Jürgen Ritter: Wanderer am Todesstreifen

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20.10.2009 09:48
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#1
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Für die DDR war er ein Terrorist, dabei schoss er nur Fotos. Anfang der Achtziger lichtete Jürgen Ritter die deutsch-deutsche Grenze ab, misstrauisch beäugt von Westlern wie Stasi. Nach dem Mauerfall knipste er die Grenze erneut - der Kontrast zeigt den ganzen Wahnsinn von Mauer und Stacheldraht.

http://einestages.spiegel.de/static/auth..._der_wunde.html


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20.10.2009 12:09
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#2
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Ohne jetzt die Aktion an sich zu werten, Kunst sieht jeder anders und versteht jeder anders, aber der Mensch muß echt eine Menge Zeit und Geld zuviel übrig gehabt haben.


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20.10.2009 13:25
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#3
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Zitat von Feliks D.
Ohne jetzt die Aktion an sich zu werten, Kunst sieht jeder anders und versteht jeder anders, aber der Mensch muß echt eine Menge Zeit und Geld zuviel übrig gehabt haben.



Aber ohne Leute wie Herrn Ritter wäre es wohl heute um einiges schwerer, das ganze Ausmaß der Grenzanlagen nachvollziehen zu können. Der gemeine Ostdeutsche hat ja nie einen Schimmer davon gehabt wie die Grenze aussah da er ja nie die Möglichkeit hatte, so nahe heranzukommen.
Ich finde die Bilder von Herrn Ritter sind historisch sehr wertvoll.


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20.10.2009 13:30 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2009 13:30)
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#4
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Zitat von Frank

Zitat von Feliks D.
Ohne jetzt die Aktion an sich zu werten, Kunst sieht jeder anders und versteht jeder anders, aber der Mensch muß echt eine Menge Zeit und Geld zuviel übrig gehabt haben.



Aber ohne Leute wie Herrn Ritter wäre es wohl heute um einiges schwerer, das ganze Ausmaß der Grenzanlagen nachvollziehen zu können. Der gemeine Ostdeutsche hat ja nie einen Schimmer davon gehabt wie die Grenze aussah da er ja nie die Möglichkeit hatte, so nahe heranzukommen.
Ich finde die Bilder von Herrn Ritter sind historisch sehr wertvoll.




Nicht nur wertvoll auch sehr teuer


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20.10.2009 13:31
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#5
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Ich hatte vor ein paar Jahren mal die Gelegenheit Herrn Ritter persönlich kennenlernen. Ich glaube er versteht sich eher als Fotograf statt als Künstler. Den Anspruch erhebt er wohl garnicht. Es war wohl damals sein persönlicher Enthusiasmus die Grenze zu Fuß abzugehen. Und dabei fand er ja nicht nur Unterstützung bei den bundesdeutschen Behörden. Hut ab vor der Leistung und dem Material, was er durch diese Grenzwanderung besitzt. Ohne ihn würde der Nachwelt sicher was fehlen. Sicher sind seine Fotos eine Anklage, aber er schafft das ohne Worte, nur mit Bildern.


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20.10.2009 13:34
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#6
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Mit sehr teuer meinst Du wenn man Bilder bestellen will?
Keine Ahnung was er dafür haben will.
Jedenfalls hat er sehr viel Zeit und Mühe in diese Umfangreiche Dokumentation investiert, da ist es durchaus legitim wenn er sich das bezahlen lässt, finde ich.


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20.10.2009 13:40
#7
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Die Bücher kosten zwar viel Geld, eins habe ich sogar, aber sie sind ihr Geld wert. Allein schon aus dokumentarischen Gründen. Man hätte früher viel öfter an die Grenze fahren sollen....

Thomas

Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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20.10.2009 13:46
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#8
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Über Herrn Ritter wurde ja schon des häufigeren hier im Forum geschrieben. Ich bin immer wieder überwältigt, wenn ich mir seine Bilder ansehe. Dafür hat er sich eine verdient.

Viele Grüße
Micha


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20.10.2009 14:56
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#9
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Habe mir gerade mal wieder die Bilder angesehen.Okay-Kunst mag was anderes sein.Aber dokumentarisch einfach toll.
Gehen einem irgenwie an die Nieren-man hat diesen Anblick einfach nicht mehr so auf der Platte...
Und gut das sie weg ist!
Drewitz


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20.10.2009 14:58
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#10
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@ Drewitz

Ja besonders die Gegenüberstellung der Bilder ist gut gelungen. Bei vielen nicht auf den ersten Blick zu erkennen.


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20.10.2009 16:57
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#11
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Mit Kunst hat das ja nüscht zu tuen,das ist die blanke Realität,so wie es war. Absolute wertvolle
Zeitdokumente,die man so nie wieder bekommt.


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21.10.2009 18:16
avatar  TOMMI
#12
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Er war schon Spurensucher, als es die Grenze noch gab.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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21.10.2009 18:27
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#13
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Eben,deshalb sind seine Bilder so wertvoll


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21.10.2009 23:22
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#14
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Wäre das nicht was für Weihnachten ?
Die 7. Auflage erscheint vorraussichtlich 11-2009.

Die Grenze
Ein deutsches Bauwerk

Jürgen Ritter hat zu Zeiten der deutschen Teilung über Jahre die Sperranlagen an der »grünen Grenze« von westlicher Seite aus fotografiert und ein Archiv mit über 40 000 Motiven aufgebaut. Peter Joachim Lapp, promovierter Politologe aus Köln und Spezialist für die Grenztruppen der DDR, recherchierte die genauen Mechanismen der Grenzsicherung und dokumentierte prominente Fälle von Versuchen zur Überwindung dieser tödlichen Anlagen. Seit der Erstveröffentlichung ihres Grundlagenwerkes vor mehr als zehn Jahren
hat sich das Erscheinungsbild entlang der innerdeutschen Grenze deutlich verändert. Die brutal geschlagenen Schneisen quer durch Dörfer und über Bergkuppen hinweg sind inzwischen wieder bebaut oder zugewachsen. Von der einstigen Teilung zeugen oft nur noch vereinzelte Hinweisschilder.

Die aktualisierte 7. Auflage trägt diesen Veränderungen Rechnung und enthält zudem ein ausführliches neues Kapitel zur Grenzsicherung auf westlicher Seite. Die Autoren dokumentieren erstmals, wie Bundesgrenzschutz, Zoll, Bayerische Grenzpolizei, West-Berliner Polizei und die Westalliierten ihrerseits die Grenze bewacht haben und wie sie in Konfliktsituationen bei schweren Grenzzwischenfällen reagierten.


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21.10.2009 23:55
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#15
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Ich habe mir einen Teil seiner Bilder auch angesehen,
kann mich eurer Meinung nur anschließen.
Bei den vielen Leuten die damals Bilder geschossen haben,
ist es eigendlich schade das so wenig veröffentlicht werden.

Gruß Jens


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