Die DDR aus heutiger Sicht oder was soll schön gewesen sein?

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08.03.2021 17:50
avatar  Gert
#76
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Zitat von Dynamo53 im Beitrag #73
...ich opfere mal meine wohlverdiente Mittagspause und platziere mal kurzen Anhang zu meinem Beitrag # 63 und der darauffolgenden Antwort. Genau dies ist das Problem geworden , wenn man hier nicht dem Mainstream folgt hat man seinen abwertenden Stempel. Das ist mit der Flüchtlingspolitik so , nur weil man sich Gedanken über die Zukunft macht , wie wohl die Enkel aufwachsen und in welchem D sie leben werden und die offizielle Flüchtlingspolitik hinterfragt, ist man in großer Nähe der Rechten. Wenn man aktuell die Coronageschichte hinterfragt , nur weil aus persönlicher Sicht Dinge nicht zusammen passen was uns so versucht wird einzureden, ist man der große Verschwöhrungstheoretiker und was nicht alles für Begriffe erfunden wurden . Wenn man mal wie hier im Forum etwas positives der ehemaligen Heimat erwähnt , hat man seinen sozialistischen Stempel. Ob dies noch die gelobte
" Meinungsfreiheit " ist , hat sicher jeder seine persönliche Sichtweise, ich auch ....



Heul doch nicht, es ist alles im grünen Bereich 👍😇


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08.03.2021 18:31
#77
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Zitat
Und viele glauben folglich, daß mit Maßnahmen in Deutschland das Weltklima "gerettet" werden kann, was natürlich unmöglich ist.



Diese Zitierfunktion hier ist wirklich komfortabel geworden - Daumen hoch.

Zum Thema: Deutschland, so klein es auch ist, hat schon mit vielen Erfindungen und Vordenkertum Dinge in der ganzen Welt verändert. Die Welt schaut sicherlich schon noch auf uns, was wir so tun und leisten - ob man sich was abschauen kann.
Blind bin ich natürlich auch nicht: Das wird weniger, weil wir Flughäfen, Impfungen, Maut etc. dummerweise nicht hinbekommen.

Aber gerade in Sachen Klima finde ich, dass eine moderne Nation vorangehen.


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08.03.2021 21:23 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2021 21:36)
avatar  Ehli
#78
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Zitat von axelloko im Beitrag #47
Strauss hatte seine Spezln, die dick im deutsch-deutschen Handel tätig waren.
Ohne DDR wär ja Quelle schon dreißig Jahre früher pleite gewesen und die sassen ja in Fürth.

Habe was gefunden, was den Handel mit Waren der DDR - BRD betrifft.
Ostprodukte im Westregal

Auf den roten Button drücken, dann startet das Video.
Ehli


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08.03.2021 22:19 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2021 22:20)
#79
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So richtig bekannt war das wohl den Wenigsten Alt-Bundesdeutschen, aber auch die DDR-Bürger wußten nur aus den für sie bekannten Firmen, was alles rüber ging, aber nicht den gesamten Umfang. Es war, vor allem in den 70er und noch mehr in den 80er Jahren der Versuch, eine ökonomische Entwicklung aufzuhalten, die eigentlich nicht mehr aufzuhalten war, außer ihre Entwicklung in die länge zu ziehen.
Interessant für mich die Beiträge zur Möbel- und Schuhindustrie. Erstere durch meinen Vater (zu Geschäftspartner Lämmerzahl gab es nicht nur rein wirtschaftliche Kontakte) und Herrn Letzoch vom Schuhkombinat durch unsere Anbindung an die Salamander-Gestattungsproduktion. Bei uns speziell den Saladur-Klebstoff in Tuben für den Einzelhandel (nur die Leertube war von Drüben).


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09.03.2021 08:11 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2021 08:31)
#80
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....mal kurz dies...soll jetzt nicht den Bau der Mauer rechtfertigen bzw die Entwicklung des östlichen D , für mich nur als Folge. Hätte 1952 Adenauer und die verantwortlichen Stalins Angebot zur
Vereinigung von einem neutralen Deutschland angenommen , wäre einiges anders in der Geschichte gelaufen, ohne Mauer und sozialistischer Planwirtschaft. Aber dieses
Angebot wurde als angebliches Täuschungsmanöver Stalin's abgelehnt , obwohl aus Dokumenten hervorgeht, dass einige dem Angebot getraut und durchaus zugestimmt hätten ...


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09.03.2021 08:35
avatar  Gert
#81
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[quote=""|p786907]....mal kurz dies...soll jetzt nicht den Bau der Mauer rechtfertigen bzw die Entwicklung des östlichen D , für mich nur als Folge. Hätte 1952 Adenauer und die verantwortlichen Stalins Angebot zur
Vereinigung von einem neutralen Deutschland angenommen , wäre einiges anders in der Geschichte gelaufen, ohne Mauer und sozialistischer Planwirtschaft. Aber dieses
Angebot wurde als angebliches Täuschungsmanöver Stalin's abgelehnt , obwohl aus Dokumenten hervorgeht, dass einige dem Angebot getraut und durchaus zugestimmt hätten .../quote]

Ich denke es war ein Trick von Onkel Joe, Stalin konnte man nicht über den Weg trauen, das hatte er bewiesen.


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09.03.2021 09:13
#82
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Ich denke es war ein Trick von Onkel Joe, Stalin konnte man nicht über den Weg trauen, das hatte er bewiesen.

Nein, das war von Stalin ernst gemeint.
In Österreich hat es ja auch funktioniert, bis heute.

Aber der Spaltungskanzler Adenauer war schon zu tief mit dem Westen und dem Aufbau und Wiederbewaffnung der BRD verknüpft. Ein neutrales Deutschland passte nicht in das Konzept der kalten Krieger der BRD und der NATO.
Daher lehnte der Westen die vernünftigen Vorschläge zur deutschen Einheit von Stalin ab.



passport


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09.03.2021 09:21
#83
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Zitat von Dynamo53 im Beitrag #80
....mal kurz dies...soll jetzt nicht den Bau der Mauer rechtfertigen bzw die Entwicklung des östlichen D , für mich nur als Folge. Hätte 1952 Adenauer und die verantwortlichen Stalins Angebot zur
Vereinigung von einem neutralen Deutschland angenommen , wäre einiges anders in der Geschichte gelaufen, ohne Mauer und sozialistischer Planwirtschaft. Aber dieses
Angebot wurde als angebliches Täuschungsmanöver Stalin's abgelehnt , obwohl aus Dokumenten hervorgeht, dass einige dem Angebot getraut und durchaus zugestimmt hätten ...


Nach einer teilweisen Öffnung der Archive der ehemaligen Sowjetunion geht der historische Streit darüber, ob die Stalin-Noten nur ein Störmanöver waren, weiter.[4] Peter Ruggenthaler, der für seine Publikation Akten aus dem zentralen Parteiapparat der Kommunistischen Partei der Sowjetunion auswertete, darunter nachgelassene Papiere Molotows, bejahte die Frage.[5]

Ruud Van Dijk gibt in seinem Papier mehrere Gründe dafür an, dass die Noten wahrscheinlich nicht ernst gemeint waren. Zum Beispiel gab es keine Überlegungen oder Szenarien für den Fall, dass die Westmächte auf den Vorschlag eingehen sollten. Dies ist die Meinung der überwiegenden Zahl der Historiker. Völlig eindeutig ist die Forschungslage aufgrund der schlechten Quellenlage jedoch nicht und vereinzelt führen einige Autoren Zweifel an. Hans-Heinrich Nolte behauptet, dass Stalin tatsächlich zu einer Wiedervereinigung Deutschlands als neutraler Staat bereit gewesen sei, dieser Vorschlag im Westen aber nicht ernst genommen wurde.[6] Klaus Kellmann urteilt in seiner Stalin-Biografie, Stalin habe höchstens mit dem Dokument vom 10. März „einiges in der DDR“ opfern wollen. „Alle folgenden Schreiben müssen als reine Propaganda bezeichnet werden.“[7]

https://de.wikipedia.org/wiki/Stalin-Not...tischer_Archive

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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09.03.2021 11:51 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2021 11:53)
avatar  Gert
#84
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Zitat von passport im Beitrag #82
Ich denke es war ein Trick von Onkel Joe, Stalin konnte man nicht über den Weg trauen, das hatte er bewiesen.

Nein, das war von Stalin ernst gemeint.
In Österreich hat es ja auch funktioniert, bis heute.

Aber der Spaltungskanzler Adenauer war schon zu tief mit dem Westen und dem Aufbau und Wiederbewaffnung der BRD verknüpft. Ein neutrales Deutschland passte nicht in das Konzept der kalten Krieger der BRD und der NATO.
Daher lehnte der Westen die vernünftigen Vorschläge zur deutschen Einheit von Stalin ab.



passport


ne ne so funktioniert das nicht @passport . Österreich war völlig unbedeutend für die Sowjets, keinerlei strategische Bedeutung dieses kleine Land. Das konnten sie ohne Auswirkungen auf ihre Machtansprüche aufgeben. Deutschland ist da ein ganz anderes Kaliber. Deutschland ist der Schlüssel zu Europa. Schon in Polen konnte man die Betrugsabsichten der Sowjets sehen, wie sie jegliche demokratischen Kräfte ausschaltete um ihre kommunistische Diktatur zu errichten.
Wer D beherrscht, beherrscht EU. Sie wären bis zum Atlantik vorgestoßen. Olle Adenauer hat alles richtig gemacht.1989 ist seine Saat aufgegangen, die Russen sind zurückgedrängt auf ihr Kernland und da sollen sie auch bleiben.


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09.03.2021 12:42 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2021 12:43)
avatar  marc
#85
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Das Österreich "völlig unbedeutend" war und ist zeigen ja noch heute die guten österreichischen Beziehungen zu Russland und das Österreich Neutralität auferlegt war, als Riegel (Flankenschutz) zum Nato-Staat Italien.


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09.03.2021 13:29
avatar  Gert
#86
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Nachtrag zu meinem Post # 84
ich habe das besetzte Österreich selbst erlebt, wenn ich Anfang der 50er Jahre in Wien bei meinen Großeltern war. Wien war genauso wie Berlin in 4 Sektoren aufgeteilt, meine Großeltern wohnten im 7.Bezirk, waren zum Glück im amerikanischen Sektor nahe einer Amikaserne. Die 4 Alliierten waren da auch noch einig und fuhren Patrouille im Jeep durch Wien. Die sowj. Besatzungszone waren die Gebiete rundum Wien, also bis zur Grenze nach Ungarn und CSR = Nord-Ostösterreich. Es gab auch keine kommunisitsche Regierung. Ein Putsch der KPÖ 1950 scheiterte kläglich, weil die Bevölkerung nicht mitzog und weil die erhoffte brüderliche Hilfe durch die Russen nicht erfolgte.


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09.03.2021 13:32
avatar  marc
#87
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Eine kommunistische Regierung war nicht nötig, die SPÖ war völlig ausreichend. 😉


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09.03.2021 13:33 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2021 13:34)
avatar  Gert
#88
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Zitat von marc im Beitrag #85
Das Österreich "völlig unbedeutend" war und ist zeigen ja noch heute die guten österreichischen Beziehungen zu Russland und das Österreich Neutralität auferlegt war, als Riegel (Flankenschutz) zum Nato-Staat Italien.


das hat keine Bedeutung mehr, Nato Truppen passieren Österreich je nach Bedarf sowohl zu den Balkanstaaten als auch Italien.
Guckst du hier :https://www.diepresse.com/5627583/us-mil...eren-osterreich


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09.03.2021 13:35
avatar  Ebro
#89
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Mal weg von dem ganzen politischen Gedöns von vor zig Jahren. Ich gehe mal auf die Überschrift des Themas ein aus rein sportlicher Sicht.

Ich fand und finde noch immer das Sichtungssystem der sportlichen Nachwuchskader super. Wenn ich heute immer höre kein Nachwuchssportler vorhanden, da waren zu DDR-Zeiten sicher ganz andere Möglichkeiten da.
Die Spartakiadebewegung war eine feine Sache aber man muss es als Jugendlicher auch wollen. Hatte ja schon mal beschrieben, ich war da als Bengel ziemlich verbissen und habe alles andere hintenangestellt. Kino, Disko, Freibad - kein Interesse, hat mich ja nur vom täglichen Training abgehalten. Freundin-Mädchen waren ja sowieso doof, also auch nicht.
Dazu kam bei mir sicher auch etwas Talent. Wir waren eine Trainingsgruppe für die Mittelstrecke in einem Trainingszentrum , geleitet von einem sehr engagierten Sportlehrer. So hatte ich es geschafft, als Jugendlicher bei der Spartakiade 72 auf einen vorderen Platz in der DDR-Bestenliste zu kommen. Mein Ziel war es immer, damals war die Zeit der englischen Mittelstreckler Steve Ovett und Sebastian Coe, über 800 m 10 sec. über den Weltrekord zu bleiben. Und über 400m besser als der damalige Weltrekord der Frauen (Monika Zehrt). Und ist mir auch gelungen, über 800m 1:54 min, und 400 m 49,7 min. Aber nur, weil ich damals alles diesen meinen Zielen untergeordnet hatte.
Ich denke mal, viele solche Verrückten wie mich damals gibt es heute nicht mehr. Deswegen auch der Mangel an Nachwuchs.
Als Anfang der 2000-er Jahre in Stuttgart die Deutschen Meisterschaften stattfanden, war ich ziemlich geplättet dass meine Zeit von damals als Jugendlicher noch für das Finale bei den Herren gereicht hätte. Blamabel, 35 Jahre später noch.
Und bevor jetzt wieder einige stadtbekannte Miesmuscheln mit Stasi Beziehungen Doping anfangen es ging auch ohne solche Dinge. Die einzigen Vergünstigungen die ich hatte ich konnte aufgrund der Leistungen schon manchmal während der Schulzeit ins Trainingslager fahren. Und ich hatte eine Förderstelle in der Lehre halben Tag Berufsschule halber Tag für Training oder Wettkampf.

Ich denke wenn man auch von der Sportpolitik etwas umdenken würde und sich an solche Erfahrungen erinnern würde, nichts gegen "Jugend trainiert für Olympia" und Bundesjugendspiele, aber das ist ja in meinen Augen nur Pille Palle, würde es sicher bald wieder mit dem sportlichen Nachwuchs vorwärts gehen.

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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09.03.2021 13:40 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2021 13:43)
avatar  marc
#90
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Das ist wahr @Gert allerdings sprachen wir wohl hauptsächlich über die Zeit bis 1989 in Österreich und die Bedeutung der Stalin-Note für D.

Gesamt-D hätte sich bei Umsetzung der Neutralität ebenso wie Österreich entwickeln können, als Teil eines neutralen Korridors in Mitteleuropa von der Adria bis zum Nordmeer, so aber blieb D gespalten bis 1990 mit allen Auswirkungen und Folgen.


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