Grenzer hier Grenzer da

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07.06.2020 10:35
avatar  Fred.S.
#16
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Zitat von Ehli im Beitrag #9
Zu meiner Zeit 67/68 gab es kaum Kontakte,bis auf einen Gruß.
An der Gartenstr./Ecke Nordbahnhof,gegen über befand sich eine Kneipe mit Musikbox.
Dort stand ein Wächterhaus für den Polizisten,West.Der Polizist verschwand ab und zu mal durch den Eingang in die Kneipe.
Wenn Kontrolle kam, VW Käfer,wurde laut gerufen:Kontrolle. Der Polizist kam aus dem Hintereingang,als wenn er au Streife war.
Es wurde ab und zu mal rüber gerufen,die Musikbox lauter machen,kein Problem.
Ehli



Oft wenn ich mit meiner Hafenbarkasse auf Position lag, Ehli, und uns gegenüber ein Zollboot drehten die auch den Lautsprecher auf und Musik erklang. Was mich beim putzen meines Bootes erfreute. Ich zeigte ihnen aber durch Armbewegungen was ich gerne hören wollte. Marschmusik, Heino, Schlager. Bei Anderes winkte ich ab.
Es passierte das der Kaleu auf Kontrolle mal kam, lies sich mein Essen was für uns ( Besatzung ) gedacht war schmecken mit seinen Bootsführer und dann:
" Fredi ! Ich hatte doch verboten, ein Radio mitzunehmen. " Grinsend mein Funker da drüben und zeigte auf das Zollboot. Als die Zöllner ihn bemerkten,
und lauter die Musik machten, drohte er Denen mit der Faust, rülpste wie immer, ging auf sein Boot und befahl mir eine andere Position zu suchen.
Ich blieb liegen, den das Zollboot wäre hinterher gekommen und putzte zu der Musik, singend mein Boot weiter. Fred

Ach, die Hafenbarkassen hatten ein kleinen Kohleherd und da brutzelte wie uns immer etwas.


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07.06.2020 10:42
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#17
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Zitat von Eckhardt Frank im Beitrag #8
Hallo Jungs, ich denke mal bzw. gehe davonaus, wenn Kontakt zur gegnerischen Seite bestanden hätte, wäre dieses früher oder später herausgekommen. Ich gehe mal davon aus, dass, viele von Uns wussten, wenn der Genosse von 2000 in der Gk (wöchentlich 1x)kam was er dort machte. MfG Frank

Bei uns war er täglich, hatte 2 Zimmer im Objekt, war aber mit verantwortlich für andere GK, und IM auf den Dörfern seines Bereiches.
Ja, er wusste das, so sagte er mir, das er den Hinweis von Aufklärern erhalten hat, das man sich ( Drüben ) amüsierte, weil ich ein Beatlesbild an der Wand neben mein Bett hatte. Ich musste es auf seiner 'Bitte' entfernen. Umgekehrt Eckhard, das Gleiche, die wussten was für eine Auszeichnung bekommen hatte ( Orden ) und die Zöllner auf den Booten beglückwünschten mich noch am selben Tag dazu. Fred


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07.06.2020 10:50 (zuletzt bearbeitet: 07.06.2020 10:58)
avatar  Fred.S.
#18
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zu 17. nochmal.

Ja Eckhardt, auch die Funkaufklärung auf beiden Seiten war ständig aktiv.
So bekamen drei Besatzungen den Befehl per " Code " die Funkfrequenz zu wechseln und erhielten andere Abschnitte als wir erhalten hatten, zugewiesen.
Zum Anfang machte ich mit, dann wurde ich mißtrauisch, ran an einen nahe gelegten Deich über GMN nachgefragt und die Antwort war: … man wunderte sich in der Führungsstelle das alle drei Boote sich nicht meldeten. Ging auf die alte Welle, jagte mit AK zu den anderen Beiden und informierte die.
Bevor ich umschaltete sagte ich noch: … Du bist Berta..Gustav.. Siegfried... ( BGS ) = . Schwein... kam als Antwort. Fred


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07.06.2020 11:17
avatar  Linna
#19
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Nach der Grundausbildung in Eisenach, kam ich 4/1964 an die Grenze in Untersuhl.
Es bestand bereits die Minensperre. Es gab keinerlei Kontakte mit Zoll und BGS, auch kein Grüßen. In unserem Abschnitt waren aber auch die Entfernungen zur direkten Grenzlinie, ziemlich groß. Es gab mal ein Gerücht, dass man in einer Kompanie enge Kontakte pflegte, nach der Entdeckung wäre die ganze Kompanie versetzt worden. Es gehörte wahrscheinlich zum sog. "Grenzerlatein", denn genauere Angaben waren nicht vorhanden.

GKUS64
Genauso kenne ich das auch, ein direkter Kontakt war wegen der Minensperre unmöglich.
Gruß-Linna ,Eishausen 1970-71


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07.06.2020 11:50
#20
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Fred S, so ist es. Ich denke irgendwie hätten sie bei solchen Aktionen gedacht, die Grenzer sind wohl,, blöde'', aber gut erfahrene Grenzposten trixte nicht so schnell aus. 😀LG Frank


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27.12.2020 11:12
avatar  Sonne
#21
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War 1966 an der Grenze, bin jetzt noch nicht 80- nur mal so !

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

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27.12.2020 12:40
avatar  GKUS64
#22
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Grenzer hie, Grenzer da,
auch die @Sonne ist mal wieder da.
Hört, hört, er ist noch keine 80 Jahr,
ein junger Kerl, das ist doch klar.

Auch ich bin einer von der Sorte,
bis 1965 war ich im Untersuhler Orte.
Vor 55 Jahren hätt´ ich nie daran gedacht,
dass Grenze im Forum noch immer Freude macht!

Bleibt gesund ihr alten Recken,
heut braucht sich keiner mehr verstecken!
Heut ist der 3. Weihnachtstag,
wer weiß, was da noch kommen mag?

Bleibt alle optimistisch,
dann wird´s 2021 wieder richtig!

Der olle Grenzer

GKUS64


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27.12.2020 16:01 (zuletzt bearbeitet: 27.12.2020 22:16)
avatar  Fred.S.
#23
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zu 20
Hallo Eckhardt,
Wenn Du das mit den Abhören mit der R-109 meinst, muss ich R-363 Recht geben.
Der ist der Experte sowie Stabsfunkmeister auch. Ich hatte nur meine offizielle Funkfrequenz.
ICH == habe nur mein Regimenter zitiert was der offiziell erzählt hat. ( Man sollte ja bedingungslos ihn vertrauen )
Das mit dem Abhören R-363 wird bestimmt im Vorfeld des Ereignis ab den 05.Okt. gewesen sein und nicht ER hat den Funk abhören lassen, sondern bestimmt die Funkzentrale der Grenzbrigade in Perleberg.
R-363, die KÖNNTEN damals wohl auch über die entsprechende Technik verfügt haben.

Nein Eckhardt, sie hielten uns Grenzer nicht für blöd.
Es waren kampferfahrene Generale der Briten und vor allen der deutsche BGS-Brigadegeneral Heinrich Müller ( mein Liebling ).
Sie hatten Achtung vor uns und ihre Soldaten schützten sie indem Nebelsätze man vor dem Gefechtsstand der Briten und BGS zündete, Foto vorhanden
und gleichzeitig wurden die Panzer in Gang gesetzt zu ihre Feuerstellungen, Foto vorhanden.
Da man zu diesen ( nur den Einen ) Zeitpunkt befürchtete,
das Panzerabwehrwaffen und MGs von Soldaten einer zur unser Sicherung liegenden Kompanie eingesetzt werden. Nicht von Bootsbesatzungen.
Grund ?
In den Politunterrichten die Unantastbarkeit der Staatsgrenze immer wieder hervorgehoben, das wir, Grenzsoldaten diese zu schützen haben.
Und nun sieht dieser Soldat mit schussbereiten Waffen auf dem Deich, wie wir Grenzboote in unsere eigenen DDR-Buhnenfelder gejagt und eingekesselt werden.
Der Feind auf unser Territorium. == Ein Soldat könnte durchdrehen und den Finger am Abzug der Waffe bewegen.
Das dachte auch der Regimenter wohl und der britische General und gaben entsprechende Befehle. Schriftlich, offiziell festgehalten. mfg. Fred

Es bleibt die " Unendliche Geschichte " einer Schlacht, die man offiziell zwar so nennt, aber max. 30 min. nur dauerte.


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27.12.2020 16:13
#24
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Als mein Vater 1957 zur Grenzpolizei nach Nordhausen kam , da waren keine Sperranlagen vorhanden . Manchmal nur eine gedachte Linie zwischen zwei Pfählen . Wenn sie Streife gingen , passierte es öfters , das auch die "Gegenseite" auch Streife lief . Man grüßte sich , manchmal sogar militärisch , und lief nebeneinander her . Getrennt durch NICHTS !

Geht nicht , gibts nicht !

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27.12.2020 16:20
avatar  Fred.S.
#25
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zu 25
Ja, mein Guter,
Viele solche Bilder hier im Forum haben User eingestellt. Ich finde die am besten. Den sie kommen einer Grenze, an der ich als Junge dachte, sehr nahe.
Ich finde die Zeit bis zum Bau der Grenzanlagen am besten.
Da war Dein Vater und unsere User noch richtige Grenzer.
Was man nach Fertigstellung des Schutzwall gegenüber der eigenen Bevölkerung nicht mehr sagen kann.
Wie lauschte ich die Geschichten von Damals wenn Franz davon an Bord erzählte. Fred


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27.12.2020 20:11
avatar  Gert
#26
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bin am 2.Mai 63 als einer der ersten Wehrpflichtigen nach dem Mauerbau ( davor gab es keine Wehrpflichtigen, die wären sonst alle abgehauen) eingezogen. Bin auch noch keine 80, dauert noch ein bischen


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27.12.2020 23:23
#27
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Zitat von russ.snaiper im Beitrag #24
Als mein Vater 1957 zur Grenzpolizei nach Nordhausen kam , da waren keine Sperranlagen vorhanden . Manchmal nur eine gedachte Linie zwischen zwei Pfählen . Wenn sie Streife gingen , passierte es öfters , das auch die "Gegenseite" auch Streife lief . Man grüßte sich , manchmal sogar militärisch , und lief nebeneinander her . Getrennt durch NICHTS !


Auch 1961 sah das noch so aus, etwas Acker, der Zaun und zwei vom Zoll. Auch da Grüßte man sich
manchmal noch.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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