Der "Birxsteig" an der Biathlon-Weltcup Strecke in Oberhof und sein Namensgeber Roland Schmidt Spitzname "Birx"

22.12.2020 13:24
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#1
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Ich beziehe mich auf den Beitrag "Schwein gehabt" meines ehemaligen Kameraden aus Frankenheim/Rhön Birx7476, der mit großem Interesse von den Usern des Forum gelesen wurde.
In dieser sehr spannenden und fast unglaublichen Geschichte erwähnt birx7476 auch, dass der steile Anstieg an der Biathlon Weltcupstrecke in Oberhof der "Birxsteig", wohl der steilen Straße von Seiferts nach Birx nachmodelliert sei.

Hier gingen die Meinungen der User zur Namensgebung des "Birxsteig" in Oberhof relativ weit auseinander.

Fakt ist aber, dass bekannte "Birxsteig" seinen Namen von dem Spitznamen der ehemaligen Streckenchefs aus Oberhof Herrn Roland Schmidt Spitzname "Birx" sich herleitet.

Dieser Geschichte bin ich nun akribisch auf den Grund gegangen und habe vor ein paar Minuten mein Telefonat mit Herrn Roland Schmidt "Birx" dem ehemaligen Streckenchef von Oberhof beendet.
Als ich Herrn Roland Schmidt (83 Jahre alt) vor ca. 60 Minuten unbekannterweise anrief, habe ich mich als Ex-Grenzsoldat der vor gut 44 Jahren in Frankenheim/Rhön an der Grenze gedient hat, beim ihm vorgestellt.

Er war sofort im Bilde und erzählte mir die Geschichte um den Namen "Birxsteig" in Oberhof.

"Birx" Vorfahren der vierten oder fünften Generation stammen ursprünglich aus Birx, sind aber schon vor gut 100 Jahren von Birx weg in die Gegend um Zella-Mehlis bei Oberhof gezogen.
Roland Schmidt erzählte mir, dass er mit der Familie Flechsenberger aus Birx, die heute noch den bekannten "Flechsenberger Hof" betreibt, weitläufig verwandt ist. Als junger Sportler 1952 habe er sich in Birx bei einem Skihersteller (Tischler ?) seine Wettkampfski aus kanadischem Hickory-Holz anfertigen lassen. Später durfte er nicht mehr nach Birx, weil der Skiclub die Wettkampfski von einer anderen Firma aus der DDR bezog und Birx im Schutzstreifen lag.

"Birx" kennt den steilen Anstieg der Straße von Seiferts nach Birx persönlich. Das erstemal wieder nach 1952 war er zusammen mit seiner Frau und Freunden aus Oberhof im Reisebus Anfang der 90iger Jahre nach Birx gefahren und hat die Straße von Seiferts nach Birx besichtigt.

Birx sagte mir, dass die Straße von Seiferts nach Birx von der Steigung her steiler und länger sei als der bekannte "Birxsteig" in Oberhof. Er verneinte aber, als er die Weltcupstrecke in Oberhof mit dem "Birxsteig" gestaltete, dieser dem Verlauf und Anstieg nach der Straße von Seiferts nach Birx nachempfunden zu haben.

Den Namen "Birxsteig", in Oberhof an der Biathlon-Weltcupstrecke, war Roland Schmidt "Birx" zu Ehren, von seinen Sportlern und Trainern des Sportclub Oberhof ersonnen und so offiziell als Streckenabschnitt benannt wurden.
"Birx" war viele Jahre lang bis zum erreichen des Rentenalters Streckenchef beim Sportclub Oberhof. Er hat viele nationale und internationale Auszeichnungen erhalten und seine Expertise im Streckenbau des Biathlon wird heute noch sehr geschätzt von Sportclubs und Trainern auf der ganzen Welt.

Es war ein sehr angenehmes , informatives und lockeres Telefonat mit Birx, von dem ich auch alle User des Forums herzlich grüßen darf.

Ich habe mich herzlich bei ihm für das sehr angenehme spontane Telefonat bedankt und ihm und seiner Frau Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und vor allem weiterhin eine gute und stabile Gesundheit auch im Namen der User des Forum gewünscht.

Es grüßt euch herzlich von der Schwäbischen Alb euer birx20.

Dieter


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22.12.2020 15:33
avatar  RainAir
#2
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Eine wirklich tolle Geschichte und exzellent recherchiert. Die Vorfreude auf die beiden Weltcup Wochen im Januar ist noch mal gestiegen.
Herzlichen Dank Dieter (Birx20)


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22.12.2020 15:39
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#3
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Rainair, dann können wir beide und andere User an " Birx' den ehemaligen Streckenchef und an den "Birxsteig" sowie an den steilen und langen Anstieg der Straße von Seiferts nach Birx , an die Biathleten denken, wenn sie wie die Verrückten den "Birxsteig" beim Weltcup in Oberhof hochrennen auf den Brettern :-).


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22.12.2020 16:11
#4
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@birx20: Sehr schön. Man muss eben zu den Quellen gehen, um die Wahrheit zu erfahren. Der Buschfunk hat nicht immer recht, wie auch mein Buschfunkbericht zum Birxsteig falsch war. Aber meist sind wahre Informationen enthalten, die den Weg weisen. Danke, das ist prima, dass wir jetzt Klarheit haben.
Wolfgang


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22.12.2020 16:37
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#5
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Wielange wird noch gebirxt ?


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22.12.2020 17:16
avatar  linamax
#6
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Bis es dir auf die Nerven geht .


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23.12.2020 09:33
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#7
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Zitat von linamax im Beitrag #6
Bis es dir auf die Nerven geht .


Danke ! Naja ist für dich wohl angenehmer als das Thema Fahnenflucht .


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23.12.2020 09:47 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2020 09:48)
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#8
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Nicht das jetzt mit Deborah Birx ein neues Thema aufmacht wird.

God Jul.


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23.12.2020 11:03
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#9
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Hallo Thunderhorse,
weil Morgen Heiligabend ist und die Feiertage vor der Tür stehen, verzichte ich ausnahmsweise dir zu liebe auf das neue Highlight - Thema Deborah Birx :-).

Sicher möchtest du das Fass mit Deborah gern selbst aufmachen.

Wäre sicher auch ein super Thema die Ex-Gesundheits-oder Pandemieberaterin ? von Donald dem Allergrößten.........

Die Recherche für Deborah mit dem Familiennamen Birx, hast du bestimmt gründlich wie immer und sehr gut gemacht.
Bitte veröffentliche deine Rechercheergebnisse dazu, wir möchten grundsätzlich alles was sich "Birx" nennt wissen:-).

Ich wünsche die Frohe Weihnachten Erwin.

Gruß Dieter


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23.12.2020 11:19
avatar  linamax
#10
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Das Thema Fahnenflucht , da kannst du wegen mir den ganzen Tag schreiben ,daß stört mich nicht .


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23.12.2020 12:11
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#11
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zu#10 Hallo Linamax,
gerne würde ich als Vielschreiber dir die Freude machen und auch über Fahnenfluchten oder ähnliches schreiben.

Leider waren wir auf der 10. GK in Frankenheim 1976/77 eine vorbildliche "Rote Kompanie" ganz im Unterschied zur 9. GK in Kaltenwestheim, worüber Sojus1308 (Sven) in seinem Buch "Die SCHWARZE KOMPANIE " bereits sehr umfassend berichtete.

Bei uns regierte als KC Hauptmann J. (Spitzname: der Klack) eisern durch und ließ für großartige Disziplinverstöße u.a. wenig Spielraum.
Wahrscheinlich hat bei uns zu meiner Zeit das MfS und deren Abteilung V2000 gründlich gearbeitet und unter uns war kein "Schwarzes Schaf" (Deserteur).
Unter uns Soldaten ging das Gerücht um, dass unser "toller KC" auch bei der "Firma Horch und Guck" war. Es wurde auch gemunkelt, dass er von der GAK-Schule in Nordhausen zur Bewährung als KC zu uns auf die Hohe Rhön strafversetzt wurde. Die genauen Hintergründe für seine "Beförderung" zur 10. GK sind uns nicht bekannt geworden, soweit reichte der Flurfunk damals nicht.


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