freiwillig und unfreiwillig zum DDR-Bürger geworden

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11.02.2021 00:55
avatar  Lutze
#1
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Was mir des öfteren aufgefallen ist,viele Menschen sind nicht in der DDR geboren, sind aber DDR-Bürger geworden, aus welchen Gründen auch immer,sicherlich wird auch die Zeitschiene ab 1949 eine Rolle gespielt haben,so zum Beispiel fester Wohnsitz, Familienstand oder auch die Arbeitsstelle, war man dadurch automatisch ein DDR-Bürger?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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11.02.2021 05:33
#2
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Zitat von Lutze im Beitrag #1
viele Menschen sind nicht in der DDR geboren, sind aber DDR-Bürger geworden, aus welchen Gründen auch immer


Nenne doch mal ein Beispiel, da ich die Frage nicht richtig verstehe. Sind da welche aus dem Ausland in die DDR übergesiedelt. Mir sind da nur die untergetauchten RAF-Mitglieder oder irgendwelche Flüchtlinge aus der Dritten Welt geläufig.
Kannte allerdings auch drei Ärzte, der eine aus Israel, der andere aus dem Libanon und einer aus Österreich. Die waren aber der Liebe wegen hier her gezogen, soviel ich weiß (Meine Mutter hat damals im Krankenhaus gearbeitet, daher ).
Automatisch wurde man wohl kein DDR-Bürger. Man mußte wohl die DDR-Staatsbürgerschaft annehmen, wie in jedem Land. (?)
Vielleicht haben die auch ihre eigentliche Staatsbürgerschaft behalten können oder es gab schon sowas wie doppelte Staatsbürgerschaft.

Démerde-toi !


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11.02.2021 07:28
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#3
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( gelöscht )

Da gibt es schon bekannte Personen. Angefangen von Karl Eduart von Knack bis zu Angela Merkel.

Uli


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11.02.2021 09:07 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2021 15:21)
#4
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Dieses Thema wurde schon vor einiger Zeit hier diskutiert. Mit der neuen Verfassung der DDR (Ende der
60 ger/ Anfang der 70 ger Jahre ? )) weiß es nicht genau, war ich nicht mehr da. Da bekamen alle Bürger der DDR die neue Staatsbürgerschaft der DDR. Vorher hatten Alle noch die deutsche Staatsangehörigkeit.


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11.02.2021 09:19
avatar  icke46
#5
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #3
Da gibt es schon bekannte Personen. Angefangen von Karl Eduart von Knack bis zu Angela Merkel.

Uli


Ob man Angela Merkel da nun als Beispiel nennen kann? Gut, vielleicht war sie ein Wunderkind und hat sich wegen der besseren Studienbedingungen im Alter von einem Jahr entschlossen, in die DDR überzusiedeln?

Ansonsten gibt es durchaus einige, zb. Der Sänger von Karat, Herbert Dreilich, der Gerichtsmediziner Otto Prokop, der Chef der Komischen Oper Berlin, Walter Felsenstein, oder auch Manfred Krug. Das sind die, die mir so ad hoc einfallen, gibt sicher noch mehr.


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11.02.2021 09:31
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#6
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( gelöscht )

Zitat von icke46 im Beitrag #5

Ob man Angela Merkel da nun als Beispiel nennen kann? Gut, vielleicht war sie ein Wunderkind und hat sich wegen der besseren Studienbedingungen im Alter von einem Jahr entschlossen, in die DDR überzusiedeln?

Merkel wurde als Kind in die DDR verschleppt, zählt das nicht als Straftat ?
Aber nun ist sie ja wieder da, Hosianna !


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11.02.2021 09:38
avatar  Ebro
#7
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Mein Mathelehrer in der POS damals hatte auch zwei Staatsbürgerschaften, der war nebenbei noch Österreicher.

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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11.02.2021 10:15
avatar  icke46
#8
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Ist ja eigenartig, man könnte fast meinen, die Österreicher hätten eine besondere Affinität zur DDR gehabt. Die von mir genannten Prokop, Dreilich und Felsenstein waren ja auch allesamt aus Östereich...


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11.02.2021 10:22
avatar  furry
#9
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Österreich hatte doch auch die DDR staatlich anerkannt.
So mancher DDR-Bürger hat seinen Ausreiseantrag nach Österreich gestellt, mit weniger Nebenwirkungen als bei einem Richtung BRD.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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11.02.2021 11:46
#10
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Unter meinen DDR-Kollegen war ein Westdeutscher und ein Italiener.

Auffällig war, daß sie sich über ihre Herkunft völlig bedeckt hielten.

Von offizieller Stelle hat man ihnen sicherlich mißtraut. Ohne Anpassungsdruck wären die wohl offener gewesen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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11.02.2021 12:09 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2021 12:10)
avatar  andyman
#11
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Zitat von Lutze im Beitrag #1
Was mir des öfteren aufgefallen ist,viele Menschen sind nicht in der DDR geboren, sind aber DDR-Bürger geworden, aus welchen Gründen auch immer,sicherlich wird auch die Zeitschiene ab 1949 eine Rolle gespielt haben,so zum Beispiel fester Wohnsitz, Familienstand oder auch die Arbeitsstelle, war man dadurch automatisch ein DDR-Bürger?
Lutze

Von meiner Mutter weiß ich das sie bei Anrücken der Roten Armee in Hinterpommern, Alte Heimat unserer Großeltern (9)
nur die Wahl hatten dort zu bleiben und die polnische Staatsbürgerschaft anzunehmen oder sich dem Flüchtlingstreck gen Westen anzuschliessen.
Wie sie zur DDR Staasbürgerschaft kamen weiß ich nicht mehrsie waren ja Deutsche, da gibt es bestimmt Experten die das wissen.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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11.02.2021 12:22
avatar  Ebro
#12
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10

Auffällig war, daß sie sich über ihre Herkunft völlig bedeckt hielten.


Das ist pauschal nicht so richtig, dieser Lehrer hatte darüber ganz offen gesprochen.
Wenn ich mich erinnere, hat er auch mal seinen Pass gezeigt.

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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11.02.2021 12:27 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2021 12:28)
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#13
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( gelöscht )

Kennt sich dahingehend jemand aus ob auch Übersiedler aus der BRD ihren alten Pass behalten durften, oder ob der generell eingezogen wurde wenn sie dann DDR-Bürger waren?
Die von außerhalb der BRD den Drang verspürten ein Teil der DDR-Gemeinschaft zu werden, durften ihn ja scheinbar behalten.
Ich glaube mal gelesen zu haben das die DDR Brüder und Schwestern aus der BRD gar nicht so richtig wollte.


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11.02.2021 13:14 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2021 13:45)
#14
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Ich meinte das nicht pauschal.

Aber insbesondere der geborene Italiener war eher extrovertiert. Trotzdem vermied er es konsequent, über seine Herkunft zu sprechen. Dabei meine ich keine Angeberei.

Ich denke, es war nicht gut, sich hervorzuheben und damit aufzufallen.
Familiäre Verbindungen ins Ausland waren verdächtig.

Entsprechende Dossiers kenne ich aus Erfahrung mit 2 binationalen Ehen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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11.02.2021 13:21
#15
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So in etwa kenne ich das auch. Vater eines Schulkameraden war italienischer Staatsbürger , der Schulkamerad natürlich DDR Bürger.
Das hatte keiner von uns auf dem Schirm. Der Vater fuhr auch alle paar Jahre nach Italien , wusste keiner.
Nach oben kam das Ganze als der Sohn eine sportliche Karriere hinlegen wollte und dem Vater auf Grund dessen ''angetragen'' wurde die DDR Staatsbürgerschaft anzunehmen.


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