Fragen zur NVA

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07.01.2021 15:20
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#61
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Ich habe mir gerade noch einmal den Eingangsbeitrag angesehen:

Zitat von Fähnrich im Beitrag #1

........ Ich selbst gehörte nicht zu der Klientel und am Freitag waren 2 Stunden Autofahrt angesagt, was aber von der Entfernung noch ging. ........


Bei der NVA durften Soldaten im Grundwehrdienst und Unteroffiziere auf Zeit kein Kraftfahrzeug mit in den Standort bringen.
Abgesehen davon, dass der Standardsoldat zu meiner Zeit in seinem Alter noch keinen PKW hatte, hätten 2 Stunden Fahrt von Mühlhausen bis Dresden nicht gereicht. Die Grenzer aus meiner Heimatstadt, die dann noch weiter westlich irgendwo in der Pampa dienten, hätten auch mit Auto noch viel länger gebraucht.

Hat mir aber irgendwie nichts ausgemacht, im Zug konnte man schlafen und damals war ich auch noch Eisenbahnfan.

Freest


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07.01.2021 15:29 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2021 15:33)
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#62
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Zitat von Ebro im Beitrag #60
Zitat von Hanum83 im Beitrag #54
Hochzeit in Uniform, da musste man schon ziemlich schmerzfrei sein, oder halt voller "Fan"


Na ich hoffe doch, Dich nicht zu sehr erschreckt zu haben. Konntest Dir doch sicher auch denken.
Und zig-Jahre später-es hatte auch nicht wehgetan.......!

Nix Schreck, ist mir völlig Bogenwurst was du zu deiner Hochzeit anhattest.
Meine Feststellung war eher allgemeiner Natur, da man sich an dem Tag seiner Auserwählten und den Lieben drumherum wohl eher in festlicher Kleidung, so schön wie es nur geht, präsentiert und nicht in einer Militärkluft.
War wohl eher mal zu Adolfs Zeiten im Krieg angesagt, da lag aber auch in der größten Not nur ein Stahlhelm auf dem Stuhl bei der Trauung.


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07.01.2021 17:23
#63
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Ich habe mir gerade noch einmal den Eingangsbeitrag angesehen:

Zitat von Fähnrich im Beitrag #1
........ Ich selbst gehörte nicht zu der Klientel und am Freitag waren 2 Stunden Autofahrt angesagt, was aber von der Entfernung noch ging. ........


Bei der NVA durften Soldaten im Grundwehrdienst und Unteroffiziere auf Zeit kein Kraftfahrzeug mit in den Standort bringen.
Abgesehen davon, dass der Standardsoldat zu meiner Zeit in seinem Alter noch keinen PKW hatte, hätten 2 Stunden Fahrt von Mühlhausen bis Dresden nicht gereicht. Die Grenzer aus meiner Heimatstadt, die dann noch weiter westlich irgendwo in der Pampa dienten, hätten auch mit Auto noch viel länger gebraucht.

Hat mir aber irgendwie nichts ausgemacht, im Zug konnte man schlafen und damals war ich auch noch Eisenbahnfan.

Freest


@Freest,
die Gegebenheiten waren schon sehr verschieden, dass Wehrdienstleistende und Unteroffiziere auf Zeit, bei euch nicht mit dem Auto anreisen durften, war mir nicht bekannt. Wehrdienstleistende mit Auto war bei uns der Normalfall und ohne Auto die Ausnahme. Entsprechend hatte jede Kompanie auf dem Kasernengelände feste Parkplätze. Es gab auch bezüglich der Autos skurile Gegebenheiten. Die Wehrdienstleistenden waren ja auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Der eine hatte einen Vater der war Handwerker, der andere war Unternehmer. Bei uns fuhr mal ein Neuzugang im großen S-Klasse Mercedes vor, war zwar nicht gerne gesehen, doch verhindern konnte es selbst der Verteidigungsminister nicht. Was ich für ein Auto fahre und wer den Unterhalt beahlt, ist halt eine Privatangelegenheit. Der Kanidat wechselte allerdings nach kurzer Zeit auf ein kleineres Auto, da man ihm den Dienst etwas unangenehm gestaltete. Pro Monat bekamen Wehrdiensleistende eine Heimfahrt mit der Bahn, über eine Militärfahrkarte bezahlt, davon wurde aber kaum gebrauch gemacht. Freitags gab es auf der Autobahn immer die sogenannten Nato-Rennen, wer eine weite Heimfahrt hatte gab auch richtig Gas und tödliche Unfälle kamen gar nicht so selten vor.

Fähnrich


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07.01.2021 17:41
#64
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Zitat
Freitags gab es auf der Autobahn immer die sogenannten Nato-Rennen, wer eine weite Heimfahrt hatte gab auch richtig Gas und tödliche Unfälle kamen gar nicht so selten vor.

Fähnrich



Da lebten wir damals viel sicherer und umweltbewusster!


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07.01.2021 17:51
avatar  Gert
#65
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Zitat von 13.08.Sojus im Beitrag #64

Zitat
Freitags gab es auf der Autobahn immer die sogenannten Nato-Rennen, wer eine weite Heimfahrt hatte gab auch richtig Gas und tödliche Unfälle kamen gar nicht so selten vor.

Fähnrich


Da lebten wir damals viel sicherer und umweltbewusster!



ja ich erinnere , Heimfahrt von Mecklenburg bis EF war schon eine halbe Weltreise. Mit dem LO von Brook nach Wismar, dort in den Zug nach Leipzig, in Leipzig umsteigen nach EF. Das hin und zurück am WE, da blieb kaum Zeit für angenehme Dinge. Bei der Entlassung auch in Wismar in den Zug, in Ludwigslust war der Alk Pegel schon so hoch, dass es für nüchterne Bahngäste unangenehm wurde. So erwartete uns schon auf dem Bahnsteig in LuLu die Militärstreife mit ersten Verwarnungen.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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07.01.2021 20:03
#66
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#63
Hallo, deswegen ging ja die Führung der NVA u.a. davon aus, dass der Westen einfach überrollt werden kann, des-
wegen die 85% Regel in der NVA wie auch GT. Daran haben die fest geglaubt.
Gruß Frank


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07.01.2021 20:08
#67
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #62
Zitat von Ebro im Beitrag #60
Zitat von Hanum83 im Beitrag #54
Hochzeit in Uniform, da musste man schon ziemlich schmerzfrei sein, oder halt voller "Fan"


Na ich hoffe doch, Dich nicht zu sehr erschreckt zu haben. Konntest Dir doch sicher auch denken.
Und zig-Jahre später-es hatte auch nicht wehgetan.......!

Nix Schreck, ist mir völlig Bogenwurst was du zu deiner Hochzeit anhattest.
Meine Feststellung war eher allgemeiner Natur, da man sich an dem Tag seiner Auserwählten und den Lieben drumherum wohl eher in festlicher Kleidung, so schön wie es nur geht, präsentiert und nicht in einer Militärkluft.
War wohl eher mal zu Adolfs Zeiten im Krieg angesagt, da lag aber auch in der größten Not nur ein Stahlhelm auf dem Stuhl bei der Trauung.


Es könnte aber auch noch andere Gründe dafür geben. meine Frau und ihr Ex heirateten so. Also er in Uniform. Ich weiß nicht mehr genau, welche gründe das waren, aber sicher nicht ein Fan. Es wurden einige Vorteile gewährt. Welche, da müßte ich meine Frau mal fragen, wenn sie mal wieder hier ist. War es mehr Urlaub, größere Wohnung, weiß es nicht, jedenfalls war es etwas, wofür es sich schon lohnte damals in der DDR.


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07.01.2021 20:56
#68
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Es könnte aber auch noch andere Gründe dafür geben. meine Frau und ihr Ex heirateten so. Also er in Uniform. Ich weiß nicht mehr genau, welche gründe das waren, aber sicher nicht ein Fan. Es wurden einige Vorteile gewährt. Welche, da müßte ich meine Frau mal fragen, wenn sie mal wieder hier ist. War es mehr Urlaub, größere Wohnung, weiß es nicht, jedenfalls war es etwas, wofür es sich schon lohnte damals in der DDR.


@DoreHolm,
heiraten in Uniform wurde auch bei der Bundeswehr gerne gesehen, kam trotz Vergünstigungen nicht oft vor. Ich hatte zu der Zeit ein eigenes Pferd und bin Springtuniere M geritten. Da habe ich oft Uniform an gehabt und wenn der Kompaniechef und Spieß die Bilder sahen, waren sie natürlich begeistert. War nicht ganz uneigennützig, brachte schon den einen oder anderen Vorteil.

Fähnrich


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07.01.2021 20:58
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#69
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( gelöscht )

Was waren das für Leute die in Uniform heirateten ? Was sollen das für Vorteile gehabt haben? Schon der
Gedanke daran lässt einen erschauern. Ich glaub man hätte viele Freunde verloren denn jeder weiss was der Uniformträger für ein Image damals hatte. In der NS Zeit hatte das Militär einen anderen Stellenwert was man an den vielen alte Hochzeitsfotos von damals sieht.


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07.01.2021 21:36
#70
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Was waren das für Leute die in Uniform heirateten ? Was sollen das für Vorteile gehabt haben? Schon der
Gedanke daran lässt einen erschauern. Ich glaub man hätte viele Freunde verloren denn jeder weiss was der Uniformträger für ein Image damals hatte. In der NS Zeit hatte das Militär einen anderen Stellenwert was man an den vielen alte Hochzeitsfotos von damals sieht.


@Beobachter,
ich glaube deine Aussage ist wohl etwas daneben, Soldaten sind Bürger in Uniform und ob jemand in Uniform heiratet oder nicht, ist seine Privatangelegenheit.

Fähnrich


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07.01.2021 21:39
avatar  Freest
#71
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #66
#63
Hallo, deswegen ging ja die Führung der NVA u.a. davon aus, dass der Westen einfach überrollt werden kann, des-
wegen die 85% Regel in der NVA wie auch GT. Daran haben die fest geglaubt.
Gruß Frank

Also ich kenne es genau andersherum. Die 85% waren nötig, damit uns die NATO nicht plötzlich heimtückisch überfällt.
Ich habe mal im Polit, das ich als Stabsmensch zusammen mit den Uffzen einer Muckerkompanie machen musste, den dortigen KC gefragt, warum wir denn nicht auch in größerer Menge am Wochenende heimfahren könnten, da ja bei der Bundeswehr der größte Teil nach Hause fahren kann.

Darauf antwortete der listige Fuchs: "Und wenn die einmal nicht fahren?"

Auf meinen Einwand, das könne man doch leicht feststellen, indem man einfach Freiwillige nach dem Westen schickt, die die nächstgelegenen Bundeswehrkasernen freitags beobachten, hat er mir befohlen, den Mund zu halten.

Freest


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07.01.2021 21:39
avatar  Ehli
#72
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Bemüht mal die Foren Suche, da steht einiges dazu drin.
Hochzeit während der Dienstzeit in Uniform ( der GT )
Ehli

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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07.01.2021 21:49
#73
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Ich erinnere mich als Kind mal das Hochzeitsfoto meines Onkels gesehen zu haben (Zwillingsbruder meines Vaters), er in Volksmarineuniform. Auf Nachfrage erklärte mir mein Vater, die Braut hat darauf bestanden, daß er zur Trauung Uniform trug. Das war allerdings in den 50ern (die Hochzeit).


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07.01.2021 22:11 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2021 22:18)
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#74
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( gelöscht )

Zitat aus #66 von @stabsfunkmeister:
#63
Hallo, deswegen ging ja die Führung der NVA u.a. davon aus, dass der Westen einfach überrollt werden kann, des-
wegen die 85% Regel in der NVA wie auch GT. Daran haben die fest geglaubt.
Gruß Frank "
Zitat Ende.

Sorry, aber diese Schlussfolgerung finde ich nun wirklich völlig unlogisch- kann man das nicht schon selber merken?
Unabhängig davon, wer von uns heute schon wissen sollte, wovon die Führung der NVA ausgegangen ist, und woran sie fest geglaubt haben- Entschuldigt bitte liebe Leute, was ist das denn nur zumindest in meinen Augen für ein Unfug.

Ist es nicht wirklich eher so, dass völlig unabhängig von der politischen Konstellation der Gegner, völlig unabhängig von dem jeweils gegebenen Zeitfenster wann und in welchen Jahrhundert es sich abgespielt hat- es ganz andere Merkmale der Kriegsvorbereitung gab?
Zum Beispiel hat man permanent aufgerüstet, nicht nur mal so eine Modernisierung, oder eine nach der Anderen, sondern mannigfaltig in fast ausnahmslos allen Bereichen (Heer, Marine, Luft) . Hat man nicht Personal, also sowohl Mannschaften als auch Heeresführer unterschiedlicher Ebenen herangebildet, perfektioniert, zahlenmäßig aufgestockt?
Man könnte das weiterführen, aber wozu.
Kennzeichnend für Verteidiger ist aber, dass man vor permanenter Angst getrieben oder wie man es in der DDR formulierte aus "revolutionärer Wachsamkeit" und "jederzeit mit dem Angriff des Gegners" rechnen sollte.
Eine einfache Logik sagt uns doch, dass es keinen Sinn machen würde dauerhaft nicht nur über Jahre, sondern über Jahrzehnte eine so hohe Gefechtsstärke und -bereitschaft anzuordnen/zu befehlen, wenn das auch noch Zeit bis rund 3 Monate oder meinetwegen auch 6 Monate vor einem beabsichtigten Angriff geschehen könnte. So hätte man genug freie Kräfte um im geheimen das Personal zur Waffenproduktion oder anderen Kriegsvorbereitungen einzusetzen.

Ja gut, es lässt sich alles an den Haaren herbeiziehen, wie zum Beispiel die Einführung des Wehrkunde - Unterrichtes an den Schule usw. usf. . Aber mal ehrlich, egal ob aus OST oder WEST haben wir hier im Forum oft genug über die Wirksamkeit dieser "politischen Arbeit" im Sinne der "Wehrerziehung" gesprochen. Sind mit diesen sozialistischen Maßnahmen höhere Rekrutierungen erreicht worden? , sind höhere Offiziersbewerberzahlen gelungen?

Ich sage nach meinem persönlichen Gefühl NEIN ! Man kann das Ergebnis zwar nicht als Gegenteil bezeichnen weil es nicht wegen dieser Maßnahmen weniger wurden. Aber es wurden weniger Zahlen erreicht, weil die Haltung der Menschen, insbesondere der jungen Menschen zum Staat DDR und dem eigenen Willen dafür etwas mit einer Waffe in der Hand zu tun, stetig im Abwärtstrend war.
Auch das mündete in die Unzufriedenheit-, die Ausreise- und die Demonstrationswellen mit dem bekannten Ergebnis nach 40 Jahren DDR . Es waren nicht allein wirtschaftlich Ursachen oder Ergebnisse, sondern die Summe aller Faktoren.

Man möge mir bitte nicht unterstellen einen aktiven Beitragsschreiber angreifen zu wollen, das ist nicht die Absicht. Auch sind die im Zitat genannten Gründe nicht aus der Luft gegriffen- aber waren es nicht vielmehr die im Scherz der Soldaten aller Dienstgrade mehr oder weniger oft verwendete Polemik, dass der Bundeswehrsoldat am Montag früh wenn er aus dem Wochenende käme, am Kasernentor von der NVA-Kontrolle eingelassen werden würde.
Damit wollte man den unterschiedlichen Grad der Höhe der Stufen der GfB (Gefechtsbereitschaft) scherzhaft vergleichen und die Wehrfähigkeit der Bundeswehr verharmlosen. Im Politunterrricht waren allerdings die "bösen Bundesbuben" viel, viel gefährlicher und hatten alle schon das Blut-triefende Messer zwischen den Zähnen ums die arme kleine DDR zu überfallen und "heim ins Reich zu holen" . Solche Argumentationen wurden damals tatsächlich verwendet, wenn auch nicht überall.

Diese hier als meine persönliche Meinung dargestellten Auffassungen ignorieren aber keineswegs, dass es Planspiele gegeben haben kann (und gab?) Westberlin als Stachel im "Fleisch" der DDR bzw. des WV(Warschauer Vertrages) mit einem Handstreich zu "bereinigen" .
Das es nicht dazu gekommen ist lag meiner Meinung nicht daran, dass man es nicht gekonnt hätte. Es war aus meiner Sicht die Einsicht vorhanden, dass es im atomaren Zeitalter ein "Spiel mit dem Feuer" geworden wäre, was gar keinen Gewinner am Ende haben konnte.
Wie gesagt sind es nur meine persönlichen Meinungen, vieles trifft auf die Zeiten des großen Alexander , oder des Hannibal genauso wie auf die Zeit von Hitler zu.
Deshalb sollte man es auch den DDR-Militärs zutrauen, dass ihnen die Regeln des Krieges und der Kriegsvorbereitung bekannt waren.


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07.01.2021 22:17
avatar  Ehli
#75
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Unter uns Soldaten ging auch so ein Spruch rum :
Wenn wir am Wochenende angreifen, dann können wir die überrennen, sind doch alle bei Mutti zu Hause.
war aber eher lustig gemeint oder aus Neid.?
Ehli

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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