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#1

Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 14.10.2009 02:13
von Sauerländer (gelöscht)
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Intershop, Stasi und Soljanka: Michendorf war der Inbegriff der Transitraststätte während der deutschen Teilung. Hier saßen Ost und West an einem Tisch – nebeneinander und doch fremd. Stets hatte die Stasi ein Auge auf die pausierenden Autofahrer. Wenn es Ihnen zu bunt wurde, griffen die Agenten ein.

http://www.welt.de/dossiers/deutsche-ort...Michendorf.html


zuletzt bearbeitet 14.10.2009 07:51 | nach oben springen

#2

RE: Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 14.10.2009 13:28
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Zitat von Sauerländer
Intershop, Stasi und Soljanka: Michendorf war der Inbegriff der Transitraststätte während der deutschen Teilung. Hier saßen Ost und West an einem Tisch – nebeneinander und doch fremd. Stets hatte die Stasi ein Auge auf die pausierenden Autofahrer. Wenn es Ihnen zu bunt wurde, griffen die Agenten ein.

http://www.welt.de/dossiers/deutsche-ort...Michendorf.html



Richtig. Als Potsdamer hatte ich mich immer dafür interessiert wie das so abläuft auf den Parkplätzen und in dem Restaurant. Die Jungs von der Autobahnpolzei sind immer zum Hintereingang reinspaziert und haben sich in einem separaten Raum ihr Mittagsessen reichen lassen.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus meinem Buch "Meine (un)ruhigen Jahre"
...... Nach zwei Jahren Dienst beim Zentralen Kommando der Schutzpoli-zei(ZKS) bewarb ich mich schliesslich bei der Abteilung Verkehrspolizei. Den Tipp, mich bei der „Schönwetter-Polizei“ zu bewerben, gab mir ein ehemaliger Grenzer. Der wurde im Gegensatz zu mir, gleich nach Beendigung des Wehrdienstes von der Volkspolizei übernommen. „Wir haben leider keine Planstelle für dich frei!“, lautete die Antwort. Bei der Autobahn-Transit Polizei hatte ich es garnicht erst versucht. Da hatte ich erst recht keine Chance. Ich wusste daß sie größtenteils Aufgaben für das Ministerium für Staatssicherheit erledigte und durch sie kontrolliert wurde. Ein Freund von mir diente bei dieser Truppe. „Mir war es peinlich genug, wenn ich den Auftrag erhielt, in Autobahn-Papierkörben nach „Schund und Schmutzliteratur“ zu suchen!“
Wo die vielen Pornohefte am Ende abgeblieben waren, konnte mein Kumpel auch nur vermuten.


Übrigens:Die Ladas hatten zusätzlich noch zwei Zahlen auf dem Dach ,wegen der Erkennung aus der Luft.

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 14.10.2009 14:09 | nach oben springen

#3

RE: Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 14.10.2009 16:57
von Mike59 | 8.477 Beiträge | 1632 Punkte
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keine Planstelle für dich frei!“, lautete die Antwort. Bei der Autobahn-Transit Polizei hatte ich es garnicht erst versucht. Da hatte ich erst recht keine Chance. Ich wusste daß sie größtenteils Aufgaben für das Ministerium für Staatssicherheit erledigte und durch sie kontrolliert wurde. Ein Freund von mir diente bei dieser Truppe. „Mir war es peinlich genug, wenn ich den Auftrag erhielt, in Autobahn-Papierkörben nach „Schund und Schmutzliteratur“ zu suchen!“

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Der lange Arm des MfS auf der Transitstrecke - und das MfS hat es ewig und drei Tage lang nicht bemerkt das es Streifenbesatzungen gegeben hat die Strafzettel mit "wertvollen Devisen" in die eigene Tasche gewirtschaftet hatten. Ist wirklich kaum zu glauben. War offensichtlich doch nicht ganz so vollkommen die Überwachung.

Mike59



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#4

RE: Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 14.10.2009 17:20
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Der lange Arm des MfS auf der Transitstrecke - und das MfS hat es ewig und drei Tage lang nicht bemerkt das es Streifenbesatzungen gegeben hat die Strafzettel mit "wertvollen Devisen" in die eigene Tasche gewirtschaftet hatten. Ist wirklich kaum zu glauben. War offensichtlich doch nicht ganz so vollkommen die Überwachung.

Mike59[/quote]

Wobei vielen bekannt war, dass es unter den Genossen von der Autobahnpolizei auch MFS Angehörige gab. Ich denke auch, dass war allen dort bekannt. Und aus diesem Grund wird sich manch einer sehr zurückgehalten haben, wenn es darum ging wertvolle Devisen in die eigene Tasche zu stecken. Zu meinem ehemaligen Grenzerkumpel und späteren Polizei-Obermeister hatte ich vollstes Vertrauen. Und der hat mir nie etwas davon erzählt.


zuletzt bearbeitet 14.10.2009 17:21 | nach oben springen

#5

RE: Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 02.09.2010 21:35
von VNRut | 1.497 Beiträge | 82 Punkte
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Ich bin Mitte der 70iger Jahre mit meinen besten Kumpel K.-R. (Er studierte später Germanistik, Geschichte und Philosophie und arbeitete als Regisseur und Autor für das Theater, war Rundfunkautor und ist heute als Drehbuchautor, Dramaturg und Produzent für Fernsehproduktionen tätig.) und seinen Eltern nach Berlin-Straußberg gefahren um seinen Bruder, der damals bei der Luft(waffe)streitkräfte diente, zu besuchen. Unterwegs machten wir an der Raststätte Michendorf rast. Wir besorgten uns was zu Essen und Trinken und begaben uns zum Auto zurück. Plötzlich hielt neben uns ein Kleintransporter mit der Aufschrift WDR (Westdeutscher Rundfunk). Wir nahmen zuerst keine Notiz von diesen Fahrzeug, bis plötzlich Manfred Krug und eine Frau (wahrscheinlich seine Frau Ottilie) ausstiegen und ums Auto liefen. Ich war sofort Feuer und Flamme und wollte ein Autogramm haben. Doch der Vater meines Kumpels sah es nicht für angebracht, das wir uns an diesen geheimnisvollen Ort mit einen gerade ausgebürgerten ehemaligen DDR- inzwischen West-Berliner Künstler treffen sollten. Erst später begriffen wir seine Worte. Diese Begegnung hätte bestimmt für alle Anwesenden ein Nachspiel gehabt. ........ein Autogramm hätte ich aber doch gern gehabt.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#6

RE: Transitraststätte Michendorf

in Presse Artikel Grenze 02.09.2010 22:28
von Sachse (gelöscht)
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Krug ist dafür bekannt, in dieser Frage sehr eigen zu sein ...

Hab zwar eins von ihm, das stammt aber aus tiefsten DDR-Zeiten ... später hat er sie fast ausschließlich gegen Bares verjubelt ... Geschäftsmann durch und durch ... nichts mit volkstümlichem "Manne"


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