Welchen Stellenwert haben unsere Lebensmittel

  • Seite 1 von 8
05.12.2019 05:56
avatar  Fall 80
#1
avatar

Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich mal mit der Frage, was für uns wichtiger ist.

Nahrungsmittel, Trinkwasser und Luft

oder

Gesundheit, Einkommen, Wohnen, Mobilität, Energieversorgung, Freizeit?

Eigentlich kann man die Bereiche ja nicht trennen, denn der Mensch lebt ja nicht nur von essen, trinken und atmen.

Seit einigen Tagen habe ich einen Vertrag eines Windparkes vor mir liegen und bin über die Zahlen doch sehr verwundert.

Als jährliche Pacht für den unmittelbaren Stellplatzes einer Windenergieanlage wird eine Summe geboten, welche ungefähr der Mindestrente/Jahr entspricht.

Genialer Schachzug (um Gegner ruhig zu stellen) ist natürlich, dass auch die Landbesitzer innerhalb des Windparkes (auf deren Flächen keine Anlagen stehen) eine Pacht für ihre Flächen erhalten, deren Höhe die Pacht für landwirtschaftliche Nutzung mehrfach übersteigt.

Irre ist es schon, dass sich mit der Stromerzeugung eine so hohe Rendite erwirtschaften lässt.

Hier ist wieder der politische Wille entscheidend. Der Markt ist ausgehebelt und die Investoren verdienen sich eine goldene Nase dank der EEG Umlagen.

Fazit für mich ist.

1. Ich bekomme für meine Ackerflächen weiterhin die Pacht des Landwirtes in voller Höhe. Dessen Ertragsausfall bekommt er vom Betreiber erstattet.

2. Ich bekomme zusätzlich eine Pacht für diese Fläche in ca. achtfacher Höher der Landpacht des Landwirtes.

3. für den Stallplatz der Anlage bekomme ich eine Pacht, welche fast meiner Rente gleichzusetzen ist.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 07:48
#2
avatar

Ich sage nur: Mit Speck fängt man Mäuse.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 11:23
avatar  PF75
#3
avatar

lebensmittel können doch auch im ausland produziert werden,hauptsache wir haben grünen strom


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 11:34
#4
avatar

Nettes Angebot, wundert dann nicht mehr, warum der Strompreis in den Himmel schießt.
Und der Bauer kann sehr leicht billig produzieren, verdienen tut er woanders.
Somit sind wenigstens die Mäuler der Bürger gestopft, die sonst zum Protest antreten könnten.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 15:14
avatar  Fall 80
#5
avatar

Dank der gesetzlich verordneten EEG Umlage, welche nur die Endverbraucher und kleineren Industriebetriebe sowie Handwerker und Händler usw. tragen, verdienen sich die Stromerzeuger eine goldene Nase.

Wenn ich meine Fläche nicht verpachte rückt die Anlage 50 Meter weiter aufs Nachbargrundstück und ich erhalte nur. ca. ein fünftel des Betrages. Verhindern kann ich den Park wahrscheinlich nicht.

Meiner Meinung nach gehört die gesamte Infrastruktur (wozu ich auch die Energieerzeugung rechne) nicht in private Hand.

Alles was zur Infrastruktur gehört, sollte Kostendeckend durch alle Nutzer bezahlt werden. Die Renditevorstellungen privater Anleger sollten da nicht bedient werden müssen.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 16:48
avatar  PF75
#6
avatar

Zitat von Fall 80 im Beitrag #5
Die Renditevorstellungen privater Anleger sollten da nicht bedient werden müssen



keine rendite ,dann lebst du in der falschen welt.Wachstum und Gewinn sind doch die Götzen diese Wirtschschaftsystem.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 17:32
#7
avatar

Ich hoffe Du hast in Deinem Vertrag auch den Rückbau vernünftig drin?

Z.B. bei Rückbau auch die komplette Entfernung des Fundaments? Nicht nur bis 1 m unter Bodenniveau? Ausgrabungen aller Leitungen?

Sonst geht das schnell mal in die Hose. Allerdings wird das eher ein Ding der evtl. Käufer oder Erben.

MfG Berlin


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 17:45
avatar  Hanum83
#8
avatar

Hab letztens gelesen das irgendwo Windmühlenbetreiber von der vertraglich vorgesehenen Entfernung des Fundamentklotzes freigestellt wurden, Begründung unangemessen hohe Kosten.
Die mussten dann auch nur 80cm abtragen.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 17:46
avatar  Fall 80
#9
avatar

Kompletter Rückbau aller Anlagenteile Herstellung des Zustandes vor der Inanspruchnahme.

Die Bank Bürgschaft für die Kompletten Rückbaukosten ist Voraussetzung für die Genehmigung.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 20:18
avatar  Hanum83
#10
avatar

Diese Windmühlen, hast du die dann nahe am Haus?


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2019 21:17
avatar  Fall 80
#11
avatar

1000 Meter Abstand wie vorgeschrieben.

Uli

Nachtrag: 1000 Meter bis zum Ortsrand und bis zu mir kommen da nochmal 300 Meter dazu.


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 08:26
avatar  Fall 80
#12
avatar

Welchen Stellenwert die Lebensmittel in unserer Gesellschaft haben sieht man unter anderem daran, wieviel davon jeden Tag in die Tonne wandert.

Wenn statt dem offiziell geschätzten Drittel nur noch ein Zehntel in die Tonne wandern würde, dann könnten wir Verbraucher selbst bei einer Preissteigerung von mehr als 10 % noch unser Nahrungsmittel kaufen, ohne mehr von unserem Budget zu verbrauchen. Diese Preissteigerungen sollte 1:1 beim Produzenten ankommen, der ja am Ende der Kette sehr unter Druck steht.

Eine möglichst restlose Verwertung der Nahrungsmittel, verbunden mit der Gesundheit dienlichen Portionsgrößen wäre ein guter Anfang. Das würde für niemanden bedeuten, dass er sich nicht sattessen kann.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 08:57
#13
avatar

Zitat von Fall 80 im Beitrag #12
Welchen Stellenwert die Lebensmittel in unserer Gesellschaft haben sieht man unter anderem daran, wieviel davon jeden Tag in die Tonne wandert.

Wenn statt dem offiziell geschätzten Drittel nur noch ein Zehntel in die Tonne wandern würde, dann könnten wir Verbraucher selbst bei einer Preissteigerung von mehr als 10 % noch unser Nahrungsmittel kaufen, ohne mehr von unserem Budget zu verbrauchen. Diese Preissteigerungen sollte 1:1 beim Produzenten ankommen, der ja am Ende der Kette sehr unter Druck steht.
Eine möglichst restlose Verwertung der Nahrungsmittel, verbunden mit der Gesundheit dienlichen Portionsgrößen wäre ein guter Anfang. Das würde für niemanden bedeuten, dass er sich nicht sattessen kann.
Uli


Ja, die Portionsgrößen. Bei Mehrpersonenhalten ist das nicht so problematisch, aber bei Singles kann es doch eher mal dazu führen, daß ein Teil nicht mehr verwertet wird. Seit einem viertel Jahr stehe ich nämlich vor dieser Situation und da kaufe ich doch eher mal die kleinere Packung. Allerdings ist diese dann pro Mengeneinheit gerechnet, meist teurer. Wenn sich die Packung teilen läßt und der Rest im Kühlschrank oder Gefrierfach noch lange genug haltbar ist, dann dann kaufe ich natürlich die und teile die. Allerdngs habe ich, wenn ich überlege, was ich heute kochen/essen möchte stehts im Hinterkopf: Was liegt angerissen im Kühlfach und müßte mal langsam weg. Gestern gab es Spinat mit Kartoffeln und Ei (drei Kleine). Die Packung Sahnespinat tiefgefroren habe ich dann auf das Schneidbrett gelegt und mit dem Fuchschwanz durchgesägt. Der Rest wieder in Folietüte und wieder ab in´s Gefrierfach. Friere ich selbst Speisereste ein, die beim Herstellen doch eine größere Menge ergeben als ich mit einmal esse, friere ich die in leere, saubere Plasterpackungen so portioniert ein, wie sie für mich gerade für eine Mahlzeit. Z.B. im Sommer nach erfolgreicher Pilzsuche oder wenn ich Frikassee aus einem ganzen Suppenhuhn mache, oder Herzragout, oder Bratklops oder .... Wenn ich von den sowieso unbrauchbaren Schalen, Blätter und Stengel, z.B. Kohlrabi u.a. absieht, dürfte bei mir die Verwertung als Nahrungsmittel die 100%-Marke fast erreichen. Ich würde sagen,
> 95 % u. < 100%.


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 08:59
avatar  Fred.S.
#14
avatar

Zitat von Fall 80 im Beitrag #12
Welchen Stellenwert die Lebensmittel in unserer Gesellschaft haben sieht man unter anderem daran, wieviel davon jeden Tag in die Tonne wandert.

Wenn statt dem offiziell geschätzten Drittel nur noch ein Zehntel in die Tonne wandern würde, dann könnten wir Verbraucher selbst bei einer Preissteigerung von mehr als 10 % noch unser Nahrungsmittel kaufen, ohne mehr von unserem Budget zu verbrauchen. Diese Preissteigerungen sollte 1:1 beim Produzenten ankommen, der ja am Ende der Kette sehr unter Druck steht.

Eine möglichst restlose Verwertung der Nahrungsmittel, verbunden mit der Gesundheit dienlichen Portionsgrößen wäre ein guter Anfang. Das würde für niemanden bedeuten, dass er sich nicht sattessen kann.

Uli

Ich Zweifel, Fall80, daran, das irgendeine Preissteigerung bei den Lebensmittel jemals an den deutschen Produzenten ankommt. Dazu gibt es zu viele Zwischenhändler die alle verdienen möchten. Fred


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 09:07
#15
avatar

Fred, denke ich auch. Die lassen sich doch das zusätzliche Stück Kuchen nicht entgehen und werden schon Begründungen, auch wenn sie noch so durchsichtig sind, einfallen lassen. Verdienen ja schon mit den Schummelpackungen mit hochem Volumen und weniger Inhalt eine goldene Nase. Eben Kapitalisten, können nie den Rachen voll genug bekommen. Alles mit der Begründunge des freien Unternehmertums. Einfach nicht in der Lage bzw. willens, die gesamte Gesellschaft zu sehen. Weiterhin dürfte auch dem Finanzminister der Zahn tropfen, ein wenig von dem durch die Kunden mehr gezahltem Geld in seine Kassen fließen zu lassen. Der Anteil, der bei den Erzeugern ankommt, könnte u.U, nicht mehr sein als ein Alibianteil, zum Ruhigstellen für eine Weile sozusagen.


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 09:46
avatar  Hanum83
#16
avatar

Einen ganz hohen Stellenwert hat bei mir die Kartoffel, hab schon vorgegoogelt was bei mir dieses Jahr an Exoten in die Erde darf.


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 10:31
#17
avatar

Zitat von Fred.S. im Beitrag #14
Zitat von Fall 80 im Beitrag #12
Welchen Stellenwert die Lebensmittel in unserer Gesellschaft haben sieht man unter anderem daran, wieviel davon jeden Tag in die Tonne wandert.

Wenn statt dem offiziell geschätzten Drittel nur noch ein Zehntel in die Tonne wandern würde, dann könnten wir Verbraucher selbst bei einer Preissteigerung von mehr als 10 % noch unser Nahrungsmittel kaufen, ohne mehr von unserem Budget zu verbrauchen. Diese Preissteigerungen sollte 1:1 beim Produzenten ankommen, der ja am Ende der Kette sehr unter Druck steht.

Eine möglichst restlose Verwertung der Nahrungsmittel, verbunden mit der Gesundheit dienlichen Portionsgrößen wäre ein guter Anfang. Das würde für niemanden bedeuten, dass er sich nicht sattessen kann.

Uli

Ich Zweifel, Fall80, daran, das irgendeine Preissteigerung bei den Lebensmittel jemals an den deutschen Produzenten ankommt. Dazu gibt es zu viele Zwischenhändler die alle verdienen möchten. Fred
Hallo,
der Handel hat Gestern die Schuld zurückgewiesen, dass die Erzeuger von Lebensmittel so wenig für ihre Erzeugnisse er -
halten. Schuld ist nach ihrer Meinung u.a. der Staat mit seinen Auflagen, zu deutsch Brüssel ist schuld.
Gruß Frank


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 10:34
#18
avatar

Zitat von Hanum83 im Beitrag #16
Einen ganz hohen Stellenwert hat bei mir die Kartoffel, hab schon vorgegoogelt was bei mir dieses Jahr an Exoten in die Erde darf.
Hallo,
da geht es uns ähnlich, denn eine gute Kartoffel ist mir auch mehr wert als ein Stück Fleisch.
Gruß Frank


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 10:46
avatar  Gohrbi
#19
avatar

Zitat von PF75 im Beitrag #3
lebensmittel können doch auch im ausland produziert werden,hauptsache wir haben grünen strom
..... nur das der grüne Strom nicht reicht und wir im Ausland Kohle- und Atomstrom kaufen.

...zum Lebensmittel ... Hauptsache billig. Ich/wir haben uns schon lange umgestellt.
Fleischprodukte kaufen wir bei unserem Metzger. Ich kenne die Tiere persönlich, die stehen in der Umgebung auf der Weide.
Die Wurst, die er dazu kauft nehmen wir nicht. Wenn das Met frisch aus dem Wolf kommt, dann zahle ich gerne 2,50€ mehr als bei Lidl.

... leider gibt es hier in BW keine schönen Kartoffeln. Die alten Sorten, die ich vom Norden kenne sucht man hier vergebens.


 Antworten

 Beitrag melden
04.02.2020 10:53
#20
avatar

Die alten Sorten gibt´s nicht mehr. Dank der EU.

Es gibt hier in der Heide 1, 2 Landwirte die die alten Sorten noch haben aber nicht verkaufen (dürfen). Nur für den Eigenverbrauch. Und selbst das ist rechtliche Grauzone.

MfG Berlin


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!