Sowjetische Kontrolle der West-Alliierten

  • Seite 1 von 6
28.02.2021 17:12
avatar  tmfb
#1
avatar

Hallo alle,
ich bin wieder da nach vielen Jahren Ruhe.

Im Rahmen einer Arbeit über den ehemaligen französischen Militärzug, der zwischen 1945 und 1994 zwischen Berlin-Tegel und Straßburg über Marienborn/Helmstedt fuhr, suche ich Hinweise oder Bestätigungen über die Rolle der Sowjetmilitär in der DDR. Mehrmals habe ich von der sowjetischen 6. motorisierte Schützenbrigade gehört und gelesen. Was mir gesagt wurde, ist folgendes:
- diese Brigade trug den Namen "Berlinskaja". Sie war in Berlin-Karlshorst stationniert
- mit den anderen 3 Alliierten war sie verantwortlich das Spandauer Gefängnis mit den alten Nazis zu bewahren
- diese Brigade stand auch Wache am sowjetischen Ehrenmal in Tiergarten
- diese Brigade kontrollierte die Züge der West-Alliierten in Potsdam (Stadt) und Marienborn
- diese Brigade kontrollierte auch die West-Militärverbindungsmissionen an der Glienicker Brücke

Stimmt das alles?
Warum jene Brigade?
Nur jene Brigade gleichzeitig an den drei Check-Points Alpha (Helmstedt/Marienborn); Bravo (Dreilinden/Bahnhof Potsdam-Stadt); und Charlie (in Berlin Zimmer/Friedrichstraße)?

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn Ihr mir helfen könntet

Mit freundlcihen Grüßen aus Paris
tmfb


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 17:58 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2021 19:50)
avatar  Hanum83
#2
avatar

In Karl-Marx-Stadt war in Richtung Zeisigwald alles mit der Besatzungsmacht belegt, sah von außen so aus wie es im Inneren war, wie fürchterlich es war sah man nach 92 als die Russen gen Heimat gezogen waren.
Dankbar muss man sein das Gorbatschow diese dauerbesoffenen kaukasischen Horden 89 nicht auf die DDR-Bewohner losgelassen hat.
Die ballerten ja schon vor 89 dämlich sinnbefreit und vermutlich rotzbesoffen vom Wachturm auch auf Kinder.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 18:17
avatar  andyman
#3
avatar

Hallo @tmfb
Vielleicht kennst du das schon,hier mal ein Link zu einem Militärzug aus dem Thema: SiA Harbke übergang SiA Marienborn Bahn/Straße (nicht die GÜSt Autobahn) (4)
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 19:10
#4
avatar

Nur jene Brigade gleichzeitig an den drei Check-Points Alpha (Helmstedt/Marienborn); Bravo (Dreilinden/Bahnhof Potsdam-Stadt); und Charlie (in Berlin Zimmer/Friedrichstraße)?

Am CP Charly / Grenzübergang Friedrichstraße gab es keine Kontrollen durch die sowjet. Truppen !


passport


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 19:11 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2021 19:11)
#5
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 19:25 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2021 19:30)
avatar  sentry
#6
avatar

Ich habe zwar als alter SiK-Soldat damals die Kontrollen der Alliierten-Züge hautnah miterlebt und auch gelegentlich offiziellen Kontakt zu den Sowjets in diesem Zusammenhang gehabt, aber ich habe leider keine Informationen, zu welchem Truppenteil die damals gehört haben.
Wie solche Kontrollen damals abliefen, habe ich hier irgendwo vor längerer Zeit schon mal berichtet, aber zu dieser speziellen Frage kann ich leider nichts beitragen.

P.S.: Hier gibts ein bisschen was zu dem Thema:
Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD (7)


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 20:37
avatar  tmfb
#7
avatar

Guten Abend, Passport,
am Check-Point Charlie waren sowjetische Soldaten, um die West-Alliierten zu kontrollieren. Und nur die West-Alliierten. Es gab das Schild "military".
MfG aus Paris
tmfb


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 23:24 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2021 23:38)
#8
avatar

@tmfb ,

Nein, am CPC / Friedrichstr. standen keine sowjet. Soldaten.

Die Offiziere an den anderen KPP waren Angehörige des militär. Nachrichtendienstes GRU.


PS : An der Sektorengrenzen von Berlin erfogte keine Kontrolle der Allierten. Zivile Personen der 3 westl. Besatzungsmächte zeigten den MA der PKE nur ihre IC. Personen in Uniformen passierten die Güst ohne das Vorzeigen ihrer IC. Die Uniform war ihr "Ausweis". Die MA der PKE kontrollierten nur "Optisch" die Ein - und Ausreisenden Allierten.

IC - Identitäts-Card


 Antworten

 Beitrag melden
28.02.2021 23:28 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2021 23:35)
#9
avatar

6.Garde-Mot.Schützenbrigade (Berlin-Karlshorst)
gehörte zur
20.Gardearmee (Eberswalde)
Sie war Teil der Berliner Garnison.
Vielleicht hilft Dir das hier weiter in Sachen 6.
https://ru.wikipedia.org/wiki/6-%D1%8F_%...%B0%D0%B4%D0%B0
http://10otb.ru/content/army/brigada/6_gomsbr.html
Wachpersonal für das ehem. Spandauer Gefängnis der Alliierten und für das sowjet. Ehrenmal in Berlin-Tiergarten.
Aber für die Kontrolle der drei Westlichen Alliierten waren diese, wimre, nicht zuständig.

Im Raum Berlin gab es übrigens auch ein Spez. Wach-Regt., wimre unter Verwaltung KGB.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 07:21 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2021 07:22)
#10
avatar

Zitat von passport im Beitrag #8
PS : An der Sektorengrenzen von Berlin erfogte keine Kontrolle der Allierten. Zivile Personen der 3 westl. Besatzungsmächte zeigten den MA der PKE nur ihre IC. Personen in Uniformen passierten die Güst ohne das Vorzeigen ihrer IC.

Wie war das mit Kontrolle von anderen Diplomaten (Nicht alliert)? International werden die ja glaube ich an Grenzen nicht großartig kontrolliert (also keine Gepäck oder Kfz- Kontrolle, sondern nur Passport ?) Auf Grund des besonderen Status von Ost- und Westberlin, gab es da irgendwie besondere Regelungen?
Hat jetzt zwar nicht direkt was mit dem Thema zu tun, aber ist ja auch nicht so ganz offtopic.

Démerde-toi !


 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 13:23
avatar  tmfb
#11
avatar

Hallo alle,
ich bedanke mich natürlich für Eure Beiträge. Irgendwie helfen sie mir.

Zu den Russen in Berlin: das Groß-Berlin (Ost- und West-Berlin) mit seinen 20 Bezirken war in vier Sektoren geteilt. 2 für die Franzosen; 4 für die Briten; 6 für die Amis und 8 für die Russen. Bis zum 3. Oktober 1990 haben die West-Alliierten Berlin als Groß-Berlin mit seinen 4 Sektoren betrachtet. Das heißt, die West-Alliierten gingen rüber nach Ost-Berlin nur unter Kontrolle der Russen, weil die USA, GB und Frankreich die DDR nicht anerkannten. Das war auch der Fall für den Transit durch die DDR zwischen West-Berlin und der BRD. Nur die Russen haben die West-Alliierten im Zug und auf der Autobahn kontrolliert. Es gab die bekannten Schilder "military" dafür.

Meine Frage betrifft die Russen, die die West-Alliierten zwischen West-Berlin und der BRD bzw. an den beiden Grenzbahnhöfen Potsdam-Stadt und Marienborn (und auch die drei West-Militärverbindungsmissionen auf der Glienicker Brücke).

Wer waren jene Russen?

Ich warte schon auf Eure Antworten und bedanke mich schon dafür

Mit sonnigen Grüßen aus Paris
tmfb


 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 13:27 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2021 13:52)
avatar  marc
#12
avatar

@tmfb

Schau mal auf Beitrag #8 dort ist deine Frage im zweiten Satz bereits beantwortet.

An den innerstädtischen Sektoren-Grenzen kontrollierten sich die Alliierten gegenseitig beim Grenzübergang nicht, dort galt die Uniform ist die ID!

Was nicht heisst, dass man sich nicht anderweitig überwachte.

Wer nicht in Uniform die innerstädtische Sektoren-Grenze passieren wollte wurde von DDR-Passkontrolleuren mit seinen Identitätspapieren kontrolliert.


 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 15:35
#13
avatar

Das heißt, die West-Alliierten gingen rüber nach Ost-Berlin nur unter Kontrolle der Russen,

Nochmals, es gab für uniformierte Allierte keine Kontrollen durch sowjetische Soldaten am innerstädtischen Grenzübergang Berlin - Friedrichstrasse. Weil dort K E I N E sowjetischen Soldaten gestanden haben !!! Nur MA der PKE


passport


 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 16:23
avatar  birx20
#14
avatar

Passport,
gab es auch Vorfälle, wo US-Soldaten die nach Berlin (Ost) in Uniform in Ausgang gingen, die Uniform geraubt wurde oder ein Raub der Uniform vorgetäuscht wurde, um eine Flucht zu ermöglichen ?
Falls ein potenzieller Flüchtling von der" Nichtkontrolle in Uniform "wusste, dass in US-amerikanische Soldaten an der Grenze in Berlin nicht nach den Ausweisen kontrolliert wurden, sondern nur nach der Uniform (in Augenscheinnahme der Uniform), wäre dies doch wohl eine relativ risikoarme Fluchtmöglichkeit über einen Grenzkontrollpunkt gewesen


 Antworten

 Beitrag melden
01.03.2021 16:56 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2021 16:57)
#15
avatar

Eine kleine Anekdote, die ganz gut zum Thema passt.
1983 war ich mit vier Freunde in Berlin. Natürlich gehörte auch ein Besuch in der Hauptstadt der DDR zu unserem Programm. Einer meiner Freunde, war das erste Mal in Ostberlin, wir anderen auch erst zum zweiten Mal.
So war uns auch bekannt, das US Soldaten in Uniform auch am Alexanderplatz auftreten konnten.
Unser Neuling meinte allerdings beim Auftreten eines farbigen GI ganz laut:
" ich wusste gar nicht, dass die Russen auch Neger in ihrer Armee haben"

Ist ein Originalzitat, wie gesagt 1983.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!