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#141

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 12.11.2019 23:15
von josy95 | 6.049 Beiträge | 10178 Punkte
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[quote=Ratze|p724620]Gestern beim „längsten Gespräch“ gab es schon einige nette Punkte zu hören. Ich saß im „Studio Ratzeburg“ und habe die letzte Stunde dann live erlebt. Die Kamerad vor der Nase waren allerdings störend. Gerade eben im Netz noch mal reingezogen
Es war ein guter Tag der 9, aber noch besser war der 12, als hier vor Ort die Grenze auf ging. Können aber sicher nur Menschen begreifen, die entweder im Osten lebten, im Streifen 40 km westlich lebte oder Angehörige im Osten hatte.
Für mich einer der schönsten Tage im Leben und der Beste im Dienst[/qquote]


@Ratze ,

so ist es! Besonders, was Deine letzten beiden Sätze anbelangt.

Ich war gestern Abend nach Dienst noch zu den Feierlichkeiten in Stapelburg (Eckertal).
Im Eckertal war es der 11.11.1989, der Tag, an dem dort die Grenze "aufging".

Ich war eher etwas sentimental- nachdenklich und habe an Hand der dort gezeigten tollen Fotoausstellung ganz in Ruhe und nur für mich die Zeit noch einmal gedanklich Revué passieren lassen, regelrecht zurückgedreht und die vielen schönn Erinnerungen daran dankbar genossen!
Aber auch manch eine eher schmerzliche Erinnerung und Erfahrung zugelassen.
Ich glaube, bin fest davon überzeugt, Beides gehört emotional eng auch zusammen.

josy95


Im Osten ging die Sonne auf...
Ich finde die Bezeichnung Ossi total bescheuert! Nennt sie lieber Kreativgermanen. Auch GermaNINNEN!

Und...was mir verstärkt auffällt (leider!) Neid, Mißgunst als Hauptursache vielen Übels und Intoleranz gegenüber anderen Meinungen und Auffassungen greifen immer mehr um sich - schade! Besonders schade bei den Leuten, wo ich es schon rein vom IQ nicht erwartet hätte...
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zuletzt bearbeitet 12.11.2019 23:15 | nach oben springen

#142

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 12.11.2019 23:24
von Gert | 683 Beiträge | 3436 Punkte
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #140
@Gert , warum schreibst du nicht einfach........ich habe dadurch das ich einen Diesel fuhr niemals nachtanken müssen.

Deine Worte ...........ich habe bei meinen zahlreichen Fahrten mit dem Auto in der DDR niemals eine private Tanke gesehen..........klingen so
als wenn du bestimmt wüsstest........private Tanken in der DDR gab es nie.

So ließt sich das.....


technisch gesehen hast du voll Recht.Die DDR hatte aber einen besondere Macke als Reiseland, Sie zwang einen nämlich, viel Geld umzutauschen ohne auch nur zu fragen, ob man das auch braucht.Ich brauchte es eigentlich nicht, und ich habe dann immer Zwangsbetankung durchgeführt. Da blieb aber immer noch Geld übrig und da bin ich mit der ostd. Verwandschaftschaft in die feinsten Lokale , die wir finden konnten, gut essen gegangen. Da war es einigermaßen sinnvoll unter die Leute gebracht. Ich habe nie wieder in einem Reiseland so ein bischen Streß bekommen aufgrund des Umstandes " wie bringe ich das Geld sinnvoll unter die Leute" .
Es ist richtig, dass ich technisch gesehen mit einem vollen Tank rein gegangen wäre und bei der Ausreise immer noch einen halb vollen Tank gehabt hätte.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.11.2019 23:25 | nach oben springen

#143

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 12.11.2019 23:30
von josy95 | 6.049 Beiträge | 10178 Punkte
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Zitat von berndk5 im Beitrag #133
Zitat: Genau dort habe ich den Weg passiert Ellrich Richtung Walkenried. Bis heute unvergessen.

Mfg Batrachos

Hallo @Batrachos , musste aus dem Zitat ne Menge löschen. Wollte eigentlich DANKE für Deine eingestellten Bilder sagen, DANKE, weil genau das DER einmalige Moment ist, der nicht wieder kommmt.

Deine Bilder und deren Stimmung (grau triest) fangen genau die damalige Situation ein.

Bitte vergessen wir doch auch eines nicht! : Mal wirklich ganz ehrlich, aus unserer damaligen Sicht waren doch diese Bilder ganz NORMAL ! Aber wie ist das heute bei euch so ?

Ehrlich gesagt habe ich da so manchmal ein leichtes Grummeln im Bauch. Da kommen Erinnerungen an Orte hoch, die wir mit der FDJ besucht haben aus Ehrung der vergangenen Opfer.....

Wir sollten alle miteinander stolz darauf sein, was gemeinsam in den letzten 30 Jahren erreicht wurde um diese Zeit zu überwinden.
Dennoch sollte NIEMAND vergessen, dass diese Zeit durch beide SEITEN nur so und nicht anders auf diesen PUNKT getrieben wurde.

Letztendlich ist es dem "Wir sind das Volk" der DDR-Bürger und der "oft beschworenen" Besonnenheit der DDR Grenzer zu verdanken, dass es so gekommen ist- wie es ist.

DAS wird leider sehr gerne und viel zu oft in den SKAT GEDRÜCKT !

Es schmälert aber auf keinen Fall die Leistung der alten Bundesländer- die, wenn man aber ehrlich ist- sich meist auf schnöde Finanzen beschränkt.(das soll nicht kleingeredet werden).
Leid, Elend und Firmensterben musste in erster Linie im Osten ertragen werden- mit Allem was da im Gefolge so geschehen ist.......[/quote]


@berndk5 ,

das hast Du sehr gut und treffend beschrieben, Deine Meinung teile ich in vielen Dingen auch.

Als Problem sehe ich nur die vielen Negativenticklungen der letzten Jahre, gravierende politische Fehlentscheidungen die all diese von Dir aufgezählten Erfolge und damit schönen, erstrebenswerten Dinge und Entwicklungen am zerstören sind.

Um das zu erkennen, muß man nicht grundlegend negativ eingestellt oder veranlagt sein. Oder wie andere Gutmenschen selbstherlich und mit ihrem selbsternannten Unfehlbarkeits- Urteilungsvermögen auch hier in diesem Foum gerne tönen, erbittert, frustriert oder wie und was auch immer, negativ eingestellt sein.
Da muß man oft nur das sprichwörtliche 1 und 1 zusammenzählen und das auch können.
Oder manch einer sollte mal seine rosarote Brille abnehmen oder einfach nur über seine, die Realität ziemlich verzerrenden luxeriösen Brillengläser, die exquisite Brillenfassung hinausschauen...


josy95


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#144

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 13.11.2019 05:12
von furry | 5.406 Beiträge | 11659 Punkte
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Da gibt es ein Interview mit einem Prof. Rödder.
Ein kurzer Auszug, der wohl den Nagel auf den Kopf trifft:

Das Hauptproblem der Einheit war und ist aber ein kulturelles.

Inwiefern?

Der Westen erwartete vom Osten Anpassung. Und er war nicht bereit, sich auf die Ostdeutschen einzulassen. Niemand hat gesehen, welche ungeheure Transformation für die Menschen in den neuen Bundesländern mit der Wiedervereinigung verbunden war. Wer im Westen – mich selbst eingeschlossen – hatte denn 1990 Verständnis für einen ostdeutschen Arbeiter, dessen Betrieb geschlossen wurde? In einem Staat, in dem es nicht üblich gewesen war, überhaupt den Arbeitsplatz zu wechseln, und wo der Betrieb zugleich mehr als nur der Arbeitsplatz war: eine soziale Lebenswelt, die Freizeit und Urlaub umfasste. Derartige Erschütterungen und Entwertungen von Biografien gehen nicht spurlos an Menschen vorbei. Oder an einer ganzen Gesellschaft.


In ganzer Länge: https://www.t-online.de/nachrichten/deut...enpolitik-.html


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
1941ziger, Ehli, Fall 80, Hackel39, Ebro, DoreHolm, josy95, IM Kressin, Hauptmann und Büdinger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2019 05:22 | nach oben springen

#145

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 13.11.2019 15:11
von Hackel39 | 4.040 Beiträge | 5572 Punkte
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Zitat von furry im Beitrag #144
Da gibt es ein Interview mit einem Prof. Rödder.
Ein kurzer Auszug, der wohl den Nagel auf den Kopf trifft:

Das Hauptproblem der Einheit war und ist aber ein kulturelles.

Inwiefern?

Der Westen erwartete vom Osten Anpassung. Und er war nicht bereit, sich auf die Ostdeutschen einzulassen. Niemand hat gesehen, welche ungeheure Transformation für die Menschen in den neuen Bundesländern mit der Wiedervereinigung verbunden war. Wer im Westen – mich selbst eingeschlossen – hatte denn 1990 Verständnis für einen ostdeutschen Arbeiter, dessen Betrieb geschlossen wurde? In einem Staat, in dem es nicht üblich gewesen war, überhaupt den Arbeitsplatz zu wechseln, und wo der Betrieb zugleich mehr als nur der Arbeitsplatz war: eine soziale Lebenswelt, die Freizeit und Urlaub umfasste. Derartige Erschütterungen und Entwertungen von Biografien gehen nicht spurlos an Menschen vorbei. Oder an einer ganzen Gesellschaft.


In ganzer Länge: https://www.t-online.de/nachrichten/deut...enpolitik-.html


So gesehen waren die Plakatkleber der Allianz für Deutschland, jener ostdeutschen Vereinigungspartei noch naiver als die überzeugten FDJ– Sekretäre im Fieberbett der DDR, so bewerte ich das heute, nur mal so nebenbei.
Deren Euphorie war zu keiner Zeit ansteckend, das hat weder mit Missmut noch mit Pessimismus zu tun, man ist ja auch nicht missmutig wenn man seine Kinder nicht ins Löwengehege zum Spielen schickt, auch wenn die das spassig fänden und genauso brauchte man nach der Vereinigung auch nur von zehn auf null runterzuzählen bis das Blut spritzte.
Es herrschte zumindest in meinem näheren Umfeld eine gesunde Skepsis vor, man hielt sein Geld zusammen und schätzte, was man (noch) hatte, allen voran einen vermeintlich zukunftssicheren Arbeitsplatz.
Niemals werde ich aber vergessen, was es da für Angriffe gegeben hat, z. B. bezüglich der persönlichen Standortbestimmung, des erreichten sozialen Status.
Es gab bereits in der Staatsbahnzeit (vor 1994) Aktivitäten, den anerkannten Beruf des Lokführers in Frage zu stellen, es mußte um alles gekämpft werden, sei es um die Anerkennung der Berufsjahre oder überhaupt die Anerkennung des speziellen Berufsabschlusses.
https://www.gdl.de/Aktuell-2010/Pressemitteilung-1264508483
Allein der über 90%ige Organisierungsgrad der Lokführer in der GDL verhinderte, daß wir tariflich als Bofrostfahrer oder Backstandverkäufer geendet sind, das hatte schon etwas von Kolonialisten– Gehabe der eingesickerten neuen Herrscherkaste aus dem Westen mit ihren neuen Ideen, die sie zu Hause keinem mehr verkaufen konnten, allein der Versuch zählte zumindest für mich als krimineller Akt.
Auch weitere Angriffe, z. B. Anglern mit über 60 Jahren, denen sie ihrem Hobby treu geblieben sind zuzumuten, eine Fischereischeinprüfung abzulegen konnte nur durch die mächtige, lange Zeit rein ostdeutsche Anglervereinigung, dem DAV abgewehrt werden.
Wäre das eine Splittergruppe gewesen, hätte das geklappt, alles übrigens Lehren von Marx, wenn auch in Abwandlungen bezogen auf das Hobby, aber im Kern ist eine Gruppe nur dann mächtig, wenn sie sich zu organisieren vermag und nur dieses Organisationstalent der Deutschen im Allgemeinen war ein wichtiger Baustein unseres Wohlstands, der war kein Geschenk.
Das allerdings hatte ich schon vom Lehrer Raabe in der Schule verklickert bekommen.
Von mir aus können alle feiern wie sie wollen, die Frontlinien, die der Historiker Rödder hier sieht, sehe ich auch, im Moment wehren wir gerade wieder mal Attacken ab, gestandene Lokführer mit 40–50 Dienstjahren ohne Anlaß zu psychologischen Tests zu schicken, im Moment plärren und kreischen zänkische Regierungsweiber (AM+AKK– https://m.tagesspiegel.de/politik/das-ak...ww.google.de%2F nach Militärmanövern in fremden Ländern, Milliarden werden für diesen Blödsinn Jahr für Jahr versenkt und keinen stört es.
Diese Politiker sind vom Volk so weit weg wie lange nicht.


Grenzfuchs, josy95, furry, Heckenhaus und Hauptmann haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#146

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 13.11.2019 16:03
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Vielleicht waren die Feiern an anderen Orten besser, aber in Lübeck-Schlutup war das (wieder) zum Abgewöhnen. Der Ministerpräsident von SH und die -in von MV sollten um 12 Uhr eine Podiumsdiskussion anführen. Es wurde fast 12.30, bis die kamen und zunächst zu Musik von Udo Lindenberg auf der Bühne des Bierzelts schunkeln mussten. Die Peinlichkeit sah man ihnen an. Danach hielt jeder kurz eine Rede (die waren aber ok!) und schwupps gings weiter. Die Pause bis zum Eintreffen wurde nicht überbrückt, und das obwohl der NDR da war. Die machten dann eine holprige Moderation zum Aufwärmen, alles recht chaotisch. Ansonsten gab es die üblichen Wurstbuden, ein Trabi-Korso aus augenscheinlich zwei, drei Fahrzeugen und halt offene Tür im "Museum"/Sammelsorium. Fürs schlechte Wetter konnten die nix, aber da wäre mehr drin gewesen für eine der größten Feiern im Norden. Viele Besucher waren da, keine Frage, aber insgesamt ein Armutszeugnis, dass die meisten nur aus Schlutup kamen.
Und wie wars bei Euch?
Gruß
Markus


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#147

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 14:03
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Was es so alles gab! Es ist schwer, sich bei dieser Geschichte ein gerechtes Urteil zu bilden. Die Fremdbestimmung der Menschen war, ist und bleibt ein großes Übel!

https://www.spiegel.de/geschichte/mauerf...e=pocket-newtab


IM Kressin und Fall 80 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 15:04
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Hallo,

am 09.11.2019 war ich in Kühlungsborn und habe mit meiner Frau den dort stehenden B-Turm bestiegen. Wer mal dort ist, sollte sich den Turm und das Museum ansehen. Bei schönstem Sonnenschein war das ein schönes Wochenende an der Ostsee :-).

Bereits zum 25. Jahrestag trat das ZDF an mich heran und ich habe in der Doku "Die letzte Truppe und der Fall der Mauer" Rede und Antwort gestanden, da ich am 09.11.1989 zwischen dem Brandenburger Tor und der Mauer, auf dem Pariser Platz, eingesetzt wurde.
In diesem Jahr - zum 30 Jahrestag - wollte der RBB mich (für Ende Oktober) für die Dokumentation - "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt"/ Das Jahr 1989 - zur Teilnahme gewinnen. Genauso wie das ZDF für ein Zeitzeugengespräch am 06.11.2019 als "Podiumdiskussion".

Beide Anfragen habe ich abgelehnt. Ich war nur die paar Stunden am 09.11.1989 direkt in Berlin zum Einsatz, da ich ZF im GAR-40, Oranienburg war. In den knapp 2 Jahren meiner Dienstzeit im GAR schaffte ich es nur 4 oder 5 mal, Nachts im Bereich der Hinterlangsmauer, zum Einsatz.

Meine Zeit bei der Armee (8 Jahre) möchte ich nicht missen, dann sie hat mich geformt und auch zu dem gemacht der ich jetzt bin. Im Grunde verdanke ich dieser Zeit sehr viel. Aber ich sehne die DDR auch nicht zurück.


Chris77 und Abr40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#149

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 15:27
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Zitat von jecki09 im Beitrag #148

Beide Anfragen habe ich abgelehnt. Ich war nur die paar Stunden am 09.11.1989 direkt in Berlin zum Einsatz, da ich ZF im GAR-40, Oranienburg war. In den knapp 2 Jahren meiner Dienstzeit im GAR schaffte ich es nur 4 oder 5 mal, Nachts im Bereich der Hinterlangsmauer, zum Einsatz.

Meine Zeit bei der Armee (8 Jahre) möchte ich nicht missen, dann sie hat mich geformt und auch zu dem gemacht der ich jetzt bin. Im Grunde verdanke ich dieser Zeit sehr viel. Aber ich sehne die DDR auch nicht zurück.
Hallo @jecki09,

warum hast du das abgelehnt? Aussagen von Zeitzeugen wären doch interessant gewesen.

MfG

GKUS64


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#150

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 18:00
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ja, an sich hast du recht.
Doch ich hätte nur über die Nacht des 9.11. etwas sagen können, da ich das Berliner Grenzregime nicht kannte. Meine Ausbildung und Erfahrung bezog sich auf die Grenze West.


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#151

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 18:09
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Zitat von jecki09 im Beitrag #148

Bereits zum 25. Jahrestag trat das ZDF an mich heran und ich habe in der Doku "Die letzte Truppe und der Fall der Mauer" Rede und Antwort gestanden, da ich am 09.11.1989 zwischen dem Brandenburger Tor und der Mauer, auf dem Pariser Platz, eingesetzt wurde.
In diesem Jahr - zum 30 Jahrestag - wollte der RBB mich (für Ende Oktober) für die Dokumentation - "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt"/ Das Jahr 1989 - zur Teilnahme gewinnen. Genauso wie das ZDF für ein Zeitzeugengespräch am 06.11.2019 als "Podiumdiskussion".



Hallo jecki09,

Dann warst du wohl der Oberleutnant, der in dieser Doku interviewt wurde.
Habe mir diese Doku damals auch angeschaut und fand sie recht interessant.
Ich finde das du in diesem Interview gut gesprochen und erklärt hast, sowas kann nicht jeder.

Gruß Chris


"Transport rollt !!!"
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<< Wer weiß was war, der weiß zu schätzen was ist >>
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zuletzt bearbeitet 18.11.2019 18:10 | nach oben springen

#152

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 18:23
von marc | 1.378 Beiträge | 3011 Punkte
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Nein @Chris77 er hat, wie selbst erklärt und begründet, die Medienanfragen abgelehnt.


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#153

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 18:33
von Chris77 | 242 Beiträge | 2912 Punkte
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Zitat von marc im Beitrag #152
Nein @Chris77 er hat, wie selbst erklärt und begründet, die Medienanfragen abgelehnt.
Er hatte doch geschrieben, das er zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in der Doku "Die letzte Truppe und der Fall der Mauer" Rede und Antwort stand, sprich interviewt wurde.
Und genau das habe ich auch gemeint in meiner Nachricht.
Was du jetzt meinst @marc, waren seine beiden Absagen an den RBB und ZDF, zum 30. Jahrestag des Mauerfalls.


"Transport rollt !!!"
Abgänger September ´98

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#154

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.11.2019 19:51
von marc | 1.378 Beiträge | 3011 Punkte
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Stimmt, hast Recht @Chris77 habs überlesen. 😌

Ich finde sein Interview in "Die letzte Truppe und der Fall der Mauer" überzeugend und sehr authentisch.


zuletzt bearbeitet 18.11.2019 19:53 | nach oben springen

#155

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.11.2019 06:42
von Hanum83 | 9.258 Beiträge | 18272 Punkte
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Ich wäre gerne 7 Jahre später am Schutzwall gewesen, schon alleine um paar Gesichter zu sehen wenn wir bei Waddekath die dortige Mauer geöffnet hätten.
Vermutlich hätten ein paar ausgesehen als hätten sie in eine Zitrone gebissen.


Das einzige Grün dem ich etwas abgewinnen kann ist das Suppengrün.
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zuletzt bearbeitet 19.11.2019 06:44 | nach oben springen

#156

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.12.2019 19:42
von krelle | 495 Beiträge | 10928 Punkte
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Der 30. Jahrestag der „Grenzöffnung“ ist nun „Vergangenheit“ – der „Hype“ um das Datum "9.11.1989“ ist jetzt „verflogen“.
Es wird wohl zehn Jahre dauern, bis die Medien wieder vermehrt danach streben, „Zeitzeugen“ ausfindig zu machen und sie vor die Mikrofone/Kameras zu „holen“.
Ob ich dann noch lebe ist ebenso ungewiss wie die Antwort auf die Frage, ob ich dann noch genauso "bereit" bin/wäre, mich der „Thematik“ vor der "Presse" so zu stellen, wie ich es bisher tat.


Ich sehe, dass es immer „mehr“ bedarf, um "wahrgenommen" zu werden. Die Werbung im Fernsehen ist bestes Beispiel; je „kaputter“ diese ist, umso mehr „Aufmerksamkeit“ erregt sie und ist den Interessen der Wirtschaft dienlich.
Und auch die „Dokumentationen“, die in der „Glotze“ laufen, folgen dem Trend, immer „spektakulärer“ zu werden – die „Animationen“ lassen immer mehr die Bilder zwischen Realität und „Kunst“ verschwimmen.


Die „Dokus“ betreffend der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze werden sicherlich auch in Zukunft geprägt sein vom „Bösen“ ihres Charakters; die „Perversität“ dieser Trennlinie wird ganz gewiss immer unterstrichen werden von der Vielzahl der Toten, die an ihr zu beklagen waren.
Ich hoffe, dass es der jungen Generation von „heute“ und auch deren „Erben“ noch gelingt, über jene Menschen, die einst an ihr dienten, so zu denken/reden/schreiben, wie es ihrer gebührt.


Und ich hoffe, dass man auch in vielen Jahren noch gewillt und vor allem in der Lage ist, gewisse „Sachverhalte“ der Wahrheit entsprechend einzuordnen.
Ich vermag meine Zweifel daran jedoch nicht in jene „kleine Größenordnung“, die ich mir wünsche, einzudämmen.

Man braucht nur wenige Momente ins "Antlitz" der "politischen Korrektheit" zu schauen, um zu erkennen, dass ihr wenig daran liegt, wahren Begebenheiten einen Spiegel vorzuhalten und sie "so" zu präsentieren, wie sie sich selbst entsprechen.

Angefügte Bilder:
Schilder an der Grenze.jpg

andy, der alte Grenzgänger, Hauptmann, Ebro, Chris77, 13.08.Sojus, DoreHolm, Büdinger, Fall 80, marc und Schreiber haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.12.2019 20:45 | nach oben springen

#157

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 02.12.2019 16:08
von Ratze | 1.537 Beiträge | 6912 Punkte
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Was in 10 Jahren ist @Krelle ist mir völlig egal. Ich habe dieses Jahr „ genossen“. Mal wieder an das erinnert, was unser aller Leben stark beeinflusst hat. Ich glaube, dass in 10 Jahren sich niemand mehr interessiert, es gibt dann kaum noch Leute, die sich erinnern, von den vermutlich heute 40 Grenzmuseen werden dann nur noch max 10 leben, wer soll dann die Erinnerungsarbeit leisten. Freuen wir uns auf 2020 mit dann 30 Jahre Einheit und dann heißt es nur noch leben und ein gesunder Rentner sein bis der Sensenmann kommt.


DoreHolm, furry, Ebro, Rostocker, audi-83164, Schreiber, krelle, Mike59 und linamax haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#158

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 03.12.2019 11:26
von audi-83164 | 10 Beiträge | 122 Punkte
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Hallo Ratze, Du hast vollkommen recht. Das Leben von Tag zu Tag, Stunde um Stunde genießen. Was wir damals erlebt haben, interessiert im Endeffekt nur noch teilweise uns selbst! Es ist Vergangenheit ist aber das, wo ich gerne daran zurück denke. Habe diesen Sommer viele, viele Male den Mechower See besucht!
Die Natur hat sich jetzt ein sehr großes Stück zurückgeholt.
In diesem Sinne, daß Leben genießen und das machen, was einem Feude bereitet!


Ebro und Rostocker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#159

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 03.12.2019 12:26
von Ratze | 1.537 Beiträge | 6912 Punkte
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Moin @audi-83164
Ich hoffe Du warst dann auch im Museum und einer von mehr als ....... Gästen. Wieviel es sind ist mir noch nicht bekannt, sollten aber hoffentlich viele sein, der nächste Run in 2020 fällt sicher deutlich geringer aus, weil, ich befürchte, das Thena ist durch


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#160

RE: 30 Jahre Mauerfall!

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 03.12.2019 13:48
von DoreHolm | 10.605 Beiträge | 16217 Punkte
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Das ist die Zeit. Es gibt in den nächsten 100 Jahren oder noch mehr noch viele Umbrüche unterschiedlicher Bedeutung von lokal, regional bis global und da werden die Ereignisse zur Wendezeit nur noch eine von Vielen sein. Ausbruch der letzten beiden Weltkriege - da ist noch nicht lange her und hatte weltweite Bedeutung. Mauerfall - maximal europaweite spürbare Auswirkungen. Dann schon eher der Zusammenmbruch des soz. Weltsystems. 1948er Revolution - nur noch was für historisch Interessierte. Bauernkrieg, Konfessionskriege und noch früher der Sklavenaufstand im alten Rom. Wird in Geschichte behandelt. Kenne zwar den Lehrplan nicht, aber ich denke, mehr als zwei Unterrichtsstunden werden dafür nicht draufgehen. Wir müssen uns damit abfinden, auch wenn wir uns noch so sehr um Erinnerung bemühen. Alles hat eben seine Zeit und unsere Eltern und Großeltern hatte IHRE Erlebnisse und unsere Kinder und Enkel werden wieder andere haben, die für sie weitaus bedeutsamer sind als der Mauerfall. Das ist das Dilemma alter Revolutionäre, die zwar unter Entbehrungen gekämpft und gelitten haben (wenn sie es denn überlebt haben), aber sich nur schwer damit abfinden, daß ihre Kinder und Enkel nicht diesen Enthusiasmus für ihre Sache wie sie selbst hatten und Opferbereitschaft mitbringen. Diese Kinder und Enkel müssen erst selbst ähnliche Situationen erleben, um für eine Sache oder ein Ziel auch Opfer zu bringen und dann werden wiederum deren Nachkommen genauso reagieren.


zuletzt bearbeitet 03.12.2019 13:49 | nach oben springen



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