Innerdeutsche Grenze beim Fluss Wakenitz

23.07.2020 21:12 (zuletzt bearbeitet: 23.07.2020 21:52)
avatar  krelle
#1
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Kürzlich waren @Zange und ich zusammen mit unseren Ehefrauen auf der Wakenitz unterwegs. Von Lübeck bis nach Rothenhusen und zurück. Von der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die am östlichen Ufer auf einem Streckenteil der Wakenitz verlief, ist vom Boot aus betrachtet heute nichts mehr zu sehen. Zange und ich haben aber in "Erinnerungen" geschwelgt und ich habe unsere Reise-Erlebnisse mal aufgeschrieben und mit einigen aktuellen und alten Fotos versehen. Wer Lust hat, schaut mal hier vorbei:
https://www.manfred-krellenberg.de/1362070.html


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23.07.2020 21:40
#2
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Moin Moin,

passt zum Thema

Quelle: Internet - genaue Angabe nicht möglich


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23.07.2020 22:48 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2020 12:55)
avatar  harbec
#3
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... danke Dir für diesen Beitrag über den "Grenzfluss Wakenitz". Ich bin im Gartengelände an der Eisenbahnbrücke
Lübeck - Herrnburg groß geworden. Habe dort in den 60 - 80iger Jahren vieles gesehen und erlebt,
zumal wir auch zum Angeln in südlicher Richtung unterwegs waren. Schön war die Zeit, als der DRÄGERWEG noch
nicht existierte. Die Wege zur Wakenitz im Bereich der Eisenbahnbrücke endeten vor dem Gartengelände, weil die
Tore verschlossen waren. Die jetzige Fußgängerbrücke über die Wakenitz auf dem Weg von St. Jürgen nach Eichholz
gab es nicht. Nur Trampelpfade entlang der Eisenbahnschienen Richtung DDR-Grenze. Für uns als Jungen war das
damals ein Eldorado, in dem wir ständig unterwegs waren. Und das nicht nur zum Angeln. Ich hatte noch das Glück,
den Sohn vom Bahner des Hauses an der Eisenbahnbrücke kennen zu lernen. Dieser zeigte mir viele unbekannte
Geländeteile ostwärts der Wakenitz in Richtung zur DDR. Die Grenze war ja nur knappe 2 km entfernt! Es war damals
im Nachhinein ohne die ganze Sch.... von heute eine schöne Zeit.

Gruß Hartmut

Gruß Hartmut

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24.07.2020 13:13 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2020 14:04)
avatar  harbec
#4
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... in meiner BGS-Dienstzeit in Lübeck hatte ich das Glück einen mir wohlgesonnenen Hundertschaftsführer zu haben.
D.h., die Hundertschaften führten jedes Jahr ihre grenznahe Ausbildung an der Grenze zur DDR durch. Auf Grund seiner guten
Drähte zur Fliegerstaffel Küste bekamen wir jedes Jahr für diese Zeit 2 x eine Bell 212 für die Vorbereitung und Aufklärung des
Grenzraumes zur Verfügung gestellt. Dieser nahm uns in der Lübecker Kaserne auf und flog Richtung O zur DDR-Grenze.
Dann ging es immer Richtung S entlang der Wakenitz (ab Absolonshorst Ostseite Wakenitz DDR-Grenze) Richtung Ratzeburger
See. Ziel war dann immer der Grenzabschnitt der Grenzschutzabteilung I/7 (Ratzeburg). Dieser ging auf Land von Hoheleuchte bis Marienstedt,
wo dann wichtigen Punkte (BT's, Durchlaßstellen, Erdbunker etc.) angeflogen wurden und mit den Grenzkarten abgeglichen wurden.
Es wurde auch mit ausgehängten Türen geflogen, um besser beobachten zu können.
Der Bereich der südlichen Wakenitz war insofern für uns interessant, weil von der Westseite am Boden bis auf die
Grenzschilder und Pfähle wenig von den DDR-Grenzanlagen zu sehen war. Aus der Luft war das natürlich alles gut zu sehen.
Und gerade für mich als Lübecker war die Grenze von oben natürlich etwas Besonderes. Alle Grenzanlagen incl. aller dazugehörigen
grenznahen Dörfer, Gehöfte etc. waren aus der Luft gut zu erkennen. Auch im Bereich Eichholz konnte man in Herrnburg die Bahnanlagen mit ihren
Sperren und Toren dank eines guten Fernglases gut erkennen. Das Gleiche galt für Müggenbusch, Absolonshorst und Nädlershorst.
Man sah unten auf dem Boden auf der anderen Wakenitzseite meistens nur Wald und sonst nichts. Ansonsten kannte man die Grenzanlagen
nur anhand der Einzeichnungen auf der 50.000er Karte.
Ich hatte natürlich Glück, dass ich einen so hubschraubergeilen Chef hatte. D.h., ich flog diese Tour meistens 1 - 2 x im Jahr. Leider war
ich damals mit dem Fotografieren nicht soweit, sonst hätte ich wahrscheinlich einige hundert Grenzbilder im Archiv.

Gruß Hartmut

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24.07.2020 13:32 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2020 13:33)
avatar  Fred.S.
#5
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Ein sehr schöner Beitrag, bei Nr. 1. krelle, Danke. mfg. Fred


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24.07.2020 17:00 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2020 17:01)
#6
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Moin,

na gut, werfe ich noch ein Bild in die Runde aus dem Jahr 1962

Quelle: LN

Bildanhänge

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24.07.2020 18:14
avatar  krelle
#7
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augenscheinlich bei der Brücke Rothenhusen


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24.07.2020 19:29
avatar  Ratze
#8
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@harbec nur eine kleine Korrektur
Wir waren nicht bis Marienstedt sondern bis zur Straße Sophiental - Gudow
Du hast Natur Recht - Schräubchenkunde
@Krelle und @Schlutup schöner Bericht und super Foto


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