Vergleich Ungarn/DDR

  • Seite 2 von 2
24.12.2020 17:58
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Ok. Entschuldigung. Dann sind wir durch BG gefahren. Ist über 35 Jahre her...

MfG Berlin


 Antworten

 Beitrag melden
24.12.2020 19:11
avatar  RalphT
#17
avatar

Ich war erst 2018 das erste mal in Budapest. Das war zum anschnüffeln. Dann nochmal 2019.
Ach Budapest an der blauen Donau. Ich denke heute noch oft daran zurück.

Man macht sich ja im Internet erst einmal schlau, was es wo so alles gibt. Als ich dann mein Auto in der Hotelgarage abgestellt hatte, wurde erst einmal zu Fuß das Gröbste erkundigt. Das Wetter war ja im August auch noch super.
Ich war wirklich begeistert. Und ich war erstaunt, wie modern diese Stadt ist. Schöne alte Häuser und dazwischen eine hochmoderne Straßenbahn. Auch die Markthalle hatte es mir sehr angetan.

Jetzt war ich zwei mal dort. Wahrscheinlich nicht das letzte mal.

Ob ich mal in die Pusta fahre, weiß ich noch nicht. Vielleicht stelle ich mir dabei zu viel vor und wäre dann enttäuscht. Naja mal sehen.

Hier noch ein paar Impressionen aus Budapest:

24.12.2020 21:15
#18
avatar

Vor einigen Jahren machten wir eine Donau-Kreuzfahrt mit, die bis Budapest ging. Es hatten sich drei Pärchen zusammengefunden (alle drei aus Sachsen bzw. Thüringen) und so sind wir auf eigene Faust los. Budapest bei Nacht, vom Gellertberg aus gesehen, die brücken, wunderschön. Die Markthallen waren super vom Angebot her, die Salamis, kräftig gewürzt, allerdings auch Touristenpreise. Da war der Kauffreude mengenmäßig Grenzen gesetzt, aber zwei ordentliche Salamis waren es trotzdem und einige Gewürze. Würde jederzeit noch mal dort reingehen.


 Antworten

 Beitrag melden
25.12.2020 08:53 (zuletzt bearbeitet: 25.12.2020 08:55)
avatar  GKUS64
#19
avatar

Nun kommen immer mehr Erinnerungen an schöne und lustige Ungarn-Urlaube.

1970 war es, wir hatten ein befreundetes Ehepaar, sie hatten gerade erst geheiratet und es war damit ihre Hochzeitsreise, überzeugt, mit uns nach Ungarn zu fahren. Mit unserer Wirtin Margit hatten wir durch Briefwechsel vereinbart: 3 Nächte Budapest und 14 Tage Balaton-Almadi.
Die Nächte in Budapest (Nähe Westbahnhof) konnten wir in ihrer Wohnung verbringen, in Almadi sollten wir das Häuschen mit zwei Zimmern (eins oben, eins unten) belegen. Margit war in dieser Zeit mit ihrem Mann im Urlaub.
Unkompliziert hatte sie den Wohnungsschlüssel bei einem Nachbarn hinterlegt.
Wir betraten also die Wohnung und fühlten uns wie in einem Museum.
Ein relativ großes Wohnzimmer, in der Ecke ein Flügel, ganz alte Möbel,
überall Nippsachen aus Urlauben, viel goldgerahmte Bilder an den Wänden.
Margit war mal Opernsängerin, jetzt war sie Musiklehrerin. Ihr Mann war Jurist
bei der Landesregierung, sein Sitz war in der Burg von Budapest.
In der Wohnung roch es etwas nach Katze, die war aber bei der Nachbarin untergebracht.
In der sehr kleinen Küche standen die verbeulten Töpfe mit eingebrannten Essensresten. Schon etwas steife Wischtücher hingen an den Haken.
Unsere Freundin rümpfte die Nase und dämpfte erstmal unsere Schwärmerei von Budapest. Wir kannten schon die Mentalität unserer Wirtsleute und waren nicht so pingelig! Im Wohnzimmer setzte sich unsere Freundin auf eine Couch im Barock-Stil, die kippte leicht nach hinten. Bei näherer Untersuchung bemerkten wir, dass das hintere Bein durch einen Ziegelstein ersetzt war, der war verrutscht, deswegen der Kippeffekt!
In Almadi empfing uns Margit mit den Worten: „ Unten ist nicht frei, ihr junge Leut, habt oben gemeinsam Platz.“ geschäftstüchtig wie Margit war, hatte sie unten an Andere vermietet.
Im oberen Zimmer ging ein winziger Abstellraum ab, in dem ein Armee-Doppelstock-Bett stand. Der Raum war nur durch einen Vorhang vom übrigen Zimmer getrennt. Sauer schauten unsere Freunde in die Runde. Es war ja ihre Hochzeitsreise und sie dachten an die Nächte!!! Wir mussten notgedrungen akzeptieren.

Wenn wir uns heute treffen lachen wir immer noch köstlich über den erlebnisreichen Urlaub und die
nächtlichen Geräuche, die wir ertragen mussten. Aber stabil waren diese Armee-Betten!

Frohe Weihnacht!

GKUS64


 Antworten

 Beitrag melden
25.12.2020 09:35 (zuletzt bearbeitet: 25.12.2020 09:36)
#20
avatar

GUS64 in #19:
Im oberen Zimmer ging ein winziger Abstellraum ab, in dem ein Armee-Doppelstock-Bett stand. Der Raum war nur durch einen Vorhang vom übrigen Zimmer getrennt. Sauer schauten unsere Freunde in die Runde. Es war ja ihre Hochzeitsreise und sie dachten an die Nächte!!! Wir mussten notgedrungen akzeptieren.

Wenn wir uns heute treffen lachen wir immer noch köstlich über den erlebnisreichen Urlaub und die
nächtlichen Geräuche, die wir ertragen mussten. Aber stabil waren diese Armee-Betten!


Wenn man hinterher lachen kann, ist das immer gut für eine schöne Erinnenerung. Mir ist eine Hochzeitsreise "mit Hindernissen" auch lieber als dieser 08/15-Ablauf nach geplantem Protokoll.
An einem Heiligabend Ende der 80er haben wir im Dunkeln bei St. Egidien/Sa. in einem Feld ein Loch gegraben und Achat-Kugeln rausgeholt. War verboten und dann nur nachts möglich, mit Kerze im Loch. Unsere Silberhochzeit haben wir auf einem Lagerplatz für Natursteine (LAPPIA GREEN) südlich von Alta in Lappland gefeiert. Das ist mal was Anderes, an was man sich eben erinnert.


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 09:23
avatar  GKUS64
#21
avatar

Der Pullovermarkt in Siofok
Ein Höhepunkt während eines Urlaubs am Balaton, war immer ein Besuch des Pullovermarktes in Siofok. Er fand immer an einem Wochenende statt und befand sich am Rand von Siofok auf einem Feld von ca. 500 mal 500m.
Ein großer Parkplatz war dort ebenfalls auf einem Feld eingerichtet.
In dichter Reihe waren dort Stände mit Pullovern, T-Shirts, Jeans, Decken usw.
aufgestellt. Stände mit Korbwaren und Keramik existierten ebenfalls.
An den Wochenenden pilgerten nun tausende Touristen aus der Umgebung dorthin.
Ein unübersehbares buntes Treiben fand man dort vor und man ging freudig gestimmt mit „tollen Klamotten“ wieder heim.
Erst zu Hause merkte man dann meist, dass diese Textilien nur eine geringe Haltbarkeit besaßen, es war also meist eine große aber kurze Freude!
Zwei alte Bilder, gescannt von DIAS, zeigen das bunte Treiben.



MfG
GKUS64


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 09:34
avatar  ( gelöscht )
#22
avatar
( gelöscht )

Ungarn hatte damals fast schon Westcharakter für DDR Touris. Leider hatten wir meist nicht genug Forint in der Tasche, obwohl wir uns die Fressalien aus der DDR größtenteils mitnahmen.

Ich war 1987 mal mit Jugendtourist in Georgien und Armenien.
In einer georgischen Kleinstadt war Markt und ich hatte ein Levis Jeans an.
Die Georgier hätten mir fast die Hose ausgezogen und haben mir Unsummen an Rubeln für die Jeans geboten.
Mir wurde im Tausch für die Hose sogar ein original georgischer Krummdolch von deren Prachtuniform angeboten, aber das Hotel mit einer Ersatzhose für mich war 30 km entfernt, sonst hätte ich den Deal Jeans gegen historischen Krummdolch (Kosakendolch ?) sicher gemacht :-).


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 10:05
#23
avatar

Ich war nie dort.
Aber die ungarischen Schallplattenschwarzhändler zu den Leipziger Jazztagen waren mir sehr willkommen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 10:33
avatar  ( gelöscht )
#24
avatar
( gelöscht )

In Fonyod war auch solch ein Markt, dort versuchten gerne die Zig... die Leute mit Lederjacken übers Ohr zu hauen "du haben angehabt, du müssen kaufen", gleich standen auch paar Kerle vom "Stamm" um dich rum.
Dann kam meist ein Marktordner mit einem Knüppel auf der Schulter und die Jungs vom fahrendem Volk verkrümelten sich schnell.


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 11:57 (zuletzt bearbeitet: 26.12.2020 11:57)
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Heute könntest du die in deiner Baufa.beschäftigen.
Was machen deine Umsiedl. Pläne ?
Der Enthusiasmus ist ja oft gross beim Beginn einer Idee.
Bei nüchterner Betrachtung fällt auf daß es nur scheinbar so aussieht als ob das Gras grüner ist und die Gänse fetter.
Überall wird mit Wasser gekocht.

Achso zum Thema.
Mir haben 14 Tage Ungarn 1984 gereicht. Obwohl ich reichlich Forinth mithatte.
Da habe ich in Polen bessere Erfahrungen gesammelt.
Der Pole gab das letzte Hemd . Und wenn es dreckig war. Aber es wurde geteilt. Die Feiern waren legendär und tagelang.


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 12:57 (zuletzt bearbeitet: 26.12.2020 12:58)
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

Zitat von BRB im Beitrag #25
Heute könntest du die in deiner Baufa.beschäftigen.
Was machen deine Umsiedl. Pläne ?
Der Enthusiasmus ist ja oft gross beim Beginn einer Idee.
Bei nüchterner Betrachtung fällt auf daß es nur scheinbar so aussieht als ob das Gras grüner ist und die Gänse fetter.
Überall wird mit Wasser gekocht.

Achso zum Thema.
Mir haben 14 Tage Ungarn 1984 gereicht. Obwohl ich reichlich Forinth mithatte.
Da habe ich in Polen bessere Erfahrungen gesammelt.
Der Pole gab das letzte Hemd . Und wenn es dreckig war. Aber es wurde geteilt. Die Feiern waren legendär und tagelang.

Wie so vieles pausiert die Ausführung des Planes erst einmal wegen der Seuche.
Der endgültige Abschied lag aber planungstechnisch sowieso in ca. 3 Jahren, da nicht überstürzt sondern mit Bedacht.


 Antworten

 Beitrag melden
26.12.2020 14:09 (zuletzt bearbeitet: 26.12.2020 14:12)
#27
avatar

Zitat von birx20 im Beitrag #22
Ungarn hatte damals fast schon Westcharakter für DDR Touris. Leider hatten wir meist nicht genug Forint in der Tasche, obwohl wir uns die Fressalien aus der DDR größtenteils mitnahmen.

Ich war 1987 mal mit Jugendtourist in Georgien und Armenien.
In einer georgischen Kleinstadt war Markt und ich hatte ein Levis Jeans an.
Die Georgier hätten mir fast die Hose ausgezogen und haben mir Unsummen an Rubeln für die Jeans geboten.

Mir wurde im Tausch für die Hose sogar ein original georgischer Krummdolch von deren Prachtuniform angeboten, aber das Hotel mit einer Ersatzhose für mich war 30 km entfernt, sonst hätte ich den Deal Jeans gegen historischen Krummdolch (Kosakendolch ?) sicher gemacht :-).


Stimmt, für eine echte Lewis hätten die ihre Babuschka verkauft. 1977 über Jugendtourist große Russlandreise bis Baikalsee. Ich glaube, in Novosibirsk, oder war es oder in Bratsk, jedenfalls einer von unserer Reisegruppe hatte eine echte Lewis. Er hat dafür einen echten, guten Ledermantel eingetauscht. In der DDR damals ebenfalls ein kleines Vermögen.


 Antworten

 Beitrag melden
27.12.2020 13:30
avatar  GKUS64
#28
avatar

Das Palatinus-Bad in Budapest

Ein Highlight in Budapest, auf der schönen Margareten-Insel, war und ist
das berühmte Palatinus-Bad. 1919 wurde es eröffnet und 1934 umgebaut und erweitert.
In herrlicher Umgebung am zentralen Ort, befindet es sich in malerischer Parkanlage.
Mehrere Becken mit Wasserfontainen, Thermalwasser und Wellenbad
befinden sich am Ort.
Ein besonderer Höhepunkt war immer, wenn über Lautsprecher der Beginn des Wellenbades angekündigt wurde. Die Massen strömten dann zum Bad und man hatte Mühe einen Platz im Wasser zu finden.
Beigefügte Bilder zeigen diese Atmosphäre.



GKUS64


 Antworten

 Beitrag melden
26.01.2021 15:53
#29
avatar

Zitat Fähnrich Beitrag #1
(...)
Westliche Presse durfte eingeführt werden und war auch in Ungarn erhältlich, also alle bekannten großen Tageszeitungen und Wochenzeitschriften wie zum Beispiel der Spiegel oder Stern. Warum tat sich die DDR da so schwer, zudem viele Bürger der DDR in Ungarn Urlaub machten und westliche Presse ohne Probleme erwerben konnten.
Das Warenangebot in den Geschäften war nicht gering und es gab sogar viele Artikel aus dem Westen. Ich nenne nur mal als Beispiel Coca Cola, auch Zigaretten aus dem Westen waren problemlos zu bekommen.
Einen Tag habe ich auch die Hauptstadt Budapest besucht und konnte zu einer westlichen Metropole keinen großen Unterschied erkennen.
Was mir in Budapest auch aufgefallen ist, sehr viele Autos mit ungarischen Kennzeichen, wie VW, Opel, Ford, Mercedes und sogar einen Porsche.
Ungarn war nun auch ein kommunistisches Land und da stellt sich für mich die Frage, was hat man in Ungarn anders gemacht wie in der DDR.



Über Erfahrung in den 1970iger Jahren kann ich nicht berichten aber über die 1980iger Jahre. Die Grenzkontrollen der Ungarn waren kein Vergleich zu den Schikanen an der innerdeutschen Grenze.
Die ungarischen Grenzbeamten kontrollieren die PKWs im Grunde genommen auch nur wegen der Bewohner aus den anderen osteuropäischen Staaten.
In den 1980iger Jahren durften die Ungarn -wenn ich das richtig in Erinnerung habe- alle 3 Jahre in nichtsozialistische Ausland, nach Jugoslawien sogar alle zwei Jahre. Konnten sie Devisen nachweisen, durften sie sogar öfters reisen.
So war es keine Sensation, in den 1980iger Jahren viele ungarische PKWs im Burgenland um Eisenstadt zu sehen. Die Österreicher konnten übrigens in dieser Zeit schon ganz ohne VISAzwang Ungarn bereisen.

Innerhalb der K&K Monarchie ging alles etwas geschmeidiger zu.


 Antworten

 Beitrag melden
26.01.2021 16:51
avatar  PF75
#30
avatar

die Vergleich von Polen ,Ungarn uns anderen östlichen Staaten und der DDR hat nur den unterschied ,für ostblockstaaten war die BRD Ausland und nicht Teil ihres ehemaligen landes.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!