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#1

Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.06.2020 22:27
von suppengrün | 4 Beiträge | 52 Punkte
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Hallo in die Runde.

An erster Stelle ein Dankeschön an die Betreiber und aktiven Mitglieder dieses Forums. Über die vielen Einblicke, die hier über unsere Zeitgeschichte geteilt werden, freue ich mich sehr.
Deshalb, und weil ich auf der Suche nach weiteren Informationen bin, die ich ohne Hilfe von Zeitzeugen womöglich nicht bekommen würde, möchte ich mich Euch gern vorstellen:

Ich bin suppengrün aus Berlin, Baujahr 1987 in Ost-Berlin.

Vom geteilten Deutschland habe ich als Kleinkind nichts mitbekommen, umso mehr beschäftigt mich das Thema seit meiner Jugend.
Seit etwa acht Jahren arbeite ich unteranderem in der Dokumentarfilmbranche und habe um den 25. und jetzt um den 30. Jahrestag des Mauerfalls vereinzelt älteren, aus der DDR stammenden Kollegen zum großen Themenkomplex Teilung und Vereinigung zugearbeitet.

Mein persönliches Interesse wurde vor etwa zwei Jahren erweckt, oder eher entfacht, weil ich in einem Fotoalbum meines Vaters eine alte QSL-Karte (wiki "QSL-Karte") mit der "Morse-Adresse" meines noch lebenden Großvaters gefunden habe. QSL-Karten werden weltweit als Postkarten, u.a. zur Empfangsbestätigung eines bestimmten Signals, ausgetauscht. Auf der Rückseite der QSL-Karte befinden sich Verbindungsinformationen, die Vorderseite ist ein s/w Foto eines Funker-Arbeitsplatzes mit allerhand Gerätschaften wie Lautsprecher, Sender, Empfänger, etc. All das aufgebaut auf einem großen Schreibtisch, der vor einer ebenso großen Weltkarte stand. Diese war an der Wand direkt hinter dem Schreibtisch angebracht. Auf ihr wurden verschiedene Weltstädte mit Stecknadeln und Zwirn mit dem Mittelpunkt, Ostberlin, verbunden. Verschiedene QSL-Karten mit anderen "Adressen" und Motiven rahmen die Weltkarte ein.
Ein Foto, wie aus älteren Spionagefilmen. Mein Vater saß neben mir auf der Couch und sah fern und natürlich fragte ich ihn, was es mit der Karte auf sich hat. Er sagte etwas beiläufig, vielleicht ein kleinwenig verunsichert, dass das der Arbeitsplatz von meinem Großvater gewesen sei, an dem er sein Amateurfunk-Hobby ausübte. Er habe in die ganze Welt gemorst und nach den Lebens- und gesellschaftlichen Umständen der Gesprächspartner gefragt. Mehr konnte mein Vater darüber nicht berichten, auch nicht auf Nachfrage, weshalb ich oben von Verunsicherung schrieb. Es hörte sich an, als tappe mein Vater etwas im Dunkeln über die Informationen zur QSL-Karte meines Großvaters. Ob mein Vater eine Legende wiedergab, ob er die Wahrheit sagte oder ob er die Wahrheit darüber überhaupt kennt.. das kann ich bis heute nicht beurteilen.
Ich begann darauf eine kurze Recherche zu QSL-Karten und zur spezifischen QSL-"Adresse" meines Großvaters. Nach kurzer Suche fand ich mit Hilfe der "Adresse" teils validierende Informationen über den wahrscheinlichen Standort der Funkstation, die auf dem Foto abgelichtet ist. Die Funkstation soll demzufolge im Nachbarort des Wohnortes meines Großvaters gestanden haben. Im Zuge dieser kurzen Recherche fand ich heraus, dass im selben Ort früher auch Gebäude vom MfS bezogen waren. Schon als Schulkind bin ich durch diesen Ort gegangen und Fahrrad gefahren, es war auch ein Nachbarort meines Elternhauses und ich konnte die Gebäude wieder, diesmal vor meinem inneren Auge, sehen.

Diese Information führte mich zur im Internet immer noch zu findenden Liste hauptamtlicher Mitarbeiter des MfS. Ich war baff und hatte vor der Suche innerhalb dieser Liste Skrupel. Ich stellte mir vor welche Folgen diese Liste haben kann und sicher bereits hatte. Die Neugier, mehr über meinen Großvater zu erfahren, sorgte für den nötigen "Schubs" in die Liste. Natürlich suchte ich auch nach meinem Familiennamen, doch innerhalb meines Familienkreises fand ich ausschließlich den Namen meines Großvaters in der Liste, durch die PKZ natürlich eindeutig zuzuordnen. Ich war erleichtert über den einzigen Treffer, aber gleichzeitig enttäuscht und verunsichert. Nach allem, das in der Schulzeit und im Selbststudium über das MfS gelehrt wurde, wollte man keinen Familienangehörigen als Teil dessen wissen. Schlimmer noch, denn scheinbar verdiente mein Großvater im Vergleich zu vielen anderen Mitarbeitern relativ viel Geld beim MfS, wenn man dieser Liste Glauben schenken darf. Schlimm, denn meinen Großvater lerne ich bei jedem Treffen als intelligenten, tollen Menschen kennen, der viele Lebensweisheiten teilt und immer hilfsbereit und zuvorkommend agiert. Meine Großmutter ist nicht mehr so fit wie er, weshalb er sich wirklich herzlich um sie kümmert. Warum hat also mein Großvater beim MfS gearbeitet? Und wo?
Meine Mutter sagte, dass er anscheinend beim Generalstaatsanwalt gearbeitet hätte. Waren das die ganz üblen Leute?

Dank der Liste weiß ich nun, dass er bei der HA XXII "Terrorabwehr" arbeitete - wahrscheinlich.
Nachdem ich viele Quellen, unter anderem dieses Forum, bezüglich des MfS und spezifisch zu seiner Abteilung durchsucht habe, sprach ich meinen Vater wieder, und diesmal sehr vorsichtig, auf das Thema an. Als klar wurde, dass mein Vater von der hauptamtlichen Tätigkeit meines Großvaters beim MfS weiß, sprach ich die Liste der Mitarbeiter an, in der ich den Namen meines Großvaters gefunden habe. Als ich das vergleichsweise hohe Gehalt ansprach, nickte er und sagte, dass sein Vater wahrscheinlich länger beim MfS tätig war. Auch hier merkte ich etwas Unsicherheit in seiner Kommunikation. Auch hiermit kennt sich mein Vater nicht gut aus und findet das Thema offensichtlich eher schwierig. Es wurde auch noch nie in der Familie erwähnt, bevor ich die QSL-Karte gefunden habe, oder ich erinnere mich nicht mehr daran. Mein Vater ist scheinbar keine gute Quelle, mehr über die Arbeit meines Großvaters zu erfahren, also ging ich voran und lud mich, wie sonst auch, zum etwa monatlichen Besuch bei meinen Großeltern ein. Seither schiffe ich um den Elefanten im Raum herum und versuche mit meinem Großvater über seine Arbeit zu sprechen, ganz generell, ohne jemals das MfS erwähnt zu haben. Hier und da erhasche ich ein paar Details und Anekdoten, wenn wir kurz vom Bahnhof zusammen Autofahren oder auf dem Balkon sind, denn vor meiner Großmutter spreche ich das Thema nicht an. Als ich ihm beim ersten Treffen mit meinem neuen Hintergrundwissen die QSL-Karte aus dem Fotoalbum meines Vaters zeige, ist er positiv überrascht. Wir gehen ins Arbeitszimmer und schauen in seiner alten, dunkelbraunen Schrankwand nach weiteren QSL-Karten, die er scheinbar gesammelt hat. Er findet sie allerdings nicht und vertröstet mich auf das nächste Mal. Auch bei weiteren Treffen vertröstet er mich, dass er die Karten nicht gefunden habe.
Bei einer anderen emotionalen Zusammenkunft, einer kurzen Autofahrt zu zweit zu einer Familienzusammenkunft, fing er von allein an über "seinen Mitarbeiterstab von etwa 60 Leuten" zu sprechen. Wie er Leute für einen Auftrag in eine andere Stadt schickte und diese bei Wiederkehr ein Waffenmagazin als verloren meldeten. Mein Großvater sagte, er hätte das Waffenmagazin für den beauftragten Mitarbeiter wieder "erscheinen lassen", indem er "aus dem Keller ein Magazin holte". So hat er ungefähr von seinem Aufgabenbereich erzählt, weil ich kurz im Auto Arbeitsstrukturen bezüglich eines völlig anderen Themas angesprochen habe... Er will also darüber sprechen, habe ich generell wahrgenommen. Nun frage ich mich, ob das Magazin unabsichtlich oder absichtlich "verloren" wurde, oder ob es eine Legende ist, die er sich über all die Jahre vorgebetet hat...
Wenn er im MfS weisungsbefugt war und ein etwas höheres Gehalt hatte, kann er dann trotzdem der gute Mensch sein, der er auf dem Balkon mit seinen wirklich guten und freundlichen Lebensratschlägen ist?


Vor Kurzem nun habe ich zufällig in einer Wandergruppe eine Dokumentarfilmerin kennengelernt, die sehr schöne, langsame und ästhetische Dokumentarfilme schreibt, dreht und schneidet. Eigentlich keine Seltenheit, doch ihre tolle Dokumentation über ein sehr altes, noch arbeitendes Ehepaar ließ mich doch stark an die Geschichte meiner Großeltern denken, die ich dann vertraulich mit ihr teilte. Natürlich befeuert das alles meine Neugier nach dem Leben und dem Handeln meines Großvaters enorm. Der Elefant im Raum wird immer größer und ich frage mich, wie ich meinen Großvater verantwortungsvoll und mit Respekt, ohne ihn zu verletzen, zu dem Thema befragen und ihn kennenlernen kann.

Natürlich gehe ich immer noch sehr behutsam mit dem Thema um, frage ihn nicht ob ich "Kameras draufhalten" kann, sondern nähere mich der Frage an, ob er das zulassen würde. Auch wenn nicht, das wäre mir relativ egal, denn mich interessiert der Arbeiter, der er mal gewesen ist. Ich habe etwas Angst herauszufinden, ob und wie sein Handeln Einfluss auf das Leben meiner Familie hatte und welchen.

Ich freue mich, solltet ihr Interesse an der Geschichte haben. Ich möchte nicht versprechen, dass ich hier weiter schreibe, allerdings nehme ich es mir vor, sollte es Eure Rückmeldung wiederspiegeln.

Als Anfänger in diesem Forum bitte ich um Nachsicht und Rückmeldung, falls ich im Text oben versehentlich Forenregeln oder die Etikette missachtet habe.
Ich habe einige Stellen absichtlich vage gehalten, weil ich ohne mehr Wissen über meinen Großvater keine vertraulichen Daten veröffentlichen möchte.. Schon der vage Text ist eine Herausforderung für mich..
Da hier auch Zeitzeugen mitlesen könnten, möchte ich hier fragen, wie Ihr die Lage einschätz, ob ich den Text z.B. wieder löschen sollte.

Zu guter Letzt noch eine Frage, ob dieser Thread (/t9664f128-RAF-und-die-DDR.html) geschlossen oder gelöscht wurde, oder warum man nicht darauf zugreifen kann?


Vielen Dank für Eure Zeit und Grüße
suppengrün


der 39., Lutze, furry, MKF, stabsfunkmeister und RalphT haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.06.2020 23:22
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Etwas Geduld, Du bist noch nicht freigeschaltet um alle Themen zu lesen,
ein herzliches Hallo
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#3

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 00:47
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Hallo @suppengrün
Vielen Dank für deine ausführliche Geschichte.Wie du selbst erfahren mußtest ist die ganze Wahrheit über die Zusammenhänge mit dem MfS wohl nicht leicht herauszubekommen.Selbst hier im Forum können Insider dir nicht Informationen vermitteln die sie vielleicht nie bekommen haben,weil sie eben Teil eines riesigen Geheimdienstapparates waren und nur soviel wissen durften wie es eben nötig war.
Dennoch kann es durchaus sein das du in deiner Fragestellung an weitere Informationen kommen kannst,wenn du für alle Themen freigeschaltet bist.
Dein Thema ist für mich allerdings auch neu,bisher ging ich davon aus das dieser Bereich dem Amateurfunk zuzuordnen war,der auch registriert aber nicht MfS gesteuert war.Aber man lernt ja nie aus.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#4

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 02:51
von suppengrün | 4 Beiträge | 52 Punkte
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Zitat von andyman im Beitrag #3
bisher ging ich davon aus das dieser Bereich dem Amateurfunk zuzuordnen war,der auch registriert aber nicht MfS gesteuert war.Aber man lernt ja nie aus.
Lgandyman
Hallo andyman, danke für Deine Antwort.

Bezüglich des Funks hoffe ich noch im Gespräch mit meinem Großvater konkrete Informationen zu bekommen, die ich dann gern hier teile.Ob es Amateurfunk oder eine Legende des MfS ist kann ich noch nicht sagen.Jedenfalls hat auch mein Vater schon immer bei gemeinsamen Ausflügen auf die verschiedenen, hohen und trotzdem leicht zu übersehenden Amateurfunkantennen hingewiesen, als hätte auch er ein besonderes Interesse daran gehabt, dass er mit seinen Kindern teilen wollte. In der MfS-Grafik "Das soll Dein Weg zu uns sein!" erkennt man einen suggerierten 10.-Klässler, der in ein Mikrofon spricht und vor einer Funk(?)-Anlage sitzt.Man erkennt auf der Grafik, dass das MfS potentielle Mitarbeiter*innen schon in frühem Alter für spezielle, später im Dienst wahrscheinlich nützliche Hobbies zu interessieren versuchte, oder ist das ein Trugschluss? Es ist auf jeden Fall eine kleine Hoffnung von mir, denn eventuell geschah es so mit meinem Großvater und er hatte keinen anderen, schmerzhaften Grund für seinen Eintritt.. Ich lasse mich aber gern von einer anderen, wahrheitsgemäßen Erklärung berichtigen, auch wenn sie schmerzhaft sein könnte.


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 04:54
von Merkur | 1.354 Beiträge | 1565 Punkte
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@suppengrün, Du schreibst:
„Nach allem, das in der Schulzeit und im Selbststudium über das MfS gelehrt wurde, wollte man keinen Familienangehörigen als Teil dessen wissen.“
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen? Wenn Dein Großvater bei der Terrorabwehr war, bedeutet das doch zunächst erstmal, dass er an der Verhinderung oder Aufklärung von Terror- und Gewaltakten gegen seinen Staat und dessen Menschen beteiligt war. Wofür muss man sich dabei schämen?


Hauptmann, Ebro, MKF, passport und kindlep haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 07:10
von furry | 6.008 Beiträge | 16601 Punkte
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@suppengrün , ein sehr interessanter Bericht.
Über dieses Forum konnte ich auch mehr erfahren über den Mann einer Schulfreundin meiner Mutter. Bekannt war, dass er "Moskauschüler" war, dass er über Ulbricht, Wehner und Leonhardt gut informiert war, dass er in den 50er Jahren Offizier in Eggesin war und später, im Speckgürtel von Berlin wohnend, dass er tagtäglich in Zivil nach Straussberg fuhr.
Ich habe ihn als sehr netten, hochintelligenten Menschen in Erinnerung. Man konnte mit ihm zwanglos, obwohl man wusste er war Offizier (mehr aber auch nicht), über alles, auch über politische Fragen sprechen konnte, die man seinem Staatsbürgerkundelehrer besser nicht gestellt hätte.
Ich erinnere mich gern an ihn und würde er noch leben, ich hätte ihn dazu konkret befragt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


suppengrün und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.06.2020 07:11 | nach oben springen

#7

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 07:48
von Hanum83 | 11.678 Beiträge | 28978 Punkte
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Ich kannte einen der war von Haus aus Fernmelde-Ingenieur und setzte seine Fähigkeiten ein um für das Ministerium gute Mithörmöglichkeiten zu schaffen, brachte es dabei bis zum Oberst, nach der Wende baute er eine Fernmelde-Firma auf und ich erhielt von ihm im Zuge der flächigen Ausstattung des Ostens mit Telefonie schöne Aufträge, also wir arbeiteten gut zusammen und es entwickelte sich über Jahre ein freundschaftliches Verhältnis.
Er war Baujahr 1937 und trat dem entsprechend in der Frühphase der DDR in die Dienste des Ministeriums.
Da wir viele Gespräche geführt haben, weiß ich das eher sein Beruf Berufung für ihn war als das Fangen von Feinden des Sozialismus, er hätte nie einen besseren Zugang zu diverser Technik erhalten können als dort wo er tätig war.
Ich hätte, wäre er direkter "Menschen-Bearbeiter" gewesen wohl ein Problem mit einer tieferen Freundschaft gehabt, als, heute nennt man das auf gut Deutsch "Technik-Freak", konnte man da irgendwie unterschwellig paar Augen zudrücken.
Vielleicht war ja dein Opa auch technikbegeistert in Sachen Funk.


EK42, HG 84/1, "Frühling-Freiheit!"
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#8

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 08:23
von Lutze | 10.985 Beiträge | 17346 Punkte
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Da bist du ja ganz schön vertrauensseelig Grenzwolf
Lutze


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#9

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 09:01
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Zitat von Merkur im Beitrag #5
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen?


Ja, @Merkur, diese Zeile fiel mir gestern beim ersten Lesen auch gleich auf!


Hauptmann hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 09:19
von suppengrün | 4 Beiträge | 52 Punkte
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Danke für die vielen, interessanten Beiträge! Die positiven Geschichten innerhalb des Apparates freuen mich immer sehr.

Zitat von Merkur im Beitrag #5
@suppengrün, Du schreibst:
„Nach allem, das in der Schulzeit und im Selbststudium über das MfS gelehrt wurde, wollte man keinen Familienangehörigen als Teil dessen wissen.“
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen? Wenn Dein Großvater bei der Terrorabwehr war, bedeutet das doch zunächst erstmal, dass er an der Verhinderung oder Aufklärung von Terror- und Gewaltakten gegen seinen Staat und dessen Menschen beteiligt war. Wofür muss man sich dabei schämen?


Hallo Merkur,

natürlich möchte ich mit meinen Beiträgen keine Missverständnisse entstehen lassen, sondern diese aufdecken.
Deshalb möchte ich gerne klarstellen, dass ich mit dem gesamten obigen Beitrag nicht alle MfS-Mitarbeiter als schlechte Menschen pauschalisieren wollte und ich mich natürlich nicht über einen beispielsweise engagierten Aufklärer und Kämpfer im Anti-Terrorkampf mit einer gewissen Integrität schämen würde.

Dass meine Aussage falsch verstanden, beziehungsweise - ohne es Dir unterstellen zu wollen - eine gewisse Ehre kränken könnte, verstehe ich aber gut, weshalb es mir auch schwer fällt, meinen Großvater damit zu konfrontieren. Glücklicherweise können wir hier kommunizieren und ich lerne weiter, den Themenkomplex behutsam zu ver- und bearbeiten.

Als ich neulich durch Mielkes konserviertes Büro lief und fast die kleine Teeküche betreten konnte, fühlte ich mich sofort wie zu Hause bei meiner Großmutter. Sie hätte dort sicher auch für Mielke arbeiten können, und für Mielkes Stab jeden Tag kochen, statt daheim für meinen Großvater. Tolle Geräte in der Küche, alle Zutaten, die man sich wünscht, alles ständig aufgeräumt und an seinem Platz, viele hungrige Dienstleute, was wünscht sich ein Koch oder eine Köchin mehr?
Die "Technik-Freaks" im MfS waren sicher hellauf begeistert von der neuesten Technik und dem Arbeitsplatzangebot (danke für das schöne Beispiel @Hanum83 - ich bin sozusagen auch ein "Technik-Freak")
Ein Grenzschützer, der durch den Wald marschiert oder stundenlang auf dem Turm steht und seine Heimat vor gefährlichen Menschen zu schützen sucht, keine Frage, dafür und sicher für viele andere Berufe innerhalb des MfS muss man sich bestimmt in vielen Fällen nicht schämen und ist kein schlechter Mensch.

Erlaube mir aber bitte meine generelle Vorsicht, da mein Großvater wahrscheinlich lange für das MfS gearbeitet hat und in einer weisenden Funktion war und ich deshalb emotional davon betroffen bin. Ich bin von der Struktur, des Ausmaßes, der Technik, der Mitarbeiterbeteiligung, der positiven gesellschaftlichen Aspekte des MfS begeistert, kann kaum schlafen ob der Informationsfülle und versuche lediglich meinen Großvater neu kennenzulernen. Mit der Hoffnung, er ist sein Leben lang nicht einer verrückten Idee von Mielke hinterhergerannt, sondern konnte auch seinen eigenen Weg gehen.
Bin mir unsicher, ob er nicht auch schwerwiegende Entscheidungen fällen musste, die keinen positiven Ausgang als Alternative hatten. Das ist der Grund für das "nicht als Teil dessen wissen wollen". Immerhin liest man von Attentaten, sieht den Lehrfilm "Revisor", hört Mielke in öffentlichen Reden von Erschiessungen träumen, Du kennst wahrscheinlich auch noch weitere Beispiele.


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#11

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 09:55
von Gert | 1.437 Beiträge | 7388 Punkte
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Zitat von Ebro im Beitrag #9
Zitat von Merkur im Beitrag #5
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen?


Ja, @Merkur, diese Zeile fiel mir gestern beim ersten Lesen auch gleich auf!



Nun @Ebro deine Firma hat ja auch Tag und Nacht daran gearbeitet um sich dieses Etikett ans Revers zu heften. Das wird euch wohl ewig anhaften, unabhängig davon, was dem Einzelnen "anzulasten "ist.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 10:48
von Hanum83 | 11.678 Beiträge | 28978 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #8
Da bist du ja ganz schön vertrauensseelig Grenzwolf
Lutze

Nein Lutze, ich sah eher den Mensch hinter dem "Job" und da war er halt ein ganz feiner Mensch.


EK42, HG 84/1, "Frühling-Freiheit!"
Ebro, suppengrün und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 11:14
von Fall 80 | 1.774 Beiträge | 10830 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #11
Zitat von Ebro im Beitrag #9
Zitat von Merkur im Beitrag #5
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen?


Ja, @Merkur, diese Zeile fiel mir gestern beim ersten Lesen auch gleich auf!


Nun @Ebro deine Firma hat ja auch Tag und Nacht daran gearbeitet um sich dieses Etikett ans Revers zu heften. Das wird euch wohl ewig anhaften, unabhängig davon, was dem Einzelnen "anzulasten "ist.
@Gert

Pauschalisierung ist immer sehr oberflächlich und stellt eben auch die etwas humaneren mit in den Senkel.

Ich erinnere mich an Aussagen von Lehrern, dass alle Teilnehmer des II. WK Verbrecher waren und man sich entsprechend davon distanzieren sollte.

Da will ich nur noch erwähnen, dass die meisten Klassenkameraden Väter hatten welche als Soldaten im Krieg waren.

Auch die Angehörigkeit in einer verbrecherischen Organisation macht denjeneigen nicht automatisch zum Verbrecher.

Unterscheiden tu ich eher danach ob jemand durch die allgemeine Wehrpflicht in so eine Situation gekommen ist, oder ob er sich freiwillig gemeldet und es als Beruf ausgeübt hat.

Am Ende kommt es immer darauf an wie sich jemend in bestimmte konkreten Situationen wirklich verhalten hat.

Auch nachweißlich große Verbrecher haben sich ihren Kindern/Enkeln und auch Fremden gegenüber oft sehr fürsorglich verhalten.

Uli


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#14

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 11:18
von Gert | 1.437 Beiträge | 7388 Punkte
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #13
Zitat von Gert im Beitrag #11
Zitat von Ebro im Beitrag #9
Zitat von Merkur im Beitrag #5
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen?


Ja, @Merkur, diese Zeile fiel mir gestern beim ersten Lesen auch gleich auf!


Nun @Ebro deine Firma hat ja auch Tag und Nacht daran gearbeitet um sich dieses Etikett ans Revers zu heften. Das wird euch wohl ewig anhaften, unabhängig davon, was dem Einzelnen "anzulasten "ist.
@Gert

Pauschalisierung ist immer sehr oberflächlich und stellt eben auch die etwas humaneren mit in den Senkel.

Ich erinnere mich an Aussagen von Lehrern, dass alle Teilnehmer des II. WK Verbrecher waren und man sich entsprechend davon distanzieren sollte.

Da will ich nur noch erwähnen, dass die meisten Klassenkameraden Väter hatten welche als Soldaten im Krieg waren.

Auch die Angehörigkeit in einer verbrecherischen Organisation macht denjeneigen nicht automatisch zum Verbrecher.

Unterscheiden tu ich eher danach ob jemand durch die allgemeine Wehrpflicht in so eine Situation gekommen ist, oder ob er sich freiwillig gemeldet und es als Beruf ausgeübt hat.

Am Ende kommt es immer darauf an wie sich jemend in bestimmte konkreten Situationen wirklich verhalten hat.

Auch nachweißlich große Verbrecher haben sich ihren Kindern/Enkeln und auch Fremden gegenüber oft sehr fürsorglich verhalten.

Uli


rot mark.na das ist ja eine tolle Lebensweisheit. @Fall80 ich darf dich daran erinnern, dass die Angehörigen des MfS keine Wehrpflichtigen waren.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
Lutze, suppengrün und MKF haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 11:24
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Zitat von Gert im Beitrag #14
Zitat von Fall 80 im Beitrag #13
Zitat von Gert im Beitrag #11
Zitat von Ebro im Beitrag #9
Zitat von Merkur im Beitrag #5
Warum eigentlich nicht, waren alle Mitarbeiter des MfS denn pauschal schlechte Menschen?


Ja, @Merkur, diese Zeile fiel mir gestern beim ersten Lesen auch gleich auf!


Nun @Ebro deine Firma hat ja auch Tag und Nacht daran gearbeitet um sich dieses Etikett ans Revers zu heften. Das wird euch wohl ewig anhaften, unabhängig davon, was dem Einzelnen "anzulasten "ist.
@Gert

Pauschalisierung ist immer sehr oberflächlich und stellt eben auch die etwas humaneren mit in den Senkel.

Ich erinnere mich an Aussagen von Lehrern, dass alle Teilnehmer des II. WK Verbrecher waren und man sich entsprechend davon distanzieren sollte.

Da will ich nur noch erwähnen, dass die meisten Klassenkameraden Väter hatten welche als Soldaten im Krieg waren.

Auch die Angehörigkeit in einer verbrecherischen Organisation macht denjeneigen nicht automatisch zum Verbrecher.

Unterscheiden tu ich eher danach ob jemand durch die allgemeine Wehrpflicht in so eine Situation gekommen ist, oder ob er sich freiwillig gemeldet und es als Beruf ausgeübt hat.

Am Ende kommt es immer darauf an wie sich jemend in bestimmte konkreten Situationen wirklich verhalten hat.

Auch nachweißlich große Verbrecher haben sich ihren Kindern/Enkeln und auch Fremden gegenüber oft sehr fürsorglich verhalten.

Uli


rot mark.na das ist ja eine tolle Lebensweisheit. @Fall80 ich darf dich daran erinnern, dass die Angehörigen des MfS keine Wehrpflichtigen waren.
@Gert

Ich habe allgemein geschrieben und nicht speziell über das MfS.

Mir ist schon klar, dass die da im wesentlichen freiwillig dabei waren. Das heißt aber nicht, dass alle solche Mordbuben wie ihr oberster Chef waren.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass einige sicher "gekündigt" hätten wenn es so einfach möglich gewesen wäre.

Uli


Gert und suppengrün haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 11:34
von Gert | 1.437 Beiträge | 7388 Punkte
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #15

Mir ist schon klar, dass die da im wesentlichen freiwillig dabei waren. Das heißt aber nicht, dass alle solche Mordbuben wie ihr oberster Chef waren.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass einige sicher "gekündigt" hätten wenn es so einfach möglich gewesen wäre.

Uli


Ich kann mir vorstellen, dass das ohne Folgen möglich war beim MfS zu kündigen. Natürlich wäre dann das Gehalt kleiner, die Privilegien nicht mehr da usw.
Die Toleranz , die du hier manifestierst habe ich nicht. Ich sehe es so, daß sie viele Menschen sehr unglücklich gemacht haben. Ich erspare mir die ganzen Aufzählungen, wir haben es bis zum Erbrechen durchdiskutiert. Von mir erhalten sie keinen Pardon. Es ist gut, dass sie zusammen mit ihrer SED auf der ganzen Linie vor den Menschen der DDR und vor der Geschichte total gescheitert sind, also eine gescheiterte Existenz


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
Lutze, suppengrün, linamax und henning194902 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 11:48
von suppengrün | 4 Beiträge | 52 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #16

Ich erspare mir die ganzen Aufzählungen, wir haben es bis zum Erbrechen durchdiskutiert. Von mir erhalten sie keinen Pardon. Es ist gut, dass sie zusammen mit ihrer SED auf der ganzen Linie vor den Menschen der DDR und vor der Geschichte total gescheitert sind, also eine gescheiterte Existenz



Ich kann mir vorstellen, wie viele abertausende Gespräche es um das Thema gab und gibt. Ich würde diesen Strang damit gerne wieder zum Thema zurückführen und eine persönliche Diskussion über das generelle Thema vermeiden wollen. Dazu können wir gern andere Stränge nutzen, zu denen man verweisen könnte, damit wir hier kein Erbrechen hervorrufen.

Der respektable Diskussionston über verschiedene Ansichten gefällt mir momentan sehr, lasst es uns beibehalten, wenn es wieder um konkrete Sachverhalte wie das HA XXII oder den Umgang mit noch nicht konfrontierten Zeitzeugen geht. Dazu kann ich jetzt eine Menge Zwiegespräche, etc. lesen.

Das Thema "Kündigung im MfS" ist in der Tat spannend, danke für den Anstoß @Fall 80


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#18

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 13:22
von kindlep | 253 Beiträge | 1885 Punkte
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@suppengrün, ich glaube du versuchst hier auf einer etwas primitiven Art aus zu horchen.
Solange du in deimem Profil solch große Lücken hast ist es schwer dich orden.
Einmal schreibst du 1901 als geboren, dann 1987 geboren.
!987 geboren, also heute ca. 33 Jahre alt, richtig. Also 3 Jahre alt gewesen zur Wende. Null Erfahrung und Wissen der vergangenen Zeit.
Du vermischt natürlich viel von dem du etwas wissen möchtest, ist mir aber durchaus klar bei solch vielen Diensteinheiten die auch untereinander nicht unbedingt freundlich zueinander waren.
In deiner Schulzeit spielte doch das MFS keine Rolle mehr und wurde auch nicht gelehrt.
Die Sache QSL ist doch eine Finde? Nie und nimmer kann man daraus Querverbindungen ableiten. Ich denke auch als Mitarbeiter im MFS gab es schon Vorschriften, eben auch der Amateurfunk. Aber vieleicht kannst du uns mal den Club oder die Organisation nennen in welcher er da Mitglird und gemeldet war.
Bitte sortiere mal deine Posting und begebe dich auf eine erkennbare Linie.


Hauptmann, Ebro und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.06.2020 13:32 | nach oben springen

#19

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 13:54
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Zitat von Gert im Beitrag #16
. Von mir erhalten sie keinen Pardon. Es ist gut, dass sie zusammen mit ihrer SED auf der ganzen Linie vor den Menschen der DDR und vor der Geschichte total gescheitert sind, also eine gescheiterte Existen


@Gert wie man ihn kennt und liebt. Er brauch nur die Buchstaben M f S irgendwo lesen und schon geht es wieder rund.

Dir zum zigsten Mal zur Kenntnis, benenne doch mal deine pauschalisierten Privilegien. Und nein, ich fühle mich ganz sicher nicht als gescheiterte Existenz, nur weil Du, den ich früher für sein Tun verachtet habe, es gerne hättest.


Hauptmann und Alfred haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.06.2020 14:08 | nach oben springen

#20

RE: Hallo aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.06.2020 14:12
von Gert | 1.437 Beiträge | 7388 Punkte
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Zitat von Ebro im Beitrag #19
Zitat von Gert im Beitrag #16
. Von mir erhalten sie keinen Pardon. Es ist gut, dass sie zusammen mit ihrer SED auf der ganzen Linie vor den Menschen der DDR und vor der Geschichte total gescheitert sind, also eine gescheiterte Existen


@Gert wie man ihn kennt und liebt. Er brauch nur die Buchstaben M f S irgendwo lesen und schon geht es wieder rund.

Dir zum zigsten Mal zur Kenntnis, benenne doch mal deine pauschalisierten Privilegien. Und nein, ich fühle mich ganz sicher nicht als gescheiterte Existenz, nur weil Du, den ich früher für sein Tun verachtet habe, es gerne hättest.




Ich werde mir nicht die Arbeit machen und alles zum zigsten mal zusammenzutragen. Als Person betrachte ich dich nicht als gescheitert aber das MfS als Organisation zusammen mit ihrem kranken Hirn der SED.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
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