Stalin und die Deutschen

  • Seite 2 von 2
23.10.2020 15:27 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 15:49)
#16
avatar

Zitat von passport im Beitrag #12
Mit dem Wissen von heute noch daran zu glauben die DDR wäre selber auferstanden aus Ruinen finde ich sehr naiv.
Ohne eine Genehmigung aus Moskau ging in der DDR nichts.



Dann kamen wohl die Trümmerfrauen aus Moskau ? Ich dachte bis jetzt das es unsere deutschen Mütter und Großmütter waren die die Trümmer weggeräumt haben für den Neubeginn. Nene, wie man sich täuschen kann


passport


Genehmigen heißt nicht selbermachen.

Und Trümmerfrauen haben nichts mit staatlicher Souveränität zu tun.

Vor allem - "Auferstanden aus Ruinen" bedeutet selbstverständlich mehr. Das wissen wir doch.

Ohne "Moskau" hätte es keine Gruppe Ulbricht in Berlin, keine SED und vor allem keine sozialistische Wirtschaft gegeben - kurz gesagt, kein sozialistisches Experiment.
(Daß es nach der Niederlage Deutschlands so kommen mußte, steht außer Frage)

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
23.10.2020 17:08 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 17:08)
avatar  94
#17
avatar
94

Das Thema ist zwar Stalin, doch nun nochmal zu dem Lawrentia. Wenn man mal, auch die nicht so offiziellen Bilder sieht fällt mir bei ihm eine verblüffende Ähnlichkeit mit, ähm den Namen nenne ich mal noch nicht, auf.
Also Frage, auf welchen Bild isser, also hoch oder quer und wer ist der Andere?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
23.10.2020 17:19 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 17:19)
avatar  icke46
#18
avatar

Gibts denn wenigstens eine Waschmaschine zu gewinnen?

Auf dem linken Bild sieht man Heinrich Himmler mit Familie, auf dem rechten Berija mit Stalins Tochter Swetlana Allilujewa auf dem Schoß, im Hintergrund Väterchen Stalin.


 Antworten

 Beitrag melden
23.10.2020 17:30 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 17:33)
#19
avatar

Passport #14, dieses Beispiel zeigt einmal mehr deutlich, daß auch renommierte Historiker, oder solche, die als renommiert hochstilisiert werden, bestimmte Themen etwas einseitig betrachten können. Entweder mit Absicht, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Dann ist das verwerflich. Oder durch ungenügend recherchierte Faktenlage. Dann ist das lediglich schluderhaft. Mir erscheinen zumindest die in Passports Zitat Ergebnisse dieser Historiker als schlüssiger, logischer als das von Frau Treber. Die Wahrheit wird, wie immer , in der Mitte liegen. Es hat Technik gegeben, ja, es waren auch Männer im Einsatz, wenn auch nicht als die mit Abstand größten Leistungsträger beim Aufräumen. Der Einsatz von Männern bezog sich sicher nicht hauptsächlich auf die Aufräumarbeiten in den Städten. Wer fähig war, versuchte, die Betriebe wieder zum Laufen zu bringen und die verbliebenen Maschinen zu reparieren, und natürlich Bergbau als einer der wichtigsten Rohstofflieferanten einschl. der Hüttenindustrie. Wenn Frauen in den Kriegsjahren auch gelernt haben, mit vielerlei Maschinen umzugehen und diese auch z.T. zu reparieren, oblag es wohl doch mehr den Männern, Schwermaschinen in den Betrieben wieder in Gang zu setzen. Ich kann daneben liegen, aber das sind eben erst mal meine Sichtweisen dieser Zeit.


 Antworten

 Beitrag melden
23.10.2020 23:29 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 23:31)
avatar  Gert
#20
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #17
Das Thema ist zwar Stalin, doch nun nochmal zu dem Lawrentia. Wenn man mal, auch die nicht so offiziellen Bilder sieht fällt mir bei ihm eine verblüffende Ähnlichkeit mit, ähm den Namen nenne ich mal noch nicht, auf.
Also Frage, auf welchen Bild isser, also hoch oder quer und wer ist der Andere?


erschreckend , die Banalität die diese Fotos zeigen. Sie halten ihre Kinder am/im Arm so wie es normal ist zwischen Eltern und Kindern um den Kindern das Schutzbedürfnis zu demonstrieren und vermutlich zur gleichen Zeit haben Himmlers Schergen jüdische Kinder vergast.
So etwas bekomme ich nicht in mein Hirn, da ist Ausnahmezustand im Oberstübchen. Bei Berija wird es wohl ein bischen anders verlaufen sein aber dieser Verbrecher hat ebensoviel Leid wie der Verbrecher Himmler ausgelöst. Und solche Leute hat man sich beim MfS zum Vorbild gemacht, namentlich Dscherschinski und seine Tscheka. Bei den Siegern hatte das wohl kein Geschmäckle.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

 Antworten

 Beitrag melden
24.10.2020 09:52 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2020 09:52)
avatar  Mike59
#21
avatar

Zitat
Bei Berija wird es wohl ein bischen anders verlaufen sein. ...



Die Aussage in #20 verstehe ich nicht. Kann mir das mal jemand erläutern?


 Antworten

 Beitrag melden
24.10.2020 09:55
avatar  icke46
#22
avatar

Zitat von Mike59 im Beitrag #21

Zitat
Bei Berija wird es wohl ein bischen anders verlaufen sein. ...


Die Aussage in #20 verstehe ich nicht. Kann mir das mal jemand erläutern?



Das kann vermutlich nur Gert selber. Den einzigen Unterschied, den ich im Verlauf sehe, ist der, dass Himmler sich in Lüneburg selbst umgebracht hat, während Berija erschossen wurde.


 Antworten

 Beitrag melden
25.10.2020 09:19
avatar  Gert
#23
avatar

Zitat
Vielmehr schreiben in der Regel die Verlierer die Geschichte, um ihre Niederlage schönzureden oder um Stimmung für eine Revision zu machen.



der Artikel ist sehr einleuchtend, stets jammern die " Opfer " über das Vergangene unter der Überschrift "Siegerjustiz oder Siegerentscheidungen".

Stil ist nicht das Ende des Besens.

 Antworten

 Beitrag melden
25.10.2020 10:16 (zuletzt bearbeitet: 25.10.2020 10:17)
#24
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #23

Zitat
Vielmehr schreiben in der Regel die Verlierer die Geschichte, um ihre Niederlage schönzureden oder um Stimmung für eine Revision zu machen.


der Artikel ist sehr einleuchtend, stets jammern die " Opfer " über das Vergangene unter der Überschrift "Siegerjustiz oder Siegerentscheidungen".



Das ist wohl so, daß das Eine das Andere bedingt und umgekehrt. Die einen beklagen das Verlorene, das ihnen oft ohne eigenes Verschulden Weggenommene, die Anderen bestimmen, wie diese ihre Niederlage zu sehen haben, was wiederum Gegenreaktionen der Verliererseite hervorruft und das dann wieder die polemischen Aktivitäten der Sieger erzeugt u.s.w. So ist das ein ewiges Hin- und Herschieben des Schwarzen Peter. Daß bestimmte Entscheidungen, die tief in das Selbstbewustsein und die soziale Existenz der Unterlegenen, in ihrer Härte und Konsequenz, aus politischen Gründen eingegriffen haben, kann wohl nur richtig nachempfinden, wer davon direkt betroffen war. Es gibt leider nur wenige Politiker, Politik-und Sozialwisenschaftler sowie Historiker der überlegenen Seite, die sich mental hier voll hineinversetzen können.


 Antworten

 Beitrag melden
25.10.2020 10:52
avatar  B Man
#25
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #23
der Artikel ist sehr einleuchtend, stets jammern die " Opfer " über das Vergangene unter der Überschrift "Siegerjustiz oder Siegerentscheidungen"


Sind jetzt Polen, Tschechen und Ungarn Opfer oder Gewinner

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
25.10.2020 12:24 (zuletzt bearbeitet: 26.10.2020 22:39)
avatar  Gert
#26
avatar

Zitat von B Man im Beitrag #25
Zitat von Gert im Beitrag #23
der Artikel ist sehr einleuchtend, stets jammern die " Opfer " über das Vergangene unter der Überschrift "Siegerjustiz oder Siegerentscheidungen"


Sind jetzt Polen, Tschechen und Ungarn Opfer oder Gewinner


nein, ich glaube nicht, ganz einfach weil denen die Basis für die Opferrolle fehlt, denn es gab von den genannten Völkern keine "Westausgabe." Ihre Klage liefe ins Leere.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

 Antworten

 Beitrag melden
26.10.2020 12:35
#27
avatar

13. November 1961 Abriss der Stalindenkmals in Berlin
Was vom großen Bruder übrig blieb: Stalins Ohr

Es war nicht weniger als das größte Stalindenkmal auf deutschem Boden, das am Abend des 13. November 1961 einfach vom Erdboden verschluckt worden war. Mit ihm gingen auch Straßennamen und ganze Bahnhöfe, Fabriken, Sporthallen und Brigaden, ja ganze Städte sollten den Namen des großen Väterchens Stalin über Nacht abstreifen.
https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/geschic...-berlin100.html

Zeit für etwas Personenkult zur Auflockerung....
Johannes R. Bechers „Danksagung“. Darin heißt es: „Und kein Gebirge setzt ihm eine Schranke, kein Feind ist stark genug zu widerstehen dem Mann, der Stalin heißt, denn sein Gedanke wird Tat, und Stalins Wille wird geschehen.“

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


 Antworten

 Beitrag melden
30.10.2020 14:18
avatar  94
#28
avatar
94

Zitat von icke46 im Beitrag #22
Den einzigen Unterschied, den ich im Verlauf sehe, ist der, dass Himmler sich in Lüneburg selbst umgebracht hat, während Berija erschossen wurde.
Nun, es gibt noch einen Unterschied, beim Himmler ist der Todeszeitpunkt klar, beim Berija bis heute nicht. Wurde er nun, man kann fast sagen im Affekt schon Ende Juni'53 oder erst im Dezember hingerichtet? Na wie auch immer, Blausäurekapseln waren Moskau nicht geläufig. Denn sonst wäre eine weiter Frage ob Lawrenti Pawlowitsch auch so tapfer gewesen wäre wie Heinrich Luitpold, sein Zwilling im Geiste, diese zu durchbeissen?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!