Die Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik verkündet vom Parteikommunisten Ulbricht auf dem Fünften Parteitag der SED

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29.01.2021 09:30 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 09:33)
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#46
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #40

@Heckenhaus

Ja leider gibt es heute auch Vorgänge wo man nur mit dem Kopf schütteln kann.

Ich gehe aber nicht davon aus, dass es gezielte Zersetzungsmaßnahmen sind. Meist sind es unfähige Mitarbeiter die entweder aus Bequemlichkeit an sie herangetragene Probleme ignorieren oder Mitarbeiter die aus Übereifer falsch reagieren. Wenn dann noch ein Gericht nur nach Aktenlage oder auf Grundlage fehlerhafter Gutachten entscheidet, kann man schnell zerrieben werden. Noch dazu wenn man sich keinen guten Anwalt leisten kann.


Das entschuldigt es nicht und macht es nicht besser oder verzeilich.

Und, euer Ehren @Birx, es gibt hier den Beweis für ein doch vorhandenes Problem.


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29.01.2021 09:30 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 09:38)
#47
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Diese Gebote waren der Versuch einer Gesellschaft ohne Christentum , moralische Werte zu vermitteln.
Da die Kirchen keine Rolle mehr spielen sollten, hat man u.a. die Jugendweihe und andere Feste protegiert, um den Jahresablauf zu gestalten
Erst ab Anfang der siebziger Jahre wurde mit der"Kirche im Sozialismus" ein neuer Weg beschritten.
Das war gleichsam das Eingeständnis das man es nicht geschafft hatte, die Kirchen zu verdrängen.


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29.01.2021 09:41
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#48
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #43

Das sind die sieben Gebote Noahs, die Noachidische Gebote
Verbot von Mord
Verbot von Diebstahl
Verbot von Götzenanbetung
Verbot von Inzest
Verbot, das Fleisch eines noch lebenden Tieres zu essen, beispielsweise Froschschenkel oder Muscheln
Verbot der Gotteslästerung
Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips.


Was mich persönlich etwas verwundert ist, warum du nicht die gängigen 10 Gebote des
Alten Testaments als Muster nimmst, sondern die sieben jüdischen Gebote des Noahidismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Noahidismus


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29.01.2021 09:43
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#49
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Interessant Axelloko,
wie soll dieser "neue Weg Kirche im Sozialismus" in der Praxis ausgesehen haben ?

Die Kirche wurde weiterhin unterwandert vom MfS. Sie wurde wo es ging behindert etc.
Ein praktisches Bespiel für dich für die Behinderung und Benachteiligung von Christen in der DDR.
Ich bin 1971 auf die EOS gekommen. Dort war ein Mitschüler der Sohn eines Pastors.
Dem Pastorensohn wurde trotz Notendurchschnitt von fast 1,00 (ausser Stabü 3) der Zugang zur EOS verwehrt.
Sein Vater der Pastor musste dafür den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker anschreiben und aus der Verfassung der DDR zitieren, in Richtung Religionsfreiheit u.a.
Erst nach diesem Brief an E.H. kam sein Sohn zur EOS.
Der Sohn des Pastors hat dann das beste Abi 1975 an der EOS hingelegt (alles Note 1 ausser Stabü 3).
In der Praxis des normalen Lebens, hat man den von dir angeführten neuen Weg der Kirche im Sozialismus nicht gespürt.
Es war der alte Weg der mit subtileren Methoden weitergegangen wurde.


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29.01.2021 10:04 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 10:08)
#50
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Die jüdisch-christlichen Gebote dienten einst der Unterordnung unter eine neue Ideologie. Abweichler wurden hart bestraft.
Man sollte nur noch an einen Gott glauben und ihm bedingungslos dienen.

Zudem waren die Gebote später allen bekannt und dienten längst modernen Fürsten zur Disziplinierung.

Alles in allem mit ein paar Änderungen und Zusätzen bestens geeignet für die sozialistische Disziplinierung.

Nur scheinbar setzte man den alten Geboten etwas entgegen. Das Prinzip war das Gleiche.

So war im Stalinismus der Partei- und Staatsführer auch göttergleich zu verehren.

Religiöse Bezüge sind offensichtlich.

Um anständiges Verhalten im Alltag ging es im Grunde nicht. Das war Beiwerk.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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29.01.2021 10:10
#51
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Zitat
Ich habe es selber in der Schule erlebt, wie sich Lehrer über gläubige Christen ausgelassen haben.



Das ist leider eine seit tausenden Jahren gängige Praxis, das sich die aktuell an der Macht befindliche Ideologien (und Religionen sind nur eine besondere Form der Ideologien) in der Unterdrückung, Verdrängung und Zerstörung der vorangegangenen üben.
Um moralische und ethische Werte bzw. Gebote aufzustellen braucht man sie aber alle beide nicht.

Religionen und Ideologien dienen nur dazu, um die Schäfchen unter Kontrolle zu halten und zu manipulieren. Es geht darum eine Grenze zwischen "UNS", den Guten die dafür sind und den "Anderen" zu schaffen, die überzeugt oder bekämpft werden müssen. Und ab dem Moment ist die Moral und Ethik trotz aller Gebot im A....

PS.: Die wenigen Ausnahmen, die es vielleicht gab und gibt haben geschichtlich und weltpolitisch nie eine Bedeutung erlangt.


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29.01.2021 10:17
#52
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Zitat von birx20 im Beitrag #45
Eigentlich müsste auf die Kommentare von fall80 und Grenzläufer gleich ein marxistisch-leninistischer bandwurmartiger Kommentar eines anderen Users als Widerrede erscheinen ?


Warum ? Ein bestimmter Userkreis, zu dem ich Dich auch zähle, fühlt sich doch hier richtig in seinem Element. Da kann man sich so schön selbst agitieren und aufschaukeln. Ich lese da nur etwas amüsiert mit.


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29.01.2021 10:25
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#53
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#52
Ich wäre auch sehr enttäuscht gewesen von dir nichts mehr zu lesen.
Eigentlich lese ich deine Beiträge gern. Woher hast du eigentlich die Literatur für deine Beiträge ?
Hast du die Marx-Engels Gesamtausgabe und die Lenin Gesamtausgabe zu Hause in deiner Privatbibliothek herumstehen ?


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29.01.2021 10:28 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 10:31)
#54
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Zitat von birx20 im Beitrag #49
Interessant Axelloko,
wie soll dieser "neue Weg Kirche im Sozialismus" in der Praxis ausgesehen haben ?

Die Kirche wurde weiterhin unterwandert vom MfS. Sie wurde wo es ging behindert etc.
Ein praktisches Bespiel für dich für die Behinderung und Benachteiligung von Christen in der DDR.
Ich bin 1971 auf die EOS gekommen. Dort war ein Mitschüler der Sohn eines Pastors.
Dem Pastorensohn wurde trotz Notendurchschnitt von fast 1,00 (ausser Stabü 3) der Zugang zur EOS verwehrt.
Sein Vater der Pastor musste dafür den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker anschreiben und aus der Verfassung der DDR zitieren, in Richtung Religionsfreiheit u.a.
Erst nach diesem Brief an E.H. kam sein Sohn zur EOS.

Der Sohn des Pastors hat dann das beste Abi 1975 an der EOS hingelegt (alles Note 1 ausser Stabü 3).
In der Praxis des normalen Lebens, hat man den von dir angeführten neuen Weg der Kirche im Sozialismus nicht gespürt.
Es war der alte Weg der mit subtileren Methoden weitergegangen wurde.



Das bestätigt meine damalige Auffassung (eigentlich auch in der heutigen Gesellschaft des Kapitalismus gültig), daß nicht das System der primäre Verursacher von Ungerechtigkeiten ist, sondern ganz konkrete handelnde Personen in untergeordneten Ebenen. Unbestritten ist natürlich, daß das System es ermöglicht hat, daß sich hier Entscheider niederer Positionen zu Herrschern über andere Menschen aufschwingen konnten. In dem geschilderten Fall (das schließe ich aus Erfahrungen eigenen Erlebens in anderen Fällen) ging ganz sicher ein entsprechendes Schreiben an die Behörde raus, die die EOS verweigern wollte, daß es so nicht geht. Ist immerhin höchst blamabel für diejenigen, sich zurückpfeifen lassen zu müssen. Übrigens, Stabü 3, auf eine bessere Note bin ich auch nie rausgekommen, weder POS noch Lehre noch Fachschule.


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29.01.2021 10:37 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 10:42)
#55
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Personen werden aber von ihrem Umfeld geprägt, von der Gesellschaft. Sie sind das Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse.
Das haben wir in der sozialistischen Schule gelernt.

Selbstverständlich ist das System der Verursacher.

Daß Menschen sich deswegen verändern und Ungeheuerliches begehen, das hat die erste deutsche Diktatur gezeigt.
.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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29.01.2021 10:42
#56
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #2
Habe an diesen 10 Geboten nichts gefunden, was in der Ralität falsch sein könnte.

Läßt mann dann "sozialistisch" weg, könnte das der Leitfaden für ein weltweites anständiges Miteinander sein.
In den fünfziger Jahren hatte man noch relativ vernünftige Ideen .


So weit so gut und alles wäre schick wenn da nicht Dies die Theorie der Mensch aber ein Praktiker ist

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Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


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29.01.2021 10:48
#57
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Zitat von Roland K. im Beitrag #6
Bitte die Zeitschiene beachten. Die Kollektivierung ging nicht reibungslos von statten und insbesondere auf dem Land war das Leben religiös geprägt.
Dieser Spruch war ein deutlicher Angriff auf diese religiösen Bindungen.


...was man daraus ersah das bei uns ein nicht unerheblicher Teil meiner Klassekameraden (einschließlich mir) am Religionsunterricht teilnahmen und ich glaube zwei dann auch nicht an der Jugendweihe teil hatten sondern nur konfirmiert wurden.

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29.01.2021 10:48
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #55
Personen werden aber von ihrem Umfeld geprägt, von der Gesellschaft. Sie sind das Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse.
Das haben wir in der sozialistischen Schule gelernt.

Selbstverständlich ist das System der Verursacher.

Daß Menschen sich deswegen verändern und Ungeheuerliches begehen, das hat die erste deutsche Diktatur gezeigt.
.


@Freienhagener Aus diesen Gründen hat je der Staat in der DDR sich darum bemüht die Kleinen so früh wie möglich unter seine Fittiche zu bekommen.
Kinderkrippe schon ab dem Alter von 6 Monaten oder gar noch früher.
Betreuung der Schüler über die Unterrichtszeit hinaus und auch in den Ferien und das möglichst in straff organisierten Lagern mit Fahnenapellen und Aufmärschen.

Neuauflage der Vereinnahmung der Jugend ähnlich wie bei den Pimpfen und der HJ.

Uli


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29.01.2021 10:55 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2021 10:55)
#59
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Ich für mich sage immer, an den 10 Geboten der Christenheit ist nichts verkehrt und wer nicht an Gott glaubt kann das Erste weglassen und sich an die restlichen 9 halten und das erste Gebot meinetwegen nach eigenem Gutdünken ersetzten immer unter dem Gedanken wenn es doch anders ist und der Alte Herr eines Tages von uns Rechenschaft am Himmeltot verlangt dann doch sagt "Zappel eigentlich gehört Dir der Arsch ausgehauen ... aber komm erst mal rein"

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29.01.2021 11:04
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#60
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Dore Holm,
ich habe heute meinen selbstkritischen Tag im "Rumschwurbeln" also Staatsbürgerkunde und später im Studium ML und Philosophie hatte ich meistens ein 1.
Darauf bin ich nicht unbedingt stolz, weil ich schon damals das gewünschte Schauspiel auf der EOS und im Studium mitgespielt habe.

Wesentlich schwerer war im Vowi Studium an der Martin-Luther Uni eine gute Note in Pol.-Ök. Kap. oder Volkswirtschaftslehre zu bekommen, denn dafür musste man wir das "Kapital" von Marx wirklich lesen und verstehen und für Vowi sehr viel lernen.
Auf meine Note 2 in den beiden Fächern war ich dann wirklich stolz.

In seiner Analyse des Kapitalismus im Kapital war Karl Marx wirklich ein Genie.
Das kommunistische Manifest war dagegen eine Fehldeutung gesellschaftlicher Prozesse.
Lenins Imperialismus Theorien konnten niemals an Marx heranreichen und waren auch inhaltlich falsch.


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