Propaganda an der innerdeutschen Grenze bei Lübeck

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23.11.2019 16:32 (zuletzt bearbeitet: 23.11.2019 16:43)
avatar  krelle
#1
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Das Thema "Propaganda" wurde hier im Forum bereits "behandelt". Anbei ein Link zu einem Beitrag des NDR. Jochen, Mitglied dieses Forums, erzählt in diesem Interview viel Interessantes betreffend der damaligen Zeit. Ich bin dankbar, ihn persönlich kennengelernt / getroffen zu haben. Eine Menge neuer, mir bis dahin nicht bekannter Informationen sind mir dadurch zuteil geworden. Der Link wird vielleicht nur noch wenig Zeit "nutzbar" sein, denn die Beiträge in der Mediathek sind in der Regel nicht "ewig" aufrufbar.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/m...ittag21544.html


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23.11.2019 18:31
#2
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Interessanter Bericht


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23.11.2019 19:19
avatar  Ratze
#3
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Moin
Ja, der Jochen hat uns im Grenzhus viel erzählt und ich freue mich für Ihn, dass jetzt seine Geschichte mindestens im Norden im Fernsehen gesendet wurde.
Leider kann ich sowas nicht speichern, der Beitrag ist erhaltungswürdig. Da hast Du @Krelle ja aber auch einiges für geleistet. Glückwunsch


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23.11.2019 22:28
avatar  Gert
#4
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interessantes Thema, aber es gab diese Propaganda von beiden Seiten. Im Herbst 1961 wäre ich beinahe übel aufgelaufen bei den Greifern im Ledermantel des Ubrichtregimes. In einem Cafe in Erfurt saß ich mit Freunden zusammen. Plötzlich zeigte mir ein Freund unter dem Tisch ein Flugblatt des bitterbösen Klassenfeindes.
Auf der Frontseite des 2 seitigen Flugblattes war das berühmte Foto des NVA Soldaten, der kurz nach dem Mauerbau über den Stacheldrahtverhau in Berlin springt und in ein Auto der Westberliner Polizei rennt.
Überschrift des Fotos : was kommt danach ? Wie ich so unter dem Tisch das Flugblatt studiere in meinem jugendliche Leichtsinn ( Alter 17 Jahr ), sehe ich im Augenwinkel am Nebentisch einen Mann aufstehen. Er kommt zu mir und fragt was ich da habe. Ich ebenso im jugendlichen Leichtsinn : das geht sie doch nichts an.
Er zückt seinen Klappfix und hält ihn mir unter die Nase. Ich wollte das Ding immer noch nicht rausrücken, da wollte er mich festnehmen. Meine ganzen Kumpels sagten dann Gert gib das Ding ab, was ich dann auch tat. War inzwischen eingeschüchtert, der Zustand den das MfS in der Hauptsache anstrebte Es war schon ein abartiger Staat.


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23.11.2019 23:19
avatar  Ebro
#5
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Zitat von Gert im Beitrag #4
abartiger Staat


Dieser in Deinen Augen abartige Staat war viele Jahre meine Heimat........


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23.11.2019 23:57 (zuletzt bearbeitet: 23.11.2019 23:58)
#6
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Zitat von Ebro im Beitrag #5
Dieser in Deinen Augen abartige Staat war viele Jahre meine Heimat........mad]

Ja und? Deshalb waren er bzw. seine Methoden trotzdem abartig. Der abartige Hitler-Staat war auch
meine Heimat, das bedeutet aber doch nicht, dass ich alles gut finden muss was da geschehen ist.


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24.11.2019 08:16
#7
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Auf alle Fälle ist es sehr interessant, dass auch nach so vielen Jahren immer noch neue Tatsachen bzw. Berichte darüber entdeckt werden. Das lässt auch für unser Forum hoffen.

Sojus


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24.11.2019 09:03 (zuletzt bearbeitet: 24.11.2019 10:03)
avatar  Gert
#8
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Zitat von Ebro im Beitrag #5
Zitat von Gert im Beitrag #4
abartiger Staat


Dieser in Deinen Augen abartige Staat war viele Jahre meine Heimat........



lieber @Ebro, deine Heimat , der SED-Staat sei dir geschenkt. DasTerritorium , das Land und die Menschen gehören zu Deutschland und das ist auch meine Heimat.


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24.11.2019 09:11
#9
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Ich nehme mal an und ich glaube auch, Das sich damals beide Seiten in Sachen Propaganda--nichts genommen haben.Da war die eine Seite nicht schlechter wie die andere.


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24.11.2019 10:23
avatar  Gert
#10
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Zitat von Rostocker im Beitrag #9
Ich nehme mal an und ich glaube auch, Das sich damals beide Seiten in Sachen Propaganda--nichts genommen haben.Da war die eine Seite nicht schlechter wie die andere.


na ja es war eben kalter Krieg und da gab es auf beiden Seiten der DL mehr oder weniger hirnverbrannte Aktionen. Ich habe z.B. nie verstanden, wieso unser Polit vom Klassenfeind redete. Ich realiserte, das ich 1. keiner Klasse angehörte und 2.der andere deutsche Staat auch aus Verwandten von mir besteht. Diese waren natürlich keine Feinde von mir


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24.11.2019 10:32
avatar  Ebro
#11
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Zitat von Gert im Beitrag #8
lieber @Ebro, deine Heimat , der SED-Staat sei dir geschenkt. DasTerritorium , das Land und die Menschen gehören zu Deutschland und das ist auch meine Heimat.


Lieber @Gert, wie schreibst Du an anderer Stelle so schön: "Es war eben kalter Krieg"
Deshalb war eben der eigenständige Staat DDR meine Heimat , Deutschland als Ganzes spielte überhaupt keine Rolle


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24.11.2019 10:35
#12
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Zitat von Gert im Beitrag #10
Zitat von Rostocker im Beitrag #9
Ich nehme mal an und ich glaube auch, Das sich damals beide Seiten in Sachen Propaganda--nichts genommen haben.Da war die eine Seite nicht schlechter wie die andere.


na ja es war eben kalter Krieg und da gab es auf beiden Seiten der DL mehr oder weniger hirnverbrannte Aktionen. Ich habe z.B. nie verstanden, wieso unser Polit vom Klassenfeind redete. Ich realiserte, das ich 1. keiner Klasse angehörte und 2.der andere deutsche Staat auch aus Verwandten von mir besteht. Diese waren natürlich keine Feinde von mir

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Im Prinzip ist der Mensch sich nicht gegenseitig Feind.Sie machen sich nur gegenseitig dazu. Und da hat sich bis heute nichts dran geändert.


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24.11.2019 10:47
#13
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Tja, diese verdammte Heimat .. was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Gebilde ..
Ein ziemlich bekannter Mann namens Klaus Jentzsch (noch besser als "Renft"- seine Mutter nannte ihn schon so- bekannt) hat nach vielen Jahren "im Westen" auf die Frage, was und wo denn seine Heimat sei, gesagt:
"Heimat ist dort, wo die Rechnungen ankommen" ..

Scheint mir nicht sehr abwegig ..

Siggi


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24.11.2019 12:10
#14
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #13
Tja, diese verdammte Heimat .. was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Gebilde ..
Ein ziemlich bekannter Mann namens Klaus Jentzsch (noch besser als "Renft"- seine Mutter nannte ihn schon so- bekannt) hat nach vielen Jahren "im Westen" auf die Frage, was und wo denn seine Heimat sei, gesagt:
"Heimat ist dort, wo die Rechnungen ankommen" ..

Scheint mir nicht sehr abwegig ..

Siggi


Das beweist zumindest, dass man ihn dort nicht vergessen hat.

Sojus


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24.11.2019 12:28
avatar  Fall 80
#15
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Für mich bedeutet meine Heimat etwas und insbesondere die nähere Umgebung.

Propaganda ist etwas für Leute die immer darauf warten, dass ihm jemand den Weg zeigt bzw. ihm sagen will was er zu tun oder zu lassen habe.

Uli


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