Situation der DDR-Familien von Kundschaftern/Agenten/Romeos usw.

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20.04.2020 23:36 (zuletzt bearbeitet: 20.04.2020 23:45)
avatar  mibau83
#16
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #14

Laut Einschätzung Alfred, von dem ich immer noch annehme er war ein Generalissimus


köstlich!!!

einschätzung vom vielschreiber hier zu jeden thema im forum und westsächischen kleinkapitalisten!


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21.04.2020 07:01 (zuletzt bearbeitet: 21.04.2020 07:02)
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#17
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( gelöscht )

Zitat von mibau83 im Beitrag #16
Zitat von Hanum83 im Beitrag #14

Laut Einschätzung Alfred, von dem ich immer noch annehme er war ein Generalissimus


köstlich!!!

einschätzung vom vielschreiber hier zu jeden thema im forum und westsächischen kleinkapitalisten!


Das hast du nicht so richtig verstanden, ich habe nicht Alfred eingeschätzt, sondern bezog mich auf eine Einschätzung von Alfred.
Macht aber nichts.


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21.04.2020 07:43
avatar  Alfred
#18
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Ich habe doch geschrieben, dass es auch Selbstbewerber gab, nur waren die eben die Ausnahme.


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12.01.2021 14:04
#19
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Ich danke für die bisherigen Antworten und will das Thema heute noch einmal nach oben holen, denn vielleicht gibt es noch weitere Forumsnutzer, die hierzu etwas beitragen können.


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12.01.2021 18:13
avatar  SCORN
#20
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Hier im Forum waren auch schon Leute aktiv die dies hätten beantworten können, aus eigener Erfahrung. Nur scheinen sie nicht mehr hier aktiv zu sein. Über deren Erleben zu berichten sollte ihnen vorbehalten sein!


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14.01.2021 09:40
#21
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Natürlich haben Erlebnisschilderungen aus erster Hand die größte Aussagekraft. Das schließt aber nicht aus, daß auch Berichte Dritter ("vom Hörensagen"; MfS-Dokumente; Forschungsberichte von Historikern; Presse- bzw. Medienberichte etc.) interessante Informationen beisteuern können.


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06.08.2022 09:47
#22
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Nach eineinhalb Jahren will ich das Thema mal wieder nach oben holen, denn vielleicht gibt es noch weitere Forumsnutzer, die hierzu etwas beitragen können.


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06.08.2022 21:43
#23
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Zum Thema "Kundschafter und Agenten" kann ich Dir das Buch "Der Schatten im Schatten" von Beatrice Altman-Schevitz empfehlen. Ein Leben als US-Amerikanerin und MfS-Spion im Kalten Krieg.

»Ein junges amerikanisches Ehepaar mit Baby spioniert in der BRD für die CIA« – so lautet die Legende, die Bea und ihr Mann Jeffrey nutzen, um ihre Aktivitäten für die Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zu decken. Auch nach ihrer Enttarnung, 1994, nachdem die »Rosenholz«-Akte geöffnet worden war, halten sie die Legende aufrecht – bis heute.

Mit ihrer Autobiografie erzählt Beatrice Altman-Schevitz erstmals, wie es wirklich war. Bea, eine junge Frau, aufgewachsen in einer konservativen jüdischen Familie in Buffalo, New York, verliebt sich in ihren Soziologieprofessor Jeffrey, einen Anhänger der Neuen Linken in Amerika, und geht mit ihm nach Deutschland. Im Westberlin der 1970er Jahre wächst der Wunsch des Paares, in die DDR überzusiedeln.

Doch es kommt anders: Ein Vertreter der HV A tritt an sie heran und lockt sie mit einem Angebot: Wenn sie in der BRD blieben, könnten sie sich effektiv für den sozialistischen Staat DDR einsetzen … Beatrice Altman-Schevitz’ faszinierender Lebensreport ist der einer »Kundschafterin des Ostens«.

Unverfälscht beschreibt sie ihre Entwicklung vom wohlbehüteten amerikanischen Mädchen zur politisch bewussten Persönlichkeit, die ihr Leben unabhängig und stark in den »Schatten« ihres Mannes und der Spionagearbeit stellt – geleitet von dem Ziel, einen Heißen Krieg zwischen Ost und West zu verhindern.

Der Schatten im Schatten ist ein einzigartiges Zeitdokument zur Ära des Kalten Krieges und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die Brisanz der damaligen Ereignisse.

Das Buch hat 332 Seiten.

ISBN-10 ‏ : ‎ 3958411177

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958411173

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Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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07.08.2022 15:54 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2022 15:43)
avatar  Kalubke
#24
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Die Legende ist eine angebliche Doppelagententätigkeit für die CIA, die wegen prinzipieller Auskunftsverweigerung der CIA nach ihrer Enttarnung 1994 juristisch nicht überprüft werden konnte. Jeffrey Shevitz war als FIM "Robert" (XV 338/72) und Beatrice Altman wahrscheinlich als Kurier "Lares" (XV 248/77) fur das Referat HVA I/1 (politische Spionage Staatsapparat BRD) tätig. Jeffrey Shevitz führte u.a. die A-Quelle "Caesar" (XV 3939/83) alias Dr. Hans Eschelbacher (Ministerialdirigent im BMBF). Wahrscheinlich wurde "Caesar" mir Hilfe der o.g. Legende unter "falscher Flagge" für die HVA angeworben. (Quelle: Müller-Enbergs, HVA)


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07.08.2022 22:57
#25
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Beatrice Altman-Schevitz beschreibt im 8. Kapitel "Enttarnung" ab S. 257, wie ihre Verhaftung ablief.

Zitat:
"Die bisherigen Ermittlungen begründen den dringenden Verdacht folgenden Sachverhalts: Die Beschuldigte (Deckname "Lares" - MfS-Reg.Nr. XV 248/77) arbeitete gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem gesondert Verfolgten Dr. Schevitz (Deckname "Robert"), als sogenannte Residentur im Operationsgebiet für die HV A.

"Es war ein komisches Gefühl, so öffentlich vom Bundesanwalt Schmidt als "Lares" bezeichnet zu werden.


Weitere Details über "Robert" und seine "Loni" findet man auch im Buch "Kundschafter im Westen" von Klaus Eichner und Gotthold Schramm (2003) auf S. 360, im Kapitel "Ein Amerikaner in der BRD".

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Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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08.08.2022 10:07 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2022 11:20)
avatar  Kalubke
#26
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Ein AP-Interview mit Beatrice und Jeffrey Altman-Schevitz anlässlich der Eröffnung der Gerichtsverhandlung vor dem OLG BaWü in Karlsruhe:

https://youtu.be/yyMVtsj-3Hk

Darin kam zum Ausdruck, dass sie nach dem Ableben ihres CIA-Contract Officers (Rekrutierungsbeamter) auf sich allein gestellt sind und die CIA des Weiteren nicht durch Aussagen über eine evt. CIA-Agententätigkeit die deutsch-amerikanischen Beziehungen belasten will.


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08.08.2022 16:19 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2022 16:20)
avatar  Gert
#27
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Zitat
"Die bisherigen Ermittlungen begründen den dringenden Verdacht folgenden Sachverhalts: Die Beschuldigte (Deckname "Lares" - MfS-Reg.Nr. XV 248/77) arbeitete gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem gesondert Verfolgten Dr. Schevitz (Deckname "Robert"), als sogenannte Residentur im Operationsgebiet für die HV A.




2 Wohlstandsverwahrloste US-Soziologen auf Europatrip geraten in die Fänge der Stasi. Die Strafe dafür eine Geldstrafe und 1 Jahr Knast auf Bewährung in 1994. Ich weiß nicht was wir für Richter haben, das kann man so manches mal nicht nachvollziehen. In den 50er Jahren das braune Gesindel an den Gerichte und heute das, vermutlich Spät-68er krank bis auf die Knochen

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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08.08.2022 21:40
#28
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Zitat von Kalubke im Beitrag #26
Ein AP-Interview mit Beatrice und Jeffrey Altman-Schevitz anlässlich der Eröffnung der Gerichtsverhandlung vor dem OLG BaWü in Karlsruhe:


Der Prozess begann am 30. Oktober 1995 im OLG Stuttgart.

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Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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08.08.2022 21:40 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2022 21:41)
#29
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Gelöscht, da doppelt.

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Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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09.08.2022 04:32
avatar  Kalubke
#30
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Zitat von Gert im Beitrag #27

Zitat
"Die bisherigen Ermittlungen begründen den dringenden Verdacht folgenden Sachverhalts: Die Beschuldigte (Deckname "Lares" - MfS-Reg.Nr. XV 248/77) arbeitete gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem gesondert Verfolgten Dr. Schevitz (Deckname "Robert"), als sogenannte Residentur im Operationsgebiet für die HV A.



2 Wohlstandsverwahrloste US-Soziologen auf Europatrip geraten in die Fänge der Stasi. Die Strafe dafür eine Geldstrafe und 1 Jahr Knast auf Bewährung in 1994. Ich weiß nicht was wir für Richter haben, das kann man so manches mal nicht nachvollziehen. In den 50er Jahren das braune Gesindel an den Gerichte und heute das, vermutlich Spät-68er krank bis auf die Knochen



Die deutsche Justiz hat sich da nicht so richtig rangetraut, aus Angst welche hart zu verknacken, die vlt. auch für die CIA tätig waren.


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