150 Jahre deutsche Einheit – Was sollen wir feiern?

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17.01.2021 11:19 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 11:19)
#16
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Eine andere Zeit.
Kampflieder hatten die Roten auch.
Wer kennt die nicht?
Als die längst nicht mehr aktuell waren, mußten wir die im Musikunterricht singen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.01.2021 11:28 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 11:31)
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#17
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Waren so die nächsten Nachbarn die da in unserer Küche soffen und dann sangen, meine Großmutter hatte einen ofiziellen Bierhandel, allesamt Bauern in Gummistiefeln.
Wenn da ein IM darunter gewesen wäre, frage mich welche Strafe in der DDR für das Singen und den Gruß zu zeigen, privat, drin gewesen wäre.
Heute sind wohl für so was mindestens 5000 Euro am Start und schlimmstenfalls auch Wegschluss.


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17.01.2021 11:39
#18
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Mir geht seit Tagen das alte Arbeiterlied "Wann wir schreiten Seit an Seit" nicht mehr aus dem Kopf.
Woher kommt das nur ?

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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17.01.2021 11:48 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 11:53)
#19
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Zitat von axelloko im Beitrag #13
Sicherlich ist das Jubiläum 150 Reichsgründung nicht unproblematisch.
Trotzdem fällt auf, dass es fast gar nicht in den Medien vorkommt.
Das ist schon ein Armutszeugnis.


In der Tat, selbst 150 Jahre Eisenbahn waren eine Briefmarke wert.
Die Deutschen Bestimmer haben vor ihrer eigenen Geschichte genausoviel Angst wie einst die Indianer vor der Dampflok.




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17.01.2021 11:51
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#20
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Die eingeführten Sozialgesetze waren schon ein Schritt in die richtige Richtung und das kann man auch heute noch würdigen.

Bismarcks Sozialgesetze | bpb
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/...s-sozialgesetze
Bismarcks Sozialgesetze Am 22. Juli 1889 wurde das Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Alterssicherung der Arbeiter verabschiedet. Bezugsberechtigt waren nur Arbeiter bis zu einer bestimmten Einkommensobergrenze sowie sehr gering verdienende Angestellte.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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17.01.2021 11:53 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 11:59)
#21
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #18
Mir geht seit Tagen das alte Arbeiterlied "Wann wir schreiten Seit an Seit" nicht mehr aus dem Kopf.
Woher kommt das nur ?


Ich dachte "Aufauf zum Kampf, zum Kampf sind wir geboren".

Sogar Uralter Kulturfrevel wurde geschmettert "Spieß voran, drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den Roten Hahn.".
(Das war wohl nicht zufällig kurz nach der Sprengung fer Leipziger Universitätskirche)

DDR-Traditionspflege einer vergangenen Zeit.
Mittlerweile hatten Jugend und Arbeiterschaft zu parieren.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.01.2021 11:59 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 12:02)
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#22
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Da ich groß war/bin also 187cm, war ich der rechte vordere Flügelmann im Marschblock, wenn kam "ein Lied!" musste ich mich immer schnell entscheiden welches, meistens rief ich "Spaniens Himmel", manchmal auch "Karl und Rosa", "das Regiment nebenan" war mir echt zu blöd, habe ich nie gerufen.


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17.01.2021 12:01
#23
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #21
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #18
Mir geht seit Tagen das alte Arbeiterlied "Wann wir schreiten Seit an Seit" nicht mehr aus dem Kopf.
Woher kommt das nur ?


Ich dachte "Aufauf zum Kampf, zum Kampf sind wir geboren".

Pflege einer vergangenen Zeit.
Mittlerweile hatten Jugend und Arbeiterschaft zu parieren.


Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ ist ein Lied der Arbeiterbewegung, das 1914 von Hermann Claudius (Hamburg) gedichtet und 1915 von dem Juristen Michael Englert vertont wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wann_wir_s...n_Seit%E2%80%99

Bei Auf, auf zum Kampf...wird es komplizierter.
Auf, auf zum Kampf war ursprünglich ein Soldatenlied aus dem Ersten Weltkrieg. Der Text in seiner heutigen Form wurde vermutlich 1919 zum Kampflied der Arbeiterbewegung umgeschrieben. Um 1930 wurde es vom NSDAP-Mitglied Adolf Wagner für die SA umgedichtet.

In der heute bekanntesten Textfassung entstand das Lied vermutlich als Ausdruck der Empörung über den Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, bedeutenden Vertretern der europäischen Arbeiterbewegung, die am 15. Januar 1919 in Berlin von nationalistischen Freikorps-Soldaten ermordet wurden. Schon 1907 gab es eine Fassung, der anlässlich der Reichstagswahl Verse für August Bebel unterlegt waren. Die paramilitärische „grüne Polizei“, von der in der zweiten Strophe die Rede ist, wurde Mitte 1919 geschaffen und ergänzte die blau uniformierte Polizei des nach Holland geflohenen Kaisers. Sie unterstand dem Sozialdemokraten Gustav Noske, daher wird in manchen Versionen auch das Wort Noske-Polizei verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Auf,_auf_zum_Kampf

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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17.01.2021 12:03
#24
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Das mit der roten und brauen Umdichtung ist vielsagend.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.01.2021 12:04 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 12:04)
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#25
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BRB

Der Wechsel der
Uniformfarben auch .


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17.01.2021 12:06 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 12:09)
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#26
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Bei "Karl und Rosa" gab es an einer Stelle so einen komischen Zwischnschritt beim Marsch der eigentlich Stolpern war, also bei "...dem Karl Liebknecht haben wir's geschworen (Zwischenschritt), der Rosa Luxenburg haben wir's..."
Die Kollegen der BW hatten es da mit dem "schönen Westerwald" erheblich einfacher.


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17.01.2021 12:07
#27
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Historikerin über das Deutsche Reich
Ein autoritärer Machtstaat taugt nicht als Vorbild

Christina Morina im Gespräch mit Stephan Karkowsky
https://www.deutschlandfunkkultur.de/his...ticle_id=490734

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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17.01.2021 12:09
#28
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #26
Bei "Karl und Rosa" gab es an einer Stelle so einen komischen Zwischnschritt beim Marsch der eigentlich Stolpern war, also bei "...dem Karl Liebknecht haben wir's geschworen, der Rosa Luxenburg haben wir's..."


Version aus dem Ersten Weltkrieg
1. Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!
Zum Kampf sind wir geboren!
Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,!
zum Kampf fürs Vaterland.!
|: Dem Kaiser Wilhelm haben wir's geschworen,!
Dem Kaiser Wilhelm reichen wir die Hand. :|!

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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17.01.2021 12:18
#29
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #28
Zitat von Hanum83 im Beitrag #26
Bei "Karl und Rosa" gab es an einer Stelle so einen komischen Zwischnschritt beim Marsch der eigentlich Stolpern war, also bei "...dem Karl Liebknecht haben wir's geschworen, der Rosa Luxenburg haben wir's..."


Version aus dem Ersten Weltkrieg
1. Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!
Zum Kampf sind wir geboren!
Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,!
zum Kampf fürs Vaterland.!
|: Dem Kaiser Wilhelm haben wir's geschworen,!
Dem Kaiser Wilhelm reichen wir die Hand. :|!


So gesehen sind mutierte Kampflieder vergleichbar mit mutierten Viren, Kraft- Gegenkraft, Faust- Mephisto....und oft kein Grund zur Freude, diese künstlerische Einfallslosigkeit.
Mein damaliges Lieblinkskampflied „es zieh‘n die Söhne los, sind noch nicht mal richtig groß, sind lange nach dem letzen Krieg geboren....“ war zu meiner großen Enttäuschung als Komposition auch kein sozialistisches Eigengewächs.


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17.01.2021 12:23 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2021 12:46)
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#30
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Wie hieß der Vogel, Hartmut König?
Dem sein "Sag mir wo du stehst", war ja quasi ein Hit in der DDR.
Der Hartmut kam wohl aus der Singebewegung, Oktoberklub und solcher Mist, obwohl sogar Tamara Danz da geträllert hatte bevor sie dagegen war.
Als Belohnung bekam er dann einen Posten im Zentralrat der FDJ unter Egon, fast hätte ich geschrieben Zentralrat der HJ.


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