es ist für einen Themenautor sehr schwer den Punkt festzulegen, wo man anfängt aber auch wo man den Schlusspunkt setzt.
Deshalb bitte ich gleich Vorab um Verständnis- schließlich ist das Thema: "Ende der DDR" aus der Sicht eines jeden Lesenden möglicherweise sehr stark unterschiedlich in der Bewertung.
Eine Position erkennt den beginnenden Untergang im Frühsommer 1989, andere erst mit dem 40.JT der DDR und dessen "Begleiterscheinungen" . Wiederum Andere benennen gar den 07.10.1949 schon als Beginn des Untergangs, die 1960èr Jahre, oder einen anderen Zeitraum.
Vorausschickend möchte ich klar stellen, dass auch die verantwortlichen Offiziere an der Grenze sehr wohl die innenpolitische Entwicklung aufmerksam verfolgt haben und trotz(hier einmal unterstellten) ihrer politisch stärkeren Bindung und positiven Haltung zu SED und Staat DDR, die bestehenden Missverhältnisse mit Sorge beobachtet haben.
Man stellt sich sehr leicht und sehr gerne vorwurfsvoll (selbstzufrieden zurückgelehnt) hin und sagt: Warum habt ihr nicht reagiert- warum habt ihr Nichts getan?
Dazu kann ich nur fragen:
Hatte die DDR nicht 17 Millionen Bürger, wie viele in % waren wir davon?
Waren wir nicht eine "Volksarmee"? - haben wir nicht genau das getan, was uns das Volk befahl? das sollte sich doch in 1989 mit der Grenzöffnung, den Veränderungen in der Volkskammer und dem neuen Abrüstungsminister R. Eppelmann bewiesen haben.
Sicherlich gab es bei dem einen oder anderen Hardliner kochende Wut dagegen , aber ist das auch nur irgendwo wirksam geworden? NEIN, sage ich.
Das der Widerstand in der DDR erst wachsen musste, dass sollte wohl jeder verstehen.
Genauso ist das auch mit den Veränderungen an der Grenze, über die ich auf diesen kleinen Abschnitt TREFFURT meines Bereiches berichten.
Dabei möchte ich auch vorab klarstellen, dass ich meine Arbeit in keiner Weise als Heldentat sehe oder darstellen will- ebensowenig ist das heute politisch verklärt, ich schreibe es so, wie ich es damals empfunden habe und auch heute noch sehe.
Vielleicht könnte es hilfreich sein, wenn wir im Verlaufe des Themas immer mal eine kurze Pause ( 1-2 Tage) für Zwischenfragen und deren Beantwortung einlegen, oder ich müsste ein Extra-Thema für Fragen und Beantwortungen öffnen- ist aber vielleicht auch nicht. so gut???
Meinungen sin vor dem Beginn heute Abend/Nachmittag?? sehr erwünscht.
Einen schönen Sonntag wünscht berndk5 .


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07.03.2021 11:33
#3
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Hallo Erich
Ich würde eher sagen - Ihr habt getan,was die SED verlangte.
Nicht das Volk.
mfG henning


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07.03.2021 11:48 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 11:52)
avatar  berndk5
#4
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Da geht es schon los, mit den unterschiedlichen Auffassungen (absolut nicht bös gemeint).

Man hatte es ja als Lehre aus dem II.WK in die Verfassung geschrieben, wer da hier das SAGEN habe sollte.
Und Zug um Zug, mehr und immer mehr wurde das dann auch durchgesetzt.

Da gab es dann mal einen 17. Juni 1953 , als man merken musste dass der Bogen vielleicht etwas überspannt war und man deshalb die Schraube den "Hauch einer Umdrehung" zurückgedreht hat.
Die SED als Partei der Arbeiterklasse hatte sicherlich schon sehr viel früher die Wirklichkeit dieser Worte abgelegt, Konsequenzen wurden aber daraus erst 1989 nach dem 07. Oktober 1989 mit der hilflos und zu spät versuchten unzureichenden Korrektur wirksam.

Auch ist trotz aller Montagsdemos, "Wir sind das Volk" und "Runden Tische" die Entmachtung der SED als "BESTIMMER" nicht nur von Außen erfolgt.

Deshalb hat aus meiner Sicht der Befehlsgeber, das "VOLK" sich erst dieser Möglichkeit und Notwendigkeit besonnen, als es in der Praxis auch umgesetzt wurde.
Zu keiner Zeit erinnere ich mich, dass irgend ein Offizier oder General in der DDR da eigenwillige Befehle oder Entscheidungen durchgesetzt hatte,
mit Ausnahme der Grenzöffnungen in der Nacht des 09. November 1989 .

Aber selbst hier könnte man (oberflächlich) von einer Legitimation durch den Herrn Schabowski sprechen, der ja die Grenzöffnung "ab sofort" öffentlich verkündet hatte.

Wie gesagt, es ist ein interessantes Thema , bei dem die geballte Kraft unterschiedlicher Meinungen aufeinander"knallen" könnte.
Das ist nichts Schlechtes, wenn man dabei bei Argumenten bleibt und es nicht in Beleidigungen mündet.

Vielleicht hängen wir das dann auch in den Pausen oder am Ende des Beitrages noch ausführlich an. Besten Dank erst mal.


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07.03.2021 11:49
avatar  Lutze
#5
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Viele Deutsche aus Ost und West lagen sich in den Armen,das hab ich erlebt,
da fragte man sich schon,wieso diese Todes-Grenze,
was wurde uns schon frühzeitig alles so eingetrichtert,wir im Sozialismus sind die Guten,
da drüben der böse Kapitalismus,manch einer glaubte auch daran,

Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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07.03.2021 11:58 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 12:00)
#6
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#3
Hallo, Guten Tag,
Du hast durchaus Recht, die alten Parolen wurden immer wieder erneuert und das bis zum Schluß, dabei wurde ge-
logen und verharmlost durch die SED. Man wollte oder hat wirklich nicht gewußt was in der untere Ebene ( Kreise)
abläuft. Bis zum Schluß wurden die Pläne erfüllt und übererfüllt, es gab aber in den Läden eine Mangelwirtschaft.
Ich habe niemanden mehr abgenommen, dass Reformen eingeführt werden sollten, denn dazu war das verkrustende Politbüro überhaupt nicht Willens und in der Lage. Ich habe endgültig im Januar 1989 einen Schlußstrich
gezogen. Für viele Menschen war die Grenzöffnung eine Erlösung.
Gruß Frank


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07.03.2021 11:59 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 12:00)
avatar  marc
#7
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Zitat
wir im Sozialismus sind die Guten,
da drüben der böse Kapitalismus, manch einer glaubte auch daran



Soll es auch umgekehrt gegeben haben ...... und noch geben.


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07.03.2021 12:02
avatar  Fall 80
#8
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Zitat von berndk5 im Beitrag #4
Da geht es schon los, mit den unterschiedlichen Auffassungen (absolut nicht bös gemeint). Man hatte es ja als Lehre aus dem II.WK in die Verfassung geschrieben, wer da hier das SAGEN habe sollte. Und Zug um Zug, mehr und immer mehr wurde das dann auch durchgesetzt. Da gab es dann mal einen 17. Juni 1953 , als man merken musste dass der Bogen vielleicht etwas überspannt war und deshalb den "Hauch einer Umdrehung" zurückgedreht hat.
Die SED als Partei der Arbeiterklasse hatte sicherlich schon sehr viel früher die Wirklichkeit dieser Worte angelegt, Konsequenzen wurden aber daraus erst 1989 nach dem 07. Oktober 1989 wirksam.
Auch ist trotz aller Montagsdemos, "Wir sind das Volk" und "Runden Tische" die Entmachtung der SED als "BESTIMMER" nicht nur von Außen erfolgt.

Deshalb hat aus meiner Sicht der Befehlsgeber, das "VOLK" sich erst dieser Möglichkeit und Notwendigkeit besonnen, als es in der Praxis auch umgesetzt wurde.
Zu keiner Zeit erinnere ich mich, dass irgend ein Offizier oder General in der DDR da eigenwillige Befehle oder Entscheidungen durchgesetzt hatte,
mit Ausnahme der Grenzöffnungen in der Nacht des 09. November 1989 .
Aber selbst hier könnte man (oberflächlich) von einer Legitimation durch den Herrn Schabowski sprechen, der ja die Grenzöffnung "ab sofort" öffentlich verkündet hatte.
Wie gesagt, es ist ein interessantes Thema , bei dem die geballte Kraft unterschiedlicher Meinungen aufeinander"knallen" könnte.
Das ist nichts Schlechtes, wenn man dabei bei Argumenten bleibt und es nicht in Beleidigungen mündet.
Vielleicht hängen wir das dann auch in den Pausen oder am Ende des Beitrages noch ausführlich an. Besten Dank erst mal.


@berndk5 Das mit den Willen des Volkes ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Der Aufstand 1953 war in dem Sinne auch kein Volksaufstand, er wäre es wahrscheinlich geworden, wenn er nicht unter Panzerketten geraten wäre.

Wenn die vom Volk gewählte Regierung etwas entscheidet, könnte man es als Volkes Wille sehen.

Dafür müsste es aber faire Wahlen gegeben haben. Die hatten wir damals nicht und heute ist es nicht viel besser. Heute wird zwar niemand mehr belöffelt, dass er wählen gehen muss, aber mir persönlich wäre eine Direktwahl bestimmter Ämter (Kanzler, Ministerpräsidenten, Bundespräsident) lieber. Bei den Landräten und Bürgermeistern funktioniert es doch auch.

Richter fällen Urteile im Namen des Volkes und das Volk kann über manche Urteile nur den Kopf schütteln.

Das in einer Armee, die GT war ja nichts anderes, der einzelne Offizier am Ende nur seine Befehle umsetzen muss oder kann ist nun mal Grundprinzip solcher Strukturen. Da kann sich nicht jeder eine eigene Legitimationsvariante basteln.

Entweder man fügt sich in das System ein, oder man sucht sich einen anderen Job.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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07.03.2021 13:49
avatar  GKUS64
#9
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Aus heutiger Sicht war die DDR von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
In den Anfangsjahren, so bis 1955, stand die Aussage „Nie wieder Krieg“ im Vordergrund.
Ab dieser Zeit schauten die DDR-Bürger jedoch immer intensiver nach dem Westen.
Die politischen Losungen wurden belächelt, man fuhr mit der S-Bahn nach Westberlin
und orientierte sich beim „Klassenfeind“. Wer jung und beweglich war, verließ das Land gen Westen.
Das ging bis zum 13.08.1961 so, des Volkes Meinung war: „Das wird hier niemals was“.
(Ich schätze das war die Meinung von 80% der Bevölkerung). Ich war 1961 18 Jahre alt, meine Freunde meist 17 Jahre. Ständig war es ein Thema : „Wenn ich 18 bin gehe ich“.
In unserer Straße kannte man ja auch viele ältere Jugendliche, immer musste man hören: „ Der XX ist fort“. Ich kannte ca. 8 Jugendliche, die gegangen sind.
Auch in den Familien war der Weggang ein ständiges Thema. Meine Mutter hatte eine enge Freundin. 1958 verließ die mit Mann und zwei Kindern die DDR.
Mein Stiefvater war 1950 aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt, auch er sprach oft davon,
dass die, welche nach dem Westen entlassen wurden, Starthilfen bekamen. „Wollen wir nicht auch gehen?“. Eltern und Verwandte hielten meine Eltern davon ab, nicht die sozialistische Zukunft!
1961 war das Schlupfloch nun geschlossen. Alle blieben nun hier und passten sich (zwangsweise) mehr oder weniger den Gegebenheiten an. Was blieb denn sonst auch übrig!
Das persönliche Unbehagen wurde unterdrückt, in den Schulen und Universitäten
wurde nur das geäußert, was man hören wollte und was erträgliche Noten brachte.
Auf der Basis der geschilderten Entwicklungen konnte kein System bestehen, auch keine DDR!

Das ging bis 1989 ( ab1985 mit Gorbi wurde es etwas lockerer!) bis der Druck im Kessel nicht mehr zu halten war. Die Mauer fiel… und nun? Wir waren frei, jedoch es gab neue und andere Probleme.
Ich bin trotz aller Probleme froh, wie die Geschichte verlaufen ist!


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07.03.2021 14:11
#10
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Diese DDR hatte einfach ein Problem, ihr liefen die Leute fort und als es dann im Westen das sog. Wirtschaftswunder einsätzte....

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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07.03.2021 14:19
avatar  birx20
#11
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Ich schließe mich der Meinung von GKUS64 an.
Viel mehr würde mich interessieren Erich, wie du dich persönlich in den Tagen und Wochen nach dem Mauerfall gefühlt hast ?
Hast du dich von Partei, Staat und Militärführung verraten gefühlt ?
Du hast 15 Jahre für die DDR und die SED zuletzt als KC einer Grenzkompanie den Kopf für alle Grenzvorkommnisse in Treffurt und Umgebung hingehalten und plötzlich war dieses System an das du lange Jahre bestimmt politisch geglaubt hast, von einem Tag auf den anderen zusammengebrochen und du konntest im DDR Fernsehen jeden Tag neue Berichte sehen, wie unfähig und verlogen die Hauptakteure des Schauspiels (Politbüro und ZK der SED) waren denen du treu gedient hast.
In dir muss doch in diesen Tagen oder Wochen eine Welt zerbrochen sein und du musst doch zum Teil an deinem Verstand (im übertragenen Sinn gezweifelt) haben.
Wie sind dir nach der Maueröffnung die normalen Einwohner von Treffurt entgegengetreten, da du "die machtausübende Person" (als KC) an der Grenze für sie in Treffurt jahrelang gewesen bist.


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07.03.2021 14:24 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 15:05)
avatar  GKUS64
#12
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In meinem Beitrag # 9 hatte ich nicht richtig zum Ausdruck gebracht, warum die Leute das Land verließen oder unzufrieden waren. Natürlich ging ich davon aus, dass es jedem klar war/ist.
Vielleicht gibt es aber auch sehr junge Leute, denen manches nicht ganz klar erscheint.
Der Mensch strebt immer nach besserem Lebensstandart !
Etwas drastisch drückte es schon Brecht aus: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“.

Für Moral in der damaligen DDR sollte man vielleicht besser Geduld sagen!

Eigentlich ist es doch ganz einfach, mit Losungen hält man niemanden zur Stange, auch wenn die Menschen experimentierfreudig sind, ein 40 jähriges Experiment muss dann auch mal Früchte tragen!

Das Experiment hätte vielleicht länger durchgeführt werden könne, wenn unser Nachbarland sehr unterentwickelt gewesen wäre. Es war aber hoch entwickelt und auch die gleiche Sprache wurde gesprochen. Trotzdem wäre das Experiment, vielleicht etwas verzögert, gescheitert!


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07.03.2021 14:47 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2021 14:53)
avatar  Hanum83
#13
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Hätte die einzige freie Volkskammerwahl nicht 1989 stattgefunden sondern mal angenommen 1987, ich denke das Volk hätte die SED da auch schon Wasser saufen geschickt.
Also vom "Volk" war der ganze Kram der vom Politbüro angezettelt wurde, ganz gewiss nicht gewollt.
Ist ja diese Tragik das diejenigen die eine Heidenangst davor haben das Volk wirklich zu befragen, sich auf diese diffuse Legitimation vom Volk berufen.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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07.03.2021 14:51
#14
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Ich habe die direkte Grenzöffnung verschlafen.Als ich morgens auf der Arbeit meine Kutscher einteilen wollte,fiel ich aus allen Wolken,wie einige Kollegen aus Bln.erzählten,das sie spät abends in Westberlin waren.Der Tag war gelaufen,keiner wollte rausfahren, auf die Baustellen.Die wichtigsten Sachen wurden dann aber doch noch abgearbeitet.Mittags war Feierabend und alle wollten rüber.Mir ,als ehemaligen Grenze war nicht wohl dabei,ich hatte Angst,die lassen mich nicht mehr zurück.grins.Heinrich Heine Str. strömten die Massen durch die,ä Gast.Meine ersten Eindrücken vom goldenen Westen waren für mich eher bedrückend.Direkt hinter der Mauer kapieren junge Leute in Wohnwagen und alten LKW.Ich habe mich nicht lange in dieser,für mich,fremden Umgebung aufgehalten.Wieder am Strausberg Platz angekommen,war die Welt wieder in Ordnung.schmunzel.Um die Eindrücke vom Westteil der Stadt zu verarbeiten,brauchte ich einige Tage.


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07.03.2021 14:51
avatar  berndk5
#15
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Die verehrte Leserschaft und insbesondere die "Schreibende Zunft" unserer User bitte ich ums Verständnis dafür, dass ich auf die vielen Statements gar nicht eingehen kann. Das ist in keiner Weise unhöflich gemeint, gerne werde ich zu späterer Zeit versuchen, einige Dinge aus meiner Sicht zusammenzufassen. Aber mal ehrlich, "WAS IST MEINE SICHT?" -in jedem Fall nicht anders zu bewerten, wie die Ansicht eines jeden anderen Users, der hier schreibt. Ich wollte das nur mal erwähnt haben um Missverständnisse zu vermeiden. Irgendwie hat wohl Jeder ein Bisschen Recht .


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