Wie habt Ihr Euch dem Gegenüber vorgestellt

  • Seite 1 von 4
21.09.2020 17:39 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 21:03)
avatar  Fred.S.
#1
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 18:51 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 18:53)
avatar  Hanum83
#2
avatar

Ich hatte mal gemeldet das ein Geschoss von freundwärts in den Trabant eingedrungen war bei einer feuchtfröhlichen Jagt, da wurde ich nach irgendwo oben durchgestellt am GMN, ging relativ schnell.
Die Jägersleut hatten wild in Richtung Grenze geballtert.

EK42, HG 84/1, "Frühling-Freiheit!"

 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 18:52 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 19:05)
#3
avatar

Zitat von @Fred.S. aus Beitrag #1:

Im Grenzdienst oder bei außergewöhnlichen Ereignissen kamen oder
mussten Angehörige der Grenztruppen Kontakt mit den Zollgrenzdienst
oder vielleicht auch mit Angehörigen des BGS Kontakt aufnehmen.

Es gab ja wohl in den Grenzregimenter Offiziere die berechtigt waren,
offiziell Kontakt mit den Gegner bei Ereignissen aufzunehmen oder
hatten die Erlaubnis dazu, wie als Beispiel unser Kommandeur...
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diese "Gesprächsnotwendigkeiten" gab es auch in zivilen Bereichen
und waren nicht immer einfach zu ermöglichen.

Als Mitarbeiter der DSG*) war es mitunter erforderlich, über das
bahneigene Telefonnetz BASA mit einen Kollegen der MITROPA
in der DDR in Kontakt zu treten.
*)Deutsche Schlaf- und Speisewagengesellschaft)

Meine Chef beauftragte dann oftmals mich, weil ich als vormaliger
DDR-Bewohner, wie er meinte, die dortige (sächsische) Sprache
besser als er beherrsche.

Ich rief also bei der MITROPA in der jeweiligen Stadt an, um mit den
dort zuständigen Kollegen die Behebung des Problems zu besprechen
und zu regeln.

Zunächst ahnte der Gesprächspartner, auf Grund meines sächsischen
Zungenschlags, überhaupt nicht, dass es sich um einen Anrufer aus
den feindlichen Gefilden der Bundesrepublik handelte. Aber wenn ich
meinen Namen und den Ort (Frankfurt am Main) nannte, fiel ihm
anscheinend der Hörer aus der Hand.

Nach einer Schrecksekunde sagte er dann, dass er einen Mitarbeiter
herbei holen werde, der dann auch nach längerer Wartezeit erschien.
Es handelte sich dann wohl um einen handverlesenen und speziell
geschulten Mann, der über die höheren Weihen verfügte, mit dem
Westen telefonieren zu dürfen.

Natürlich hatte dieser gute Mann nicht die leiseste Ahnung von der
Sache und den gegebenen Lösungsmöglichkeiten des Problems,
welches ich mit meinen DDR-Kollegen regeln wollte und sicherlich
auch in wenigen Minuten aus der Welt geschafft hätte, aber der durfte
ja nicht direkt mit mir reden.

Ich trug dem Mann am Telefon nun das Problem vor, er "übersetzte"
es dem Kollegen, dieser Kollege schlug sein Rezept vor, was dann der
"Geweihte" mir zur Kenntnis brachte. So dauerte das Gespräch seine
Zeit, weil der "Telefonist" nicht über die nötige Sachkenntnis verfügte
und sich alles erst umständlich lang und breit erklären lassen musste.

Im direkten Gespräch von Mann zu Mann hätte man die Angelegenheit
in wesentlich kürzere Zeit bereinigen können, aber das war
entsprechend der strengen Telefon- bzw. Gesprächsregeln in der DDR
eben leider nicht möglich.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 19:20
avatar  icke46
#4
avatar

@Sperrbrecher :

Hast Du vielleicht auch ein Beispiel für so ein Problem, dass in Zusammenhang mit den Speisewagen (darum ging es ja wohl) auftreten konnten? Ich kann mir das, zumal heute, nur schwer vorstellen...

Ein bisschen erinnert mich das immer an den Titel eines Fernsehfilms „Für jede Lösung ein Problem“ - aber es waren damals halt andere Zeiten.


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 19:37 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 21:01)
avatar  Fred.S.
#5
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 20:06 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 21:52)
#6
avatar

Zitat von @icke im Beitrag #4:
Hast Du vielleicht auch ein Beispiel für so ein Problem, dass in
Zusammenhang mit den Speisewagen (darum ging es ja wohl)
auftreten konnten? Ich kann mir das, zumal heute, nur schwer vorstellen...
_______________________________________________________________
Nun ja es gab Unfälle, dass beim Rangieren das Fahrzeug beschädigt,
ein Kabel abgerissen wurde und der WR (Speisewagen) oder der WL
(Schlafwagen) nicht mehr einsatzfähig war oder der Koch oder ein
anderer Mitarbeiter krank wurde, einen Unfall hatte und, und, und...

So wie es in stationären Betrieben eben auch passiert.

Leider war es aber eben mit der DDR besonders kompliziert, wenn das
benötigte Ersatzteil nicht vorrätig war. Bei Ausfall eines Kollegen war
auch nicht immer ein Ersatzmann zu beschaffen, weil er sein Visum
zur Einreise in die DDR nicht so schnell bekommen konnte und die
wenigsten DDR-Kollegen über die Erlaubnis verfügten in das
westliche Ausland zu reisen.

Mit den Schwestergesellschaften im Ausland funktionierte es weitaus
besser, da war höchstens die fremde Sprache das Problem.

Die DDR-Mitarbeiter der MITROPA, welchen man die Fahrten ins
westliche Ausland gestattete, waren recht dünn gesät. Sie mussten
auch ihren Pass immer gleich nach der Rückkehr in die DDR wieder
abgeben, der wurde dann dort in der Dienststelle sicher verwahrt.

Solche Probleme gab es für uns bei der DSG im Verkehr mit den
anderen Ländern zum Glück nicht.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 20:12
avatar  icke46
#7
avatar

Danke für die Infos @Sperrbrecher . Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Speisewagen-Thematik durchaus einen eigenen Thread wert sein könnte

Mich würde schon interessieren, wie das im grenzüberschreitenden Verkehr gehandhabt wurde - also zb. ein Zug startet in Berlin mit Mitropa-Speisewagen und auch Mitropa-Personal. Wurde dann das Personal an der Grenze, zb. In Marienborn ausgewechselt oder fuhren die bis zur Endstation mit? Und umgekehrt halt DSG-Speisewagen mit DSG-Personal - auch nur bis zur Grenze oder bis Berlin?

Aber wie gesagt, das wäre was für einen eigenen Thread.


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 20:23 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 20:26)
#8
avatar

zu Beitrag 7:
Nein das Personal blieb auf seinen Wagen für den
gesamten Zugumlauf und das war ja das Problem für die
DDR, dafür "geeignetes" Personal zu bekommen, die auch
auf der Rückfahrt noch vorhanden waren. Aber irgendwie
hatten sie dann doch die geeigneten Leute gefunden.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 20:24
avatar  mibau83
#9
avatar

Zitat von Fred.S. im Beitrag #1

2. Habt Ihr dann Selber direkten Kontakt mit den Gegner aufgenommen und wie Euch dann vorgestellt.



nein @Fred.S. , das war strengstens untersagt das wir kleine hanseln, gefreiter-soldat, postenführer-posten, kontakt mit denen gegenüber aufnehmen.
im normalfall meldung zum kommandeur grenzsicherung auf der führungsstelle abgesetzt, von da ging es eventuell weiter den weg noch oben.

hatte ich hier schon mehrmals geschrieben.
mir und meinen posten rief mal ein älterer dickbäuchiger beamter der bayerischen grenzpolizei über den grenzzaun im besten unterfränkisch-rhöner dialekt zu," ihr roten misthunne do drübe" ( ihr roten misthunde dort drüben).
was er nicht wußte, das ich als thüringer südlich des rennsteiges auch einen mainfränkischen dialekt spreche.

solcher käse wurde natürlich nicht gemeldet, innerlich habe ich damals über den dickbäuchigen den kopf geschüttelt!!


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 21:02
#10
avatar

Bei uns war es so,das wir die Leute von BGS und Zoll ignorierten und die uns.Belöffelt wurden wir manchmal von Zivilisten,die Mal rüber schauen wollten um die bösen Soldaten zu begaffen


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 21:14 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2020 22:10)
#11
avatar

Zitat @Icke im Beitrag #7:
Und umgekehrt halt DSG-Speisewagen mit DSG-Personal -
auch nur bis zur Grenze oder bis Berlin?
__________________________________________________________
Wie schon geschrieben blieb das Personal die gesamte Strecke
auf "ihren Zug" bzw. "ihren Wagen".

Den Verkehr nach Berlin "durchs rote Meer" habe ich mir zwei,
höchstens dreimal antun müssen. Meisten wurde diese Strecke
von jugoslawischen Kollegen gefahren.

An den Grenzübergängen zur Schweiz, nach Holland und
nach Frankreich lief das natürlich alles viel zivilisierter und
gewissermaßen freundschaftlicher als in der DDR ab.
Damals gab es das Schengen-System noch nicht und die
Reisenden wurden kontrolliert.

Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass mich dort irgend
ein Polizist oder Zöllner nach meinen Pass gefragt hätte. Die
kamen in den Speisewagen, tranken ihren Kaffee oder aßen
eine Kleinigkeit und berichteten über ihre Erlebnisse, die sie
mit den Reisenden hatten.

Unvorstellbar bei Reisen in bzw. durch die DDR. Die sagten
oftmals nicht einmal guten Tag und guckten in jeden Ecke.
"Machen Sie hier auf!" oder "Schließen Sie hier ab!", alles im
Befehlston.

Da waren deren Kollegen in Polen, Tschechien oder Ungarn,
die ich bei Sonderfahrten erleben konnte, ganz anders drauf.
Die waren stets freundlich und bekamen ihr Getränk oder ihr
Essen natürlich auch "auf Kosten des Hauses".
Ein paar Kugelschreiber gab es auch meistens noch dazu.

Die Reisen in oder durch die DDR kamen zwar der "Erlaubnis
zum Geld drucken" gleich und unsere jugoslawischen Kollegen
haben sich dabei dumm und dämlich verdient, weil in diesen
Zügen Ost- und Westgeld 1:1 abgerechnet wurde. Soweit ich
mich erinnere, rechneten diese Kollegen fast nur Ostgeld ab,
welches sie sich vorher bei der Bank besorgt hatten. Wir haben
ihnen die Extra-Vergütung gegönnt. Von den deutschen Kollegen
wollte keiner diese Strecke fahren und sich den Schikanen der DDR-
Grenzer/-Zöllner aussetzen. Geld ist nicht das Wichtigste und wir
haben auch auf den anderen Strecken gute Einnahmen erzielt.

Die längste Zeit bin ich den "Reingold-Express" gefahren.
Dieser Umlauf dauerte vier Tage.
1.)Frankfurt-Amsterdam,
2.)Amsterdam-Genf,
3.)Genf-Amsterdam,
4.)Amsterdam-Frankfurt
Da hattest Du Deine Stunden für eine Woche schon im Sack.

Dieser "Rheingold-TEE-Express" hatte nur einen Speise- und
drei Sitzwagen I.Klasse. Da saßen meisten Leute, die nicht
auf jede D-Mark, jeden NL-Gulden und jeden CH-Franken
schauen mussten und es sich gut gehen ließen.

Als dieser Zug dann eingestellt wurde, bin ich in den
stationären Bereich in den Frankfurter Hauptbahnhof
übergewechselt, wo ich dann mit der Überwachung
und Kontrolle der ankommenden und abgehenden
Züge und der Mitarbeiter meine Brötchen verdient habe.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 21:15
#12
avatar

Zitat
Bei uns war es so,das wir die Leute von BGS und Zoll ignorierten und die uns.Belöffelt wurden wir manchmal von Zivilisten,die Mal rüber schauen wollten um die bösen Soldaten zu begaffen


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
@Leisterförde --Da haste meine volle Zustimmung--wie sagt man so schön,bei uns hielt sich alles in Grenzen.Wie man so sagt. Haben ja beide im selben GR6 und im selben Bat. gedient fast zu gleichen Zeit.


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 21:41
avatar  mibau83
#13
avatar

nu hat er doch alles hier gelöscht der fred s.!

erinnert mich an deine einführung im grenzerforum. dort war dann der huf nach deinen erscheinen auch gleich abgemeldet!

ihr alten männer!!!


 Antworten

 Beitrag melden
21.09.2020 23:43
avatar  Lutze
#14
avatar

Naja,unser Huf war schon mehrmals abgemeldet
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
22.09.2020 07:04
#15
avatar

Zitat von mibau83 im Beitrag #13
nu hat er doch alles hier gelöscht der fred s.!



Wundert mich auch.
Eröffnet ein Thema, doch weiß man jetzt nicht zu 100%, wozu, weil der Einführungstext weg ist.

Ist schon seltsam, was manchmal in einigen Köpfen (hier in dem von Fred) vorgeht.

.
.

.

 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!