Wie weit darf, sollte, muss der Staat in das Leben der Bürger eingreifen?

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23.01.2021 10:35
avatar  Fall 80
#1
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Heute in der Tageszeitung beschwert sich eine Mutter, dass der Staat sie im Stich lässt und sie Probleme mit dem Home Office und der Betreuung ihrer Kinder hat. Was soll der Staat denn noch alles leisten?

Meiner Meinung nach soll der Staat seine hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen und nicht in den privaten Bereich hineinpfuschen.

Etwas Eigeninitiative sollte man in so einer Krise schon zeigen und da wird man unter Umständen auch Federn lassen müssen. Nicht alles kann der Staat ausgleichen noch dazu, dass die Rechnung am Ende beim Endverbraucher und dessen Enkeln landen wird.

Unsere Eltern- und Großelterngenerationen haben die Folgen zweier Weltkriege, einer weltweiten Rezession mit enormer Arbeitslosigkeit und eine Währungsreform sowie den Wiederaufbau stemmen müssen und das ohne ständige Bemutterung durch den Staat.

In der aktuellen Krise mache ich dem Staat den Vorwurf der mangelnden Vorsorge gegen Pandemien im allgemeinen, der Kopflosen Reaktionen in Bezug auf die Kontaktbeschränkungen und den unüberlegten Umgang mit finanziellen Hilfen.

Erschreckend ist auch Pleiten, Pech und Pannen Serie bei der Beschaffung des Impfstoffes und bei der Verabreichung des selben. Besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass es Länder gibt welche das besser können.

Gut bewährt sich das Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer und für die Wirtschaft. Sehr beschissen sind die fehlenden oder ungenügenden Regelungen für Soloselbstständige.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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23.01.2021 10:40
#2
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Kein Wunder:
Mit der Ganztagsbereuung haben junge Mütter den Umgang mit ihren Sprößlingen verlernt.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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23.01.2021 11:23
#3
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Also, früher.....in der vergangenen DDR hatten wir 3 Kinder und gingen beide Arbeiten.
Ich in 3 Schichten, meine Frau arbeitete als Krippenerzieherin.
Sie setzte früh die 2 kleinen auf das Moped in die Körbchen und die große, sie ging schon in den Kindergarten,
musste laufen.
Meine Frau schob das Moped bis sie die Große im Kindergarten abgeliefert hatte, dann fuhr sie mit dem
Moped zu ihrer Arbeitsstelle wo auch die Kleinen betreut wurden.
Abends auf dem Rückweg das gleiche Spiel. Das waren früh und abends immer 2 km zu Fuß und 2 km mit dem Moped.
Dazu kam das die Kinder aber mit 3 Jahren trocken waren.
Auto hatten wir keins, wenn ich nicht arbeiten war konnte ich die Große mit dem Motorrad holen,
dann saß sie vor mir ........heute nicht mehr möglich.
Wenn ich heute die verweichlichten Mammas sehe, die überfordert sind wenn sie mal Homeoffice
machen müssen. Wenn ich sehe das die Kinder mit 3 Jahren noch Pampers tragen, nur weil die Eltern zu faul sind ihre Kinder auf den Topf zusetzen......dann wundert mich nichts mehr.
Da gab es keinen Staat der geholfen hätte könnte man auch sagen..........wir wären aber auch gar nicht auf die Idee gekommen nach dem Staat zu rufen.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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23.01.2021 11:23
#4
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Naja , wenn der Staat schon jetzt Homeoffice fordert und auch verlangt , dann sollte er auch dafür Sorgen , das in Deutschland das Internet ÜBERALL funktioniert ! Was übrigends in Länder wie Russland , Ukraine , Polen schon reibungslos klappt ! Naja , es gibt ja auch Berufe wo Homeoffice nicht anwendbar ist .

Geht nicht , gibts nicht !

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23.01.2021 11:28
#5
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Da ja nun gegenwärtig viele Berufstätige, angestellt oder selbständig, in irgend einer Weise "Federn lassen müssen", ist es wohl etwas uverschämt, daß gerade die zur Zeit mit Heimarbeit betrauten Bürokräfte noch Forderungen stellen bezüglich der Kinderbetreuung. Besonders dann, wenn beide Elternteile zu Hause arbeiten können und dürfen.
bei Alleinerziehenden gut, da müssen möglichst Wege gefunden werden.
Andererseits frage ich mich, warum gibt es heute so viele Alleinerziehende ? Muß doch Ursachen haben.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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23.01.2021 11:33
#6
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #5
Da ja nun gegenwärtig viele Berufstätige, angestellt oder selbständig, in irgend einer Weise "Federn lassen müssen", ist es wohl etwas uverschämt, daß gerade die zur Zeit mit Heimarbeit betrauten Bürokräfte noch Forderungen stellen bezüglich der Kinderbetreuung. Besonders dann, wenn beide Elternteile zu Hause arbeiten können und dürfen.
bei Alleinerziehenden gut, da müssen möglichst Wege gefunden werden.
Andererseits frage ich mich, warum gibt es heute so viele Alleinerziehende ? Muß doch Ursachen haben.


Dass.....wäre mal ein neues Thema wert.

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Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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23.01.2021 11:40
#7
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Wenn der Staat solche Beschlüsse ausgibt dann soll er auch Sicherstellen das es auch funktioniert. Siehe Söder FFP2 Masken zur Pflicht machen ohne nachzudenken was die Dinger überhaupt kosten und ob die sich jeder leisten kann. Genau wie beim Impfen, da wird geschrien das sich am besten jeder Impfen lassen soll und dann bringen die keinen Impfstoff herzu oder diese "Super" Hotline geht nicht.

Ein schönes Wochenende Gruß Magentis


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23.01.2021 11:44
avatar  Fall 80
#8
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #5
Da ja nun gegenwärtig viele Berufstätige, angestellt oder selbständig, in irgend einer Weise "Federn lassen müssen", ist es wohl etwas uverschämt, daß gerade die zur Zeit mit Heimarbeit betrauten Bürokräfte noch Forderungen stellen bezüglich der Kinderbetreuung. Besonders dann, wenn beide Elternteile zu Hause arbeiten können und dürfen.
bei Alleinerziehenden gut, da müssen möglichst Wege gefunden werden.
Andererseits frage ich mich, warum gibt es heute so viele Alleinerziehende ? Muß doch Ursachen haben.


@Heckenhaus Ja die Ursachen werden vielfältig sein. Das begann mit der zunehmenden Emanzipation und der beruflichen Unabhängigkeit der Frauen von ihren Männern.

Obwohl ich nichts gegen Emanzipation und Berufstätigkeit der Frauen habe, hat diese Tatsache eben auch die "Alleinerziehung" gefördert.

Hier kann und sollte der Staat nicht eingreifen.
Wichtig wäre es aber, wenn die Schlupflöcher für die sich aus der Versorgungspflicht schleichenden Partner/Partnerinnen geschlossen würden.

Solange der Partner innerhalb der EU einer versicherungspflichtigen oder selbstständigen Beschäftigung nachgeht sollte er auch Unterhalt zahlen müssen.

Legt er sich nur in die Hängematte, dann würde ich die Unterhaltsleistung von der Sozialleistung abziehen, auch ohne einen Selbstbehalt zu garantieren.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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23.01.2021 11:49
avatar  Fall 80
#9
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Zitat von Magentis im Beitrag #7
Wenn der Staat solche Beschlüsse ausgibt dann soll er auch Sicherstellen das es auch funktioniert. Siehe Söder FFP2 Masken zur Pflicht machen ohne nachzudenken was die Dinger überhaupt kosten und ob die sich jeder leisten kann. Genau wie beim Impfen, da wird geschrien das sich am besten jeder Impfen lassen soll und dann bringen die keinen Impfstoff herzu oder diese "Super" Hotline geht nicht.

Ein schönes Wochenende Gruß Magentis


@Magentis wenn ich heute 50 FFP 2 Masken zum stückpreis von ca. 1,25 € im Internet erwerben kann, dann sollte es doch kein Problem, dass der Staat diese Dinger in Massen sehr Preisgünstig einkaufen könnte. Abgabe an die Bevölkerung zu einem Symbolischen Preis in allen geöffneten Handelseinrichtungen. Bleibt nur die Frage wie man das Hamstern verhindern kann.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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23.01.2021 11:51 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2021 11:54)
#10
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #3
Also, früher.....in der vergangenen DDR hatten wir 3 Kinder und gingen beide Arbeiten.
Ich in 3 Schichten, meine Frau arbeitete als Krippenerzieherin.
...................


Trotzdem sind viele Kinder ohne Ganztagsschule (damals "Hort") ausgekommen.

Wer ist als Schüler nicht lieber in die Freiheit entlassen worden?
Damals hatten wir einen Schlüssel dabei. Auf dem Heimweg sind wir draußen "rumgestromert". Zuhause angekommen, haben wir unsere "Hausaufgaben" gemacht, ganz allein, ohne Anleitung.

Heute werden die Kinder zur Schule kutschiert, dort betreut und wieder abgeholt, bis sie ganz unselbständig sind.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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23.01.2021 12:06
avatar  furry
#11
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10

Heute werden die Kinder zur Schule kutschiert, dort betreut und wieder abgeholt, bis sie ganz unselbständig sind.


Für Letzteres ist facebook der Spiegel.
Da wird mit einem teils unverständlichen Text nach allem Möglichen gefragt, u.a. nach völlig unnötigen Dingen, weil die Fragesteller nicht in der Lage ist zu googeln oder telefonisch nachzufragen.
Daraus ergibt sich passend zum Thema die Frage: Welchen Anteil hat der Staat an der zunehmenden Verblödung (nicht nur der jungen Generation)?

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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23.01.2021 12:18
avatar  Fall 80
#12
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Zitat von furry im Beitrag #11
Zitat von Freienhagener im Beitrag #10

Heute werden die Kinder zur Schule kutschiert, dort betreut und wieder abgeholt, bis sie ganz unselbständig sind.


Für Letzteres ist facebook der Spiegel.
Da wird mit einem teils unverständlichen Text nach allem Möglichen gefragt, u.a. nach völlig unnötigen Dingen, weil die Fragesteller nicht in der Lage ist zu googeln oder telefonisch nachzufragen.
Daraus ergibt sich passend zum Thema die Frage: Welchen Anteil hat der Staat an der zunehmenden Verblödung (nicht nur der jungen Generation)?


@furry Wenn es beim Nachwuchs nicht immer auf Verständnis gestoßen ist, aber wenn man will kann man da auch ganz gut dagegenhalten.

Kinder lernen mehr aus kleinen Misserfolgen als aus der allumfassenden Watteverpackung.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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23.01.2021 12:26
#13
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10
Zitat von 1941ziger im Beitrag #3
Also, früher.....in der vergangenen DDR hatten wir 3 Kinder und gingen beide Arbeiten.
Ich in 3 Schichten, meine Frau arbeitete als Krippenerzieherin.
...................


Trotzdem sind viele Kinder ohne Ganztagsschule (damals "Hort") ausgekommen.

Wer ist als Schüler nicht lieber in die Freiheit entlassen worden?
Damals hatten wir einen Schlüssel dabei. Auf dem Heimweg sind wir draußen "rumgestromert". Zuhause angekommen, haben wir unsere "Hausaufgaben" gemacht, ganz allein, ohne Anleitung.

Heute werden die Kinder zur Schule kutschiert, dort betreut und wieder abgeholt, bis sie ganz unselbständig sind.


Im Hort waren meine nie, das klappte auch ganz gut. Unsere Hatten alle einen Schlüssel und waren
durch die Jahre zuvor schon an eine gewisse Selbstständigkeit gewöhnt worden.
Sie durften schon mit 4 beginnen sich ihre Brötchen zu schmieren.
Wäre heute undenkbar........mit 6 Schlüsselkind !.........das Jugendamt stünde sofort auf der Matte.

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Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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23.01.2021 12:31
avatar  RalphT
#14
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10
Damals hatten wir einen Schlüssel dabei. Auf dem Heimweg sind wir draußen "rumgestromert". Zuhause angekommen, haben wir unsere "Hausaufgaben" gemacht, ganz allein, ohne Anleitung.



Viele junge Leute benötigen für viele einfache Dinge eine Anleitung. Ist leider so. Eigentlich wäre diese Pflegefälle bei der Bundeswehr gut aufgehoben. Da gibt es für jeden Handschlag auch eine Anleitung, an die man sich zu halten hat. Aber das ist denn auch wieder nicht richtig.

Zitat von furry im Beitrag #11
Da wird mit einem teils unverständlichen Text nach allem Möglichen gefragt, u.a. nach völlig unnötigen Dingen, weil die Fragesteller nicht in der Lage ist zu googeln oder telefonisch nachzufragen.


Sehe ich bei uns in der Firma auch. Ich will nicht sagen, dass die jungen Leute blöde sind. Die haben einfach nicht mehr den Biss, um sich in ein neues Problem einzuarbeiten.


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23.01.2021 12:58
#15
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Das was in meinen Augen fehlt, ist etwas mehr Selbstständigkeit der Kinder. Letztens erzählt mir eine junge Frau wie fürchterlich es ist, dass Ihr Junge nicht zur Schule kann. Sie aber Halbtags arbeitet und nun zu Hause bleiben muss, weil sie das Kind betreuen muss, denn er ist ja erst 11 und kann ja folglich nicht allein zu Hause bleiben.

Bei mir haben beide Eltern voll gearbeitet und wir hatten von der ersten Klasse an einen Schlüssel. Gegen 13Uhr war man in den kleinen Klassen der Regel zu Hause. Als erster Erwachsener kam bei uns Oma gegen 14:30Uhr dazu. Wenn wir keine Hausaufgaben von der Schule auf hatten, dann hatten wir Aufgaben im Haushalt zu erledigen.

Man kann doch nicht für alles private den Staat verantwortlich machen. Trotz der Vollbeschäftigung unserer Eltern haben diese aber anderseits noch Zeit für uns gehabt, was im jetzigen Kinderalltag manchmal vollkommen fehlt. Die Kinder werden vor den PC oder TV gesetzt und das war es dann.

04.05.84 - 22.10.84 GAR40 Falkensee
22.10.84 - 31.10.85 GR 34 Groß Glienicke


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