Grenzübertritt 27. Dezember 1982

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12.04.2020 11:12 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 11:15)
avatar  furry
#256
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@Hohenstücken meinte wohl Oschersleben, wie auch @Condor geschrieben hat.
Wer noch etwas knobeln möchte, hier geht es zu der Bahnstrecke nach Gunsleben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Wolfenbüttel–Oschersleben
Und hier gibt es noch etwas Kartenmaterial: https://www.wolfgangroehl.de/Sperranlage...gen-Sued001.htm

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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12.04.2020 11:22
avatar  hslauch
#257
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Hallo und Euch und Euren Familien vorab erstmal frohe und vor allem gesunde Osterfeiertage..

Ich will es kurz machen...

Ich hab im "Schnelldurchlauf" mal dieses interessante Thema "durchblättert" und gelesen...


Das wesentliche habt ihr ja schon geschrieben...

Also wenn ich nicht (hoffentlich nie!) an einer schwerwiegenden Erkrankung des Gehirns leide, kann ich mich an einschneidende Erlebnisse
meines Lebens (außer meiner Geburt) erinnern... es mag einige kleine "Lücken" geben und einige Puzzleteilchen müssen vielleicht neu zusammen
gesetzt werden....aber das große Ganze passt zusammen ...

Ich hab einen Grenzdurchbruch in Ifta mit zwei bewaffneten Fahnenflüchtigen erlebt.... einiges wurde mir erzählt und einiges habe ich selbst miterlebt.
Und wie gesagt, bis auf ein paar wenige Puzzleteilchen der Erinnerung (nach wohlgemerkt auch 32 Jahren !!) wurde alles wieder zu einem stimmigen
und nachvollziehbaren Bild zusammen gesetzt. (musste mir NICHT Google erzählen !!)

Soweit ich mich erinnern kann, hatte zu meiner Zeit (1987 - 1990) der GSZ oft einen Unterkriechschutz aus Betonteilen, ähnlich den Rasenkantensteinen
die teilweise bis zu 80 cm tief eingegraben wurden (ich war selbst vor Ort, als die Pionierkompanie des Batallions den GSZ im Bereich Ifta und Wolfmannsgehau so "ausgestattet" hat)

Unabhängig mal vom Graben mit der Hand ?? (etliche Stunden wenn überhaupt?) und dem Verbringen des Erdaushubs und dem Graben von unten nach oben (feindwärts) ....und das alles ohne Auslösung oder Entdeckung - wohlgemerkt im Jahr 1982 !!?? ....

Na und dann , wenn vorhanden ?? der GZ 1 mit Streckmetall ....das alles mit Schraubendreher und Kneifzange ......
und der gefrorene Bach Flußlauf ?

Entschuldigung, aber mit der Kneifzange ziehe ich meine Hose nicht an....

Ich habe mir selbst ein großes Stück Streckmetallzaun vom GZ 1 und GSZ mit nach Hause "umorganisiert" wie man zu DDR-Zeiten sagte
und habe mir daraus einen Komposter gebaut...... mit wohlgemerkt 5 Stück !! Edelstahl-Trennscheiben eines leistungsstarken Trennschleifers (230 V)

aber OK, vielleicht war ja auch alles ganz anders .... die Reaktionen von ihm zeigen aber deutlich, wohin die "Reise" geht ,
war aber trotzdem ganz interessant es mal zu lesen...

Also bleibt alle schön gesund

und Grüße aus Lauchröden

Hubertus


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12.04.2020 11:26 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 11:39)
avatar  Hebor
#258
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[quote=furry|p742440]@Hohenstücken meinte wohl Oschersleben, wie auch @Condor geschrieben hat...

Genau furry!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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12.04.2020 11:50 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 12:03)
avatar  Hebor
#259
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Stelle meinen ursprünglichen Beitrag Nr. 253 wieder ein:


Zitat von 13.08.Sojus im Beitrag #206
...Bei der Untergrabung hätte es auch bei weichem Boden und nur 50 cm tiefe bald blutige Finger gegeben. Ganz zu schweigen von der zweiten Seite, wo schon eine simple Grasnarbe das Nachrutschen der Erde verhindert hätte...



Ja und, da war und ist weicher Boden!

Mittlerweile bin ich noch am Schwanken, war die Aktion möglich oder nicht. Grenzerisch Spezifisches vermag ich dabei nicht zu beurteilen, also befasse ich mich mit dem, was ich eventuell beurteilen kann.

Aus diesem Grund habe ich im www die Örtlichkeit von Gunsleben gesucht und festgestellt:
Zu DDR-Zeiten der 2. Bahnhof nach Oschersleben(!) war Gunsleben(ob da allerdings auf dieser Kurzstrecke noch Züge fuhren, keine Quelle für ein Ja oder Nein gefunden) . Auch besteht die ziemliche Nähe zur ehemaligen Grenze mit dem Knick(sieht man zwar auf meiner Skizze nicht besonders sauber graphisch dargestellt und ich hoffe weiter, die Örtlichkeiten auch ungefähr korrekt wiedergegeben zu haben, geht aber mit meinem Tablet mit quasi Fingerbedienung nicht viel besser). Weiter befindet sich die Grenze im Bereich "Großer Graben, Fauler Graben, Schöninger Aue" und da besteht der Boden aus "schwarze Erde der Magdeburger Börde", siehe hier: https://maps.app.goo.gl/bhHRjigwawHwZbn86.

Und wenn ich zu meiner körperlichen Glanzzeit, als ich damals z.B. auch Mucker war und auch nur ein Schraubenzieher gehabt hätte so glaube ich, solch ein Loch schaffen zu können.

Quelle für Grundkarte der Skizze: Wikipedia mit https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Graben_und_Schiffgraben#/media/Datei%3AGro%C3%9FerGrabenSchiffgraben.png

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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12.04.2020 12:00
avatar  Hebor
#260
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Zitat von hslauch im Beitrag #257
...Soweit ich mich erinnern kann, hatte zu meiner Zeit (1987 - 1990) der GSZ oft einen Unterkriechschutz aus Betonteilen, ähnlich den Rasenkantensteinen die teilweise bis zu 80 cm tief eingegraben wurden (ich war selbst vor Ort, als die Pionierkompanie des Batallions den GSZ im Bereich Ifta und Wolfmannsgehau so "ausgestattet" hat)...

Ifta und Wolfmannsgehausen...absolut, aber war es auch bei Condor's vermeintlicher Querung so?

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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12.04.2020 12:23 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 13:54)
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#261
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Zitat von furry im Beitrag #256
@Hohenstücken meinte wohl Oschersleben, wie auch @Condor geschrieben hat.
Wer noch etwas knobeln möchte, hier geht es zu der Bahnstrecke nach Gunsleben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Wolfenbüttel–Oschersleben
Und hier gibt es noch etwas Kartenmaterial: https://www.wolfgangroehl.de/Sperranlage...gen-Sued001.htm



Immer mal die Zeitschiene beachten.
Zumal da nicht all zuviel rüber kommt.


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12.04.2020 12:24 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 12:25)
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#262
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( gelöscht )

Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #260
Zitat von hslauch im Beitrag #257
...Soweit ich mich erinnern kann, hatte zu meiner Zeit (1987 - 1990) der GSZ oft einen Unterkriechschutz aus Betonteilen, ähnlich den Rasenkantensteinen die teilweise bis zu 80 cm tief eingegraben wurden (ich war selbst vor Ort, als die Pionierkompanie des Batallions den GSZ im Bereich Ifta und Wolfmannsgehau so "ausgestattet" hat)...

Ifta und Wolfmannsgehausen...absolut, aber war es auch bei Condor's vermeintlicher Querung so?
1982:
Grenzübertritt 27. Dezember 1982 (13)

P.S.: PIK des GR bzw. Kräfte aus verschiedenen PIK, GAR, etc..


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12.04.2020 13:00 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 13:01)
avatar  chantre
#263
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Ich empfehle mal mit sehr gutem Kartenmaterial den Sachsen-Anhalt-Viewer.

https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/d...ite_viewer.html

Im Suchfeld Gunsleben bzw. Neuwegersleben eingeben.

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal


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12.04.2020 13:12 (zuletzt bearbeitet: 12.04.2020 13:14)
avatar  Hebor
#264
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #261
Zitat von furry im Beitrag #256
...Und hier gibt es noch etwas Kartenmaterial: https://www.wolfgangroehl.de/Sperranlage...gen-Sued001.htm



Immer mal die Zeitschiene beachten.
Zumal...
Genau, z.B. ab wann waren die Hunde da(erst wenn ich alles Mögliche ausgeklammert habe, beurteile ich Condor...meine Meinung).
Möglicherweise kommen aber auch noch weitere Info von ihm.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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12.04.2020 13:15
avatar  Ernest
#265
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[/quote] Ich finde, den Fluchtweg kann man gut nachvollziehen.
Die Bahnlinie Oschersleben-Gunsleben bestand bis zum 31.Mai 1992. Erst da wurde sie stillgelegt. (siehe Foto).
Auch seine Ankunftzeit in Gunsleben ist nachvollziehbar. (siehe Fahrplan aus damaliger Zeit).
Sein Grenzübertritt muss im Bereich des alten Bahndamms gewesen sein, da er ja den Grenzknick beschreibt. (Fotos)
Er muss also in unmittelbarer Nähe des Grenzknicks, den Bachlauf, der ja Grenzlinie war, überschritten haben.
Na und wegen dem Untergraben des Zaunes würde ich @Condor auch nicht festnageln. Na und @Hohenstücken7072 schreibt ja, dass es gut möglich ist.
Wenn der Zaun um die 0,5m eingegraben war, dann muss man schon fast 1m tief graben um darunter durchzukommen. Deckt sich somit auch mit dem von @Condor Geschriebenen.

12.04.2020 13:40
avatar  ( gelöscht )
#266
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( gelöscht )

@Ernest, dann hast du sicher auch eine Erklärung dafür, wie @Condor über den 3 meter MGZ Zaun rüber ist. Er hat da einige Wissenslücken nach 30 Jahren.Ich meine nicht den MGZ 1 den er mit bloßen Händen untergraben hat.(über ihm die SM 70) Adrenalin ohne Ende beim graben...


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12.04.2020 13:49
avatar  hslauch
#267
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@Thunderhorse

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #262
PIK des GR
Richtig. Die PIK des GR Mühlhausen war es.


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12.04.2020 14:03
avatar  Ernest
#268
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@Thüringer Naja, einige Dinge sind schon kurios, zumal man selbst an der Grenze war. Nur was Wissenslücken betrifft, da habe ich schon Dinge erlebt, wo ich nur staunen konnte.
Ich hatte einen Zimmerkameraden von mir ausfindig gemacht..über mein EK-Tuch und weil er immer noch im gleichen (kleinen) Ort wohnte. Damals ist seine Frau abgehauen und er war total durch den Wind, faselte immer etwas, was er noch hier soll und er will abhauen. War danach gleich mit ihm in der Nachtschicht, wo er nur heulte und wir beide nur ein Thema hatten. Als ich ihn am Telefon hatte............er wusste nichts mehr, rein gar nichts. meinte nur immer, es wäre schon lange her und wir sind ja schon alte Leute. Vor 7-8 Jahren waren wir beide ca. 58-59 Jahre alt. Die Armeezeit schien bei ihm ausgelöscht. Als ich ihn fragte, ob er denn noch Mackendorf (ein Nachbarort im Westen) kennt, denn dort habe ich einen Bekannten, den ich während meiner Armeezeit des Öfteren beobachtete. (er schrieb mich vor 10 jahren hier im Forum an)...........da meinte er, ja Mackendorf wäre ihm ein Begriff, da waren wir doch immer in der Kneipe !!!!! Er lag also total daneben. Als ich sagte, in der Kneipe waren wir immer in Döhren oder Weferlingen, da fehlte ihm wieder die Erinnerung. Weferlingen kannte er nicht mehr. Wie gesagt, in Weferlingen sind wir immer mit dem Zug angekommen und wenn in Döhren die Kneipe Ruhetag hatte, dann fuhren wir nach Weferlingen in die Kneipe (4 km entfernt) Nö, der Ort sagte ihm nichts.
Darum bin ich, was die Erinnerungen betrifft, immer etwas vorsichtig. Ganz gravierende Dinge wusste er einfach nicht mehr, obwohl sie damals auch sein Leben bestimmten.
Darum würde ich mich bei @Condor auch nicht zu weit aus dem Fenster hängen. Man sagt immer, das muss er doch noch wissen............aber ich würde nie sagen, das es erfunden ist. Unabhängig davon, auch wenn mir einiges nicht ganz passig ist............zumindest nach meinen Erfahrungen von damals.


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12.04.2020 14:06
avatar  Condor
#269
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Danke!


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12.04.2020 14:07
avatar  Ernest
#270
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@Thüringer Aber wie gesagt, zumindest sein Fluchtweg ist gut nachvollziehbar. Das ist ja schon mal ein Punkt.


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