Woran erkannte man mit Sicherheit einen STASI- Mann ?

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08.07.2020 21:18 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2020 21:36)
avatar  Lutze
#31
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Früher bei mir in der Hausgemeinschaft war auch einer von dieser Garde,erkennen konnte man diesen miesen Typ schon, wenn er die Wohnungstür aufgemacht hat, das ganze Treppenhaus hat nach Rauch gestunken, und Mundgeruch,pfui Deibel,das da von der Truppe ihn nicht mal ins Gewissen geredet hat,einfach ein ekliger Schnüffler,kurz nach der Wende ist er plötzlich verstorben,keine 55 Jahre,die Hausgemeinschaft war erleichtert,zu seiner Beerdigung ,wie ich hinterher erfuhr,auch keiner
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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08.07.2020 21:47
#32
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Zitat von Lutze im Beitrag #31
...erkennen konnte man diesen miesen Typ schon, wenn er die Wohnungstür aufgemacht hat,

Meinst Du jetzt "erkennen" im Sinne von Wahrnehmung der Körperumrisse (wegen des vielen Rauches aus der Wohnung) oder erkennen, dass er bei der STASI war ?

Siggi

"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)

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08.07.2020 22:18
avatar  Lutze
#33
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Wir hatten in unserer Hausgemeinschaft ein Ehepaar mit gestellten Ausreiseantrag,beide mit guter Berufsausbildung,was da an Schikanen unternommen wurde,von wen kam nur einer in Frage, dieser Miesling hat auch keinen Hehl daraus gemacht, die bei irgendeinen sinnlosen Scheiß,ach ja,merkwürdiger Weise hatte der auch noch Telefon,gleich die Firma anzurufen,die Wohnung wurde gekündigt und mussten in in so einer kleinen Dachbuchte umziehen,ins Molkereiviertel, bin heute noch mit mit beiden befreudet,um ehrlich zu sein, solchen "Mitmenschen" will ich nicht wieder begegnen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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08.07.2020 22:37 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2020 22:38)
#34
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Einmal habe ich sie auch erkannt. Die erste chinesische Ausstellung zur Leipziger Messe nach längerer Unterbrechung war mit deutschen "Hausmeistern" im blauen Arbeitskittel übervoll.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.07.2020 22:43
avatar  marc
#35
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Dürfte dann wohl die Demonstrativ-Taktik gewesen sein ....


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08.07.2020 22:50 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2020 22:50)
#36
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Höre den Ausdruck erstmals. Aber er ist sehr verständlich.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.07.2020 23:01 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2020 23:10)
#37
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Im Abschlußjahr der DDR hatte ich noch eine recht auffällige Bekanntschaft mit einem Kandidaten des letzten Aufgebots.
Er war ebenfalls Kandidat der SED geworden und nervte mich nach meiner unerwarteten Rückkehr von der Jugendtourist– Reise immer mit Umtauschangeboten meiner restlichen DM in M der DDR, da selbst mein Taschengeld, das wir im Januar 1989 im limitierten Volumen von 100 Mark 1:1 tauschen durften, nicht aufgebraucht wurde, er bot 1:10, 1:15, 1:20 und kam sich kein bißchen blöd vor dabei.
Für mich war es ein kleines Andenken, die etwas über 40 DM aus dem Taschengeld (allerdings hatte ich aber noch von der dort kontaktierten Westverwandtschaft einen Hunderter zugesteckt bekommen), er wollte sie aber unbedingt haben und hätte auch 1:30 geboten, wenn ich diesem Widerling nachgegeben hätte.
Ich sagte ihm, daß ich grundsätzlich kein Interesse am Tausch habe und auf meine Frage was er denn zu diesem irren Kurs kaufen wollte gab es nur ein dummes Gesicht als Antwort.
Heimlichtuer jeglicher Art waren für mich schon seit jeher ein Ausschlußkriterium für höherwertige Beziehungen egal welcher Art.
So gesehen war es auch ein allgemeiner Schutz gegen Spitzel jeglicher Art, ein angeborener Schutzreflex.
Im weiteren Verlauf des Abschlußjahres waren wir noch gemeinsam beim Pfingsttreffen der FDJ und während fast alle anderen in Lagern und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht waren, waren unsere „Quartiereltern“ ein Reichsbahndirektor vom Bahnbau der RBD Berlin und seiner Frau wobei er in den Gesprächen in dessen Wohnung alles einbrachte was ihm einfiel, einfach nur um das letzte rauszuhorchen was ging.
Zum Glück gehörte er dem Werkstattpersonal an und kannte die Fahrdienst– Geschichten, die ich nach drei Jahren Streckendienst der DR schon hätte bringen können nicht.
Ich selbst fing vor dieser Kulisse natürlich auch keine Geschichten über Packwagen– Abenteuer mit Zugführerinnen, Raubzügen am LPG– Besitz mancher Reichsbahner und Kleintierzüchter oder anderen Indiskretionen an und er konnte sie mangels Wissen auch nicht lostreten.
Später kam er im Rangierdienst als Lokführer unter, eine Karriere im Staatswesen ist ihm (zu seinem eigenem Glück) nicht mehr vergönnt gewesen, dabei war er aber trotzdem, wie ich aus dem damaligen Kollegenkreis des Werkstattpersonals viel später erst erfuhr.
Also im Prinzip war die Erkennbarkeit der Spitzel kaum optischer sondern verhaltensspezifischer Natur.
Wenn plötzlich Personen, die eigentlich nicht zu einem selbst paßten einem offenkundig zu nah kamen, war Vorsicht angesagt.
In meinem späteren Leben gab es diese Auffälligkeit übrigens auch im Zusammenhang mit privaten Kreditvergaben, da ich immer mal Arbeitskollegen und Freunden Hilfe leistete um ihnen aus der finanziellen Patsche zu helfen, aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.
Aber auch hier gibt es eine Duplizität der Ereignisse, wonach aber nur die einen Ganoven gegen die anderen getauscht wurden.


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08.07.2020 23:06
avatar  polsam
#38
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #15
Apropo Nummernschild: Im Mietshaus meiner Eltern wohnte ein vermuteter MfS-Mitarbeiter. Er fuhr einen Lada (wahrscheinlich Dienstwagen), den er immer im Hof des Hauses parkte. Für mich auffällig dabei war, in Abständen wechselte die Auto-Nummer. Gehörte das zur Tarnung?


Ich habe in meiner Sammlung eine Handschriftliche Kartei die bis Anfang der 80er geführt wurde. Dort sind alle "zivilen" Kennzeichen des Bezirkes Potsdam nach Typen (Krad,Anhängern PKW,LKW) und Kreisen geordnet, die an "besondere Dienststellen" ausgegeben wurden. Auch die Volkspolizei (Fahrbereitschaft, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei) und die GSSD hatten welche. Der überwiegende Teil ging an die BV Potsdam. Ich vermute mal das von dort dann der Austausch mit anderen BV erfolgte.


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08.07.2020 23:18
avatar  polsam
#39
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Zitat von Commander im Beitrag #19
Hallo,
Zitat von Hanum83 im Beitrag #6
Wenn ich mich recht entsinne hatten die Offiziellen an der Grenze am Wartburg GT2000 stehen
also der Oltn.G..... aus Eisenach hatte einen Himmelblauen Trabant mit dem Kennzeichen LJ 14-29.(77/78)Warum ich diese Nummer noch weiß,keine Ahnung.

Sonnigen Abend,Gruß C.


Dein besagter Oltn. fuhr einen PKW der ein Kennzeichen aus dem Kreis Mühlhausen führte.


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09.07.2020 04:46
avatar  Merkur
#40
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Zitat von Lutze im Beitrag #31
Früher bei mir in der Hausgemeinschaft war auch einer von dieser Garde,erkennen konnte man diesen miesen Typ schon, wenn er die Wohnungstür aufgemacht hat, das ganze Treppenhaus hat nach Rauch gestunken, und Mundgeruch,pfui Deibel,das da von der Truppe ihn nicht mal ins Gewissen geredet hat,einfach ein ekliger Schnüffler,kurz nach der Wende ist er plötzlich verstorben,keine 55 Jahre,die Hausgemeinschaft war erleichtert,zu seiner Beerdigung ,wie ich hinterher erfuhr,auch keiner
Lutze
War der Mann beim MfS oder vermutest Du, dass er beim MfS gewesen sein könnte?


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09.07.2020 10:15
avatar  Gert
#41
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Zitat von Lutze im Beitrag #33
Wir hatten in unserer Hausgemeinschaft ein Ehepaar mit gestellten Ausreiseantrag,beide mit guter Berufsausbildung,was da an Schikanen unternommen wurde,von wen kam nur einer in Frage, dieser Miesling hat auch keinen Hehl daraus gemacht, die bei irgendeinen sinnlosen Scheiß,ach ja,merkwürdiger Weise hatte der auch noch Telefon,gleich die Firma anzurufen,die Wohnung wurde gekündigt und mussten in in so einer kleinen Dachbuchte umziehen,ins Molkereiviertel, bin heute noch mit mit beiden befreudet,um ehrlich zu sein, solchen "Mitmenschen" will ich nicht wieder begegnen
Lutze


ja die SED hat auf " Liebesentzug" seiner Untertanen heftiger reagiert als die häßlichste Schachtel auf dem Planeten. Die notwendigen Mittel dazu hatte sie sich im " Klassenkampf " hart erarbeitet

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

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09.07.2020 10:39 (zuletzt bearbeitet: 09.07.2020 10:47)
#42
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Zitat von Lutze im Beitrag #33
Wir hatten in unserer Hausgemeinschaft ein Ehepaar mit gestellten Ausreiseantrag,beide mit guter Berufsausbildung,was da an Schikanen unternommen wurde,von wen kam nur einer in Frage, dieser Miesling hat auch keinen Hehl daraus gemacht, die bei irgendeinen sinnlosen Scheiß,ach ja,merkwürdiger Weise hatte der auch noch Telefon,gleich die Firma anzurufen,die Wohnung wurde gekündigt und mussten in in so einer kleinen Dachbuchte umziehen,ins Molkereiviertel, bin heute noch mit mit beiden befreudet,um ehrlich zu sein, solchen "Mitmenschen" will ich nicht wieder begegnen
Lutze


Lutze, ich zweifle da einiges an, was Du so vermutest oder Dir einredest. Weißt Du, ob denen die Wohnng gekündigt wurde, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt hatten ? Ich bezweifle das sehr stark, auch wenn diese es Dir vielleicht so erzählt hätten. Wenn, dann habe sehr starke Dinge vorgelegen, ehe in der DDR jemanden so einfach seine Wohnung gekündigt werden konnte. Ich kenne keinen Antragsteller, dem das angetan wurde und mir ist auch kein solcher Fall bekannt, auch nicht vom Hörensagen. In der Firma an einen anderen AP umgesetzt, ja, das gab es öfter, je nach Empfindlichkeit für die Firma, aber nicht unbedingt in die Hofkolonne. Unsere Chefin der Q-Kontrolle bekam innerhalb der Abteilung ein anderes Aufgebengebiet. Im Kollegium hatte sich dadurch nichts geändert. Als BPO-Sekretär zählte ich zu dem Kreis, der regelmäßig Gespräche mit ihr durchzuführen hatte mit dem Ziel, den Antrag zurückzunehmen. Ich sagte ihr gleich zu Anfang klar, daß ich das als Pflicht tun muß und sie solle es als erledigt ansehen. Im übrigen wäre die Entscheidung ihre private Sache, auch wenn ich sie nicht billige. Ganz untypisch für einen "strammen Genossen" wie einige von mir meinen, mich so zu kennen.
Meinst Du, der "Miesling" mußte erst die Firma anrufen, damit die erfahren, daß er einen Ausreiseantrag gestellt hatte ? Die wußten es mit dem moment, mit dem der Antrag bei den behörden, egal welchen, eingegangen war in die Chefs der Firma, bei denen die Antragsteller arbeiteten, wußten es sehr zeitnah danach und das hatte seine triftigen Gründe.
Und ein Telefon zu besitzen, war nicht "merkwürdig". Es hatten nicht viele, aber die es hatten, waren irgendwie von Wichtigkeit für die Organe, behörden oder auch für die Betriebe, um schnell erreichbar zu sein. Bei uns hatten es die meisten aus der Ver- und Entlladekolonne. Zumeist warend das unsere Handwerker, ihr Meister und noch ein paar Weitere. Also stinknormale Menschen.


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09.07.2020 11:28
avatar  Ebro
#43
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Ich glaube mal, der Beitrag von @Lutze Nr. 33 wäre besser bei "Spaß muss trotzdem sein" aufgehoben gewesen

Endlich als geistig primitiv erkannt worden, hat ja lange gedauert......!
Mitglied in einem Forum, indem man nur wegen der Vita regelmäßig dumm angemacht wird von Ahnungslosen und Dünnbrettbohrern

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09.07.2020 12:38 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2020 10:27)
#44
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gg


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09.07.2020 12:43
avatar  Ebro
#45
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Die Schwester meiner Mutter, also meine Tante, 1987 bei ihrer Ausreise ebenfalls!

Endlich als geistig primitiv erkannt worden, hat ja lange gedauert......!
Mitglied in einem Forum, indem man nur wegen der Vita regelmäßig dumm angemacht wird von Ahnungslosen und Dünnbrettbohrern

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