Vergleich Ungarn/DDR

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22.12.2020 22:44
#1
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Guten Abend,
ich lese schon lange mit und finde das Forum sehr interessant, konnte mein Wissen über die DDR erheblich erweitern.
Nun habe ich mich angemeldet um eine Frage zu stellen. Ich habe meinen Urlaub 1976 im Sommer am Plattensee, Balatonfüred, verbracht. Das Visa wurde vorher bei der ungarischen Botschaft in Bonn per Post beantragt und zügig erteilt. Die Abfertigung bei der Einreise ging sehr schnell vonstatten. Einen Pflichtumtausch gab es nicht. Nun komme ich zu meinen Fragen.

Westliche Presse durfte eingeführt werden und war auch in Ungarn erhältlich, also alle bekannten großen Tageszeitungen und Wochenzeitschriften wie zum Beispiel der Spiegel oder Stern. Warum tat sich die DDR da so schwer, zudem viele Bürger der DDR in Ungarn Urlaub machten und westliche Presse ohne Probleme erwerben konnten.

Das Warenangebot in den Geschäften war nicht gering und es gab sogar viele Artikel aus dem Westen. Ich nenne nur mal als Beispiel Coca Cola, auch Zigaretten aus dem Westen waren problemlos zu bekommen.
Einen Tag habe ich auch die Hauptstadt Budapest besucht und konnte zu einer westlichen Metropole keinen großen Unterschied erkennen.
Was mir in Budapest auch aufgefallen ist, sehr viele Autos mit ungarischen Kennzeichen, wie VW, Opel, Ford, Mercedes und sogar einen Porsche.
Ungarn war nun auch ein kommunistisches Land und da stellt sich für mich die Frage, was hat man in Ungarn anders gemacht wie in der DDR.

Noch ein Ereignis bei der Ausreise. Der Grenzsoldat an der Grenze tastete meine Rückbank im Auto ab und ich schaute wohl etwas irritiert und er sagte zu mir, tut mir leid ich muss es machen.

Der Urlaub in Ungarn hat mir sehr gut gefallen und dass ich beim Klassenfeind war, ist mir nicht aufgefallen.

Viele Grüße
Fähnrich


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22.12.2020 23:12
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#2
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Du hast alles richtig erkannt! Deshalb sind wir ja auch so gern nach Ungarn gefahren. Morgen mehr von meinen Ungarn - Erfahrungen.
GKUS64


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22.12.2020 23:36
#3
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Da freue ich mich auf deinen Beitrag.


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23.12.2020 08:29 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2020 08:40)
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#4
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( gelöscht )

Wie nannte sich das, der Gulasch-Kommunismus?
In Ungarn haben wir einmal geurlaubt mit dem Zelt, Wetter war schön und der Plattensee auch, aber wie deine Brüder und Schwestern hofiert wurden und ihre preiswerten Gelage feierten, da kam ich mir mit meinem Campingkocher noch besch...eidener vor als Daheim und bin dort nicht mehr hingefahren.


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23.12.2020 08:51 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2020 10:57)
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#5
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Hallo @Fähnrich ,

ich begrüße Dich erstmal hier im Forum ganz herzlich. Mit dem Ungarn-Thema hast Du mir eine
gute Vorlage gegeben und in mir wieder Emotionen geweckt.
Ungarn war für unsere Familie zu DDR-Zeiten ein sehr beliebtes Reiseland und das aufgrund der von Dir geschilderten Bedingungen.
Ungarn war gegenüber der DDR offener und bunter. Ein westlicher Einschlag war da schon zu spüren.
Das begann bei Obst und Gemüse und ging weiter bei Textilien, z.B. Jeans, Pullovern usw.
Ab 1967 sind wir sehr oft in Ungarn gewesen. Meine Eltern hatten, wieder über andere Bekannte, eine
Adresse einer Familie in Budapest. Diese besaß in Balaton-Almadi ein kleines Ferienhaus, das sie vermieteten. Es lag am Hang und besaß oben und unten je ein Zimmer mit je 3 Schlafstellen. Der Preis lag pro Zimmer bei ca. 15,00 Mark-Ost.
Der Kurs lag damals ca. bei 1,00 Mark = 5 Forint. 1,00 DM = 25 Forint!!!
Mit dem Geld mussten wir also extrem rechnen zumal wir nur maximal 300,00 Mark /Person (muss ich nochmal genau recherchieren) umtauschen konnten. Das reichte natürlich nicht. Das hatte natürlich zur Folge, dass wir unter die Schmuggler gingen. Vom Fön, Bügeleisen, Bettwäsche, Kopfkissen Decken usw. wurde bei unseren Wirtsleuten alles verrechnet.
In den Gaststätten waren die Preise in den 1970er Jahren auch noch verhältnismäßig günstig.
Ein Essen kam zwischen 5 und 7 Mark. Da schielten wir schon neidisch auf die Wessis, die diesen Preis nochmal durch 5 teilten!
Die Ungarn vermieteten, um an Westgeld zu kommen, auch lieber an Wessis als an Ossis.
2007 war ich nochmal in Ungarn (Budapest und B.-Füred) und wollte auch in diesem Jahr nochmals hin, leider storniert wegen Corona.
Für heute erstmal genug, weitere Fragen beantworte ich gern.
Anbei noch paar Bilder von 2007.







MfG

GKUS64


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23.12.2020 09:22 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2020 10:59)
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#6
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Hallo @Fähnrich ,

Deine in Beitrag #1 gestellte Frage , warum es in der DDR anders lief als in Ungarn, ist interessant, aber Antworten können nur Vermutungen sein.
Ungarn sind schon von der Mentalität nicht so verbissen wie Deutsche. Sie hatten sich im Warschauer Pakt gegenüber den Russen / Sowjets bestimmte Freiheiten geschaffen. Sie durften ja auch (sehr eingeschränkt aber möglich) ins westliche Ausland fahren.
Aufgrund gleicher Sprache, verwandtschaftlicher Bindung und unmittelbarer Grenze, war der Drang in das wirtschaftlich stärkere System zu gelangen, in der DDR-Bevölkerung stärker als in Ungarn.

Mit dem Erwerb westlicher Zeitungen war es aber in Ungarn für DDR-Bürger auch nicht ganz so einfach.
In größeren Hotels (für uns nicht erschwinglich!) gab es die bestimmt, im freien Handel hab ich keine bekommen.

MfG

GKUS64


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23.12.2020 09:23
#7
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Zitat von Fähnrich im Beitrag #1
Guten Abend,
ich lese schon lange mit und finde das Forum sehr interessant, konnte mein Wissen über die DDR erheblich erweitern.
Nun habe ich mich angemeldet um eine Frage zu stellen. Ich habe meinen Urlaub 1976 im Sommer am Plattensee, Balatonfüred, verbracht. Das Visa wurde vorher bei der ungarischen Botschaft in Bonn per Post beantragt und zügig erteilt. Die Abfertigung bei der Einreise ging sehr schnell vonstatten. Einen Pflichtumtausch gab es nicht. Nun komme ich zu meinen Fragen.

Westliche Presse durfte eingeführt werden und war auch in Ungarn erhältlich, also alle bekannten großen Tageszeitungen und Wochenzeitschriften wie zum Beispiel der Spiegel oder Stern. Warum tat sich die DDR da so schwer, zudem viele Bürger der DDR in Ungarn Urlaub machten und westliche Presse ohne Probleme erwerben konnten.

Das Warenangebot in den Geschäften war nicht gering und es gab sogar viele Artikel aus dem Westen. Ich nenne nur mal als Beispiel Coca Cola, auch Zigaretten aus dem Westen waren problemlos zu bekommen.
Einen Tag habe ich auch die Hauptstadt Budapest besucht und konnte zu einer westlichen Metropole keinen großen Unterschied erkennen.
Was mir in Budapest auch aufgefallen ist, sehr viele Autos mit ungarischen Kennzeichen, wie VW, Opel, Ford, Mercedes und sogar einen Porsche.
Ungarn war nun auch ein kommunistisches Land und da stellt sich für mich die Frage, was hat man in Ungarn anders gemacht wie in der DDR.

Noch ein Ereignis bei der Ausreise. Der Grenzsoldat an der Grenze tastete meine Rückbank im Auto ab und ich schaute wohl etwas irritiert und er sagte zu mir, tut mir leid ich muss es machen.
Der Urlaub in Ungarn hat mir sehr gut gefallen und dass ich beim Klassenfeind war, ist mir nicht aufgefallen.
Viele Grüße
Fähnrich


Da kannst Du auch die CSSR als Beispiel nennen. Da gab es ebenfalls Waren, die wir in der DDR so leicht nicht bekamen. Gutes Bier, Ölsardinen, Werkzeuge u.s.w. Die Straßen waren in einem besseren Zustand. War oft dort. Hobbybedingt und zum Einkaufen.
Ungarn kenne ich nicht, hatte mich damals (und auch heute noch) nicht soooo interessiert, aber ich vermute die gleichen Gründe. Es wurden in den Ausgaben des Staates andere Prioritäten gesetzt. Geringere Löhne, dafür aber besseres und vielfältigeres Warenangebot, allerdings auch zu i.d.R. höheren Preisen. In der DDR überstieg die Kaufkraft bei Weitem das Warenangebot. Weil die Kaufkraft eben nicht so hoch war, waren die Waren auch verfügbar. Wäre in der DDR prinzipiell auch möglich gewesen. Dann hätte es aber von Anfang an ihrer Gründung so laufen müssen. Später wäre dieser Schnitt mit der Bevölkerung nicht mehr machbar gewesen, siehe 17. Juni. Aber zu diesem Punkt wird es hier im Forum sehr unterschiedliche Meinungen geben, deshalb meine nur als eine von mehreren.


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23.12.2020 14:38 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2020 15:26)
#8
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Ich war im Janur 2020 in Budapest. Der Flieger pro Nase 49 €. Hotel 2 Nächte 98 €.

Kalt war's....trotzdem schön. 3 h das Thermalbad genossen, Fahrkarte ÖPNV 48 h irgendwas um 20 € (?).

Ich würde gern noch mal fahren. Mal sehen. Evtl. Ende '21?

YU war doch auch sehr westlich geprägt? 86 oder 87 bin ich durch gefahren. RO dagegen fast wie die DDR. Ein- und Ausfuhr Lewa verboten. Den Rest der 5DM schwarz auf einer Raststätte haben wir kurz vor der Grenze einem Mütterchen in die Tasche gesteckt.

MfG Berlin

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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23.12.2020 15:25
#9
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Ungarn war für mich das Reiseland Nr.1.
Bedingt dadurch das wir ab 1974 etwa 100 ungarische Arbeitskräfte in der Firma hatten.
So entstanden auch private Kontakte, sogar Freundschaften......bei mir eine die heute noch hält.
Sein Vater war damals bei Kaposvár so eine Art Oberförster in einer Staatsjagd, wo gegen Devisen Trophäenjäger
mal etwas Edles schießen konnten. Es waren vorwiegend Schweizer und Österreicher die da Gäste waren.Seine Eltern hatten ein WE-Grundstück bei Nagykanizsa.
Dort machten wir jedes Jahr Urlaub, alles ohne Forint zu brauchen. Wir verrechneten das mit Lajos in der DDR mit
Mark. Auch kamen wir durch die Gäste bei seinem Vater günstig an Franken oder Schilling.
Geangelt haben wir an der Mur, der Grenze von Jugoslawien. Auch Tagesausflüge nach Jugoslawien waren möglich,
das ist aber ein anderes Thema.
Das waren wunderschöne Urlaube, meist im ursprünglichem Ungarn. Natürlich waren wir auch am Plattensee, meist
in Balatonfenyves, das auch durch einen anderen ungarischen Kollegen.
Von da waren wir öfter in Budapest, immer mit einheimischer Betreuung........allein wäre es nicht so toll gewesen,
allein die Stationen mit der U-Bahn bekommt man schwer auf die Reihe wenn man die Sprache nur rudimentär
beherrscht.
Das so viele Westautos in Ungarn fuhren lag daran das Ungarn in der BDR arbeiten durften, sie durften also auch
ihre dort gekauften Dinge in Ungarn einführen.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.


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24.12.2020 14:39
#10
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Hallo, @ GKUS64,

danke für die schönen Bilder, da werden Erinnnerungen wach, sowie für deinen schönen Beitrag. Der Umtauschkurs war für Touristen aus dem Westen schon eine wucht. Ich war damals 22 J. alt und das Hotel Marina in Balatonfüred war schon klasse. Ein gleichwertiges Hotel im Westen wäre damals von meinem Einkommen gar nicht möglich gewesen. Auch die Küche im Hotel und andere Einrichtungen waren super. Das Hotel lag direkt am Plattensee und hatte einen Privatstrand für Hotelgäste.
Manchmal habe ich auch in Gasthäusern im Ort gegessen und das Essen war einfach klasse und alles zu sehr günstigen Preisen.
Zu den Restaurants habe ich noch eine Frage.
Ich hatte den Eindruck, dass einige Restaurants privat betrieben wurden, bin mir aber nicht sicher.

Viele Grüße
Fähnrich


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24.12.2020 14:57
avatar  GKUS64
#11
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Zitat von Fähnrich im Beitrag #10
Hallo, @ GKUS64,
Zu den Restaurants habe ich noch eine Frage.
Ich hatte den Eindruck, dass einige Restaurants privat betrieben wurden, bin mir aber nicht sicher.

Viele Grüße
Fähnrich


Das kann ich dir leider auch nicht eindeutig beantworten. Gegenüber der DDR war jedoch der private Handel
in Ungarn stärker ausgeprägt. Vielleicht wissen hierzu andere mehr.

Frohes Fest

GKUS64


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24.12.2020 15:13
avatar  Freest
#12
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #7
........ Geringere Löhne, dafür aber besseres und vielfältigeres Warenangebot, allerdings auch zu i.d.R. höheren Preisen.
..........

Zu diesem Thema gab es schon zu DDR-Zeiten einen offiziellen Vergleich im Kino.

Im Film "Anton der Zauberer" trifft der Hauptheld, ein Beschaffungsgenie, der sein Talent sowohl für sich, als auch für seinen sozialistischen Betrieb nutzte, in Ungarn auf einen Bruder in Geiste, von dem dann gezeigt wird, dass er drei Jobs hatte.

Freest


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24.12.2020 15:20 (zuletzt bearbeitet: 24.12.2020 15:25)
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#13
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( gelöscht )

Heute ist Ungarn auch ein attraktives Reiseziel, Klima angenehm, gute Küche und noch andere schöne Dinge.
Plattensee ist nicht mehr so unser Ding, hatten für Juni ein schönes Haus gemietet direkt an der Donau Nähe Budapest, wollten da etwas ausspannen in völliger Ruhe, maximal aufs Schiff steigen und etwas die Donau befahren, natürlich mit Budapest, die Stadt ist echt schön.
Aber leider, Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.


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24.12.2020 15:23
#14
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Hallo @Fähnrich ,

Deine in Beitrag #1 gestellte Frage , warum es in der DDR anders lief als in Ungarn, ist interessant, aber Antworten können nur Vermutungen sein.
Ungarn sind schon von der Mentalität nicht so verbissen wie Deutsche. Sie hatten sich im Warschauer Pakt gegenüber den Russen / Sowjets bestimmte Freiheiten geschaffen. Sie durften ja auch (sehr eingeschränkt aber möglich) ins westliche Ausland fahren.
Aufgrund gleicher Sprache, verwandtschaftlicher Bindung und unmittelbarer Grenze, war der Drang in das wirtschaftlich stärkere System zu gelangen, in der DDR-Bevölkerung stärker als in Ungarn.

Mit dem Erwerb westlicher Zeitungen war es aber in Ungarn für DDR-Bürger auch nicht ganz so einfach.
In größeren Hotels (für uns nicht erschwinglich!) gab es die bestimmt, im freien Handel hab ich keine bekommen.

MfG

GKUS64

Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Hallo @Fähnrich ,

Deine in Beitrag #1 gestellte Frage , warum es in der DDR anders lief als in Ungarn, ist interessant, aber Antworten können nur Vermutungen sein.
Ungarn sind schon von der Mentalität nicht so verbissen wie Deutsche. Sie hatten sich im Warschauer Pakt gegenüber den Russen / Sowjets bestimmte Freiheiten geschaffen. Sie durften ja auch (sehr eingeschränkt aber möglich) ins westliche Ausland fahren.
Aufgrund gleicher Sprache, verwandtschaftlicher Bindung und unmittelbarer Grenze, war der Drang in das wirtschaftlich stärkere System zu gelangen, in der DDR-Bevölkerung stärker als in Ungarn.

Mit dem Erwerb westlicher Zeitungen war es aber in Ungarn für DDR-Bürger auch nicht ganz so einfach.
In größeren Hotels (für uns nicht erschwinglich!) gab es die bestimmt, im freien Handel hab ich keine bekommen.

MfG

GKUS64

Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Hallo @Fähnrich ,

Deine in Beitrag #1 gestellte Frage , warum es in der DDR anders lief als in Ungarn, ist interessant, aber Antworten können nur Vermutungen sein.
Ungarn sind schon von der Mentalität nicht so verbissen wie Deutsche. Sie hatten sich im Warschauer Pakt gegenüber den Russen / Sowjets bestimmte Freiheiten geschaffen. Sie durften ja auch (sehr eingeschränkt aber möglich) ins westliche Ausland fahren.
Aufgrund gleicher Sprache, verwandtschaftlicher Bindung und unmittelbarer Grenze, war der Drang in das wirtschaftlich stärkere System zu gelangen, in der DDR-Bevölkerung stärker als in Ungarn.

Mit dem Erwerb westlicher Zeitungen war es aber in Ungarn für DDR-Bürger auch nicht ganz so einfach.
In größeren Hotels (für uns nicht erschwinglich!) gab es die bestimmt, im freien Handel hab ich keine bekommen.

MfG

GKUS64

Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Hallo @Fähnrich ,

Deine in Beitrag #1 gestellte Frage , warum es in der DDR anders lief als in Ungarn, ist interessant, aber Antworten können nur Vermutungen sein.
Ungarn sind schon von der Mentalität nicht so verbissen wie Deutsche. Sie hatten sich im Warschauer Pakt gegenüber den Russen / Sowjets bestimmte Freiheiten geschaffen. Sie durften ja auch (sehr eingeschränkt aber möglich) ins westliche Ausland fahren.
Aufgrund gleicher Sprache, verwandtschaftlicher Bindung und unmittelbarer Grenze, war der Drang in das wirtschaftlich stärkere System zu gelangen, in der DDR-Bevölkerung stärker als in Ungarn.

Mit dem Erwerb westlicher Zeitungen war es aber in Ungarn für DDR-Bürger auch nicht ganz so einfach.
In größeren Hotels (für uns nicht erschwinglich!) gab es die bestimmt, im freien Handel hab ich keine bekommen.

MfG

GKUS64


Im Hotel gab es ein Geschäft und dort konnte man Zeitungen kaufen, bezahlt werden musste in Valuta.
Aus meiner Erinnerung glaube ich jedoch, es gab auch im Ort einen Kiosk, dort gab es auch westliche Zeitungen gegen Forint. An dem Kiosk habe ich manchmal auch Zeitungen aus der DDR gekauft, wollte einfach mal Wissen was die so schreiben. Die Zeitungen waren sehr, sehr preiswert.

Viele Grüße
Fähnrich


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24.12.2020 15:45
avatar  icke46
#15
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #8


(....)

RO dagegen fast wie die DDR. Ein- und Ausfuhr Lewa verboten. Den Rest der 5DM schwarz auf einer Raststätte haben wir kurz vor der Grenze einem Mütterchen in die Tasche gesteckt.

MfG Berlin


Kleine Korrektur: Lewa war die Währung in Bulgarien, in Rumänien war es Lei......


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