Naturerlebnisse an der ehemaligen Grenze

  • Seite 2 von 2
02.11.2020 21:06 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2020 23:04)
avatar  B Man
#16
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #11
Hätte ich einen Angriff durch sie erlebt, ich hätte geschossen zur Selbstverteidigung.


Im Nahbereich haben die dich über den Haufen gerannt bevor du die Flinte hoch hast.
Seit dem ich mich bemerkbar mache wenn ich viele Wildschweinspuren sehe hatte ich keine brenzligen Begegnungen mehr mit den Burschen.
Die ziehen sich zurück wenn sie einen rechtzeitig hören.


Edit
Zitat eingefügt

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
02.11.2020 21:12 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2020 21:20)
avatar  Mike59
#17
avatar

Ein Luchs bei Gerstungen auf dem Kolonnenweg

Ein Versuch war es wert - funzt aber wohl nicht. Sorry


 Antworten

 Beitrag melden
02.11.2020 22:25 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2020 22:28)
avatar  marc
#18
avatar

Ganz schön groß der Luchs fast so groß wie ein American Bulldog


 Antworten

 Beitrag melden
02.11.2020 22:25
avatar  mibau83
#19
avatar

wildschweine waren zu meiner grenzerzeit zwischen den zäunen keine seltenheit. im mittelabschnitt des stedtlinger grenzabschnittes, befand sich ein ausgedehter buchenforst.

die schreie von rehböcken war mir damals neu! auf über 800m nn am rennsteig kennt man mehr den brunftschrei der rothirsche.

einen dachs bin ich damals zum ersten mal im bereich zwischen helmershausen und dem ehemaligen gehöft gereuthof begegenet.


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 08:03
avatar  birx20
#20
avatar

Die Begegnungen mit Wildschweinrotten, Rehen oder Füchsen während einer Nachtschicht oder Frühschicht war für uns in der Rhön eigentlich nicht mehr so außergewöhnlich.
Ein besonderes Erlebnis hatten wir während einer lauen Sommernachtschicht in der Fins am Ortsausgang von Frankenheim ca. 200 m hinter dem Tor an der Straße nach Leubach (Leubachsenke gegenüber auf der anderen Seite der alten Füst mit dem BT 9).
In dieser schönen warmen und relativ dunklen Sommernacht dösen wir an der Waldkante so gegen 02:00 Uhr dem Ende der Nachtschicht entgegen. Aufgrund unserer Müdigkeit haben wir uns zu dieser Zeit nicht unterhalten.
Plötzlich bellt hinter uns im Wald in einer Entfernung von vielleicht 5 m einer brünftiger Rehbock. In diesem Moment ist uns beiden fast das Herz vor Schreck stehengeblieben. Aus dem Halbschlaf sind wir hochgeschnellt und hatten bestimmt die Kaschi im Anschlag.
Wir hatten den Rehbock nicht bemerkt und er uns scheinbar auch nicht. Ein Rehbock in der Brunftzeit bellt fast wie ein Hund und auch sehr laut, damit die Ricken auf ihn aufmerksam werden und er sein Revier vor Rivalen abgrenzt.
Während der Dienstzeit hatten wir schon öfters Rehböcke in ca. 50 bis100 m Entfernung bellen gehört, aber in der Nacht 5 m in unserem Rücken, dass hatten wir noch nie.
An seiner Reaktion (Flucht freundwärts) nach unserem Aufspringen aus dem Halbschlaf, haben wir gesehen, dass der Rehbock genau so überrascht war wie wir.
Nach diesem Weckruf der besonderen Art, war für uns an ein Weiterdösen in der Nachtschicht nicht zu denken.
Im nächsten Grenz-Naturerlebnis werde ich euch von einer Beobachtung eines extrem seltenen und scheuen Waldbewohners in einem aufgelassenen maroden Stall des ehemaligen Rittergutes Ruppers im Schutzstreifen zwischen Helmershausen und Weimarschmieden berichten.
Ich bin mir bis heute aber nicht 100 % sicher, ob es auch das Tier wirklich war, was wir meinten gesehen zu haben.


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 08:39
#21
avatar

Solche Erlebnisse hatten wir auch.Wenn die Masten vom GMN anfingen zu wandern,oder wir Geräusche hörten,dis wir nicht einordnen konnten,nannten wir das GM(Grenzermacke).In unserer Gegend gab es auch viel Wild.Die Generalität nutzte das oft.Ich hatte das Nachsehen-einen P3 voller Blut und Zecken.Kraniche sah ich dort zum erstenmal.


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 09:00 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2020 09:03)
avatar  B Man
#22
avatar

Von meiner Mauerweg Radtour

Berlin, Spandauer Forst
http://up.picr.de/27127790al.jpg

Von den Wildschweinen habe ich in Berlin nur die Spuren gesehen
Das müsste Berlin Schönwalde sein


Am grünen Band habe ich mehr Kleintiere gesehen und unheimlich viele Vögel.

Und 200 Puls wenn man auf einem GSSD Gelände um die Ecke kommt
Die waren zum Glück beschäftigt

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 09:09 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2020 09:12)
#23
avatar

Wildschweinrotten waren bei uns so häufig, daß diese sich ihren "kleinen Grenzverkehr" geschaffen hatten. Der Zaun bestand damals nur aus zwei Reihen ziemlich rostigem Stacheldraht. Das war für die kein Hinderniss. Ein paar Borsten und Hautfetzen blieben hängen, mehr nicht. Die Löcher haben wir meiner Kenntnis nach auch nicht gleich wieder gestopft. Hätte sowieso keinen Zweck. Es war nunmal IHR Wildwechsel von Ost nach West und umgekehrt. Ein GV, der das wußte, hätte mit dem guten Anzug da durchkriechen können.
[b]B-Man in #22: [/b]Das war ja ganz in unserer Nähe. Bei uns sah es ähnlich aus bei meiner letzten Begehung vor einigen Jahren.


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 09:56
#24
avatar

Solche Erlebnisse hatten wir auch.Wenn die Masten vom GMN anfingen zu wandern,oder wir Geräusche hörten,dis wir nicht einordnen konnten,nannten wir das GM(Grenzermacke).In unserer Gegend gab es auch viel Wild.Die Generalität nutzte das oft.Ich hatte das Nachsehen-einen P3 voller Blut und Zecken.Kraniche sah ich dort zum erstenmal.
-----------------------------------------------------------------------------------------------
Ja @Leisterförde --bei Euch im Kompanieabschnitt--ihr hattet einen großen Waldstreifen. Ich beobachtete mal, wie ein Rehbock zwischen Kfz-Sperrgraben und Zaun stand. Plötzlich gab es einen Lichtblitz und gleich der Knall. Der muss wohl mit der 501 er in Berührung gekommen sein. Aber von dem Vieh ,war nichts mehr zu sehen. War auf der Ecke, was man später das Gartenschlägereck nannte, saß dort im Bunker.


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 11:22
#25
avatar

Jeder unserer Abschnitte hatte seine Wildpopulation.
Freienhagen zb. Niederwild (Hasen und Füchse)
Rustenfelde sein Rehwild
Hohengandern vor allem sein Schwarzwild
Wahlhausen sein Niederwild und was mich am meisten beeindruckt hat,die jährliche Krötenwanderung im Bereich der "Engstelle" zwischen Lindewerra und Wahlhausen. Einfach irre.

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 13:23
#26
avatar

In Freienhagen auch Rehe und Wildschweine.

Das einzige mal, wo ich im Dienst entsichert habe, war beim Herantrappeln eine Wildschweinrotte. Aber die muß uns gerochen haben, drehte plötzlich ab.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 13:31
avatar  B Man
#27
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #23
Das war ja ganz in unserer Nähe. Bei uns sah es ähnlich aus bei meiner letzten Begehung vor einigen Jahren.


Sind ja auch paradiesische Bedingungen dort.
Leben im Grünen und Vollversorgung in der Stadt

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 17:34 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2020 17:36)
#28
avatar

Habe mal gesucht und gefunden
Zitat einfügen hat nicht geklappt, auf ein neues

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius

 Antworten

 Beitrag melden
03.11.2020 17:39
#29
avatar

2. Versuch

Erklärung Grenzsperranlage DDR Grenze
am 02.04.2009 22:15
Bruno,

Du schreibst von diensthabenen Wildschweinen,
können es auch Rehe gewesen sein. Ich habe mal gesehen
wie die sich so lang + schlank gemacht haben und einfach durch
den Signalzaun.
Bis auf Paar Fellfetzen und Auslösung war nichts.

Wenn ich damals schon eine Digitalkamara gehabt hätte, das wären
sicher wunderbare Serienbilder hier im Forum.

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius

 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2020 13:17
avatar  birx20
#30
avatar

Heute möchte ich euch abschließend von einem weiteren Naturerlebnis in der Rhön berichten.
Es war, wenn ich mich richtig erinnere im Januar oder Februar 1977. Unser Zug hatte im Rahmen der Bat.-Sicherung Nachtschicht im Grenzabschnitt der 12. Kompanie in Stedtlingen.
Ich war als PF in einem Abschnitt als Grenzstreife zwischen Hellmarshausen/Weimarschmieden und Stedtlingen eingesetzt. Es war eine kalte relativ mondhelle Winternacht und im Stedtlinger Abschnitt lagen ca.15-20 cm Schnee. Wir hatten die volle Winterausrüstung an also Watte-Kombi, Filzstiefel und sogar Schneehemd.
Ausrichtung Helmarshausen / Schmerbach ? kommend näherten wir uns kurz nach 01:00 Uhr dem verlassenen und geschliffenen ehemaligen Rittergut Ruppers.
Von dem ehemaligen Rittergut welches im Schutzstreifen belegen war, war nichts mehr vorhanden außer einer relativ großen Stallruine (Schweine -oder Kuhstall ?). Wir waren noch ca. 300 m von der Stallruine entfernt, da sah ich durch das Zeiss-Glas um die Stallruine eine relativ große Katze herumschleichen.
Bei genauem Beobachten mit dem Fernglas bin ich mir ziemlich sicher (90 %), daß es sich dabei um eine echte Wildkatze gehandelt haben muss. Da ich ein grosser Naturfreund bin, konnte ich durch das Fernglas die typischen Merkmale einer Wildkatze erkennen.
Die Musterung grau-schwarz und vor allem der relativ dicke fast buschige schwarz geringelte Schwanz mit der schwarzen Schwanzspitze.
Wir blieben stehen und verhielten uns ganz still und konnten die Katze gute 10 Minuten bei ihrem Streifzug um die Stallruine beobachten. Nach ca. 10 Minuten war in sie in der Stallruine verschwunden und ging dort wahrscheinlich der Mäusejagd nach.
Zur damaligen Zeit waren echte Wildkatzen in Deutschland nahezu vollständig ausgestorben und auch heute noch obwohl die Bestände streng geschützt werden, sind sie eine absolute Seltenheit.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß es sich um eine Wildkatze gehandelt haben muß, weil der Ort Stedtlingen von dem geschliffenen ehemaligen Rittergut Ruppers mehrere Kilometer entfernt war. Eine verwilderte Kreuzung zwischen einer Hauskatze und einer Wildkatze war es meiner Meinung nach auch nicht.
Leider konnte ich auf Stedtlinger Gebiet keinen Förster oder Jägermeister (ranghohe Offiziere die im Schutzstreifen allein jagen durften) nach der Existenz von Wildkatzen im Stedtlinger Waldgebiet befragen.
Ich bin aber der Meinung, daß wir damals eine Wildkatze in Ruppers beobachtet haben.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!