Preise im Intershop der DDR

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20.12.2020 16:03 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2020 18:04)
avatar  Relda
#1
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Hallo,
wie waren die Preise im Intershop?

wenn ich mich nicht irre in den 1980er jahren:

1 Hanuta 0,50 DM
Bahlsen "Ohne Gleichen" 2 oder ich denke eher 2,50 DM
Toffifee 2,00 DM
eine leere Musikkasette 2,50 DM
Ich glaube 2 Videokasetten oder waren es mehr 19 DM herum ?
Duplo 1 Riegel 0,35 DM
ich glaube 1 Stange Rocher (5 Stück ?) 2 DM ?
1 Stange Ferero Küsschen (5 Stück in der Packung ?) 1,50 DM ?
Überraschungswei 1,00 DM ?


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20.12.2020 16:23
#2
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Hallo.
an den Intershop kann ich mich auch erinnern. Wir nannten das auch "Intershopsozialismus" wegen der Unverzichtbarkeit der Einnahme von Westgeld für die DDR. Ich glaube die hier abgebildeten Kassetten kosteten damals 5 DM. Es gab auch welche mit 90 min. Die waren wohl noch teurer.

Gruß Fischerhütte


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20.12.2020 16:37
#3
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Erinnere mich auch , Kaffee 5DM , Matchboxautos 2,50DM .

Geht nicht , gibts nicht !

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20.12.2020 16:41
avatar  MKF
#4
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MKF

Die Preise im Intershop änderten sich aber auch regelmäßig, das heißt, sie stiegen an. Ich kann mich nicht mehr an viele Details erinnern, aber für mich (damals als Kind) waren die Preise der "Matchbox"-Autos wichtig. Anfänglich, also in den 70er-Jahren waren die noch für 1 DM zu haben. Der Preis stiegt bis Mitte der 80er Jahre auf 2.50 oder 3 DM.


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20.12.2020 17:07
#5
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Schaut mal hier 2013 gab's auch sowas schon.
Intershop

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius

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20.12.2020 17:20
avatar  RalphT
#6
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Waren denn die Preise so ähnlich wie in jedem Westladen oder waren die im Intershop deutlich billiger/teurer?


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20.12.2020 17:35
#7
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Ich weiß nur das die Zigaretten deutlich billiger waren als im Westen.
Ich habe da mal eine Handbohrmaschine von Black & Decker gekauft......lange gespart und 98 DM bezahlt.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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20.12.2020 17:36
avatar  furry
#8
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Zitat von RalphT im Beitrag #6
Waren denn die Preise so ähnlich wie in jedem Westladen oder waren die im Intershop deutlich billiger/teurer?


@RalphT , diese Frage können Dir nur sehr, sehr wenige ehemalige DDR-Bürger beantworten.
Ihnen fehlte einfach der Vergleich.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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20.12.2020 17:36 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2020 17:38)
#9
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Zu RalphT in #6:
Ich weiß es zwar nicht, aber logisch wäre es, wenn sie billiger waren als im Westen. Warum ? Wenn sie genauso viel gekostet hätten oder gar mehr, hätte kaum ein Deviseninhaber dort was gekauft, sondern eher aus dem Westen direkt mitgebracht. Zumal die Handelsspanne zwischen Einkauf vom Erzeuger bis zum Endkunden im Westen i.d.R. recht hoch war und ist. Eine Verkäuferin im Intershop verdiente mit Sicherheit nicht so viel in Mark wie ihre Kollegin im Westen in DM, eben dazu noch Ostmark und nicht West. So war es für die DDR immer noch sehr lukrativ, auch bei einer etwas niedrigeren Gewinnspanne, dort Waren anzubieten. Dazu kommt noch, daß auch Ostprodukte angeboten wurden, auch solche, die keine Bück-Ware war. Das war praktisch wie ein zusätzlicher Export dieser Produkte in den Westen.


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20.12.2020 17:40
#10
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Für Westler werden die recht kleinen Läden mit dem äußerst begrenzten Angebot nicht attraktiv gewesen sein.

Eher waren die dafür gedacht, den Devisenbesitz von DDR-Bürgern abzuschöpfen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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20.12.2020 18:04 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2020 18:06)
avatar  GKUS64
#11
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Ja wir hatten sogar Forumschecks, da gab es das Forum noch garnicht!, und dann gab es noch die
"Blauen Fliesen" ! Nu mir hatten schon allerhand!


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20.12.2020 18:14
#12
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20.12.2020 18:47
avatar  Lutze
#13
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Jedes Jahr dort eine Wrangler-jeans gekauft, 50 DM,die besten waren Made in Belgium
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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20.12.2020 19:39
avatar  icke46
#14
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10
Für Westler werden die recht kleinen Läden mit dem äußerst begrenzten Angebot nicht attraktiv gewesen sein.

Eher waren die dafür gedacht, den Devisenbesitz von DDR-Bürgern abzuschöpfen.


Mir ist da nicht ganz klar, von welchen Intershops jetzt hier speziell die Rede ist. Die, die ich kenne, an der Transitstrecke noch Berlin und auf dem Bahnhof Friedrichstraße, wurden von mir regelmäßig besucht. Zigaretten kosteten etwas mehr als 50 % des Westpreises, Cognac war im Schnitt 33 % billiger. Was ich mir auch regelmäßig geleistet habe, war eine Platte mit 24 Flaschen Radeberger, die Flasche für 50 Pfennig. Und dass in den Läden als Westler ein Exot war, kann ich nun wirklich nicht behaupten...


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20.12.2020 19:43
avatar  Freest
#15
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #10
Für Westler werden die recht kleinen Läden mit dem äußerst begrenzten Angebot nicht attraktiv gewesen sein.

Eher waren die dafür gedacht, den Devisenbesitz von DDR-Bürgern abzuschöpfen.


Am Anfang waren die Läden schon direkt auf die Westbesucher ausgerichtet. Die sollten bestimmte Mitbringsel (damals reisten ja alle noch mit dem Zug und konnten nicht so viel heranschleppen) im Intershop kaufen.

Im Laufe der Zeit wurde das Angebot immer breiter. Ich habe die Entwicklung der Intershops in Dresden von Mitte der 1960er Jahre bis zum Ende verfolgen können, da wir durch regelmäßige Besucher immer über (beschränkte Summen) DM verfügten.

So richtig geschockt war ich in Berlin, da gab es in der obersten Etage des Parkhauses vom Hotel Metropol sogar einen Kfz-Laden. Als ich das erste Mal dort drin stand, kam ein Mann rein und fragte: "Haben Sie Wartburgbatterien?" "Nein." "So ein Mist, wo soll ich denn jetzt zum Sonntag eine Wartburgbatterie herkriegen?"

Da dachte ich, Donnerwetter, hier in Berlin müssen die Leute ja im Westgeld schwimmen.

Aber das Abschöpfen ist natürlich völlig richtig. Ich glaube, durch die Intershops sollten gebewillige Menschen im Westen dazu gebracht werden, ihrer Ostverwandtschaft mit Geld zukommen zu lassen.

Zu der Frage der Preise bin ich nicht aussagefähig, da ich keine Verbrauchsgüter sondern Technik gekauft habe.

Freest


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