Glück gehabt

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27.04.2020 01:24
avatar  andyman
#31
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Der KD-Zug den ich meinte hatte grüne Waffenfarbe,da ja zugehörig zur Stabskompanie 26 im GKM.Ob es innerhalb Berlins noch andere KD Einheiten gab,kann ich nicht sagen,da gab es ja m.M.n.auch den Viermächtestatus innerhalb von Berlin und keine regulären NVA Truppen.Die mir bekannte KD Truppe war ein Zug (4.Zug) und bestand aus einem Zugführer (Leutnant) mind.einem BU und 6-8 Soldaten/Gefreiten.Die Diensteinteilung war untergliedert in Pflege und Wartung ihrer Technik(Motoräder+B1000),Streifendienst am Abend und nachts,sowie Begleitfahrten für Militärkolonnen.In seltenen Fällen waren GWDler auch UVD/GUVD bzw.GOVP eingeteilt.
Die Dienststruktur war unabhängig vom Kompaniegeschehen und der Zug unterstand direkt dem Standortkommandanten im GKM,einem Major zu der Zeit 78/79.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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27.04.2020 18:37
#32
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Standortstreife bei uns in der GK,war wie Ausgang.Sowohl die Ausgänge als auch die Streife verließ die Kneipe in Lüttenmark nicht vor Feierabend.Ja,als Fahrer habe ich auch ein ,,bißchen" Bier getrunken.Waren für alle Beteiligte ,schöne Abende mit Akkordeonmusik und Gesang.


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27.04.2020 19:09 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 09:47)
avatar  Fred.S.
#33
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gelöscht


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27.04.2020 19:30
#34
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Schade,es müßte noch ein Thema ,,Ausgang" geben.Mein lieber Mann,da würden bestimmt tolle Beträge geschrieben werden.(Sorry,gehört nicht zu m Thema)grins


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27.04.2020 19:57 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 09:48)
avatar  Fred.S.
#35
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gelöscht


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27.04.2020 20:08
#36
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Hier gibt es ein Thema

Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...
Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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27.04.2020 21:13 (zuletzt bearbeitet: 27.04.2020 22:43)
#37
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#31
Hallo,
in Berlin gab es jede Menge KD Streifen, die kamen auch von den Landstreitkräfte.Sie lungerten vor allem in den Bahnhöfen
rum. Ich habe da persönlich im Januar 1971 eine sehr unangenehme Erfahrung gemacht, als ich vom VKU kommend wieder
nach Prora mußte. Auf dem Bahnhof in Spremberg habe ich einen ehemaligen Kumpel aus der Lehrzeit getroffen. Er mußte
nach Stralsund, zur VM. Wir hatten natürlich schon ein paar Bier zur Brust genommen, er hatte eine Flasche Korn dabei, die er
öffnete. Der Zug war ziemlich voll und wir auch bald, waren aber noch Herr unserer Sinne.Jedenfalls sind wir kurz vor dem Ost -
bahnhof eingenickt, mußten da umsteigen in den Zug nach Binz. Eine sehr nette Schaffnerin, mit der wir vorher schon bißchen
geschäckert hatten, weckte uns, denn sie wusste das wir umsteigen mußten. Ich mußte feststellen, dass meine Mütze weg
war und wir sahen eine Streife in weiß am Übergang stehen.Ich sagte zu meinen Kumpel er soll gehen und wir treffen uns dann
im anderen Zug, damit er keinen Ärger bekommt. Ich lief dann im Zug bis vorn und hoffte, dass die KD Streife wieder verschwin-
den würde. Es kam dann der Zugführer und sagte, dass ich raus muss, weil Zug auf ein Abstellgleis fährt. Ich erklärte ihn die
Situation mit der Streife, er sagte ich muss raus,denn der Zug fährt gleich los. Ich wartete dann bis er anfuhr und stieg dann
aus, in der Hoffnung, daß Streife weg ist. Ich schlich dann zur Treppe, war schon an ihnen vorbei, lief die Treppe runter, plötz-
lich ertönte eine Trillerpfeife, von oben. Als ich unten ankam erwartete mich schon eine weitere Streife, ein Oberfeldwebel,
ein Uffz. und ein Soldat. Der Ofw. brüllte mich mächtig an. Ich war außer Atem und kriegte kein Ton raus.Jedenfalls nahm er
mich fest, obwohl einige Zivilisten mir helfen wollten. Wir liefen dann durch den gesamten Ostbahnhof, bis zum Vorplatz.
Fortsetzung folgt.
Gruß Frank
PS: leider kein Glück gehabt.


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28.04.2020 06:05
#38
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Berlin ,Bhf.Lichtenberg,schlenzte ich mit Koppel um den Hals und die Mütze in der Reisetasche eingeklemmt ,leicht angetörnt über den Bahnsteig.Da hatten sie mich am A...h.Nach schwierigen Diskussionen ließen sie,nachdem ich die Kleiderordnung hergestellt hatte,laufen.Puh,Glück gehabt.


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28.04.2020 07:04
avatar  furry
#39
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Glücklich war mein Zusammentreffen mit dem KD nicht.
Siehe hier Wer musste nachdienen und wie und was ging da ab? (3)

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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28.04.2020 08:21
avatar  ( gelöscht )
#40
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( gelöscht )

Ich habe damals während eines Umsteigeaufenthalts im Hauptbahnhof Leipzig, den ich mir eigentlich anschauen wollte, schlagartig
eine Kehrtwende gemacht und eine schützende Ecke gesucht, als die weiß bekoppelten Genossen plötzlich in der Ferne auftauchten.
Man wußte nie, welche Launen die gerade haben, und Urlaub war kostbar.


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28.04.2020 09:38 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 09:49)
avatar  Fred.S.
#41
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gelöscht


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28.04.2020 15:55 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2020 15:56)
#42
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#37 Fortsetzung,
im Ostbahnhof hatte der Streifenführer mir den WDA, Urlaubsschein und die Militärfahrkarte weggenommen. Auf dem Vorplatz
in einer dunklen Ecke stand ein Offiziersbus ( W 50 Pritsche+Plane ) und ein P 3, an der Rückseite des W 50 standen noch zwei
Streifenposten. Es musste also fast ein ganzer Zug im Einsatz gewesen sein. Aus dem P 3 stieg ein Hauptmann und gröllte
auch gleich los, ich sollte aufsitzen. Ich wollte mich in den P 3 setzen. Er gröllte jetzt noch lauter. Ich soll gefälligst auf den
LKW aufsteigen. Das führte ich dann aus. Auf dem W 50 saßen schon 5 - 6 Mann ( genau weiß ich das nicht mehr ), auf jeden
Fall lagen hinten an der Stirnwand 2 Mann, volltrunken. Sie sahen schrecklich aus. Der höchste Dienstgrad war ein Unteroffizier,
weiterhin erkannte ich einen Unteroffiziersschüler, einen Matrosen und weitere Soldaten bzw. Gefreite. Es stiegen dann noch
2 Streifenposten auf und die Planke wurde geschlossen. Wir fuhren dann eine ganze Weile durch Berlin. Ich nahm mir vor, jetzt
meine Klappe zu halten. Der Zug nach Binz war natürlich schon weg.Irgendwann kamen wir in einer Kaserne an, mußten absitzen
und die zwei Volltrunkenen haben wir mitgenommen. Wir wurden in einen großen Raum gesperrt, innen keine Türklinke, ohne
irgendeine Sitzmöglichkeit, mussten also stehen, die beiden Volltrunkenden legten wir in eine Ecke. Der andere US wollte auch
nach Prora, war bei den Panzern, auch in Ausbildung.Er hatte ein Kursbuch der DR. Wir schauten nach wie wir dann eventuell
zeitmässig nach Prora kommen könnten. Bis 06.00 Uhr war es nicht mehr zu schaffen. Egal, wir warteten jetzt auf das was noch
kommen würde.Fortsetzung in Kürze.
Gruß Frank


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29.04.2020 14:59
#43
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#42
Hallo, jetzt der Rest vom Schützenfest.
Wie lange wir in den Raum warten mussten, weiß ich nicht mehr. Die beiden in der Ecke haben noch mal tüchtig geko....., es
hat ja niemand die Tür geöffnet als wir geklopft haben.Dann nach einer gewissen Zeit ging die Tür auf, der Ofw. kam brüllend
rein, wir sollen unsere Taschen bzw. Koffer nehmen und raustreten.Wir wollten die beiden in der Ecke mitnehmen. Der Ofw.
brüllte : " die bleiben hier liegen und sie kommen später wegen Volltrunkenheit und Beschädigung des Ansehen der NVA in
Arrest " oder so ähnlich.
Wir traten aus den Raum in einen langen Flur und mußten unsere Taschen bzw. Koffer auf einen Tisch abstellen. Jetzt begann
der Ofw.u. ein Uffz. die Behältnisse zu durchsuchen. Alkohol, wie Bier oder Schnaps wurde mit der Bemerkung " wird vernichtet "
rausgekommen, wie sie Vernichten wollen haben sie nicht gesagt. Ich fragte auch nicht nach, da ich mir vorgenommen hatte
die Gusche zu halten. Achso, nachdem wir die Taschen bzw. Koffer abgestellt hatten mußten wir antreten und jeder einzelne
mußte sich mit Dienstgrad, Name und Einheit Meldung erstatten. Der Hauptmann der inzwischen dazu gekommen war, verglich
die Angaben mit dem WDA und Urlaubsschein.Plötzlich rief er " Achtung ", es kam ein Major, mit einer Armbinde, es war wohl
der OvD dieser Einheit. Er hielt dann eine Rede, wirkte wie auswendig gelernt, dass wir das Ansehen der NVA wie auch unserer
Republik geschädigt hätten, usw.. Vorher hat er dem Hauptmann einen Zettel gegeben und der begann was auf den Urlaubs-
scheinen zu schreiben. Nach dem alles beendet war, verteilte man die WDA, Urlaubsscheine und die Militärfahrkarten an uns
und wir sollten uns umgehend in unseren Einheiten melden, wegtreten hieß es dann. Jetzt meldete ich mich doch und fragte den
Major, wie wir denn zum Ostbahnhof kommen sollen, denn wir kennen uns doch in den Örtlichkeiten nicht aus. Der Ofw. begann
wieder zu brüllen, der Major unterbrach ihn und sagte, bringen sie die Gen..... zum Ostbahnhof. Dort angekommen nahmen wir
den nächsten Zug, ich glaube nach Stralsund, kudelten dann nach Bergen, Lietzow bis nach Prora.Wir sprachen uns ab falls wir
befragt werden sollten. Bei mir auf dem Urlaubsschein war vermerkt: "angetroffen ohne Kopfbedeckung", " in Marsch gesetzt
Datum, Uhrzeit, Ort". Hätte ich ja fast vergessen, ich musste mir in der Kaserne eine Schirmmütze kaufen, der Hfw., der mir die
Mütze brachte war ziemlich angefressen, die passte sogar und kostete 25,- Mark, mußte mich noch 5 Mark vom anderen US
leihen.Wie gesagt es war ein Personenzug, er hielt in Prora. Beim anderen US stand auf dem Urlaubsschein ' Schädigung des
Ansehen in der Öffentlichkeit " oder so ähnlich. Er war auf dem Bahnsteig mit offener Jacke, Mantel aufgegriffen worden.
Die Mütze und Koppel hatte er in der Hand. Wir waren so gegen 10.00 Uhr im Objekt, 4 Stunden über der Zeit.Ich meldete mich
in der 4.Kompanie, Block 3.dritter Aufgang, 5.OG. beim UvD. Der war ziemlich aufgeregt, ich sollte mich beim Hfw. melden mit
dem Urlaubsschein, anschließend beim ZF, ich hätte Glück der KC wäre Heute nicht da.Der Hfw. ließ ein paar Kraftausdrücke
los, u.a. Kuhl...dich hackt gleich der Hahn im Tiefflug usw..Ich wollte ihm Meldung machen, er sagte, melde das deinen ZF, er hat
den 2. Weltkrieg überstanden und will seine Ruhe haben. Er war zwar ein Flegel, aber in Ordnung und immer gerecht. Also ging
ich zu meinen Zugführer. Er war noch relativ unerfahren , da er erst seit ca. 3 Monaten von der Offiziersschule gekommen war.
Ich machte Meldung, er sagte dann, Dienstuniform an und zur Sturmbahn, denn nach einen Urlaub war immer militärische Aus-
bildung angesetzt, diesmal eben Sturmbahn und Krafttraining. Das führte ich aus und wartete Tag für Tag, dass ich mich beim
KC melden muß.Doch nichts kam mehr. Also doch Glück gehabt. Ich hoffe ich habe Euch nicht so sehr gelangweilt, denn viele
werden ja ähnliches erlebt haben. Ich habe in meinen 16 DJ vieles Gute und weniger Gutes erlebt.Habe Vorgesetzte und Kame-
raden kennengelernt die in Ordnung waren, aber auch welche die unsympathisch und bekloppt, Sorry, waren. Mit den ganzen Er-
lebten kann man ein Buch füllen und das mache ich auch.
Gruß Frank
PS: Fehler korrigiere ich noch, muß erst Pause einlegen.


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29.04.2020 16:17
#44
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Wenn Du das Buch fertig geschrieben hast,gib Bescheid.Deine Ausführungen sind sehr gut und keinesfalls langweilig.viel Erfolg.Gruß Helmut


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29.04.2020 16:27 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2020 16:29)
#45
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #44
Wenn Du das Buch fertig geschrieben hast,gib Bescheid.Deine Ausführungen sind sehr gut und keinesfalls langweilig.viel Erfolg.Gruß Helmut
Hallo Helmut,
das wird sicher noch ein Weilchen dauern, habe mir das einfacher vorgestellt. Man muß ja abwägen was man alles reinnimmt. Zum Beispiel hat mir der Minister für Nationale
Verteidigung, damals AG Hoffmann auf der Toilette die Hand gegeben. Ein großes Problem wird auf jeden Fall der Druck werden.Ich habe ja nicht vor, dass Buch in den Verkauf
zu geben, aber ein paar Exemplare will ich erstellen, um Kameraden die Interesse haben, Zugang zu gewährleisten, z.B. vielleicht als PDF.
Gruß Frank
PS: bei Interesse bist Du natürlich dabei.


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