Warum brauchen wir Geheimdienste, Militär, Staatsschutz, Polizei und Justiz

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13.12.2020 16:54 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2020 23:03)
avatar  Fall 80
#1
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1. Bei Polizei und Justiz ist die Beantwortung der Frage relativ einfach.

Da das Zusammenleben in einer Gesellschaft leider immer Konflikte mit sich bringt brauchen wir Gesetze, Ordnungshüter die die Einhaltung überwachen und eine Justiz, welche Zuwiderhandlungen sanktioniert.

2. Der Staat muss sich (bei Strafe seines Unterganges) gegen innere Feinde des Staates schützen und dafür bedarf es eben den Staatsschutz.

3. Staaten ohne Militär und ohne Geheimdienst werden früher oder später der Früchte ihrer Arbeit oder des Staatsgebietes beraubt.

In totalitären Staaten hält sich die "Macht Elite" das gemeine Volk mittels Staatsschutz, Polizei, Justiz und in Sonderfällen sogar mit Militär vom Halse.

Das die DDR ein totalitäres Regime war, ist in großen Teilen der Bevölkerung unbestritten.

Darüber täuscht auch kein nivellierendes Sozialsystem hinweg, welches ja eh durch die Werktätigen selber erarbeitet wurde. Der Staat hat ja die Zuckerplätzchen nur verteilt.

Derweil hat die (ab)gehobene Kaste sich mit Konsumgütern vom Klassenfeind ihre schweres Leben versüßt.

Feuer frei für alle die mir das Gegenteil beweisen können.

Nachtrag: Natürlich auch für die User, welche es ähnlich sehen.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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13.12.2020 22:10
avatar  Fall 80
#2
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Wundert mich schon, dass noch keine Gegendarstellung gekommen ist oder sollte ich doch ins schwarze getroffen haben?

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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14.12.2020 10:01
#3
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So kann man sich irren. Nur mal ´ne Frage. Ab wann, welcher Ebene, ist eine Kaste abgehoben und was ist mit Menschen, die durch Erbschaft, spendable Westverwandte oder andere Möglichkeiten, an Devisen zu gelangen, sich diverse Konsumgüter leisten konnten ?


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14.12.2020 10:25
avatar  B Man
#4
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Lieschen Müller
Golf und ein paar adidas Turnschuhe

Genosse Erich Honecker
Custommade Range Rover für 300 000 DM und ....



Aber darum geht es ja eigentlich mal wieder gar nicht.

Gruss Andreas


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14.12.2020 10:41 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2020 10:41)
#5
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Was meinst Du, wer heute die Luxuslimosinen, gepanzert, für die Obersten im Land, bezahlt hat ? Ein Staatsoberhaupt ist nicht Lieschen Müller, egal in welchem Land und welchem System. Gegen das Vermögen von heutigen Größen waren Honecker und Konsorten nur Mittelklasse. Irgendwie kommt mir dabei immer der Verdacht, daß bei solchen Kritiken an den Möglichkeiten von politischen Prominentender DDR ein bischen der Neid mitschwingt, womit ich nicht abstreiten will, daß sicher bei einigen dieser Größen eine Art überzogenes Anspruchsdenken geherrscht haben möge.


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14.12.2020 12:19
avatar  B Man
#6
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Gegen das Vermögen von heutigen Größen waren Honecker und Konsorten nur Mittelklasse.


Sagt ausser ein paar wenigen auch keiner das das Staatsoberhaupt mit nem Trabi herumfahren soll.

Aber in einem Land was gerade so viele Einwohner hat wie die Großräume Moskau und Washington sollte man vielleicht kleinere Brötchen Backen.

Gruss Andreas


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14.12.2020 12:28
avatar  Fall 80
#7
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Was meinst Du, wer heute die Luxuslimosinen, gepanzert, für die Obersten im Land, bezahlt hat ? Ein Staatsoberhaupt ist nicht Lieschen Müller, egal in welchem Land und welchem System. Gegen das Vermögen von heutigen Größen waren Honecker und Konsorten nur Mittelklasse. Irgendwie kommt mir dabei immer der Verdacht, daß bei solchen Kritiken an den Möglichkeiten von politischen Prominentender DDR ein bischen der Neid mitschwingt, womit ich nicht abstreiten will, daß sicher bei einigen dieser Größen eine Art überzogenes Anspruchsdenken geherrscht haben möge.


@DoreHolm

Es ging doch eher darum, dass zwischen den politischen Parolen und dem Anspruchsdenken ein enormer Widerspruch bestanden hat. Staatskarossen gab es auch bei den Russen und Tschechen.

Ich war damals nicht neidisch und bin es heute nicht. Ein Auto ist für mich ein notwendiges Übel um meine Wege erledigen zu können. Leider kann ich nicht alles mit dem Fahrrad transportieren.

Ich hatte damals alle materiellen Dinge welche ich zum Leben gebraucht habe und beschränke mich heute auch mehr oder weniger auf die notwendige Dinge welche mein Leben erleichtern. Für den Erwerb von Statussymbolen bin ich zu geizig

Die hohen Genossen und ihr Sprachrohr K E v.Schnitzler haben ja immer das Gespenst vom faulenden und sterbenden Kapitalismus an die Wand gemalt.
Das sie selber von innen heraus und von oben nach unten am Verfaulen waren haben sie nicht gerafft.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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14.12.2020 12:37
#8
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Während sich die DDR Führung sich in Wandlitz "verschanzte" und von Militär bewacht wurde , geht das heute ja , um Gottes Willen , nicht mehr ! Jeder der Regierung hat sein eigenes Domizil ( was heute wahrscheinlich der gesamten Wert von Wandlitz hat ) und jedes dieser Objekte wird von einer unmenge von Polizei und Zivilbeamten bewacht . Und das bezahlen auch wir !! Wozu damit sie noch weiter abheben ??

Geht nicht , gibts nicht !

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14.12.2020 13:27
avatar  B Man
#9
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Zitat von russ.snaiper im Beitrag #8
sich in Wandlitz "verschanzte"


Wandlitz ist nur das was man oben sieht und eigentlich sogar recht bescheiden was ich so gesehen habe.

Wo richtig Kohle versenkt wurde um die Macht auch noch zu erhalten wenn das Land atomar verwüstet wäre liegt zwischen Bernau und Eberswalde unter der Erde.
Was hat man da verbuddelt ? 200 Millionen ? Keine Ahnung.
Allein der Hubschrauberlandeplatz mit 3 grossen Bunkern an der Heutigen A11 hat damals etwa 22 Millionen gekostet.

Gruss Andreas


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14.12.2020 13:32 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2020 13:33)
#10
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B Man in #9:
Wo richtig Kohle versenkt wurde um die Macht auch noch zu erhalten wenn das Land atomar verwüstet wäre liegt zwischen Bernau und Eberswalde unter der Erde.
Was hat man da verbuddelt ? 200 Millionen ? Keine Ahnung.

Das dürfen natürlich nur die Regierungen der NATO-Staaten. Dort sind diese Ausgaben gerechtfertigt.


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14.12.2020 13:40
avatar  B Man
#11
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #10
Das dürfen natürlich nur die Regierungen der NATO-Staaten. Dort sind diese Ausgaben gerechtfertigt


Der Ronald und anfangs auch der Leonid konnten sich das leisten.
Der Erich anscheinend nicht.

Gruss Andreas


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14.12.2020 13:42
avatar  birx20
#12
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zu #3 Werter Dore Holm,

die Kaste (hohe Partei-und Staatsfunktionäre sowie MfS) Nomenklaturkader war der damals gängige Begriff zur Definition der Kaste unterschied sich deutlich in Art, Umfang und Qualität ihrer selbstgewählten Privilegien von Otto Normal DDR Bürger, selbst wenn dieser von der Oma Aluchpis (Mark der DDR) geerbt hatte oder aus dem Westen finanzierte Genex/Intershopwaren erhielt.

Auf ein Auto (Pappe) musste Otto Normal Bürger gute 13 Jahre warten, trotz ausreichend Aluchips auf dem Sparbuch. Der Bevorzugte (Nomenklaturkader) musste nicht 13 Jahre auf seinen Wartburg oder Lada warten.

Die Aufzählung der Privilegien der Nomenklatura lässt sich noch wunderbar erweitern, falls du Wert darauf legen solltest.

Zustimmen möchte ich dir, werter Dore Holm dahingehend, dass die hochgesicherte "Siedlung Wandlitz" eine nahezu kleinbürgerliche Durchschnittssiedlung im Vergleich mit jedem Viertel der Besserverdienenden heutiger Zeit oder auch früher in der alt BRD vor der Wende war.
Jeder gut arrivierte alteingesessene Handwerksmeister mit kleiner Firma in Ost oder West, besitzt heute ein wesentlich schöneres Haus als die Ex-DDR Politbüroprominenz.

Diese ca. 20 Personen und deren Familien hatten, trotz immenser Privilegien keinen guten Geschmack.

Guten Geschmack kann man nicht kaufen, den muss man haben und sich auch erarbeiten (im ideellen Sinn).

Es waren Kleinbürger in ihrer Denkungsart, dass zeigte auch die Siedlung Wandlitz sehr einprägsam.


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14.12.2020 14:21
avatar  Fall 80
#13
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Nochmal zur Ausgangsfrage zurückzukehren.

Militär, also bei uns Die Bundeswehr hat für mich die Aufgabe Deutschland und andere EU Staaten zu schützen und das maximal an den EU Außengrenzen. Nicht am Hindukusch und nicht in Afrika oder im indischen Ozean.

Das mit dem Schützen der anderen EU Ländern kann schon in die Hose gehen, falls ein anderes EU Land Expansionspläne hegt, bzw. vom Kodex der EU Vereinbarungen abweicht.
Wie Bündnisse in Bedrängnis kommen können haben wir ja bei dem Natomitglied Türkei deutlich gesehen, von den Machenschaften der USA will ich da gar nicht erst Anfangen.

Bei der Polizei und der Justiz habe ich die Befürchtung, dass ihnen durch die Politik der Gutmenschen die Hände gebunden werden und selbst Gesetze so weich gespült wurden, dass oftmals der Spielraum nicht ausgeschöpft wird.

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Straftäter mit 20 und mehr bekannten Delikten immer noch frei rumlaufen und die Früchte des Sozialstaates genießen.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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14.12.2020 16:24 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2020 22:49)
avatar  Fall 80
#14
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Bei allen Aktionen im Zusammenhang mit der Sicherheit des Staates ist der legale und der geduldete illegale Waffenexport an Länder außerhalb der EU und der Nato eine besonders hirnrissige Aktion und entlarvt die politischen Statements als Lügen.

Selbst bei Lieferungen an NATO Länder müssten Sicherungen in die Verträge, dass bei solchen eigensinnigen Handlunge wie der Türkei die Lieferung auch ohne Vertragsstrafe eingestellt werden kann. Noch besser wäre es, solch unsichere Kandidaten überhaupt nicht zu beliefern.

Ich habe da ein interessantes Buch wie die Waffenindustrie mit Hilfe von Lobbyisten die staatlichen Auflagen/Verbote erfolgreich umschifft und Waffen nach Mexiko und Kolumbien geliefert hat.

Wer Waffen in Krisengebiete liefert bekommt Flüchtlinge incl. Terroristen als Rückfracht geliefert.


Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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14.12.2020 16:35 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2020 16:46)
avatar  Mike59
#15
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Zitat von B Man im Beitrag #9
Zitat von russ.snaiper im Beitrag #8
sich in Wandlitz "verschanzte"


Wandlitz ist nur das was man oben sieht und eigentlich sogar recht bescheiden was ich so gesehen habe.

Wo richtig Kohle versenkt wurde um die Macht auch noch zu erhalten wenn das Land atomar verwüstet wäre liegt zwischen Bernau und Eberswalde unter der Erde.
Was hat man da verbuddelt ? 200 Millionen ? Keine Ahnung.
Allein der Hubschrauberlandeplatz mit 3 grossen Bunkern an der Heutigen A11 hat damals etwa 22 Millionen gekostet.


Na wenns Ostmark waren - easy going
Regierungsbunker West:

Zitat
Die Anlage selbst sollte gegen den Angriff mit atomaren Waffen sicher sein und war weitgehend autark in der Versorgung mit elektrischer Energie, Frischluft und Trinkwasser. Im Gegensatz zu anderen Festungen oder militärischen Bunkern war sie allerdings nicht bewaffnet. Die Sicherung sollten Bundeswehreinheiten in feldmäßigen Stellungen übernehmen, darunter das Sicherungs- und Versorgungsregiment des BMVg. Die Kosten für das Bauwerk wurden auf rund drei Milliarden DM geschätzt, genaue Zahlen stehen wegen der Geheimhaltung nicht zur Verfügung.


Quelle


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