SiA Harbke übergang SiA Marienborn Bahn/Straße (nicht die GÜSt Autobahn)

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21.02.2021 14:48 (zuletzt bearbeitet: 21.02.2021 15:09)
#1
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Mahlzeit, in der Google Datei die mit viel Aufwand erstellt wurde ist kein Eintrag zu finden, was den Bereich der 13.GK Harbke und dem Bereich Marienborn / Bahn betrifft. @sentry hat Mir schon im Bereich Marienborn Bahnhof geholfen.
Ebenso verlief ein GSSZ entlang der Gleise, bis hinter den Abzweig Harbke .... Absicherung Grenzbataillon/Sicherungsabschnitt Grenzkompanie/Sicherungskompanie Grenzübergang Autobahn? siehe die 4 Bild - Drehscheibe.de
Welche Einheit hat den Bereich Marienborn / Bahn gesichert?
Wie wurden die Gleise gesichert, da ja die Kohlebahn-Harbke auch über diese Gleise gefahren ist?
Welche Einheit hatte das Recht die Beschaubrücke kurz vor dem verlassen des Hoheitsgebiet der DDR zu nutzen?

Siehe Auszug als Anhang. Danke
Es gibt auch Bilder aus dem Bereich mit BT-9 (Tarnanstrich Aufnahme: 1980) und Gassentor - kann sie leider nicht zuordnen.
Auch Standort Beschaubrücke, Standort?

Ufw # Grenztruppen

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21.02.2021 16:14
avatar  marc
#2
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Kannst evtl. mal @Zappel-EK-79-2 fragen.


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21.02.2021 16:37
#3
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BT9 mit Tarnanstrich aus 1980?

"Mobility, Vigilance, Justice"

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22.02.2021 14:27 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2021 15:55)
#4
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Hallo Lutz 1961
Der Standort der Beschaubrücke war 30-50m vor der "Weißen Linie". Sie wurde , 1979, von der jeweiligen Diensthabenden Kompanie
(Batalionssicherung) besetzt. War immer ein Dreier Posten. Meist ein PF (Gefreiter) und zwei PO (Soldaten). Ich war einer der
"Glücklichen" die dort ihren Dienst verbringen durften. Der Singnalzaun kam aus Richtung Autobahn bis zu den Gleisen Richtung Helmstedt.
Dann Parallel zu den Gleisen bis ca. 200m-250m vor der Grenze. Am Ende des Signal Zaunes war ein beschrankter Bahnübergang. Öffnung nur nach Absprache mit der Blockstelle der RB. Auf der anderen Seite ging der Signalzaun weiter Richtung Harbke Tagebau. Am besagten Bahnübergang begann dann ein 3m hoher Streckmetall Zaun auf beiden Seiten der Gleise bis zum feindwärtigen Zaun der Mienensperre.
Mit der Sicherung des Abzweiges nach Harbke (Kraftwerk) hatten wir nichts zu tun.
An der stelle, wo der Signalzaun auf die Gleise traf, stand ein kleiner, alter Holzturm. So ca. 2-2,5m hoch und ständig besetzt. Dort war ein Tor zum Schutzstreifen. Der Postenpunkt war "Tor 13" Zu meiner Zeit ,1979, gab es dort keinen BT9. die einzigen Türme waren , auf höhe der Beschaubrücke, PP TSE, ca. 500m Richtung Tagebau war unsere KC- Führungsstelle und am ende des Abschnittes noch ein BT11 an der Straße
Harbke- Helmstedt. Auf der anderen Seite der Gleise war zu meiner Zeit kein BT. Später stand dort ein BT9. das war der PP 19. zu meiner Zeit nur ein Bunker. Dort habe ich meinen ersten Grenzdienst, eine Nachtschicht, verbracht.
Habe noch ein Bild von der Beschaubrücke. Finde es aber gerade nicht. Wenn ich es finde schicke ich es dir.

Grüße
matzelmonnier79-2


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22.02.2021 17:43 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2021 17:44)
avatar  sentry
#5
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Vielleicht nochmal als Ergänzung zu meiner PN zum Thema GÜSt Marienborn/E eine Illustration, weil Du nach dem Sitz des DHO gefragt hattest:

Wenn man von Westen unter der Beschauerbrücke in den Bahnhof einfuhr, gab es rechts einen Bahnsteig mit Überdachung (Bild 1).
Ganz am östlichen Ende gab es diese kleine Hütte auf dem Bahnsteig (Bild 2). Dort saß der DHO.
Vorn in dem verspiegelten Teil stand eine großer Schreibtisch mit Blick zum Gleis mit jeder Menge Telefonen, Wechselsprechanlage, einer eigenen Bahnhofsuhr und diverser Sicherungstechnik zur Freigabe von Gleisen usw. Rechts von diesem Arbeitsplatz gab es ein Radio und Anlagen zum Mitspielen im Grenzmeldenetz und Funk, ein BASA-Telefon und die Gerätschaften zum Überwachen der Signalzaunfelder. Außerdem gab's im Raum einen Panzerschrank für die Waffen und diverses Lesematerial, eine Couch, Tisch, Stuhl usw.
Im Hinterzimmer gab es noch eine Couch zum Schlafen, eine Waschecke, Gelegenheiten Getränke zu kochen und die Notstromversorgung für den Signalkram.
Die Toilette war draußen auf dem Bahnsteig (die graue Tür hinter dem "Marienborn"-Schild).
Ein Stück weiter außerhalb des Bildes hatten auch die Russen ein Büro, das aber nur besetzt wurde, kurz bevor Alliierten-Züge erwartet wurden und auch nur für die Dauer der Abfertigung.


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22.02.2021 17:53
#6
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #3
BT9 mit Tarnanstrich aus 1980?

wir hatten einen, der war sogar hellblau, echt strange

mors corporis poena peccati est


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22.02.2021 19:41
avatar  der 39.
#7
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Als ich in den 50er Jahren Polit in Harbke war, bin ich fast täglich an der Grenze entlang über Morsleben nach Beendorf marschiert, weil ich dort wohnte. Wenn ich die Autobahn überschritten hatte und zur Bahnlinie kam, war da ein Nebengleis, dass im Busche endete. Erzählt wurde, dass die Weiche zu diesem Gleis geöffnet werden sollte, falls ein Zug/Lok vetrsuchen sollte, von Ost nach West zu fahren. Hat dieses ominöse Gleis später eigentlich immer noch bestanden, wurde die Weiche jemals betätigt für einen Ernstfall?
Hoffe, daß meine Frage ins Thema passt.

1948/49 VPKA Stendal; 1949/50 GR Salzwedel;
1950/62 GR Oschersleben; 1962/1963 GR Halberstadt


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22.02.2021 19:55
#8
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Zitat von schnorchel im Beitrag #6
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #3
BT9 mit Tarnanstrich aus 1980?

wir hatten einen, der war sogar hellblau, echt strange


Hm, wenn ich richtig liege warste 1980 erst xx Jahre alt. Ergo noch nicht an der Grenze Oder?

"Mobility, Vigilance, Justice"

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22.02.2021 21:02
#9
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #3
BT9 mit Tarnanstrich aus 1980?


Ja, er Stand neben der Bahntrasse und wurde zur Beobachtung genutzt.
Sein Standort befand sich am GSZ-Tor, II. GB Marienborn

Zu finden auf Drehscheibe.de ; daher meine Frage an Grenzer die dort eingesetzt waren bzw. was Beitragen können zur Sicherung. Danke

Ufw # Grenztruppen

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22.02.2021 22:16
#10
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Zitat von lutz1961 im Beitrag #9
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #3
BT9 mit Tarnanstrich aus 1980?


Ja, er Stand neben der Bahntrasse und wurde zur Beobachtung genutzt.
Sein Standort befand sich am GSZ-Tor, II. GB Marienborn

Zu finden auf Drehscheibe.de ; daher meine Frage an Grenzer die dort eingesetzt waren bzw. was Beitragen können zur Sicherung. Danke


Dieser?
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,7625280

Tarnanstrich aus 1980?

"Mobility, Vigilance, Justice"

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22.02.2021 22:41
#11
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Nein, Link gebe ich dir morgen ...der Tag war lang

Ufw # Grenztruppen

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23.02.2021 07:57
avatar  sentry
#12
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Der B-Turm in #10 von @Thunderhorse ist der Postenpunkt B 3 an der Nordflanke der GÜSt-Marienborn.
Zu meiner Zeit (Apr. 87 - Apr. 88) gab es diesen Turm nicht. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass zum Ende meiner Dienstzeit der Bau des Turms vorbereitet wurde.
Bis dahin war im Grenzregime der SiK Marienborn B 3 lediglich eine nicht ständig besetzte bewegliche Streife, die in unregelmäßigen Abständen, ähnlich einer USM-Streife die Eisenbahn-GÜSt umrundete oder auch bei besonderen Lagen an der Nordflanke der GÜSt patrouillierte.


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23.02.2021 08:30 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2021 08:59)
avatar  sentry
#13
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Zitat von der 39. im Beitrag #7
Als ich in den 50er Jahren Polit in Harbke war, bin ich fast täglich an der Grenze entlang über Morsleben nach Beendorf marschiert, weil ich dort wohnte. Wenn ich die Autobahn überschritten hatte und zur Bahnlinie kam, war da ein Nebengleis, dass im Busche endete. Erzählt wurde, dass die Weiche zu diesem Gleis geöffnet werden sollte, falls ein Zug/Lok vetrsuchen sollte, von Ost nach West zu fahren. Hat dieses ominöse Gleis später eigentlich immer noch bestanden, wurde die Weiche jemals betätigt für einen Ernstfall?



Ich erlaube mir mal, einen Link von @lutz1961 einzustellen, den er mir per PN gesendet hatte:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/...507#msg-9088507
Dort sieht man den gefleckten B-Turm und auch einige dieser sogenannten "Schutzweichen", die ins Nichts führen.
Auch wenn man dem Link von @Thunderhorse in #10 folgt, findet man als sechstes Bild einen ehemaligen Gleisplan der GÜSt Marienborn. Ganz unten links im Bild sieht man die beiden Gleise, die unter der Beschauerbrücke hindurch in Richtung Westen führen.
Am oberen der beiden (das Gleis auf dem normalerweise Züge nach Westen fuhren) kann man am linken Bildrand ebenfalls so eine Schutzweiche sehen, die tatsächlich kurz nach dem Bahnhof Marienborn in die Wiese führte.

Also ja, es gab diese Schutzweichen, so lange wie es die Grenze gab. Von einem Einsatz habe ich jedoch nie gehört.
Wir SiK-Grenzer haben uns gelegentlich über diese Perversität unterhalten. Aber genau so wie man sich die Pflicht zum Einsatz der Schusswaffe im Kopf relativiert hat (Wird schon keiner kommen, wir sind genug Leute - wir müssen nicht schießen...), haben wir uns auch diese Verantwortung für Menschenleben schön geredet, denn wir hätten ja möglicherweise den Einsatz solcher Weichen ausgelöst, wenn wir von der Beschauerbrücke aus etwas beobachtet hätten.
Wir haben uns immer eingeredet, es würde ja nicht nur diese Schutzweichen gäben, sondern auch noch einen regulären Gleisabzweig in den Tagebau Harbke, so dass man Fluchtwillige auch dort hin umleiten könne und nicht gleich einen ganzen Zug in die Wiese schicken müsste.


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23.02.2021 08:44
#14
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Mir ist kein Fall bekannt, in dem eine ""Schutzweiche"" zum Einsatz kam.
Sprich ein Zug ausgeleitet wurde.

Eingebaut wurden diese nach einer erfolgreichen Flucht.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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23.02.2021 09:59
#15
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #14
Eingebaut wurden diese nach einer erfolgreichen Flucht.


Möglich das man nach der Flucht in Berlin; das dann auch umgesetzt hat entlang der Bahn Übergange in die BRD.
@Thunderhorse - hast Du Dir das Bild mal angesehen; zum Turm?

Ufw # Grenztruppen

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