DDR-Grenzsäule im Hinterland

09.08.2020 16:38 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2020 09:57)
avatar  harbec
#1
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... nachstehend ein paar Bilder einer DDR-Grenzsäule. Standort zwischen
Lübeck und Ratzeburg auf der Westseite. Bilder sind vom 09.08.2020.

Meine Fragen:
- ist die Säule echt?
- ist das Emblem orignal?
- der Vogelabweiser korrekt?
- für was war die rückseitige Öffnung vorgesehen?

09.08.2020 16:48 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2020 16:49)
avatar  berndk5
#2
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Ja, @Harbec , das Ding sieht sehr echt aus. In dem Loch auf der Rückseite war ein Holzstück im Beton eingegossen, dort wurde das Plast-Nummernschild mir der Nr. der Grenzsäule aufgeschraubt mit 2 Holzschrauben. Auch dieser Vogelabweise-Draht oben mittig war ursprünglich mal vorhanden, oftmals aber bereits abgebrochen. HoheitsSchild und Nummernschild wurden ja in Verantwortlichkeit der Grenzkompanien hin und wieder repariert/gewechselt, der Vogelabweiser (wirre) jedoch nie. Es wäre wohl zu kompliziert geworden.


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09.08.2020 17:50 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2020 18:39)
#3
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Bis auf den etwas zu Dick geratenen Metallstift dürfte das teil Echt sein. Und das Teilchen (Metallstift) war etwas länger.
Wimre war es möglich, den Stift rein zustecken.
Bei dem Aufstellen der Grenzsäulen 1967ff war das Teil anfänglich nicht vorhanden.
Den Fotos nach aus jener Zeit.


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09.08.2020 22:57
avatar  berndk5
#4
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Den weisen Ausführungen meines Vor(herigen)-Schreibers kann ich kaum noch etwas hinzufügen. Möglicherweise ist genau diese Säule mit diesem Teil (reparaturbedingt oder restaurationsbedingt) nachgerüstet worden.
Gegen die Annahme einer Restauration spricht allerdings der "naturbelassene" Farbanstrich.
Irgendwo bei google oder Wiki habe ich auch schon mal Fotos aus unterschiedlichen Zeitepochen gesehen, auch mit den hinterlegten Texten der DDR-Vorschriften dazu ???? Vielleicht findet das jemand , der Zeit dafür aufbringen kann oder spontan weiß, wo man schauen kann.
Noch ein Tipp an alle Leser: Es gibt (aus meiner Sicht) nichts Besseres, als fachlich und historisch korrekte Hinweise und Korrekturen. Nicht selten hatte ich mit einem gleichzeitigen "AHA-Effekt" einen eigenen Irrtum oder eine Unkorrektheit erkannt . Deshalb bin ich (fast immer) für Korrekturen und Ergänzungen dankbar !


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10.08.2020 16:35
#5
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Bei diesen Restaurierungen wurden die Streifen meist auch anders aufgemalt. Hier sind sie zumindest nach "GT-DIN" zu sehen - wie auch an meinem Nachbau in meinem GT-Zimmer :-)


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10.08.2020 17:59
avatar  harbec
#6
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... schon mal danke für die netten Antworten!

Einige Fragen sind bei mir noch aufgetaucht:
- Länge des Pfahls insgesamt
- waren Anker im unteren Teil
- wie war die Befestigung im Erdreich, nur Loch in die Erde/mit Beton eingesetzt?


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10.08.2020 18:34 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2020 18:44)
avatar  Mike59
#7
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Das Teil war wohl oberirdisch 2,10 m - eine zweiteilige Bodenabdeckung aus Beton je 1m x 0,5 m mit einer Aussparung für die Säule.
Da die Bodenplatte für besseren Stand und gegen Bewuchs gedacht war, gehe ich mal davon aus das die meisten Säulen nicht in einem Betonfundament gegossen waren.
Ansonsten DV 718/0/008


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11.08.2020 18:33 (zuletzt bearbeitet: 11.08.2020 20:05)
#8
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Die Grenzsäulen waren im Durchschnitt 280 - 290 cm lang.
Maße gerundet in cm: ca. 290 x 22 x 22

Im unteren Bereich befanden sich zwei Querstreben, damit wurde das rausziehen erschwert.
Hat dem Ziehen mittels Traktor keinen Widerstand geleistet.
Einbetoniert wurde grundsätzlich nicht.


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