Wie weit darf, sollte, muss der Staat in das Leben der Bürger eingreifen?

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23.01.2021 13:33
#16
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Zitat von RalphT im Beitrag #14
[quote="Freienhagener"|p779843].... Die haben einfach nicht mehr den Biss, um sich in ein neues Problem einzuarbeiten.


Das habe ich auch sehr oft erlebt. Bei der Lösung einer nicht alltäglichen Aufgabe wird nach dem 2. Fehlversuch das Handtuch geworfen mit der Erklärung "geht nicht". Zum großen Teil einer dem-Nachwuchs-alle -Probleme-aus-dem-Weg-räumen Erziehung übervorsorglicher Eltern geschuldet. Zum Glück nicht immer, aber die Tendenz zu einer zur Problemlösung unfähigen und zunehmend lebensuntüchtigeren Jugend ist leider unverkennbar.


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23.01.2021 14:09
#17
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #8


@Heckenhaus Ja die Ursachen werden vielfältig sein. Das begann mit der zunehmenden Emanzipation und der beruflichen Unabhängigkeit der Frauen von ihren Männern.
Obwohl ich nichts gegen Emanzipation und Berufstätigkeit der Frauen habe, hat diese Tatsache eben auch die "Alleinerziehung" gefördert.

Nur teilweise richtig. Emanzipation gab es in der DDR fast mehr als heute, trotzdem standen Ehe und Familie für kaum jemanden außer Frage.
Wohl auch dank der zunehmenden Unterstützung des Staates damals für Familien mit Kindern.
Mit meiner ersten Frau hatte ich zwei Kinder, Kinderkrippe/-garten war gewährleistet, bei Kindeserkrankung zuckte kein Arbeitgeber, nach 2 oder 3 Jahren zu Hause wegen eines Kindes war der
Berufseinstieg ohne Probleme wieder möglich, Schwangerschaft und das damit kommende Fernbleiben vom Job gefährdeten den Arbeitsplatz allgemein nicht.
Ich sehe heute eine Überemanzipation, Kinder können nun mal nicht von Männern geboren werden , darauf sollte viel mehr hingewiesen werden, denn anscheinend ist das in Vergessenheit geraten vor lauter
Emanzipation und Selbstbestimmungswahn.
Ja, der Körper der Frau gehört ihr, wie bei Demos immer so schön zu lesen ist. Aber dann sollen sie auch verantwortungsvoll mit ihm umgehen , nicht jede Möglichkeit zum Bumsen nutzen wenn dann die Pille genommen werden darf, und ohne Verhütung lieber mal verzichten.
Die dann nicht geborenen Kinder danken es im Geiste.

Zitat
Wichtig wäre es aber, wenn die Schlupflöcher für die sich aus der Versorgungspflicht schleichenden Partner/Partnerinnen geschlossen würden.


Da stimme ich voll zu.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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23.01.2021 14:28
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#18
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[quote="Heckenhaus"|p779871]
Nur teilweise richtig. Emanzipation gab es in der DDR fast mehr als heute, trotzdem standen Ehe und Familie für kaum jemanden außer Frage.
Wohl auch dank der zunehmenden Unterstützung des Staates damals für Familien mit Kindern.
Mit meiner ersten Frau hatte ich zwei Kinder, Kinderkrippe/-garten war gewährleistet, bei Kindeserkrankung zuckte kein Arbeitgeber, nach 2 oder 3 Jahren zu Hause wegen eines Kindes war der
Berufseinstieg ohne Probleme wieder möglich, Schwangerschaft und das damit kommende Fernbleiben vom Job gefährdeten den Arbeitsplatz allgemein nicht.
Ich sehe heute eine Überemanzipation, Kinder können nun mal nicht von Männern geboren werden , darauf sollte viel mehr hingewiesen werden, denn anscheinend ist das in Vergessenheit geraten vor lauter
Emanzipation und Selbstbestimmungswahn.
Ja, der Körper der Frau gehört ihr, wie bei Demos immer so schön zu lesen ist. Aber dann sollen sie auch verantwortungsvoll mit ihm umgehen , nicht jede Möglichkeit zum Bumsen nutzen wenn dann die Pille genommen werden darf, und ohne Verhütung lieber mal verzichten.
Die dann nicht geborenen Kinder danken es im Geiste.

@Heckenhaus Da stimme ich Dir voll zu, dass die berufliche Absicherung der Frauen und Mütter in der DDR besser war, was aber manche auch sehr ausgenutzt haben. Alleinerziehende hat es da aber auch mehr als genug gegeben.

In Frankreich ist die berufsausübende Mutter anders gestellt in der Gesellschaft und auch beim Arbeitgeber. Das ist auch ein Aspekt, den sich Deutsche Politiker und Arbeitgeber mal ansehen könnten.

Ich habe es ja an anderer stelle schon öfters geschrieben, dass viele Entscheider vergessen haben, dass sie auch eine Mutter haben und sie selber mal Kinder waren. Manche sind es auch mit fünfzig noch zumindest im Geiste.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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23.01.2021 15:04
#19
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #18

@Heckenhaus Da stimme ich Dir voll zu, dass die berufliche Absicherung der Frauen und Mütter in der DDR besser war, was aber manche auch sehr ausgenutzt haben. [b]Alleinerziehende hat es da aber auch mehr als genug gegeben.[/b)]

Es gab sie, nur hatten sie zumindest arbeits. und sozialrechtlich keine Nachteile, sondern mehr Förderung.
Ob es mehr als genug waren, ich weiß es nicht. Mir ist nur in Erinnerung, daß meist relativ früh geheiratet wurde und Kinder kamen .
Nicht wie heute, erst mal was erleben, dann Karriere (weil ja auch alle Karrierefrauen sind), dann eventuell
mal schauen, wer bereit ist, ein Kind zu machen. Ob dann auch noch geheiratet wird, ist ein anderes Thema.
Einem nicht kleinen Teil der holden Weiblichkeit (Vorsicht, Sexismus) wird doch heute ihre eigentliche biologische Rolle im Leben entweder nicht vermittelt oder ausgeredet, oder ihnen kommt das Leben wie ein Spiel vor, in dem Freundinnen und Unterhaltsamkeiten den Hauptgewinn darstellen.
Wobei das in den größeren Städten sehr viel mehr verbreitet ist als auf dem Lande.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

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23.01.2021 15:47
#20
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #19
Zitat von Fall 80 im Beitrag #18

@Heckenhaus Da stimme ich Dir voll zu, dass die berufliche Absicherung der Frauen und Mütter in der DDR besser war, was aber manche auch sehr ausgenutzt haben. [b]Alleinerziehende hat es da aber auch mehr als genug gegeben.[/b)]

Es gab sie, nur hatten sie zumindest arbeits. und sozialrechtlich keine Nachteile, sondern mehr Förderung.
Ob es mehr als genug waren, ich weiß es nicht. Mir ist nur in Erinnerung, daß meist relativ früh geheiratet wurde und Kinder kamen .
Nicht wie heute, erst mal was erleben, dann Karriere (weil ja auch alle Karrierefrauen sind), dann eventuell
mal schauen, wer bereit ist, ein Kind zu machen. Ob dann auch noch geheiratet wird, ist ein anderes Thema.
Einem nicht kleinen Teil der holden Weiblichkeit (Vorsicht, Sexismus) wird doch heute ihre eigentliche biologische Rolle im Leben entweder nicht vermittelt oder ausgeredet, oder ihnen kommt das Leben wie ein Spiel vor, in dem Freundinnen und Unterhaltsamkeiten den Hauptgewinn darstellen.
Wobei das in den größeren Städten sehr viel mehr verbreitet ist als auf dem Lande.


Man kann aber die DDR und auch die BRD von damals und heute nicht vergleichen.
Warum wurde in der DDR zeitig geheiratet, ganz einfach. sonst musstest du bis in alle Ewigkeit bei der Mamma wohnen.
Sicher konnten die jungen Frauen nach dem Kinderjahr sofort wieder Arbeiten, aber was haben sie den gemacht.
Es waren doch alles Tätigkeiten wo es auch nach 5 Jahren nichts neues gab.

In der BRD damals war das Heiraten ein Versorgungsfaktor, wenn die Kinder raus waren ging Mutti etwas dazuverdienen. Die meisten Männer verdienten genug so das es damals möglich war 2 Kinder groß zu ziehen
und ein Haus zu bauen.

Das fällt heute total weg weil die ganzen Tätigkeiten die kein große Qualifikation als Voraussetzung brauchen
nicht mehr da sind.
Was mache also junge Frauen wenn sie denn einen Abschluss haben, sie arbeiten bis sie sich im Beruf
etabliert haben. Machen sie das nicht, sind sie nach 3-4 Jahren weg vom Fenster.

So wie in der DDR das 1.Kind auch das erste Möbelstück war, so geht das heute nicht. Hat nichts damit zu tun das die jungen Leute nur Halli-Galli suchen.

Wenn junge Leute heute zu etwas kommen wollen müssen beide Arbeiten, sonst geht gar nichts.
Die Zeiten sind vorbei wo es bei Frauen in erster Linie uns Kinder gebären geht und sie abhängig sind
vom Gatten.
Sicher gab es früher weniger Singles, aber warum ....die Frauen waren abhängig und ließen sich nicht
scheide, auch dann nicht wenn der Alte ein Arsch war.
Es hat nichts mit Karriere zu tun wenn eine junge Frau erstmal ihren Beruflichen Weg geht,
sie ist dann finanziell selbstständig.
Das haben heute auch sehr viele junge Männer kapiert das Single doch nicht so verkehrt ist.
Was hätte man denn wenn eine Beziehung in die Hosen geht, Ärger und ein Haufen Kosten, dazu
wieder eine Anfang....ist es das Wert.
Nicht jeder hat das Glück eine gut und verlässliche Partnerin zu finden, also lässt er es.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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23.01.2021 16:25 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2021 16:26)
#21
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #20
Man kann aber die DDR und auch die BRD von damals und heute nicht vergleichen.
Warum wurde in der DDR zeitig geheiratet, ganz einfach. sonst musstest du bis in alle Ewigkeit bei der Mamma wohnen.
Sicher konnten die jungen Frauen nach dem Kinderjahr sofort wieder Arbeiten, aber was haben sie den gemacht.
Es waren doch alles Tätigkeiten wo es auch nach 5 Jahren nichts neues gab..

Es gab durchaus genug Jobs, die nicht die wohl gemeinten Ungelernten-Tätigkeiten waren.
Die Frauen damals hatten wohl alle einen Berufsabschluß. Oder war das in Sachsen anders ?
Außerdem waren die Berufsbilder damals überall nicht vergleichbar mit heute.

Daß man heiratete, um bei Mutti rauszukommen und nicht aus anderen Gründen , die es bei jungen Menschen damals durchaus gab, ist mir völlig neu.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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23.01.2021 16:40 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2021 17:11)
#22
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Ich will dir das mit Mutti mal erklären.......ohne Heiraten gab es keine Wohnung
Welche Berufe hatten denn Mädchen so.......und hätten sie heute noch in den Berufen Arbeit

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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23.01.2021 16:46
avatar  birx20
#23
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Stimmt, nur mit Trauschein und mit Kind gab es eine Chance auf eine Wohnung damals.


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23.01.2021 17:47
#24
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War die berufliche Gleichstellung der Frau in der DDR wirklich Emanzipation, im Sinne des Begriffs im Westen?
Für die Frauen der 68er Generation war das ja gerade eben keine Familie.


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23.01.2021 18:23
avatar  andyman
#25
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Zitat von birx20 im Beitrag #23
Stimmt, nur mit Trauschein und mit Kind gab es eine Chance auf eine Wohnung damals.

Meine erste eigene Wohnung konnte ich mit 22 Jahren beziehen,teilsanierter Altbau 1 Zimmer mit Küche und WC,Ofenheizung,ledig, ohne Kind und nicht in einer privilegierten Berufsgruppe.
Dem gingen viele Amtsbesuche und Anträge voraus aber es hat funktioniert.Im Grunde so wie heute,du mußt dich kümmern und nicht warten das dir etwas auf dem goldenen Tablet serviert wird.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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23.01.2021 18:23
#26
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Stimmt, nur mit Trauschein und mit Kind gab es eine Chance auf eine Wohnung damals.
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Mal vorweg gesagt--selber hab ich mit Wohnung genug durch gehabt. Aber zu Grün-----Das stimmt nun auch wieder nicht. Ich kenne viele, die Ledig oder geschieden wurden und eine Wohnung bezogen. Zwar keine 5 Zimmer Wohnung--sondern eine 1 Raum Wohnung Neubau. Es kam auch drauf an, was die einzelnen Betriebe im Jahr--für ein Wohnungskontingent zu Verfügung hatten. Sicher gab es auch Wohnungs- Genossenschaften.


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23.01.2021 18:39
avatar  Fall 80
#27
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Kein Wunder, dass es bei der Wohnungsvergabe so geklemmt hat, wenn da auch die Betriebe mit drin rumgefuhrwerkt haben. Was war denn da das Kriterium? Teilnahme an den Demos, Normerfüllung, Soli Beitrag oder die Gestaltung der Wandzeitung?

Ja die Wohnungen waren viel zu billig, aber was nützte das dem der keine "zugeteilt" bekam.

Normalerweise muss das eine Sache zwischen dem Vermieter und dem Mieter sein

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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23.01.2021 19:09
avatar  Gert
#28
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Zitat
wenn ich heute 50 FFP 2 Masken zum stückpreis von ca. 1,25 € im Internet erwerben kann, dann sollte es doch kein Problem, dass der Staat diese Dinger in Massen sehr Preisgünstig einkaufen könnte. Abgabe an die Bevölkerung zu einem Symbolischen Preis in allen geöffneten Handelseinrichtungen. Bleibt nur die Frage wie man das Hamstern verhindern kann.



der Staat tut etwas , ich habe von der Bundesregierung Post bekommen mit 2 Gutscheinen zu je 6 FFP2 Masken. Kann ich in der Apotheke holen, mein Beitrag für eine Lieferung von 6 Masken 2 €. Dieser Staat ist schon sehr gut aufgestellt und tut etwas für die Bürger


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23.01.2021 19:14
avatar  Gert
#29
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Zitat
Daß man heiratete, um bei Mutti rauszukommen und nicht aus anderen Gründen , die es bei jungen Menschen damals durchaus gab, ist mir völlig neu.


ich hab es als junger, lediger Mann nicht geschafft, eine Wohnung in der DDR zu bekommen, es war aussichtslos. Wenn ich von meinen Eltern vor die Tür gesetzt worden wäre, hätte ich unter der Brücke schlafen können. Ja so war das. Habe mich von Mutti abgenabelt mit einer Straftat, die es nur in der DDR gab.


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23.01.2021 19:15
#30
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Kein Wunder, dass es bei der Wohnungsvergabe so geklemmt hat, wenn da auch die Betriebe mit drin rumgefuhrwerkt haben. Was war denn da das Kriterium? Teilnahme an den Demos, Normerfüllung, Soli Beitrag oder die Gestaltung der Wandzeitung?
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Absoluter Schwachsinn von Fragen.


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