Gastarbeiter- freiwilliger Abschied?

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12.02.2020 08:04
avatar  Hanum83
#16
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Die "Alis" waren wirklich flott mit dem Stichling, wie später auch die "Mosis".

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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12.02.2020 08:16
avatar  schulzi
#17
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Möglich das es bei euch so war, die Mosis bei uns waren harmlos. Die Angolaner aber schlimm und nicht gerade arbeitsam


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12.02.2020 08:19 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2020 08:29)
avatar  Hanum83
#18
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Zitat von schulzi im Beitrag #17
Möglich das es bei euch so war, die Mosis bei uns waren harmlos. Die Angolaner aber schlimm und nicht gerade arbeitsam
"Mosi" war ja der gängige Sammelbegriff für die Abgesandten Afrikas die sich in der DDR zum Zweck der Arbeit aufhielten.
Ob da auch Angolaner dabei waren weiß ich gar nicht mehr.
In unserer Provinzecke hatte der VEB Textima ein großes Kontingent erhalten was auf die Tanzsääle strömte zum Kampf um die Schönheiten der Nacht, die Vietnamesen hat man dort eigentlich gar nicht gesehn, im Tanzsaal, wahrscheinlich saßen die lieber an der Nähmaschine.

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12.02.2020 08:36
avatar  schulzi
#19
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Darum hatten die auch mehr Kohle, doch die Vietnamesen blieben bis auf Ausnahmen meist unter sich


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12.02.2020 08:48
#20
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Bei uns sind noch Vietnamesen.Alle sind selbstständig und erfolgreich.Die Kinder sind regelrecht süchtig nach Bildung und Kunst.Fahren große Autos und haben Häuser gekauft.Es gibt natürlich auch einige,die mit Zigaretten dealen,


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12.02.2020 09:09
#21
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Wir hatten in Rostock Lichtenhagen ne große Wohnscheibe-wie man das so nennt. Zwei Aufgänge,waren Arbeiterwohnheim,wo Cubaner,Vietnamesen,Algerier untergebracht waren. Es gab da keine Probleme--ich musste da täglich vorbei.Diese Gastarbeiter arbeiteten überwiegend im Überseehafen,Jugendmodewerk oder beim WBK. Im Prinzip konnte man sagen es herrschte überwiegend ruhe.Bis nach der Wende,als so einige überschlaue und möchtegern Demokraten die Macht ergriffen und aus diesem Heim eine Asylanlaufstelle machten und das in einen Wohngebiet.Was dann daraus wurde,ist ja bekannt.
Später im Harz hier--arbeiteten die Vietnamesen die wir im Betrieb hatten,mit in der Meisterei--einige kamen sogar mit raus ,auf Montage.Selber hatte ich mal Jahrelang,einen Vietnamesen,der mit einer Deutschen verheiratet ist,als Nachbarn--ganz feiner Mensch.


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12.02.2020 18:09
avatar  Ehli
#22
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Möchte hier noch mal darauf hinweisen,das es keine "Gastarbeiter" in der DDR gab.
Es waren "Vertragsarbeiter" ist schon ein Unterschied.
Als Vertragsarbeiter wurden ausländische Arbeitskräfte und Auszubildende bezeichnet, welche in der DDR und anderen wirtschaftlich höher entwickelten RGW-Staaten wie der Tschechoslowakei und der Volksrepublik Ungarn, ab den 1960ern zeitlich befristet und ohne Integrationsabsicht als Gastarbeiter angeworben wurden.
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Danke Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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12.02.2020 19:30
#23
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Zitat von Ehli im Beitrag #22
Möchte hier noch mal darauf hinweisen,das es keine "Gastarbeiter" in der DDR gab.
Es waren "Vertragsarbeiter" ist schon ein Unterschied.
Als Vertragsarbeiter wurden ausländische Arbeitskräfte und Auszubildende bezeichnet, welche in der DDR und anderen wirtschaftlich höher entwickelten RGW-Staaten wie der Tschechoslowakei und der Volksrepublik Ungarn, ab den 1960ern zeitlich befristet und ohne Integrationsabsicht als Gastarbeiter angeworben wurden.
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Danke Ehli
Hallo,
genau so war es. Es war auch nicht immer erwünscht, dass sich private Beziehungen anbahnen.Ich meine mit Deutschen
aus der der ehem. DDR. Wie in vielen Sachen der blanke Zynismus. Freundschaft predigen, das Gegenteil durchsetzen.
Viele Vertragsarbeiter wollten gar keine Beziehungen zu uns. Es gab also damals schon Parallelwelten. Erst in der Wende
traten einige Beziehungen auf, damit man hier bleiben kann. Kenne aber auch nicht viele.
Gruß Frank


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12.02.2020 19:43 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2020 19:43)
#24
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Zitat von Ehli im Beitrag #22
Möchte hier noch mal darauf hinweisen,das es keine "Gastarbeiter" in der DDR gab.
Es waren "Vertragsarbeiter" ist schon ein Unterschied.
Als Vertragsarbeiter wurden ausländische Arbeitskräfte und Auszubildende bezeichnet, welche in der DDR und anderen wirtschaftlich höher entwickelten RGW-Staaten wie der Tschechoslowakei und der Volksrepublik Ungarn, ab den 1960ern zeitlich befristet und ohne Integrationsabsicht als Gastarbeiter angeworben wurden.
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Danke Ehli

Zwei Wörter für Dasselbe.

Ein Gast soll auch wieder gehen.
Und so war es in der alten Bundesrepublik ursprünglich auch vorgesehen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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12.02.2020 19:54 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2020 19:55)
#25
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #23

.............
Viele Vertragsarbeiter wollten gar keine Beziehungen zu uns. ............................



Das hat einen einfachen Grund:
Die meisten Vertragsarbeiter aus Vietnam hatten daheim Ehepartner und Kinder. Die wurden im Interesse einer Rückkehr extra so ausgesucht.



[quote=stabsfunkmeister|p733719] ............. Erst in der Wende
traten einige Beziehungen auf, damit man hier bleiben kann.
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Eheschließungen mit Deutschen gab es schon vorher - nicht nur weil man hier bleiben wollte.
Auch heute sind Ehen mit Deutschen selten.

Niemand wurde gezwungen zurückzukehren. Wie bereits erwähnt, sah ein bundesrepublikanisches Rückkehrabkommen Freiwilligkeit vor.

Was die in Vietnam zurückgebliebenen Familien betrifft: Die wurden als Familienzusammenführung nachgeholt.

Andere Vietnamesen hier hatten sich unter ihren Landsleuten längst neue Partner gesucht. Kein Wunder bei jahrelanger Trennung von der Familie.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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12.02.2020 20:43 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2020 20:44)
avatar  Ehli
#26
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Stimmt nicht ganz,siehe Auszug:Freienhagener
Nach der deutschen Vereinigung 1990 bemühte sich die Bundesregierung darum, die noch laufenden zwischenstaatlichen Verträge zu den Vertragsarbeitern aufzulösen und diese in ihre ursprüngliche Heimat zurückzuschicken. Nur wenigen gelang es dabei, sich einen Aufenthaltsstatus in Deutschland zu sichern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertragsarbeiter

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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13.02.2020 12:13 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2020 12:20)
avatar  Hanum83
#27
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Frage von Hausbesuchern der Nationalen Front:
Würden sie dieses Jahr zu Weihnachten auch einen Vietnamesen nehmen?
Oma Erna:
Eigentlich hatten wir immer eine Gans, aber warum nicht.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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13.02.2020 17:35 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2020 18:00)
#28
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Zitat von Ehli im Beitrag #26
Stimmt nicht ganz,siehe Auszug:Freienhagener
Nach der deutschen Vereinigung 1990 bemühte sich die Bundesregierung darum, die noch laufenden zwischenstaatlichen Verträge zu den Vertragsarbeitern aufzulösen und diese in ihre ursprüngliche Heimat zurückzuschicken. Nur wenigen gelang es dabei, sich einen Aufenthaltsstatus in Deutschland zu sichern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertragsarbeiter

Daß viele hiergeblieben sind, kann jeder unzweifelhaft selbst sehen.

Allein in Leipzig sind es Tausende - in Berlin noch mehr als in Leipzig.

Nach meiner Erfahrung mußten die wenigsten, die hierbleiben wollten, untertauchen, sicherlich weil sie schon jahrelang hier waren und ihnen deshalb ein Aufenthaltsrecht zustand.
Wer ein eigenes Einkommen hatte (Arbeit, Geschäft) mußte auch nicht gehen.

Noch heute treffen sich frühere Kollegen der DDR-Betriebe zu einer Art "Klassentreffen".

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In einer Hinsicht muß ich mich korrigieren: Das Rückführungsabkommen sah keine Freiwilligkeit vor.

Aber die Praxis muß weitgehend anders ausgesehen haben (sieht man ja heute bei Anderen). Deshalb war ich mir da sicher.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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13.02.2020 18:32
#29
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Ich kenne einen Fall--mehr gesagt einen Kollegen (Vietnamese)--der war mit einer Deutschen verheiratet.Kaufte sich ende der 90 er ein Haus im Oberharz und lebte dort mit seiner Familie. Vor einigen Jahren kam es zu Trennung--das Haus behielt die ehemalige Frau,wie die es geregelt haben,ist mir nicht bekannt. Er löste seine Versicherungen auf und verkaufte sein Motorrad und ging zurück nach Vietnam. Ich fragte ihm noch, warum er zurück geht. Er sagte wegen seiner ganzen Familie dort und das er dort friedlicher und ruhiger lebt--wie in Deutschland. Später erfuhr ich von einen anderen Kollege,der, mit ihn noch in Kontakt steht. Das er sich in Vietnam,selbstständig gemacht hat--Beruflich. Ich will damit nur anführen,auch sowas gab und gibt es.


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14.02.2020 16:55 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2020 17:08)
#30
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Selbstverständlich sind nicht alle hiergeblieben.

In größerer Zahl sind Vietnamesen in den 90ern zurück, eben wegen des Rückführungsabkommens.

Danach, und erst recht heute, war und ist das die Ausnahme.

Nicht nur wegen des sozialen Gefälles. Irgendwann wirkt die Gewöhnung an Deutschland.

Mittlerweile gibt es nicht nur Nachwuchs, sondern auch Familiennachzug nach Deutschland - meist ohne deutsche Partner.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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