"Wiedervereinigung"

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05.06.2020 21:18 (zuletzt bearbeitet: 05.06.2020 22:08)
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#1
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Es dauert nicht mehr lange und wir sind 30 Jahre „wiedervereint“. Die Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 habe ich am Grenzübergang Lübeck-Schlutup / Selmsdorf erlebt. Eine Deutschland-Fahne in den Händen haltend (und ein vor Ort gekauftes halbes Hähnchen, das mir letztlich die Lederjacke, in dem ich es nach Hause trug, aufgrund Durchfettung der Verpackung versaute), so harrte ich der „Dinge“, die sich Punkt Mitternacht vollzogen.


Ich weiß nicht mehr zu sagen/schreiben, ob nun die Freude oder die Traurigkeit die Oberhand gewann. Auf jeden Fall waren beide präsent. Was nun im Einzelnen wirklich „kommt“, das wusste ich ebenso wenig, wie viele andere Menschen. Dass es für Manchen nicht mehr wurde/war/ist als ein "bloßer" Anschluss der Deutschen Demokratischen Republik an die Bundesrepublik Deutschland – daran habe ich seinerzeit nicht bewusst gedacht. Dass das eine und andere wesentlich besser "bewerkstelligt" hätte werden können – ja, sogar müssen! – scheint meines Erachtens klar. Ohne aufs Einzelne hier eingehen zu wollen, so möchte ich meinen, dass zahlreiche Chancen nicht genutzt wurden. Aus welchen Gründen auch immer.

Ich kann darauf vertrauen, dass das, was in den offiziellen „Büchern“ steht, der Wahrheit entspricht (die "Geschichte" generell betrachtend, nicht nur die "Wiedervereinigung" betreffend).

Aber ich muss das nicht – wir müssen das nicht. Diese „Freiheit“ haben wir, und dieser dürfen und sollten wir uns auch nie berauben (lassen). Wer entgegen der „political Correctness“ schwimmt, ist nicht zwangsläufig im Unrecht. Aber er wird es nicht unbedingt „einfach“ haben im Hier und Jetzt, wenn er nicht seinen Platz im „Mainstream“ findet.


Nun, ich brauche eigentlich nur meinen Gefühlen zu folgen. Meistens (nicht immer) liege ich „richtig“ damit. Und mein „Instinkt“ sagt mir, dass ich bezüglich der „Wiedervereinigung“ sowohl gewonnen als auch verloren habe. Das hier nun im Einzelnen genau zu erörtern, würde erfordern, „Romane“ zu schreiben. Und das werde ich weder mir noch Euch zumuten. Es mag diesbezüglich „nebensächlich“ erscheinen, und doch ist es so wertvoll für mich, die „Wende“ und die darauf folgende Zeit miterlebt zu haben: einfach mal so nach „drüben“ zu gehen, ohne etwas „Ungesetzliches“ zu tun. Zum Beispiel nach Herrnburg, jenen Ort, den ich jahrelang nur durchs Fernglas betrachten konnte. Sich mit Menschen zu treffen und mit ihnen, die mir lange Zeit „fremd“ waren, zu reden. Zu entdecken und festzustellen, dass sie genauso „deutsch“ sind wie ich. Mit ihnen zu lachen, obwohl wir uns jahrelang gefühlsmäßig manchmal wie „Feinde“ gegenüberstanden.


Festzustellen, dass man so viel gemeinsam hat/hatte, obwohl wir unterschiedliche Uniformen/Dienstkleidungen trugen, das ist GEWINN. Sich jeder Zeit begegnen zu können, sich freundlich in die Augen schauen zu können, sich gemeinsam an vergangene Zeiten zu erinnern - das ist so viel mehr des "Guten", als meine Worte/Zeilen auszudrücken vermögen.
Zusammen nach „oben“, in den "Himmel", blicken und festzustellen zu können, dass „Deutschland“ im Anblick des unendlichen Universums nur eine untergeordnete Rolle spielt – und wir es damals trotzdem mit der „Sicherung/Überwachung“ unserer Grenzen „ernst“ nahmen, das ist ein wahres Geschenk. Es in seiner „Gesamtheit“ wahrhaft zu beurteilen mag schwer fallen. Auch dann, wenn ganz persönliche Erfahrungen /Erinnerungen in den Vordergrund geraten und das eine und andere „Negative“ ins Auge sticht.


Ich sehe mich gelegentlich und in manchem Traum noch an der Grenze stehen. Viel hat „sie“ mir bedeutet. Sie ist und bleibt ein Teil von mir.
Natürlich von „uns“ – wir sind ja längst „wieder-vereint“!


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05.06.2020 21:33 (zuletzt bearbeitet: 05.06.2020 21:40)
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#2
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( gelöscht )

Mir bleibt in der Vereinigungsnacht für alle Zeit mein Vater in Erinnerung, wie er mit 70 heulte wie ein Kind, irgendwie überwältigt vom Moment nach der geballten Ladung Scheiße die das Leben für ihn vorgesehen hatte.
Für mich selber, schaun wir mal, kann ja nur besser werden.
Wurde es auch.
Danke Helmut.


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06.06.2020 09:38 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 09:59)
avatar  GKUS64
#3
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Ein sehr guter Beitrag zur „Wiedervereinigung“ ist doch unser Forum.
Für mich ist es immer wieder beeindruckend , wie interessiert, freundlich und neugierig ehemalige „Gegner“ miteinander kommunizieren.
Wohltuend sind auch die persönlichen Begegnungen , bei denen ein respektvoller Umgang und Interesse am Lebensweg des Anderen, gepflegt werden.
Hierbei erkennt man doch deutlich, dass es nie eine „Gegnerschaft“ der Personen gab, es war immer nur eine von den Politikern der
jeweiligen Gesellschaft erzwungene bzw. aufdiktierte „ Gegnerschaft“!

Wenn in allen Bereichen unseres Zusammenlebens, ähnlich unseres Forum-Beispiels, gehandelt würde, wären schon viele Missverständnisse beseitigt und die Einheit in den Köpfen wäre schon fast erreicht!
Für mich war der Fall der Mauer ein sehr freudiges Ereignis, in den 30 Jahren überwiegen für mich die positiven Erfahrungen! Ich bleibe optimistisch, auch die trotz Corona-Krise anstehende Rentenerhöhung, ist da ein Beispiel für mich!

Bleibt gesund!

GKUS64


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06.06.2020 11:50
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#4
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Ähnlich wie in der jetzigen Krise hat sich auch vor 30 Jahren die Mehrheit davor gescheut richtig Bilanz zu ziehen, eingefahrene Pfade zu verlassen und den Kurs für die Zukunft auf Nachhaltigkeit auszurichten.

Mit Sicherheit ist es einfacher auf altbewährtes zu setzen und sich nicht leichtsinnig auf zu dünnes Eis zu begeben, aber ohne Weiterentwicklung wird es eine Rückwärtsbewegung.

Gerade jetzt beim Erwachen aus dem Lockdown erwarten viele einen Reset auf die Zeit vor Covid 19.

Ob bei der Globalisierung im Handel und des Tourismus oder bei der Mobilität werden wir neue Konzepte umsetzen müssen.

Das Klimaveränderungen im Gange sind, kann keiner mehr leugnen der mit halbwegs geschärften Sinnen im Leben steht.

Ein gemeinsames Gegensteuern der Systemrelevanten Akteure ist bisher nicht zu erkennen.

Uli


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06.06.2020 11:54
#5
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Also finde für mich und meine Familie den Fall der Mauer absolut als Gewinn. Er kam für uns gerade noch rechtzeitig um nochmal
durchzustarten. Sicher waren die ersten 5 Jahre anstrengenden, aber jetzt sagen wir , wir haben alles richtig gemacht.
Ok. auch hier in der Pfalz gibt manchmal Diskussion mit Leuten die alles von der DDR wissen ohne jemals dort gewesen zu sein.
Aber im großen und ganzen kommen wir hier sehr gut aus miteinander.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.


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06.06.2020 12:40 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 12:42)
#6
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Durch die Wiedervereinigung konnte ich viel interessante Begegnungen mit Menschen in den neuen Bundesländern machen. Gerade die ersten Jahre waren unvergesslich. Damals war für viele, die Situation sicherlich schwieriger als heute. Trotzdem war damals der Optimismus größer..

Für viele folgten Enttäuschungen, aber ich glaube trotzdem war es für die meisten ein Gewinn. Allerdings gab es auch zu viele, für die ihre Lebensleistung vom Einen auf den Anderen Tag zerstört wurde. Einige sind daran zerbrochen und fanden keinen Platz mehr in der neuen Gesellschaft. Das darf, gerade in den alten Ländern nicht vergessen werden, um die Verbitterung bei manchen zu verstehen.

Schade finde ich das sich die Infrastruktur in den neuen Ländern teilweise sehr verschlechtert hat. man findet in kleineren Orten kaum noch Geschäfte oder Gaststätten.
Es kann ja eigentlich nicht sein, das die Versorgung schlechter ist, als zu DDR Zeiten.

Auch die vielen stillgelegten Bahnstrecken und die vielen vergammelten Bahnhöfe tun mir immer besonders weh. Da hätte man wirklich nicht vom Westen lernen dürfen.


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06.06.2020 14:34 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 14:35)
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#7
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( gelöscht )

Bei mir im Lager ist ab und zu ein kleiner Stammtisch mit Leuten die man über Jahre kennt und da sind 3 ich nenne es mal Exil-Wessis darunter, die nun auch schon seit 30 Jahren hier sind.
Waren damals verkrachte Existenzen die in der alten BRD nicht so richtig was geworden waren und dann von der Goldgräber-Stimmung im Osten generieren wollten, zwei kamen aus der Pfalz mit einer Drückerkolonne die den unbedarften Ossis irgendwelche sinnlose Verträge verkaufen wollten und einer ist ein Schwabe der hier als Steuerberater auftrat obwohl er nicht eine Minute eine entsprechende Ausbildung genossen hatte
Allesamt liebe Kerle die auch heute eher von Harz-Geld leben, außer der eine Pfälzer den ich angestellt habe.
Also es gab auch die Wende-Wanderung von West nach Ost.


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06.06.2020 15:27
#8
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Na ja, es war halt nicht die erste Garnitur die wir geschickt haben.
War auch bei den Rechtsanwälten so.
Ein Konkurrent der Kanzelei, wo ich gelernt habe, kam hier nie auf die Füße.
Im Osten wurde er dann Landgerichtspräsident.


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06.06.2020 15:55 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 15:57)
#9
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Ich gehöre zu denen, für die die Bedeutung der Grenze lediglich Einschränkung war.

Für Leute, denen der Grenzdienst Beruf war, kommt selbstverständlich Sinn dazu.
Am leichtesten hatten es sicherlich die Berufsgrenzer der Bundesrepublik. Sie konnten ihr Land ganz selbstverständlich verlassen.

------------

Die persönliche Begegnung mit Deutschen "der anderen Seite" nach dem Ende dieser Grenze ist eine andere Sache.

Für mich spielt der Ost-West-Gegensatz keine Rolle mehr.
Zu Irritationen kommt es eher aufgrund des (kulturellen) Nord-Süd-Gegensatzes. Aber das geht dem Hamburger nicht anders als dem Sachsen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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06.06.2020 15:55
avatar  Gert
#10
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #5
Also finde für mich und meine Familie den Fall der Mauer absolut als Gewinn. Er kam für uns gerade noch rechtzeitig um nochmal
durchzustarten. Sicher waren die ersten 5 Jahre anstrengenden, aber jetzt sagen wir , wir haben alles richtig gemacht.
Ok. auch hier in der Pfalz gibt manchmal Diskussion mit Leuten die alles von der DDR wissen ohne jemals dort gewesen zu sein.
Aber im großen und ganzen kommen wir hier sehr gut aus miteinander.


@1941ziger , das habe ich auch so erlebt. Bei mir waren die Jahre von 1965 - 1970 meine Lehr-und Fortbildungsjahre in Sachen neue Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Ab 1970 ging es bei mir(uns) steil aufwärts und ich konnte alle Aspekte des gewünschten Lebens voll genießen. Es war eine verdammt gute Zeit. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Heute sage ich, es war gut , dass die DDR mich für 7 Jahre nach der Flucht "ausgesperrt" hat, erst 1972 konnte ich wieder zu Besuch fahren. Vorher weiss ich nicht, ob ich nicht mal bei einem Tiefpunkt zurückgekehrt wäre, allerdings die DDR Kerker waren dermaßen abschreckend, dass ich hier sogar auf der Parkbank geschlafen hätte, wenn ich nur diese Alternative gehabt hätte.

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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06.06.2020 16:51
avatar  furry
#11
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Für mich waren schon am 1.8.90 die Messen gelesen.
Am 17.3. auf eine ausgeschriebene Stelle im öffentlichen Dienst in Niedersachsen beworben, die fast meinem vorherigen Job entsprach, am 13.6. zum Vorstellungsgespräch eingeladen, am 17.7. telefonisch die Zusage zur Einstellung bekommen und am 1.8.90 der erste Arbeitstag. Mein Vorgänger hatte die Probezeit nicht überlebt, so dass ich richtig Gas gegeben habe. Zudem mussten wir ein Einfamilienhaus wegen Residenzpflicht beziehen. Umzugskosten hat sehr großzügig mein Arbeitgeber übernommen. Besser konnte es nicht gehen, auch wenn eine große Portion Glück dabei war. Bei diesem Arbeitgeber wurde ich gefordert und gefördert, konnte mich schnell hocharbeiten und habe es dort bis zur Rente ausgehalten.
Ein Gewinn für das Land aber auch für meine Familie und mich. Ich kann nur noch den Personen, zwei an der Zahl, dankbar sein, die mir in der ersten Zeit die Augen und einige Türen geöffnet haben.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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06.06.2020 18:41
avatar  Ratze
#12
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@Krelle, da hast Du Recht gewonnen und verloren haben viele auch ich
Verloren eine Job mit Fahrtzeit 10 Minuten und Hubschrauberflüge durch die wunderschöne Landschaft
ABER
Gewonnen habe ich auch das Recht ins Geburtsland meiner Frau nach Sachsen Anhalt, keine Ahnung welcher Bezirk, das später wurde
Das was mir morgen „blüht“ hätte ich mir nie träumen lassen
Ein Grenzaufklärer und ich machen mit 10 Gästen eine gemeinsame 8 km Wanderung um den Mechower See.
Ich bin sehr zufrieden was damals geschehen ist, die vermutlich am 3.10 geplante Fete in Potsdam fällt wohl aus, aber ich werde da sein
Auch so ein Ort für Gewinner. Ohne 9.11 und 3.10 wäre das nie ein Urlaubsort gewesen


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06.06.2020 18:50 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 18:57)
avatar  ( gelöscht )
#13
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( gelöscht )

Für mich eine nicht unbedingte befriedigende Zeit.
Trotzdem vom GAK und IM mit einer erinnerungsvollen Zeit zurück in den ehemaligen Beruf. Hatte Förderer und Leute die mein Können achteten,
mir eine Zukunft gaben. Der Westen war kein Neuland für mich und ich fand mich zurecht.
Viele Jahre sind vergangen, das Wissen bleibt und das Leben gut abgesichert.
Für wen mein Herz heute schlägt? Die Antwort liegt auf der Hand... !


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06.06.2020 19:16 (zuletzt bearbeitet: 06.06.2020 19:19)
avatar  Fred.S.
#14
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Ich bin erstaunt, wie Ihr alle so die Wende erlebt habt.
Nichts, auch nicht das geringste kann ich davon sagen.
Im Drei-Schicht-System als Schichtleiter im Paketdienst habe ich das alles im Fernsehen miterlebt. Und wir hatten nur die wohl wichtigste Frage:
… behalten wir unseren Arbeitsplatz, ODER ??? … Doch dann das Erfreuliche, nachdem wir alle, auch ich, die Unterlagen der Deutschen Post
( BRD ) ausgefüllt hatten, wurde mir mitgeteilt, das ich auf Grund meiner Dienstjahre ( von 1960 an ) unkündbar sei und somit übernommen werde.
Die Dienstzeit in den Grenztruppen der DDR wurde dabei nicht mit berücksichtigt und anerkannt.
( Wie dann bei der Berechnung der Rente auch, nur 6 Monate Grundwehrdienst ).
Unser Objekt in Neubrandenburg wurde aufgegeben und von 20 Mitgliedern blieben nur noch vier, darunter ich, übrig.
Wir versahen jetzt unseren Dienst im neuerbauten Paketfrachtzentrum in Neustrelitz, wurde runtergestuft vom Schichtführer zum Schlepperfahrer.
Vorgesetzte aller Art waren Angehörige der Post aus dem Westen.
Positiv war, das wir Vier immer von einer bestimmten Stelle in Neubrandenburg mit ein Taxi abgeholt und zum Frachtzentrum gefahren wurden.
Das Gleiche nach Dienstende wieder zurück.

Ja, so habe ich die Wendezeit überlebt. Ein Zurück Heute ??? NEIN ! Das möchte ich nicht mehr.
Wohl waren einige Dinge in der DDR besser, wie u.a. die Nachbarschaftshilfe, das füreinander Dasein. Und einiges mehr. Fred


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06.06.2020 19:33
avatar  GKUS64
#15
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #14

Vorgesetzte aller Art waren Angehörige der Post aus dem Westen.

Ja dieses Problem war und ist immer wieder ein Stein des Anstoßes bei den "Ossis". In fast allen Ämtern des Öffentlichen Dienstes, aber auch in Wohnungsgesellschaften, Führungspositionen in Museen und Theatern usw. wurden die leitenden Stellen mit "Wessis" besetzt. Das zieht sich bis heute durch, vielfach wurden dann noch gute Freunde nachgeholt, es wurden also vielfach nicht weniger, sondern mehr Stellen in dieser Art besetzt.

Anfang der 1990er Jahre ganz hilfreich, aber später...?

Ich bin trotzdem zufrieden, wollte nur mal erläutern warum bei vielen "Ossis" noch Frust vorhanden ist.

MfG

GKUS64


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